2 NA
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung 4
2 Charakteristika und Anforderungen der Phasen des Turnaround-Prozesses 6
2.1 Überblick über verschiedene Modelle des Turnaround-Prozesses 6
2.2 Die fünf Phasen des Turnaround-Prozesses 7
2.2.1 The Management Change Stage 7
2.2.2 The Evaluation Stage 8
2.2.3 The Emergency Stage 8
2.2.4 The Stabilization Stage 8
2.2.5 The Return-to-normal-growth Stage 8
3 Maßnahmen in den Phasen des Turnaround-Prozesses 9
3.1 Auswahl des Turnaround-Prozesse bei Continental Airlines 9
3.2 The Management Change State 9
3.2.1 Maßnahmen zur Krisenfrüherkennung 9
3.2.2 Akteure im Turnaround-Management 9
3.2.3 Personelle Maßnahmen bei Continental Airlines 10
3.3 The Evaluation Stage 10
3.3.1 Grobanalyse des Unternehmens 10
3.3.2 Einleitung von Sofortmaßnahmen 11
3.3.3 Detailanalyse 11
3.3.3.1 Maßnahmen zur Analyse des Unternehmens 11
3.3.3.2 Maßnahmen zur Analyse des Zielmarktes 11
3.3.4 Wesentliche Ergebnisse der Analyse bei Continental Airlines 11
3.4 The Emergency Stage 12
3.4.1 Operative Turnaround-Maßnahmen 12
3.4.1.1 Ertragswirtschaftliche Maßnahmen 12
3.4.1.2 Finanzwirtschaftliche Maßnahmen 13
3.4.2 Strategische Maßnahmen 13
3.4.3 Organisatorische Maßnahmen 14
3.4.4 Das Turnaround-Konzept bei Continental Airlines 14
3.5 The Stabilization Stage 15
3.5.1 Problembewältigung bei der Umsetzung des Turnaround-Konzepts 15
3.5.2 Aufbau eines Informations- und Kontrollsystems 15
3 NA
3.5.3 Die Umsetzung des Turnaround Konzepts bei Continental Airlines 16
3.6 The Return-to-normal-growth Stage 16
3.6.1 Entwicklung eines Unternehmenskonzepts und Controlling 16
3.6.2 Continental Airlines nach dem Turnaround 16
4 Zusammenfassung und Ausblick 17
5 Literaturverzeichnis 18
6 Internetadressenverzeichnis 19
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 1: Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 1950 bis 2004 4
Abbildung 2: 5-Phasen-Modell des Turnaround-Prozesses nach Bibeault 6
Abbildung 3: Kostensenkende ertragswirtschaftliche Maßnahmen 12
Abbildung 4: Überblick über finanzwirtschaftliche Maßnahmen 13
Abbildung 5: Marktstrategien 14
Abbildung 6: Turnaround-Konzept von Continental Airlines 15
1 Problemstellung
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland hat sich von 8.730 1 im Jahr 1990 auf 39.270 2 Insolvenzen im Jahre 2004 mehr als vervierfacht. Der einzel- und gesamtwirtschaft-
liche Schaden dieser Entwicklung ist enorm. Im Jahr 2004 gingen durch Unternehmensinsol- venzen in Deutschland 605.000 Arbeitsplätze 3 verloren, die Insolvenzschäden durch Forde- rungsausfälle belaufen sich auf 39,4 Milliarden Euro 4 .
Abbildung 1: Unternehmensinsolvenzen in Deutschland 1950 bis 2004
Eigene Darstellung aufgrund von Daten des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de)
Unternehmensinsolvenzen sind Folge von Unternehmenskrisen. Krystek definiert Unterneh- menskrisen als „ungeplante und ungewollte Prozesse von begrenzter Dauer und Beeinfluss- barkeit sowie ambivalentem Ausgang. Sie sind in der Lange den Fortbestand der gesamten Unternehmung substanziell und nachhaltig zu gefährden oder sogar unmöglich zu machen. Dies geschieht durch die Beeinträchtigung bestimmter Ziele (dominanter Ziele), deren Ge- fährdung oder gar Nichterreichung gleichbedeutend ist mit einer nachhaltigen Existenzge- fährdung oder Existenzvernichtung der Unternehmung als selbstständig und aktiv am Wirt- schaftsprozess teilnehmender Einheit mit ihren bis dahin gültigen Zweck- und Zielsetzun- gen.“ 5
1
vgl. Statistisches Bundesamt auf www.destatis.de
2
vgl. Verband der Vereine Creditreform e.V.: Insolvenzverfahren in Deutschland
3
vgl. Verband der Vereine Creditreform e.V.: Insolvenzen, Neugründungen, Löschungen (2005)
4
vgl. Verband der Vereine Creditreform e.V.: Insolvenzschäden in Deutschland
5
Krystek (1987) zitiert nach Wagner (2003), S.8f.
Die Ursachen der Entstehung dieser Krisen sind vielfältig. Weltweite Marktveränderungen, neue Produkte und Technologien, wachsender internationaler Wettbewerb, kürzere Produkt- lebenszyklen und gesellschaftliche, ökologische oder politische Veränderungen fordern von Unternehmen sich flexibel und schnell anzupassen. Gelingt einem Unternehmen diese Anpas- sung nicht, kann es als Folge in eine Krisensituation geraten. Achtzig Prozent der Unterneh- menskrisen sind aber auf interne Ursachen zurückzuführen 6 , wobei Führungsmängel die Hauptursache darstellen. 7
Die Praxis zeigt, dass einigen Krisenunternehmen „[…] das Abwenden einer krisenhaften Entwicklung“ 8 , der sogenannte Turnaround, gelingt. Die teilweise in der Literatur vom Turna-
round abgegrenzten Begriffe Sanierung, Restrukturierung und Reorganisation vom Turna- round 9 werden in dieser Seminararbeit synonym verwendet. Der Turnaround eines Unter-
nehmens vollzieht sich zeitlich in einem komplexen Prozess, der zur Reduktion der Komple- xität in Phasen zur Bewältigung der Krise aufgeteilt wird. 10 Die Entwicklung und Implemen-
tierung von Maßnahmen, die die Balance zwischen dem Unternehmen und den Anforderun- gen der Umwelt nachhaltig wiederherstellen sollen, erfolgt durch das Turnaround- Management. 11
Wie gelingt es einem Unternehmen adäquate Maßnahmen zum erfolgreichen Vollzug des Turnaround und damit zur Vermeidung der drohenden Insolvenz zu entwickeln? Zur Beant- wortung dieser Frage werden im Rahmen dieser Seminararbeit einige Turnaround-Modelle vorgestellt, für ein Modell die Charakteristika der einzelnen Phasen beschrieben und daraus Anforderungen an zu entwickelnde Maßnahmen abgeleitet. Darauf aufbauend schließt sich eine Darstellung von Turnaround-Maßnahmen aus Theorie und Praxis an. Das letzte Kapitel ist eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und ein kurzer Blick auf die derzeiti- ge wirtschaftliche Situation des den praktischen Maßnahmen zugrunde gelegten Unterneh- mens.
6
vgl. Bibeault (1982), S.86
7
vgl. Hauschildt, Grape und Schindler (2005), S.10ff.: Untersuchung von 53 Unternehmen, die zwischen 1992 und 2001 eine kritische Entwicklung durchlaufen haben.
8 Gless (1995) zitiert nach Moldenhauer (2004), S.28 9 vgl. u.a. Hanen (2005), S.21; Pinkwart, Kolb und Heinemann (2005), S.57; Moldernauer (2004), S.27ff. 10 vgl. Pinkwart, Kolb und Heinemann (2005), S.58 11 vgl. Coenenberg und Fischer (1993), S.2
2 Charakteristika und Anforderungen der Phasen des Turnaround-Prozesses
2.1 Überblick über verschiedene Modelle des Turnaround-Prozesses
Die Modelle zur Beschreibung des Turnaround-Prozesses unterscheiden sich inhaltlich und in
der Anzahl ihrer Phasen. Akut in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen durchlaufen alle Pha-
sen, während Unternehmen, die Krisensymptome rechtzeitig erkennen, einige Phasen über-
springen oder schneller durchlaufen können. 12 Die einzelnen Phasen sind inhaltlich und zeit-
lich interdependent. 13
Das 5-Phasen-Modell nach Bibeault dient als Grundlage für die weiteren Ausführungen. Die
detaillierte Aufgliederung in fünf Phasen und deren präzise Charakterisierung eröffnen eine
große Bandbreite möglicher Maßnahmen.
Abbildung 2: 5-Phasen-Modell des Turnaround-Prozesses nach Bibeault
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Bibeault (1982), S.92
Andere Modelle sind im wesentlichen eine Zusammenfassung dieses Modells oder setzen
andere inhaltliche Schwerpunkte. Fetterman betont in seinem aus den fünf Phasen Manage-
ment Change, Situation Analysis, Emergency Action, Business Restructuring und Return to
Normal bestehenden Modell besonders die Bedeutung des Turnaround-Teams. 14 Faulhaber
und Landwehr zerlegen den Turnaround-Prozess in vier Phasen: Die Crash-Phase, der Beginn
der Restrukturierung, die Durchsetzung der Restrukturierung und die Sicherung der Neuaus-
richtung. Wird die Vorphase als fünfte eigenständige Phase einbezogen, ähnelt dieses Modell
dem von Bibeault. 15 Chowdhury vertritt ein ähnliches 4-Phasen-Modell: Decline, Response
Initiation, Transition und Outcome. 16 Teilweise findet eine Reduzierung des Turnaround-
Prozesses auf zwei wesentliche Phasen statt. 17 In der Retrenchment Phase 18 wird die Krisensi-
tuation erfasst und kurzfristige Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Überlebensfähigkeit des
12 vgl. Bibeault (1982), S.91
13 vgl. Chowdhury (2002), S.256
14 vgl. Fetterman (2003), S.9ff.
15 vgl. Faulhaber und Landwehr (2003), S.21
16 vgl. Chowdhury (2002), S.253ff.
17 vgl. u.a. Witt zitiert nach Hanen (2005), S.24; Kelber (2004), S.121ff.
18 vgl. Kelber (2004), S.122: Phase der Abwendung der akuten Existenzgefährdung
Arbeit zitieren:
Dipl. Handelslehrer Carmen Richter, 2006, Maßnahmen in den Phasen des Turnaround-Prozesses, München, GRIN Verlag GmbH
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