Gliederung
A. Einleitung 3
B. Hauptteil 4
a. Die Streitkräfte Russlands 4
i. Die Mobilmachung der Streitkräfte 4
ii. Stärke und Kampfkraft der Streitkräfte. 5
b. Die Streitkräfte Frankreichs 7
i. Vorbereitungen auf den Krieg. 7
ii. Stärke und Kampfkraft der Streitkräfte im Verlauf des Krieges. 8
c. Besonderheiten der Kriegsführung an der Ost-/Westfront. 10
C. Schluss. 11
D. Literatur- und Quellenverzeichnis. 13
2
A. Einleitung
Im folgenden Text wird die Thematik der Streitkräfte der Nationen Frankreichs und Russlands zu Beginn und während des Ersten Weltkrieges erörtert. Betrachtet werden die Mobilmachung, die Aufstellung der Streitkräfte sowie deren Gliederung, die geleisteten Vorbereitungen für den Krieg in den Nationen, sowie Probleme in der Kriegsführung.
Im Bereich der verwendeten Literatur finden sich Monographien, militärische Schriften aus dem Jahre 1915 und 1926 sowie Lexikonbeiträge wieder. Diese Vielfalt an verwendeten Schriften stellt sich dem Anspruch, einem Thema gerecht zu werden, über dessen genaue Fakten durchaus gestritten werden kann. So ist bis heute noch nicht gänzlich erforscht, wie viele tausend Mann auf beiden Seiten endgültig für ihr Land mobilisiert wurden und im Detail ausgestattet waren. Es wird hierbei versucht einen möglichst einheitlichen Überblick zu schaffen, der den Leser nicht verwirrt sondern ihm ein möglichst getreues Bild der Aufstellung der Streitkräfte der damaligen Zeit gibt.
Schlussendlich setzt sich diese Arbeit zum Ziel, die Unterschiede in der Kriegsführung an der Ost- und Westfront des Ersten Weltkrieges am Beispiel der beiden Nationen Russland und Frankreich aufzuzeigen.
3
B. Hauptteil
a. Die Streitkräfte Russlands
Im Ersten Kapitel der Arbeit wird auf die Mobilmachung der Streitkräfte in Russland, sowie deren Zusammensetzung und Stärke eingegangen.
i. Die Mobilmachung der Streitkräfte
Die allgemeine Mobilmachung der Streitkräfte einer Nation, war zu Beginn des 20. Jhd. nach Aussage von Moltke, dem Jüngeren, sowie dem österreichisch-ungarischen Generalstabschef nicht mehr und nicht weniger als eine Kriegserklärung und die förmliche Erklärung eines Krieges damit nur noch von formalem Wert 1 . Ob ein Land nun aber seine Streitmacht nur zum Teil oder gar vollständig mobilisieren sollte, war zur damaligen Zeit umstritten. Russland vertrat bis 1912 die Auffassung, dass eine Teilmobilmachung ein ausreichendes politisches Zeichen sei, welches keinen Krieg implizieren würde, sondern nur eine deutliche Drohung für das Nachbarland, an dessen Grenze die mobilisierten Truppen stünden 2 . Jedoch waren die Pläne für eine Teilmobilmachung im russischen Generalstab nur sehr vage und kaum ausreichend ausgearbeitet, so dass die Teilmobilmachung nie ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Vielmehr wurde schon lange an einer allgemeinen Mobilmachung gearbeitet, welche gleichzeitig mit einer Kriegserklärung an Deutschland und Österreich-Ungarn einherging 3 . Dieser Schritt war laut der russischen Auffassung der Wirkung einer Mobilmachung notwendig, da man wie schon erwähnt in der Mobilmachung selbst, keine Kriegserklärung sah.
Die Stärke und Kampfkraft der zu mobilisierenden Truppen, wurde vor allem durch einen Kredit der französischen Regierung im Jahre 1913 gesteigert, welcher eine Stärkung der russischen Truppen bis 1917 zum Ziel hatte 4 . Somit war es möglich die Friedensstärke der Streitkräfte von 1,4 Mio. auf 5 Mio. nach der Generalmobilmachung vom 30.07.1914 zu steigern 5 . Somit wappnete sich Russland, zumindest zahlenmäßig, für den bevorstehenden Krieg im Südwesten gegen Österreich-Ungarn und im Westen und Nordwesten gegen das deutsche Kaiserreich.
1 Das Hirn der Armee, S. 533, 1987.
2 Ebd. S. 531.
3 Ebd.
4 Handbuch der Geschichte Russlands, S. 1678, 1992.
5 Ebd. S. 1679.
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Arbeit zitieren:
Roland Federschmidt, 2009, Die Streitkräfte Frankreichs und Russlands zur Zeit des Ersten Weltkrieges, München, GRIN Verlag GmbH
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