Gliederung
I. Leitfrage und Vorgehensweise. 3
II. Amerikanische Statebuildingstrategien in Afrika. 4
a. Erfolgskriterien und Zielsetzungen für Statebuilding. 4
b. Afrikanische Hilfsprogramme. 5
c. Statebuilding durch Sicherheit am Beispiel von
AFRICOM. 6
d. Fallbeispiel Demokratische Republik Kongo. 8
III. Einfluss der Unterstützung auf die Stabilität der Staaten. 10
IV. Literaturverzeichnis. 13
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I. Leitfrage und Vorgehensweise
Seit nahezu 40Jahren versuchen die Vereinigten Staaten von Amerika verschiedenen afrikanischen Staaten mit Hilfe der diversesten Fonds und Unterstützungsorganisationen zu helfen und stabile Staaten zu errichten. Doch wie viel Erfolg haben diese Strategien und wie ist die Vorgehensweise in Zukunft in Afrika? Dies soll die Leitfrage dieses Essays sein, der unter anderem auch die verschiedenen Ansätze der US-amerikanischen Statebuildingstrategien näher betrachten wird.
Methodologisch wird zuerst auf die Zielsetzung sowie die zu erreichenden Erfolge eingegangen und versucht zu klären, was zu einer Stabilisierung eines afrikanischen Staates beitragen kann. Danach werden die verschiedenen Ansätze USamerikanischer Entwicklungshilfe betrachtet, wobei hier das Augenmerk auf die in den letzten fünf Jahren absolvierten Programme liegt. Auf Grund der großen Vielfalt der verschiedensten Aktivitäten im Bereich der intergouvermentalen und privaten Zusammenarbeit sowie Koppelung von NGOs und Regierungsvertretern kann und wird nur auf einen Bruchteil der Aktivitäten eingegangen. Trotzdem wird versucht alle für die folgende Betrachtung relevanten Bereiche abzudecken. Danach folgt eine Vertiefung in den Bereich der afrikanischen Sicherheitsstrategie am Beispiel von AFRICOM. Hierbei wird etwas detaillierter auf die Materie eingegangen als im Vorfeld, da die US-amerikanische Statbuildingstrategie für Afrika auch hier ihren Schwerpunkt hat.
Zuletzt unterstützt die herausgearbeiteten Fakten ein kurzes Fallbeispiel und bildet mit der Beantwortung der Fragestellung das Ende des Essays.
Als wissenschaftliche Grundlage wurde vor allem auf politische Dokumente der US-Regierung oder auf politische Zeitschriften zurückgegriffen, da diese einen direkten Einblick in die Thematik bieten. Monographien waren demnach weniger geeignet, da es zum einen sehr wenige aktuelle Publikationen gibt und zum anderen diese meist nur einen kleinen Teil der Arbeit abdecken konnten.
Eine hilfreiche deutsche Quelle war die Stiftung Wissenschaft und Politik, die einen kurzen und präzisen Überblick über die Thematik liefern konnte.
Im Folgenden werden nun die US-amerikanischen Statebuildingstrategien in Afrika erläutert.
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II. Amerikanische Statebuildingstrategien in Afrika
Seit weit über 30 Jahren leisten die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Beitrag zur Entwicklungshilfe in Afrika. Wie viel Erfolg und/oder Misserfolg die einzelnen Strategien im allgemeinen erzielt haben sei nun nicht Gegenstand der Betrachtung sondern das Augenmerk liegt vielmehr auf den verschiedenen Ansätze der ca. letzten fünf Jahre welche die USA verfolgt haben. Hierbei gibt es eine Vielzahl, wobei sich im Folgenden auf die finanziell am schwersten gewichteten sowie bedeutendsten Projekte konzentriert wird.
a. Erfolgskriterien und Zielsetzungen für Statebuilding
Die Basis für jedes Projekt im Bereich der Entwicklungshilfe sowie der Staatenstabilisierung ist die Definition der zu erreichenden Ziele sowie die Definition wann das Ziel erreicht ist. Die USA bieten hier keine eindeutige Festlegung sondern umschreiben das Ziel, dass mit den Maßnahmen erreicht werden soll meist sehr allgemein. So ist beispielsweise die Zielsetzung im Bereich der Hungerhilfe das Ende der Hungersnot in Äthiopien sowie das Ausmerzen von HIV und AIDS 1 . Im Kongo sind die Zielsetzungen vor allem dem Zugang des sauberen Wassers, sauberer Energiequellen und einer Unterstützung der Entwicklung gewidmet 2 .
Die Kriterien wann das Ziel erreicht ist, bedingen sich entweder von selbst 3 oder haben ein konkretes Kriterium wann sie erreicht sind. So haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika beispielsweise als Ziel gesetzt sicherzustellen, dass bis 2015 25% aller Ölimporte aus gesicherten afrikanischen Quellen bezogen werden 4 . Um dieses Ziel zu erreichen, engagiert sich die U.S.-Regierung vor allem in Westafrika um dort regionale Stabilität und eine für die Erdölindustrie ausreichende Infrastruktur herzustellen. Die Zielsetzung in der Sicherstellung der Rohstoffe sowie der Sicherstellung der humanitären Hilfe in Afrika sind nur zwei Aspekte der zielgerichteten Entwicklungshilfe auf dem Kontinent. Jedoch wird an diesen beiden deutlich, dass die USA ein bestärktes Interesse an Afrika haben, um zum einen eine stabile Region zu fördern, welche dem Terrorismus weniger Nährboden bietet und die
1 Langton, Danielle J.(2006): Africa: U.S. Foreign Assistance Issues, S. “Summary”.
2 Ebd.
3 Anm. d. Verf.: Das Ziel den Hunger zu stillen oder AIDS zu stoppen ist eben dann erreicht, wenn keiner mehr
Hunger leidet oder an AIDS erkrankt.
4 Kinzel, Wolf (2007): Afrika im Fadenkreuz der USA?, S. 3.
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Arbeit zitieren:
Roland Federschmidt, 2009, Amerikanische Entwicklungshilfe für afrikanische Staaten, München, GRIN Verlag GmbH
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