Besucherforschung an Museen
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung...3
Die Besucherforschung...4
Entstehung der Besucherforschung...5
Methoden der Besucherforschung...7
Besucherforschung eine neue Aufgabe des Museums...8
Herausforderungen der Museen- eine Chance für Besucherforschung?...10
Wer besucht Museen?...12
Probleme und Chancen ...13
Ausblick...14
Quellenangaben...15
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Einleitung
In den Zeiten des erweiteten kulturellen Angebots, erhöhter Konkurrenz um jeden
Besucher und eines steigenden finanziellen Drucks, rückt der Besucher immer mehr
in den Mittelpunkt der Anstrengungen und Interessen von Museen und kulturellen
Einrichtungen. Seine Erwartungen und Bedürfnisse zu kennen ist genauso wichtig
wie seine Zufriedenheit zu erforschen. Heutzutage konkurrieren Museen nämlich mit
einer Vielzahl von Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. Dabei gewinnen mediale
Erlebniswelten besonders an Aufmerksamkeit.
Von großer Bedeutung für die Arbeit eines Museum und für sein ,,Überleben", ist es,
die Gewohnheiten und Wünsche der Besucher zu kennen und diese zielgerecht
anzusprechen. Welche Menschen gehen ins Museum und welche erreicht ein
Museum nicht? Welche Motivation haben Museumsbesucher und welche
Erwartungen bringen sie mit? Schafft es eine Ausstellung, die intendierten Inhalte
und Botschaften zu vermitteln?
Antworten hierauf zu finden ist die Aufgabe der Besucherforschung. Speziell dieser
Bereich versucht die Besucher verstärkt zu adressieren und sie vielmehr bei der
Konzeption, Gestaltung und Vermittlung zu berücksichtigen.
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem zuerst dem Begriff der Besucherforschung.
In einem kurzen Exkurs wird auf die geschichtliche Entwicklung dieses Gebiets
eingegangen, besonders in deutschsprachigen Raum.
Des Weiteren beispielhaft und ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden
einzelne Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Bereich der Besucherforschung
präsentiert. Abschließender Teil spricht einige Probleme an und gibt Ausblick in die
Entwicklung dieses Forschungsgebietes.
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Die Besucherforschung
Die Besucherforschung lässt sich ganz allgemein definieren als eine spezifische
Form der Marktforschung im Bereich der Museen und Ausstellungen. Grundlagen
hierfür liefert zunächst die Besucherstatistik, also die Erfassung der Besuche.
Wichtige Rolle spielt dabei die Erfragung bzw. Erfassung der Besucherstruktur mit
Hilfe soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Beruf usw. und die
Beobachtung des Verhaltens der Besucher in der Ausstellung sowie des
Besucherverlaufs (Zeitpunkt, Dauer, Verweilzeiten vor Exponaten) (vgl. A.Klein
N.N.,S.5).
Im Rahmen dieser allgemeinen Definition kann weiter differenziert werden.
Chandler Screven teilte in seiner US-amerikanischen Bibliographie von 1984 die
Besucherforschung in bestimmte Bereiche. Die Besucherstrukturanalyse richtet ihr
Interesse auf Fragen: wer kommt, wann, wie lange, mit wem? Die
Besucherbeobachtung erfasst systematisch die Reaktions- und Interaktionweisen
von Museumsbesuchern und ihren Besuchsverlauf. Mit der experimentellen
Forschung wird die gezielte Veränderung des Ausstellungsarrangements bzw.
einzelner Elemente in ihrer Wirkung untersucht. Die Evaluation versucht zu
untersuchen, wie die intendierten inhaltlichen und sonstigen Ziele und somit auch die
angestrebten Lerneffekte tatsächlich erreicht werden. Hinzu kommt noch fünftens die
theoretische Literatur, die das Rezeptionsverhalten allgemein reflektiert (vgl.
Nooschka-Roos 1994, S.166).
In der deutsprachigen Literatur findet ähnliche Begriffsdebatte um das Verständnis
von Besucherforschung statt. Hier wird zwischen Besucherforschung (visitor
research) und Evaluation (evaluation) unterschieden.
Der Begriff Besucherforschung sollte sich auf solche Untersuchungen beziehen, die
primär über das Publikum und über Nicht-Besucher von besucherorientierten
Einrichtungen Aufschlüsse liefern wollen. Das betrifft nicht nur die sozio-
demographischen Angaben zur Person, sondern auch ihre Motivation, Interessen,
Präferenzen, Werthaltungen, biographischen Fakten, oder Wissensstrukturen- alle
Faktoren gegebener Aversionen und Zugangsbarrieren.
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Evaluation dagegen meint alle Studien, die vor, während und nach der Planung und
Erstellung und während der Laufzeit der Ausstellung aus Sicht der Adressaten,
Besucher, Nutzer Auskunft geben, auf welchen Wege die Informationen gesammelt
werden. Besucher als Beobachtungs- und Auskunftspersonen sind also nicht das
Ziel, sondern vielmehr Mittler zur Erlangung zielbezogener Informationen (vgl.
H.J.Klein 1998, S.4).
Solche Trennung der Begriffe scheint für mich jedoch sehr problematisch zu sein.
Diese Unterscheidung, die in der Literatur vorzufinden ist, ist meiner Meinung nach
unscharf und sorgt deswegen für gewisse Verwirrung. Es gibt bereits
Überlagerungen von Besucherforschung und Evaluation, die beispielsweise den
Besuchsablauf und die Meinungsbildung zum Erlebten betreffen.
Nichtsdestotrotz sind Besucherforschung und Evaluation in der Literatur nicht
dasselbe. Der erste Begriff ist viel umfassender als der der Evolution. Evaluation in
Museen ist nur ein kleiner Bestandteil eines wesentlich größeren Gebietes, zu dem
u.a. auch das Bildungswesen gehört.
Besucherforschung und Evaluation sind also keine überschneidenden Disziplinen,
wobei die Ausstellungsevaluation eine Teilmenge des Begriffs der
Besucherforschung bildet. (vgl. Miles 1996, S.38)
Entstehung der Besucherforschung
Besucherforschung an den Museen ist ihrem Ursprung nach eine kultursoziologische
Disziplin. Ihre Fragestellungen kamen mehr aus Soziologie, vor allem in den USA,
als aus der praktischen Museumsarbeit.
Heutzutage betrifft die Besucherforschung die anwendungsbezogenen
Anforderungen in der Museumspraxis (vgl. Hoffrichter 1998, S.15) .
Eine kontinuierliche Besucherforschung entstand vielmehr in den USA.
Ihren Anfang nimmt sie im Jahre 1928, als E. Robinson im Auftrag der American
Association of Museums die erste Beobachtungsstudie über Museumsbesucher
veröffentlichte (,,The behaviour of museum visitor").
Heute kann die Besucherforschung in den USA als angesehen und gut etabliert
eingeschätzt werden Neben den marketingsorientierten Besucherstrukturanalysen
hat sich ein neuer Bereich herausgebildet, der auf die gezielte Förderung der
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