Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - 3 -
2. Die Entstehung der Hamburger Mundart - 4 -
2.1 Zum Unterschied zwischen Geest- und Masch-Dialekten - 4 -
2.1.1 Der Vokal „a“ - 4 -
2.1.2 Die Diphthonge œ und ã ø - 5 -
2.1.3 Die Vokale und œ ã - 5 -
2.1.4 Der Diphthong ' - 6 -
2.1.5 Inter-syllabisch -v- (Geest) -b- (Masch) - 7 -
2.2 Hamburger Missingsch - 7 -
3. Merkmale der Hamburger Mundart - 10 -
3.1 Akzentsilben mit anlautendem Konsonantismus - 10 -
3.2 Akzentsilben mit inlautendem Konsonantismus - 10 -
3.3 Akzentsilben mit auslautendem Konsonantismus - 11 -
3.4 Akzentsilben, Vokalismus, Kurzvokale - 11 -
3.5 Vokalismus, Langvokale - 12 -
3.6 Vokalismus, Diphthonge - 12 -
3.7 Nebenakzent - 12 -
3.8 Prosodie - 12 -
4. Soziolinguistische Merkmale der Hamburger Mundart - 13 -
5. Schlussbetrachtung - 14 -
6. Literaturverzeichnis - 15 -
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1. Einleitung
In den nachfolgenden Ausführungen werden die Inhalte des Referats „Die Hamburger Mundart“ wiedergegeben und vertieft.
Dieses Referat stand als ein stellvertretendes Beispiel aus dem norddeutschen Sprachraum im Kontext des Seminarthemas „Dialekte und Umgangssprachen“ im Sommersemester 2007. In anschließenden Referaten wurden weitere Beispiele aus südlicheren Gebieten des deutschsprachigen Raumes dargestellt. Die Hamburger Mundart hat sich als Beispiel in besonderem Maße auf Grund der wirtschaftlichen und medialen Bedeutung der Stadt für den norddeutschen, aber auch den gesamtdeutschen Raum, angeboten. Es ist nahe liegend, dass die Hamburger Mundart einen wirkungsvollen Einfluss auf die Herausbildung einer allgemein-norddeutschen Umgangssprache hatte.
In dieser Arbeit wird zunächst die Entstehung der Hamburger Mundart beleuchtet. Anschließend werden die wichtigsten Phänomene benannt und erläutert. Eine umfangreiche soziolinguistische Untersuchung kann diese Ausarbeitung auf Grund der vorgegebenen Seitenbeschränkung nicht liefern. Da die Soziolinguistik aber eine wichtige Bedeutung für die Sprachwissenschaft hat, werden zumindest einige Ergebnisse, zu denen Peter Auer gekommen ist, zusammengefasst (Auer 1998, S. 179-197). Aus dem gleichen Grund kann ebenfalls eine Untersuchung zum Thema der Verflechtung der Mundart in Medien und Kultur nicht berücksichtigt werden. Auf den Unterschied zwischen Dialekt und Mundart kann auch nicht näher eingegangen werden. Letzteres wurde bereits im Vortrag des Referats vorausgesetzt.
Im Hinblick auf die Methodik sei bemerkt, dass es sich in diesem Aufsatz um eine Verschriftlichung eines Referates, nicht aber um eine Hausarbeit handelt. Aus diesem Grund werden Quellen nur bei direkten Zitaten oder bei Verweisen auf bestimmte Veröffentlichungen angegeben. Fußnoten hingegen geben zusätzliche Hinweise. Daher finden sich in der weiteren Quellendokumentation des Literaturverzeichnisses auch Titel, die in der Arbeit nicht explizit genannt sind.
Ziel dieser Arbeit ist es, einen ersten Überblick über die Hamburger Mundart zu geben, wobei deren Entstehung und Eigenarten erläutert werden sollen.
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2. Die Entstehung der Hamburger Mundart
Die Hamburger Mundart hat ihren Ursprung im Hamburger Platt, welches zunächst einmal sämtliche Formen des in Hamburg gesprochenen Plattdeutschen bezeichnet. Das Plattdeutsche lässt sich in Hamburg nach Conrad Borchling in zwei große Gruppen einteilen. Auf der einen Seite stehen die Geest-Dialekte, wobei Geest die trockeneren Gebiete weiter weg von der Elbe bezeichnet. Hierzu gehören vor allem die nördlicheren Gebiete Hamburgs. Auf der anderen Seite stehen die Masch-Dialekte. Masch, oder auch Marsch, bezeichnet die elbnahen Gebiete. Namentlich sind hiermit also die Gebiete Finkenwerder, Wilhelmsburg, Vier- und Marschlande, das Alte Land, Harburg und St. Pauli gemeint.
2.1 Zum Unterschied zwischen Geest- und Masch-Dialekten
Peter Martens benennt in seinem Aufsatz „Norddeutsche Dialekt-Varianten in Hamburg“ (Martens 2001, S. 487-503) die wesentlichen Unterschiede zwischen Geest- und Masch-Dialekt. Diese werden im Folgenden wiedergegeben und erläutert.
2.1.1 Der Vokal „a“
Der hochdeutsche lange Vokal „a“, im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) dargestellt als [à:], entspricht im Geest-Dialekt einem [á:]. Im Masch-Dialekt hingegen steht hier der Laut [o:]. Vor allem das [á:] im Geest-Dialekt bedarf einer genaueren Erklärung: Der Laut steht zwischen [à:] und [ã]. Im Vokaltrapez stellt sich das folgendermaßen dar:
Es wird deutlich, dass die Zunge bei dem Laut [o:] aus dem Masch-Dialekt höher liegt als bei dem Laut [á:] aus dem Geest-Dialekt. Beispiele für dieses Phänomen liefern die Ausdrücke
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„er fragt“ (Hochdeutsch), „he fraagt“ (Geest-Dialekt) und „he froogt“ (Masch-Dialekt). Oder auch „Wasser“ (Hochdeutsch), „Waater“ (Geest-Dialekt) und „Wooter“ (Masch-Dialekt).
2.1.2 Die Diphthonge [œ´ b] und [ã´ ø]
Die hochdeutschen Wörter „schön“, „nötig“ und „grün“ mit den Diphthongen [ø:] und [y:] werden im Geest-Dialekt mit den Diphthongen [œ
<)
und (bzw. [œ
])
gesprochen: [œ
[´nœ
Im Vokaltrapez zeigt sich, wie die Zunge bei dem Diphthong [œ <] vorne bleibt, wohingegen sie
sich bei dem Diphthong [' ø] von hinten nach vorne bewegen muss.
2.1.3 Die Vokale [] [] und [œ] [ã]
Im Gegensatz zum Masch-Dialekt kommen im Geest-Dialekt die Umlaute „ö“ und „ü“ vor. Daher heißt der hochdeutsche Satz „Er kommt um sechs Uhr“ im Geest-Dialekt: „He kümmt Klock söss.“ Im Masch-Dialekt hingegen: „He kummt Klock soss.“
Das Vokaltrapez zeigt, wie die Zunge im Geest-Dialekt bei [] und [œ] („kümmt“) vorne nach oben geht, während sie im Masch-Dialekt bei [] und [ã] („kummt“) hinten nach oben geht.
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Arbeit zitieren:
Matthias Sieberkrob, 2007, Die Hamburger Mundart, München, GRIN Verlag GmbH
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