Inhalt
1. Einleitung Seite 3
2. Spracherwerb Seite 4
2.1. Muttersprache oder Erstsprache? Seite 5
2.2. Spracherwerbstheorien Seite 5
2.2.1. Behavioristischer Ansatz Seite 5
2.2.2. Kognitiver Ansatz Seite 6
2.2.3. Interaktionistischer Ansatz Seite 6
2.2.4. Nativistischer Ansatz Seite 7
3. Zweisprachigkeit Seite 8
3.1. Bilingualer Erstspracherwerb und Zweitspracherwerb Seite 9
3.2. Zweitsprache oder Fremdsprache? Seite 10
3.3. Zweitspracherwerbstheorien Seite 11
3.3.1. Kontrastivhypothese Seite 12
3.3.2. Identitätshypothese Seite 12
3.3.3. Interlanguage-Hypothese Seite 13
4. Schluss Seite 14
5. Literaturverzeichnis Seite 15
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1. Einleitung
Es sind unter anderem das Sprachvermögen und Kommunikationsvermögen, die Menschen von anderen Lebewesen unterscheiden. Sprache ist ein lebenswichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Sie hilft uns bei der Kommunikation mit anderen Menschen, aber auch unsere Gefühle, Gedanken und Wünsche zu äußern und mitzuteilen. „Sprache ist ein unerlässliches Werkzeug nicht nur für unsere Kommunikation, sondern auch für unser Denken, und bei Kindern für ihre intellektuelle Entwicklung,“ (Szagun 2007: 14)
Die Sprachkompetenz wird hauptsächlich in den ersten Lebensjahren erworben. Kleinkinder lernen in dieser Zeit eine Sprache innerhalb weniger Jahre. Bei mehrsprachigen Kindern sind es sogar zwei oder mehr Sprachen, die sie dann nahezu fehlerfrei und vollständig beherrschen. In dieser Arbeit möchte ich daher zunächst auf den Spracherwerb eingehen und auch aufzeigen, welche Hypothesen bezüglich des Erstspracherwerbs aufgestellt wurden. Anschließend möchte ich auf den Zweitspracherwerb eingehen und die verschiedenen Hypothesen des Zweitspracherwerbs vorstellen. Wenn es um Sprache und Erwerb geht, fallen viele Begriffe: so wie Muttersprache, Erstsprache, Hauptsprache, Grundsprache, Zielsprache, Fremdsprache und Zielsprache. Ohne diese Begriffe als stilistische Variante zu benutzen werde ich mich auf die grundsätzlichen Begriffe Erstsprache und Zweitsprache beschränken. Dabei werde ich einen Versuch von einer Begriffsbestimmung bezüglich der fälschlicherweise synonym verwendeten Begriffspaare Muttersprache-Erstsprache und Zweitsprache-Fremdsprache vornehmen.
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2. Spracherwerb
Spracherwerb wird der Vorgang genannt, in dem die Babys ohne es zu bemerken die Sprache, die in ihrer Umgebung, vor Allem aber die Sprache, die mit ihnen gesprochen wird, lernen. Damit der Spracherwerb stattfindet, müssen die Babys vorher die Kommunikation lernen. Dies beginnt mit der Geburt.
Der Spracherwerb dauert bis zur mittleren Kindheit in intensiver Form an und danach in verlangsamter Form bis zur Pubertät. Die Phase bis zur mittleren Kindheit, wird als die wichtigste Phase des Spracherwerbs angesehen und deswegen sensible Phase genannt. Jedoch ist es nicht möglich eine konkrete Altersgrenze für die sensible Phase zu ziehen. Sensible Phase meint eine Zeitspanne, in der Kinder eine erhöhte Sensibilität für das Erlernen der Sprache haben und diese sehr schnell lernen. Kinder die nach dieser Phase mit Sprache in Kontakt kommen, sind weniger sensibel für den Spracherwerb. (vgl. Szagun 2007: 118 ff)
Diese Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren ist von anderen Formen des Spracherwerbs, wie z. B. Spracherwerb durch Sprachunterricht, auszugrenzen. Der erste Spracherwerb des Kindes, auch Erstspracherwerb genannt, ist ein ungesteuerter oder natürlicher Spracherwerb, da er „nicht durch Sprachunterricht gelenkt“ (Kniffka/Siebert-Ott 2007: 29) wird. Im Gegensatz zum ungesteuerten Spracherwerb steht der gesteuerte Spracherwerb. Dieser meint den traditionellen Sprachunterricht, in der die zu erlernende Sprache durch einen Lehrer vermittelt und somit gesteuert wird, also „die sprachlichen Aneignungsprozesse durch Unterricht gelenkt werden“ (Kniffka/Siebert-Ott 2007: 28 f). Man macht auch die Unterscheidung zwischen „Lernen“ und „Erwerben“. Demnach spricht man von Lernen, wenn der gesteuerte Spracherwerb gemeint ist und Erwerben, wenn der ungesteuerte Spracherwerb gemeint ist. (vgl. Kniffka/Siebert-Ott 2007: 28)
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2.1. Muttersprache oder Erstsprache?
Oft wird bzw. wurde auch der Begriff Muttersprache synonym zur Erstsprache gebraucht. Jedoch ist diese Begrifflichkeit weitgehend überholt, denn der Gebrauch der Bezeichnung Muttersprache kann zu Missverständnissen führen.
„Formal betrachtet ist die „Muttersprache“ die Sprache, die die Mutter spricht und die das Kind folglich als erste lernt. (...) Verbindet man mit Muttersprache jedoch die Sprache, in der sich ein Mensch am besten auszudrücken vermag, in der er sich zu Hause fühlt“ (Apeltauer 2007: 11),
kann es auch eine andere Sprache sein als die, die die Mutter spricht. Um solche Missverständnisse zu vermeiden, werde ich mich in meiner Arbeit auf den Ausdruck Erstsprache festlegen. Die Erstsprache ist also die erste Sprache eines Kindes, die es im natürlichem bzw. ungesteuertem Prozess des Erstspracherwerbs erworben hat.
„Jedes Kind, das unter normalen Bedingungen aufwächst, eignet sich im Verlaufe weniger Jahre die Sprache seiner Umgebung an. Man sagt auch: Es erwirbt eine erste Sprache.“ (Apeltauer 2007: 10)
2.2. Spracherwerbstheorien
Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Versuchen, Fragen bezüglich sprachlicher Aneignungsprozesse zu beantworten. Jedoch weißt auch der heutige Stand der Forschung keine allgemeingültige Lerntheorie auf. So existieren mittlerweile konkurrierende Theorien, die Erklärungsmodelle für den Spracherwerb liefern. Im Folgenden sollen diese Theorien des Spracherwerbs vorgestellt werden.
2.2.1. Behavioristischer Ansatz
Die älteste und verbreiteteste Meinung über den Spracherwerb des Kindes ist, dass Spracherwerb durch Imitation erfolgt. Demnach hört das Kind die
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Arbeit zitieren:
Ayfer Ilgar, 2008, Erstspracherwerb und Zweitspracherwerb - Die Theorien im Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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