Gehörlosigkeit im Tischtennissport - (K)eine Behinderung? Diese Frage stellte sich dem Verfasser, als er im Dezember 1997 das Amt des Bundestrainers der Deutschen Tischtennis-Nationalmannschaft der Gehörlosen übernahm. Neben dem Deutschen Behinderten-Sportverband, der sich für die Rehabilitation, die soziale Integration und die gesundheitliche Förderung seiner körperbehinderten Mitglieder einsetzt, besteht in Deutschland seit 1910 der Deutsche Gehörlosen-Sportverband, der als autonome Organisation den Sportbetrieb der Gehörlosen eigenständig gestaltet und regelt.
Es wird oft gefragt, warum die Gehörlosen - die viele ähnliche Probleme wie andere Behinderte in der Welt der Nichtbehinderten haben - nicht auch in den Behinderten-Sportverband integriert sind. Die Antwort ist einfach: Gehörlose sind kommunikationsgestört und können sich mit anderen Behinderten genauso wenig verständigen wie mit Nichtbehinderten.
Bei Ihrer körperlichen Unversehrtheit können Gehörlose eigentlich viel besser am normalen Sportbetrieb teilnehmen, doch gibt es für sie hier keine Chancengleichheit, diese finden sie nur im Wettkampf mit ihresgleichen.
Dies hat schon vor mehr als 100 Jahren zu Gründungen von eigenständigen Gehörlosen-Turn- und -Sportvereinen geführt, die sich im Laufe der Zeit zu nationalen und internationalen Sportorganisationen zusammengeschlossen haben und regelmäßig Länderkämpfe sowie Kontinental- und Weltmeisterschaften unter sich austragen.
Gehörlose werden durch ihre Unfähigkeit, Informationen durch das Gehör zu empfangen, von anderen getrennt und isoliert.
2
Anders als bei hörenden Menschen basiert das soziale und kulturelle Leben der Gehörlosen ausschließlich auf visuellen Reizen. Tatsächlich hat die Trennung, die Isolierung von einer Welt, deren Kulturleben so sehr an Gehör und Lautsprache orientiert ist, dazu geführt, dass die Gehörlosen die einzige Behindertengruppe mit eigener Sprache und eigener Kultur sind. Die Geschlossenheit dieser Gemeinschaft überwindet nationale Grenzen und Sprachbarrieren. Ein sehr wesentlicher Bestandteil der Gehörlosenkultur ist der Sport, der das ideale Feld für eine ganzheitliche Erziehung des Menschen, für seine körperliche, geistige und charakterliche Bildung, für eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit, für eine entspannende, anregende, erholsame Kommunikation und eine umfassende Lebenshilfe in jeder Beziehung darstellt.
Seit 1910 haben Gehörlose in Deutschland ihren eigenen Sportverband selbstbestimmend und unter Überwindung zum Teil erheblicher Schwierigkeiten zu einer gut funktionierenden Organisation mit über 14500 Einzelmitgliedern in 174 Vereinen entwickelt, die sowohl in der internationalen Gehörlosenwelt als auch im Bereich des Deutschen Sportbundes einen Namen hat. In 21 verschiedenen Sportarten werden alljährlich nationale Meisterschaften ausgetragen und es bestehen nationale Auswahlmannschaften, die überwiegend mit großen Erfolgen an internationalen Veranstaltungen, wie Weltspielen und Europameisterschaften, teilnehmen.
Neben der Beantwortung der Eingangsfrage sowie möglicherweise damit verbundenen Konsequenzen für die Trainingsarbeit mit gehörlosen Tischtennisspielern ist ein weiteres Anliegen des Verfassers, die besondere Problematik, die sich aus der Gehörlosigkeit ergibt, transparent zu machen und somit Berührungsängste, welche auch aus Unwissenheit entstehen, durch Informationen abzubauen.
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Inhaltsübersicht
Seite
1 Geschichtliche Entwicklung des
Geh örlosensports
6
1.1 Aufbau und Entwicklung der
Geh örlosensportbewegung in Deutschland 6
1.1.1 Organisation des Deutschen Gehörlosen-
Sportverbandes ( DGS ) 11
1.1.1.1 Zweck und Aufgaben des DGS 12
1.2 Bildung internationaler Organisationen 13
1.2.1 CISS (Comité International des Sports des Sourds)13
1.2.2 EDSO ( European Deaf Sport Organization ) 16
2 Gehörlosen-Leistungssport
17
2.1 Nationaler u. internationaler Wettkampfkalender 17
2.2 Weltspiele für Gehörlose 19
2.3 Stellenwert des Deutschen Gehörlosen-
Tischtennis im internationalen Vergleich 20
3 Medizinische Grundlagen und
Auswirkungen von Hörschädigungen 21
3.1 Zum Begriff der Hörschädigung 21
3.1.1 Schwerhörigkeit 22
3.1.2 Gehörlosigkeit 26
3.2 Ursachen der Hörschädigungen 28
3.3 Auswirkungen von Hörschädigungen 31
3.3.1 Auswirkungen auf das Verhalten 33
3.3.2 Auswirkungen auf die geistigen Fähigkeiten 35
3.3.3 Auswirkungen auf die Sprache 38
3.3.3.1 Gebärdensprache 40
3.4 Besonderheiten im Verhältnis hörender Trainer -gehörloser Sportler 45
3.4.1 Besonderheiten im Training mit Gehörlosen 51
3.4.2 Besonderheiten im Wettkampf gehörloser
Tischtennisspieler 53
4 Das Tischtennisspiel 56 4.1 Spielidee 57
4.2 Leistungsbestimmende Faktoren 57
4.2.1 Platzierung 60
4.2.2 Tempo 60
4.2.3 Rotation 61
4.2.4 Flughöhe 63
5 Gehörlosigkeit im Tischtennissport(K)eine Behinderung? 64 5.1 Wahrnehmung 64
5.1.1 Analysatoren 65
5.1.1.1 Bedeutung des akustischen Analysators 66
5.1.2 Bedeutung des Zeitfaktors 70
5.1.2.1 Ballflugzeiten im Tischtennis 70
5.1.2.2 Reaktionszeiten 73
5.1.2.3 Konsequenzen für das Tischtennisspiel 77
5.1.3 Antizipation 79
5.2 Transfer zur Fragestellung 85
5.3 Erklärungsansätze für Leistungsdefizite
gehörloser Sportler 87
5.3.1 Motorik 87
5.3.1.1 Motorische Entwicklung 87
5.3.1.2 Motorische Fähigkeiten 88
5.3.1.2.1 Gleichgewichtsfähigkeit 92
5.3.2 Sozialisationsbedingungen Gehörloser 95
5.3.2.1 Primäre und Schulische Sozialisation 95
5.3.2.1.1 Talentsichtung und Talentförderung 97
5.3.2.2 Sekundäre Sozialisation 99
5.3.2.2.1 Finanzielle Mittel 101
5.3.3 Fazit 102
6 Schlussbemerkungen 103
7 Literatur 105
6
1 Geschichtliche Entwicklung des Gehörlosensports
1.1 Aufbau und Entwicklung der Gehörlosensportbewegung in Deutschland
Gehörlose, welche jahrhundertelang Taubstumme genannt wurden, galten bis vor 200 Jahren als nicht bildungsfähig. 1778 erfolgte in Leipzig erstmals die Einschulung deutscher Gehörloser. Mit dem Erlernen des Lesens, Schreibens und vor allem des Sprechens - sofern dieses möglich war - erlangten die Taubstummen Kulturfähigkeit. Analog ihrer Bildung änderte sich im Laufe der Zeit die Wortverknüpfung taub und stumm. Viele Gehörlose lernten mit der Ausbildung der Lautsprache sprechen oder erhielten sich nach dem Eintritt der Gehörlosigkeit die in der Kindheit erworbene Lautsprache. Die Bezeichnung gehörlos kam auf und wurde nach und nach in den Sprachgebrauch übernommen. Die Zahl der Taubstummen-Schulen in Deutschland wuchs allmählich an, und etwa 100 Jahre nach der ersten Eröffnung einer solchen Schule wurde nun auch der Turnunterricht für Gehörlose eingeführt. Besonders der Berliner Taubstummenlehrer Albert Gutzmann ( 1837 -1910 ) setzte sich für das Turnen als Pflichtfach an Taubstummen-Schulen ein. Er war es auch, der 1888 den ersten Taubstummen-Turnverein in Berlin gründete. Zu Ehren des Kaisers Friedrich III., der in seiner letzten Lebensphase stumm war, gab man diesem Verein den Namen Taubstummen-Turnverein Friedrich. Durch diesen Verein sollten Abgänger der Taubstummen-Schulen die Möglichkeit erhalten, auch nach ihrer Schullaufbahn organisierten Sport zu treiben.
7
Nach Ansicht des Verfassers lohnt es sich, Gutzmanns damalige Anregungen für die Vereinsgründung zu zitieren, da sie auch heute noch die Motivation für den Gehörlosensport wiedergeben: "(...) überzeugt von der Notwendigkeit, den einzelnen Taubstummen vor geistiger Verarmung und gesellschaftlicher Vereinsamung zu bewahren, ihm in einer größeren Gemeinschaft Anregung zur Tatkraft und inneren Freudigkeit zu geben, ihn weiter zu bilden (...), die in der Schulzeit betriebenen Turnübungen fortzusetzen, zu erhalten und zu erweitern, dadurch den Körper für die Berufstätigkeit zu kräftigen und zu stählen, ihn auch stets frisch und gesund zu erhalten und immer größere Gewandtheit und Geschicklichkeit in der Beherrschung aller Bewegungsformen zu erzielen.
(...) Da seine Tätigkeit bei weitem mehr auf dem Gebiet der körperlichen als der ausschließlich geistigen Arbeit liegt, so gilt es auch, seine körperliche Kraft und Anlage bis zur größtmöglichen Leistungsfähigkeit heranzubilden und zu steigern, damit sie im Kampf um das persönliche Dasein auch ausreiche und nicht versage (...). Auch sollten fröhliche Geselligkeit und geistige Anregung und Unterhaltung sowie gegenseitige kameradschaftliche Unterstützung und Beratung in wirtschaftlichen und sozialen Fragen im Verein ihre Pflege finden (...)" ( DGS 1983, 14f ).
Der Turnverein Friedrich war lange Zeit der einzige Verein, der den Gehörlosen Gelegenheit zum Sporttreiben bot. Erst um die Jahrhundertwende stieg die Zahl der Vereinsgründungen in deutschen Großstädten, wie z.B. Köln, Hamburg, Leipzig, Frankfurt a. M. etc. stark an.
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Am 21. August 1910 schlossen sich in Köln 30 Gemeinschaften zum Verband deutscher Taubstummen Turn- und Sportvereine zusammen. Diesem Verband traten jedoch nicht direkt alle bestehenden Vereine bei, sondern es existierten noch Verbände der gehörlosen Turner, Schwimmer, Fußballspieler, Leichtathleten und Wanderer. Ein Zusammenschluss aller Verbände scheiterte in den nächsten Jahren, trotz steigender Mitgliedszahlen, immer wieder "am falsch verstandenen Eigeninteresse" ( DGS 1983, 15 ). 1922 wurde in Hamburg der Reichsausschuss Deutscher Taubstummen-Verbände für Leibesübungen gegründet, der alle Vorsitzenden und Technischen Leiter der damaligen Gehörlosen-Sportverbände zusammenführte. Unter ihnen war auch Heinrich Siepmann, der von diesem Zeitpunkt an die Entwicklung des deutschen Gehörlosensports entscheidend mitprägte. Durch seine Initiative wurde der Verband Deutscher Taubstummen Turn- und Sportvereine 1926 in den 1924 in Paris gegründeten Weltverband des Gehörlosensports (CISS = Comité International des Sports des Sourds) aufgenommen. Außerdem schuf Siepmann die Voraussetzung dafür, dass1928 erstmals deutsche gehörlose Sportler an den Weltspielen in Amsterdam teilnehmen konnten. 1929 übernahm er den Vorsitz im Reichsausschuss. Seinem Ziel, alle deutschen Gehörlosen-Sportvereine in einem einzigen Verband zu vereinen, kam Heinrich Siepmann u.a. durch die Austragung der dritten Weltspiele 1931 in Nürnberg näher. 1933 wurde dieses Ziel erreicht und der 1910 gegründete Verband in Verband Deutscher Gehörlosen Turn- und Sportvereine umbenannt. Von diesem Zeitpunkt an wurden regelmäßig die Deutschen Gehörlosen Turn- und Sportfeste durchgeführt, und ebenso regelmäßig nahmen deutsche gehörlose Sportlerinnen und Sportler an den Weltspielen der Gehörlosen teil.
9
Durch den 2. Weltkrieg erfuhr der Gehörlosensport kaum Einbußen, da Gehörlose nicht zum Kriegsdienst herangezogen wurden. Erst der totale Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1945 brachte auch den Gehörlosensport zum Erliegen. Schon bald aber zeigte sich, dass die Gehörlosen ihren Sport nicht missen konnten. Die Vereine regten sich schnell wieder und es was abermals Heinrich Siepmann, der sie 1947 im neugegründeten Deutschen Gehörlosen-Sportverband ( DGS ) zusammenfasste.
Bereits 1949 fand trotz materieller und finanzieller Schwierigkeiten in Bad Vilbel bei Frankfurt das 6. Deutsche Gehörlosensportfest statt. In den folgenden Jahren verzeichnete der DGS eine geradezu stürmische Aufwärtsentwicklung bis zu seiner heutigen Größe. 1939 hatte der Verband in Groß-Deutschland 15 Vereine mit 5100 Mitgliedern. 1951 - vier Jahre nach seiner Neugründung - zählte er in der Bundesrepublik bereits wieder 45 Vereine mit 1700 Mitgliedern. 1971 waren es schon 106 Vereine mit 4300 Mitgliedern, und zur Zeit besteht er aus 174 Vereinen mit 14500 Mitgliedern ( vgl. DGZ 1993, 188; DGS 2000, 1 ).
Der Lehrgangsbetrieb und Sportverkehr wurde immer intensiver und war durch eine ehrenamtliche Geschäftsführung nicht mehr zu bewältigen. Mit Hilfe des Sportreferates im Bundesministerium des Inneren wurde 1971 die Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers eingerichtet. Sie wurde mit dem gehörlosen Werner Kliewer besetzt, der die vom Verbandstag beschlossene Neuordnung des Verbandes vorantrieb.
Die Neuordnung des DGS in den 70er Jahren konnte Siepmann durch seinen Tod am 22. September 1974 nicht mehr abschließen. Der Verband ehrt sein Andenken durch die Schaffung der Heinrich-Siepmann-Sportplakette, "die jährlich höchstens fünfmal für hervorragende Leistung oder Betreuung verliehen wird" ( DGS 1983, 16 ).
10
Einen weiteren Höhepunkt der Verbandsgeschichte bildete 1990 die Vereinigung beider deutschen Staaten, wodurch sich auch beide Gehörlosen-Sportverbände zusammenschließen konnten. In der ehemaligen DDR bestand kein eigenständiger Gehörlosen-Sportverband, sondern die Gehörlosen wurden in den Versehrten-Sportverband gezwungen, in dem ausschließlich Hörende das Sagen hatten. Die gehörlosen Sportlerinnen und Sportler der DDR erhielten nur selten die Gelegenheit, an attraktiven internationalen Sportveranstaltungen teilzunehmen. Dementsprechend gering war auch ihr sportlicher Ehrgeiz entwickelt. Da die gesamte Organisation von Hörenden abgewickelt wurde, mussten sie sich seit der Wiedervereinigung im Herbst 1990 viele Dinge mühsam aneignen, die für Mitarbeiter in den Vereinen der Alten Bundesländer selbstverständlich sind.
Die schwierige Übergangsphase des Zusammenwachsens konnte in den 90er Jahren allmählich überwunden werden. Unter den 167 Aktiven der Deutschen Delegation bei den Weltspielen der Gehörlosen 1997 in Kopenhagen waren insbesondere in der Leichtathletik und im Schwimmen zahlreiche Vertreter der Neuen Länder, die sich in die Liste der Medaillengewinner eintragen konnten. Im internationalen Vergleich gehört der DGS zumindest in den Sommersportarten neben den USA und Russland zu absoluten Weltspitze. So konnte das deutsche Team bei den Weltspielen 1997 in Kopenhagen insgesamt 9 Gold-, 19 Silber- und 21 Bronzemedaillen gewinnen und nahm damit im Medaillenspiegel den dritten Platz ein (vgl. DGS 1998, 8f).
11
1.1.1 Organisation des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband ( DGS ) ist eingebettet in eine Gesamtorganisation für Gehörlose. Diese kann man in einen sozialen Teil und einen sportlichen Teil gliedern. Im sozialen Teil stehen die UNO, die UNESCO, die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) und die Internationalen Arbeitsorganisationen ( ILO ) an der Spitze, gefolgt vom Weltverband der Gehörlosen ( WVG ). Von hier aus ergibt sich eine Verbindung zur Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Hör-und
Sprachgeschädigten, über der als Dachorganisation der Bundesverband Hilfe für Behinderte steht.
In der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Hör- und Sprachgeschädigten sind zehn Vereine und Arbeitsgemeinschaften zusammengefasst, auf die hier jedoch nicht näher eingegangen werden soll. Nachgeordnete Verbände sind der Deutsche Gehörlosen-Bund, die Landesverbände der Gehörlosen und die Gehörlosen-Ortsvereine. Die Verbindung zum sportlichen Teil erfolgt vom Deutschen Gehörlosen-Bund zum Deutschen Gehörlosen-Sportverband. Ihm übergeordnet sind die European Deaf Sport Organization ( EDSO ), das International Committee of Silent Chess ( ICSC ) und das Comité International des Sports des Sourds ( CISS ). Finanziert wir der Deutsche Gehörlosen-Sportverband vom Bundesministerium des Innern.
Unter dem DGS sind die Fachsparten, die Landessportverbände mit ihren Mitgliedern, den Gehörlosen-Sportvereinen, und die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend organisiert.
Eingebunden ist dies im System des Deutschen Sportbundes ( DSB ) mit Landessportbünden, Bundesfachverbänden und
Landesfachverbänden ( vgl. DGS 1992 ).
Der 1910 in Köln gegründete Verband hat seinen Sitz in Essen. Die Geschäftsstelle ist derzeit mit einem Generalsekretär, einem Sportdirektor, zwei Gebärdensprach-Dolmetscherinnen und einer halbtags arbeitenden Sekretärin hauptamtlich besetzt, die allesamtwie im vorherigen Abschnitt erwähnt - vom Bundesinnenministerium finanziert werden.
Der Verband vertritt den deutschen Gehörlosensport nach außen und innen sowie gegenüber der Bundesregierung, den Behörden und anderen Organisationen. Das selbst gewählte Hauptziel ist die Pflege des Sports bei Gehörlosen und die Förderung des Jugendsports. Der DGS ist parteipolitisch neutral und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er vertritt nicht vorrangig eigenwirtschaftliche Interessen.
Die Erfüllung der Aufgaben erfolgt einerseits durch die Förderung eines regelmäßigen und geordneten Sport- und Spielbetriebs, aber auch mittels der Durchführung von Sportveranstaltungen auf Bundesebene. Darüber hinaus werden Sportlehrgänge und Maßnahmen allgemeinbildender und jugendpflegerischer Art angeboten. Außerdem werden Beziehungen zu den internationalen Gehörlosen-Organisationen und ausländischen Gehörlosen-Sportverbänden gepflegt.
Sportveranstaltungen und Amtliche Bekanntmachungen werden in der Deutschen Gehörlosen-Zeitung ( DGZ ) und anderen Medien, wie seit neustem dem Internet, veröffentlicht. Der gesamte Sportbetrieb in den verschiedenen Sportarten wird in den Fachsparten unter der Leitung der jeweiligen Verbandsfachwarte abgewickelt und durch die Geschäftsstelle des DGS unterstützt.
1.2.1 CISS ( Comité International des Sports des Sourds ) Bis 1924 war der internationale Sport für Gehörlose von geringer Bedeutung. Nationale Gehörlosen-Sportverbände gab es bis dahin nur in Deutschland, Schweden, Frankreich, Finnland, Belgien, Dänemark und Norwegen.
Anfang der 20er Jahre entstand die Idee, eine Art Olympische Spiele für Gehörlose durchzuführen. So wurde am 16. August 1924 von dem Franzosen E. Rubens-Alcais der Weltverband des Gehörlosensports (Comité International des Sports des Sourds = CISS) ins Leben gerufen. Durch seine Überzeugungskraft gelang es Rubens-Alcais im Pershing-Stadion in Paris, sechs offiziell vertretende Nationen (Belgien, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Tschechoslowakei und Polen) sowie halboffizielle Wettbewerbsteilnehmer aus Nationen, die zu jener Zeit keine Organisationen hatten ( Ungarn, Italien und Rumänien ), zu vereinen. Folgende Sportarten wurden ausgeübt: Athletik, Schwimmen, Fußball, Schießsport und Radfahren. Am 31. Oktober 1926 - im Verlauf des 1. Kongresses in Brüsselwurde der Entwurf für die Statuten des CISS von zehn europäischen Nationen einstimmig angenommen. Hinzugekommen war
Deutschland, das durch Heinrich Siepmann repräsentiert wurde. Seit 1924 führt das CISS in regelmäßigen Abständen von vier Jahren Welt-Sommerspiele durch. Nach dem 2. Weltkrieg - seit 1949werden ebenfalls alle vier Jahre die Winterspiele der Gehörlosen organisiert.
14
"In den ersten 40 Jahren wurden internationale Sportveranstaltungen immer in Europa durchgeführt, und die ersten Welt-Sommerspiele, die außerhalb Europas stattfanden, waren die 10. Spiele 1965 in Washington D. C. Das CISS war folglich schon älter, als es zu einer wirklich internationalen Organisation wurde" ( DGS 2000, 7 ). Die Zahl der Mitgliedsländer im CISS ist bis zum heutigen Tage auf 67 Länder mit mehr als 720000 Aktiven angestiegen. Auch die Zahl der an den Weltspielen teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler hat sich sprunghaft erhöht. So nahmen an den 18. Welt-Sommerspielen 1997 in Kopenhagen über 2600 Athleten in 15 verschiedenen Sportarten teil.
Jeweils im Rahmen der Weltspiele finden die Kongresse des CISS statt, an denen je zwei Delegierte der Mitgliedsländer nebst Exekutivkomitee, dem Vorstand bzw. Präsidium des CISS teilnehmen. Auf diesen Kongressen werden der neue Vorstand gewählt und Beschlüsse hinsichtlich eventueller Regeländerungen, Aufnahme neuer Mitglieder etc. gefasst.
In den Jahren nach der Gründung gab es auf vielen Kongressen Erneuerungen und Erweiterungen, von denen ich an dieser Stelle aber nur zwei erwähnen möchte.
Am 15. Juni 1955 - anlässlich der 50. Sitzung in Paris - erkannte das Internationale Olympische Komitee ( IOC ) einstimmig das CISS als "Internationale Vereinigung mit olympischem Niveau" an ( DGS 1981, 119 ).
1957 änderte das CISS auf dem 14. Kongress in Mailand einige seiner Statuten, um in Übereinstimmung mit den vom Generalsekretariat des IOC erhaltenen Richtlinien zu handeln, d.h. um Statuten zu bilden, die vollständig dem olympischen Geist entsprechen.
15
Das CISS verpflichtete sich, während er Internationalen Sommer- und Winterspiele weder das Wort olympisch noch das Fünf-Ringe-Emblem zu verwenden.
Seitdem heißen die Spiele Weltspiele für Gehörlose. Das Charakteristische des CISS ist die eigene Struktur fast aller Mitgliederverbände; in ihm sind ausschließlich gehörlose, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Ebenso wie der Deutsche Gehörlosen-Sportverband legt das CISS größten Wert auf seine Eigenständigkeit. Seit Mitte der 80er Jahre besteht international das Bestreben, sämtliche Behinderungsgruppen in einem gemeinsamen internationalen Verband zusammenzufassen. Dieser Verband - das Internationale Paralympische Komitee ( IPC ) - wurde 1989 gegründet. Das CISS ist, um weitere Zuschüsse vom Internationalen Olympischen Komitee ( IOC ) zu erhalten, zwar Mitglied des IPC geworden, hat aber eine Vereinbarung getroffen, nach der die Weltspiele der Gehörlosen denselben Stellenwert wie die Paralympischen Spiele der übrigen Behinderungsgruppen haben sollen.
16
1.2.2 EDSO ( European Deaf Sport Organization )
Bis in die 80er Jahre war das CISS Für die Durchführung aller internationalen Gehörlosen-Meisterschaften verantwortlich. Der wachsende Sportbetrieb in Europa, insbesondere das Interesse daran, Europameisterschaften in den verschiedenen Sportarten durchzuführen, machte die Gründung eines Europäischen Gehörlosen-Sportverbandes erforderlich, der sich ausschließlich auf die Weiterentwicklung des europäischen Gehörlosensports konzentrierte, da damit der Weltverband CISS überfordert gewesen wäre. Die EDSO wurde 1983 in Antibes ( Frankreich ) gegründet und besteht aus 40 Mitgliedsländern, die dem CISS angeschlossen sein müssen. Diese 40 Länder haben insgesamt 60000 Mitglieder in 1200 Gehörlosen-Sportvereinen.
In 21 Sportarten werden regelmäßig im Abstand von vier Jahren Europameisterschaften durchgeführt.
Die zunehmenden Sportkontakte auf internationaler Ebene tragen dazu bei, dass sich gehörlose Sportlerinnen und Sportler über die Grenzen der verschiedenen Staaten hinweg besser kennenlernen und verstehen, sodass dem Sport in Bezug auf Völkerverständigung auch unter den Gehörlosen der Stellenwert zukommt, den er beim Sport der Nicht- Behinderten längst einnimmt.
2.1 Nationaler und internationaler Wettkampfkalender Der Deutsche Gehörlosen-Sportverband und seine Landesverbände organisieren Meisterschaften und Wettkämpfe auf allen Ebenen, von den Kreismeisterschaften bis hin zu den Deutschen Meisterschaften. Daneben gibt es eine Reihe von Sportfesten in verschiedenen Sportarten mit internationaler Beteiligung. Bezogen auf den Tischtennissport findet man folgenden nationalen Jahreswettkampfkalender: 4 Meisterschaften auf Landesebene für Damen und Herren als Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften 4 Deutsche Meisterschaften für Damen und Herren 4 Deutsche Meisterschaften für Jugendliche, Junioren und Senioren 4 Mannschaftsmeisterschaften auf Landesebene als Qualifikation für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften 4 Deutsche Mannschaftsmeisterschaften 4 Deutsche Schülermeisterschaften
18
Eine besondere Tradition stellt das Deutsche Gehörlosen-Sportfest dar, welches in unregelmäßigen Abständen stattfindet und bei dem sich die Sportlerinnen und Sportler über mehrere Tage an einem Ort in allen DGS-Sportarten messen.
Der internationale Wettkampfkalender im Gehörlosensport sieht alle vier Jahre Weltspiele sowie in den Jahren dazwischen Europameisterschaften in den einzelnen Sportarten - ebenfalls im vierjährigen Wechsel - vor.
Desweiteren bestreitet die Deutsche Gehörlosen-Nationalmannschaft pro Jahr noch ein bis zwei Freundschaftsländerkämpfe. Als Vorbereitung auf diese Ereignisse organisiert die Fachsparte Tischtennis des DGS jährlich im Schnitt drei Lehrgänge der Deutschen Nationalmannschaft ( A- und B-Kader ). Für den A-Kader werden jeweils sechs Damen und sechs Herren nominiert, die von der Deutschen Sporthilfe finanziell unterstützt werden.
Darüber hinaus findet einmal im Jahr - je nach finanzieller Lage - ein Nachwuchslehrgang auf Bundesebene statt.
Ferner wird immer auch der Kontakt zu hörenden Tischtennisvereinen - in Form von Freundschaftsspielen - gesucht und gefunden.
Alle vier Jahre werden die Welt-Sommerspiele - seit 1924 - und die Welt-Winterspiele - seit 1949 - ausgetragen. Deutschland war bereits viermal Ausrichter dieser Spiele und zwar 1931 und 1981 für die Sommerspiele sowie 1955 und 1967 für die Winterspiele. Da die Gehörlosen, bedingt durch die besondere Probleme, die sich aus ihrer Behinderung ergeben, nicht an den Paralympischen Spielen teilnehmen, stellen die Weltspiele für sie anerkanntermaßen eine Veranstaltung mit identischem Stellenwert dar. Die Weltspiele bringen in einem ehrlichen und unparteiischen Wettkampf die Gehörlosen aller nationalen Verbände zusammen.
Nach dem Reglement dürfen die nur die Sportlerinnen und Sportler an den Weltspielen teilnehmen, die a) gehörlos - definiert als Hörverlust von wenigstens 55 dB auf dem besseren Ohr - und b) Mitglied eines angeschlossenen, nationalen Verbandes sind.
Vor der Teilnahme an den Weltspielen muss jeder Aktive dem CISS ein Audiogramm vorlegen, das nicht älter als ein Jahr sein darf. Ferner kann bei Verdacht oder eingelegtem Protest auch während der Spiele ein zusätzlicher Hörtest verlangt werden. Im Wettkampf ist das Tragen von Hörgeräten verboten, um die Chancengleichheit aller Aktiven mit unterschiedlichem Hörschaden zu gewährleisten. An den 19. Gehörlosen-Welt-Sommerspielen, welche in der Zeit vom 22. Juli bis zum 1. August 2001 in Rom stattfinden werden, wird der Deutsche Gehörlosen-Sportverband mit 167 Sportlerinnen und Sportlern sowie 65 Trainern, Betreuern und Masseuren teilnehmen. Hierbei handelt es sich um das größte DGS-Aufgebot aller Zeiten.
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2.3 Stellenwert des Deutschen Gehörlosen-Tischtennis im internationalen Vergleich
Die Tischtennis-Nationalmannschaft des DGS kann auf eine äußerst erfolgreiche Bilanz in den internationalen Vergleichen zurückblicken. Aus 163 Länderspielen ging die Damen-Nationalmannschaft 132 Mal siegreich hervor. Einmal gab es ein Unentschieden und 30 Mal wurde verloren.
Die Herren-Nationalmannschaft gewann gar 157 ihrer 192 Einsätze. Einmal gab es auch bei ihr ein Remis und 34 Länderspiele hat sie verloren. Betrachtet man die Medaillenspiegel bei Welt-und
Europameisterschaften, so findet man das deutsche Team weit vorne. Bei den Weltspielen der Gehörlosen gewannen die deutschen Tischtennisspieler seit 1965 12 Gold-, 22 Silber- und 23 Bronzemedaillen und belegen somit im Medaillenspiegel mit insgesamt 57 Medaillen den 3. Platz. Im Medaillenspiegel der Tischtennis-Europameisterschaften der Gehörlosen liegt Deutschland mit großem Abstand sogar auf Platz 1. Seit 1968 wurde 38 Mal Gold, 28 Mal Silber und 16 Mal Bronze, also insgesamt 82 Mal Edelmetall an Deutschland vergeben ( vgl. DGS 2000a, 44ff ).
Bei den vergangenen Europameisterschaften 1999 in Izmir erzielte die Deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft der Gehörlosen ein bis dahin noch nie erreichtes Resultat. Alle sieben möglichen Goldmedaillen sowie weitere vier Silber- und zwei Bronzemedaillen wanderten in die Koffer der deutschen Mannschaft.
21
3 Medizinische Grundlagen und Auswirkungen von
Hörschädigungen
3.1 Zum Begriff der Hörschädigung
Unter dem Oberbegriff Hörschädigung werden alle Formen beeinträchtigten Hörvermögens, d.h. "sowohl die Gehörlosigkeit als auch alle Arten und Grade der Schwerhörigkeit" ( LÖWE 1985, 87 ) zusammengefasst.
Allgemein gebräuchliche Synonyme sind z.B. Hörbehinderung, Hörstörung, Hörschaden und Hörsprachschädigung ( vgl. HARTMANN 1976, 16 ).
Abb. 1: Formen eines Hörschadens
Die eng mit dem Grad des Hörschadens verbundene Sprachuntüchtigkeit hat zur Folge, dass weiterhin auch häufig die Bezeichnung taubstumm gebraucht wird.
Als schwerhörig bezeichnet man "alle vorübergehenden oder
andauernden Einschränkungen des Hörvermögens, die eine Auffassung von Sprache über das Gehör - und sei es mit apparativer
Unterstützung - noch gestatten" ( HEESE 1962, 9 ). Schwerhörige Menschen sind aufgrund einer peripheren oder zentralen Schädigung ihres Gehörs in der Wahrnehmung akustischer Reize beeinträchtigt. Sie können Sprache zusammenhängend auffassen und das eigene Sprechen auf auditivem Wege kontrollieren. Je nach Grad des Hörverlustes, findet eine Unterteilung in leicht-, mittel-, hochgradige und an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit statt. Der Hörverlust bzw. Hörrest wird durch audiometrische Untersuchungen bestimmt und in Dezibel ( dB ) - dem Maß der Lautstärke - angegeben. ( vgl. KRÜGER 1982, 20 ). Bei leichtgradiger Schwerhörigkeit ( Hörauffälligkeit ) liegt der "mittlere Hörverlust (...) im Frequenzbereich 500 bis 2000 Hz bei nicht mehr als 30 dB" ( JUSSEN 1974, 207 ). Die Auswirkungen auf das Hören und Verstehen von Sprache sowie gewöhnlichen Umweltgeräuschen sind nur unwesentlich. Werden jedoch besondere Anforderungen an das Gehör gestellt, z.B. in Form von stärkeren Störgeräuschen, die das Sprachverständnis erheblich beeinträchtigen können, so wirkt sich dieses nachteilig auf das Hörvermögen aus ( vgl. PLATH 1982, 31 ).
Mittelgradige Schwerhörigkeit ist durch einen "mittlere(n) Hörverlust (...) im Frequenzbereich 500 bis 2000 Hz zwischen 40 und 60 dB" (JUSSEN a.a.O.) gekennzeichnet.
Gesprochenes kann in ruhiger Umgebung nur aus geringer Entfernung - weniger als ein Meter - verstanden werden. Störende Umweltgeräusche machen eine Unterhaltung mit der betreffenden Person unmöglich ( vgl. PLATH a.a.O. ).
23
Die normale Gesprächslautstärke liegt bei ca. 60 dB. Ungefähr hier ist auch das Klicken eines Tischtennisballes einzuordnen. Unter hochgradiger Schwerhörigkeit versteht man den "mittlere(n) Hörverlust (...) im Frequenzbereich 500 bis 2000 Hz zwischen 60 und 90 dB" ( JUSSEN 1974, 207 ).
Die Ansprache hochgradig schwerhöriger Personen ist nur mit lauter Stimme oder auf geringe Entfernung - weniger als ein Meter - möglich. Sprache ist ohne sonderpädagogische Hilfen und technische Hörverstärker unmöglich ( vgl. PLATH 1982, 31 ). "Die an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit stellt einen Grenzfall zur praktischen Taubheit ( Gehörlosigkeit ) dar" ( PLATH 1982, 32 ). Oberhalb des Frequenzbereiches 500 Hz beträgt der mittlere Hörverlust 80 bis 90 dB ( vgl. JUSSEN 1974, 15 ). Die verbliebenen Hörreste können noch - oft aber nur unvollständig - genutzt werden (vgl. PLATH a.a.O.). Von der Definition her verläuft die Grenze zwischen Scherhörigkeit und Gehörlosigkeit dort, wo "Sprache im Satzzusammenhang gerade noch oder gerade nicht mehr durch das Gehör aufgefasst werden kann" ( HEESE 1962, 9f ). Die komplizierte Struktur und Funktion des Gehörs bedingt das Auftreten unterschiedlicher Schädigungsformen. Nach dem anatomischen Sitz der Hörschädigung war früher eine Aufteilung in Mittelohr-, Innenohr- und Nervenschwerhörigkeit gebräuchlich.
Arbeit zitieren:
Jens Mueller, 2000, Gehörlosigkeit im Tischtennissport - (K)eine Behinderung?, München, GRIN Verlag GmbH
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Ausarbeitung, 39 Seiten
Jens Mueller's Text Gehörlosigkeit im Tischtennissport - (K)eine Behinderung? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jens Mueller hat den Text Gehörlosigkeit im Tischtennissport - (K)eine Behinderung? veröffentlicht
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