Hochschule Fulda University of Applied Sciences
Umweltmanagement an Hochschulen
~~~
Beitrag zur Konzeption einer
»Nachhaltigen Hochschule Fulda«
D i p l o m a r b e i t
Zur Erlangung des akademischen Grades
Diplom-Oecotrophologe (FH) (Dipl. oec. troph. (FH))
angefertigt im Fachbereich Oecotrophologie
der Hochschule Fulda
Vorgelegt von:
Michael Schulze
Fulda, März 2009
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
I
Vorwort
»Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development) ist eine Entwicklung, die die
Bedürfnisse heutiger Generationen befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige
Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.«
Die Definition der genannten Begrifflichkeit stammt aus dem 1987 veröffentlichten
Brundtland-Bericht. Um den Grundgedanken der »Nachhaltigen Entwicklung« besser
verstehen zu können, wurde einige Jahre später das »Nachhaltigkeitsdreieck« entwickelt,
welches Soziologie, Ökologie und Ökonomie als gleichrangige Elemente charakterisiert.
Nachhaltige Entwicklung bezieht sich demnach auf mehrere große Themenkomplexe, die
es gleichrangig zu betrachten gilt. Sie lässt sich nicht auf bestimmte Personen, Unter-
nehmen oder Institutionen fixieren, sondern ist vielmehr Teil des gesamten menschlichen
Tuns.
Sustainable Development veranlasst uns, über die genannten Aspekte nachzudenken und
unsere momentane Situation kritisch zu betrachten. Denn ob auf gesellschaftlicher,
politischer, wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Ebene, stets geht es um die
Verwendung knapper Ressourcen. Ein Großteil davon stellt uns die Natur zur Verfügung.
Dabei liegt es an uns, diese auch für zukünftige Generationen zu bewahren.
»Der Kern des Konzepts der dauerhaft umweltgerechten Entwicklung liegt in der
Forderung, ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung miteinander in Einklang zu
bringen.« Mit diesem Zitat von Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers werden die Umweltleitlinien
der Technischen Universität Berlin eingeleitet und bilden die Handlungsgrundlage des
dort eingerichteten Umweltmanagements. Im Grunde ist es eine Aufforderung an alle
Mitglieder der Institution, sich und sein eigenes Wirken auf die Umwelt zu hinterfragen.
Leider sind sich noch nicht alle Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Klaren
darüber, dass auch sie nicht von der Thematik der Nachhaltigen Entwicklung ausge-
nommen sind.
Auch diese Arbeit soll für die Hochschule Fulda ein weiterer Anstoß sein, den Gedanken
der Nachhaltigkeitsdiskussion voranzutreiben und in die Tat umzusetzen.
Welchen Weg die Hochschule geht, stets sollte von ihr bedacht werden, dass auch sie
sich ihrer ökologischen Verantwortung stellen muss. Denn, um es mit den Worten von
Michael Gorbatschow zu nennen, »wir alle sind Passagiere an Bord des Schiffes Erde,
und wir dürfen nicht zulassen, dass es zerstört wird. Eine zweite Arche Noah wird es nicht
geben.«
Michael Schulze, März 2009
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
II
Danksagung
Diese Diplomarbeit entstand im Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda unter
der Leitung von Prof. Dr. habil. Christoph Klotter.
Ich möchte mich besonders bei Herrn Prof. Dr. Ulrich Kurfürst bedanken, der mich für
dieses interessante Thema sensibilisieren konnte. Seine stets kompetente und
freundliche Betreuung hat wesentlich dazu beigetragen, dass mir diese Arbeit bis zuletzt
viel Freude bereitete.
Herrn Prof. Dr. Johann Janssen danke ich für die Übernahme des Korreferats und die
konstruktiven Gespräche während der Bearbeitung dieses Themas.
Ebenfalls danken möchte ich Herrn Dr. Frank Puin für die vielen inspirierenden
Unterhaltungen, welche unmittelbar in diese Arbeit mit eingeflossen sind.
Einen herzlichen Dank meiner Familie, besonders meinen lieben Eltern, Margit und Bernd
Schulze, ohne die dieses Studium nie möglich gewesen wäre. Durch ihre finanzielle
Unterstützung ermöglichten sie mir vier schöne Jahre in Fulda.
Über allem steht meine Lebensgefährtin Jana Szczygiol, die mich mit ihrer moralischen
Unterstützung, tatkräftiger Hilfe, unglaublicher Motivationsfähigkeit und stets offenem Ohr
in besonderem Maße unterstützt hat. Danke auch dafür, dass sie mich stets ermutigt hat,
weiterzumachen und an meinen Zielen festzuhalten.
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
III
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ... I
Danksagung ... II
Inhaltsverzeichnis... III
Abbildungsverzeichnis ...VI
Tabellenverzeichnis...VII
Abkürzungsverzeichnis ...VIII
Einleitung ... 1
1.
Entwicklung und Bedeutung eines umweltorientierten
Managementsystems ... 3
1.1
Umweltmanagement in Zusammenhang mit Nachhaltigkeit ... 3
1.2
Begriffe und Instrumente ... 4
1.2.1
Umweltmanagement... 4
1.2.2
Umweltmanagementsystem ... 4
1.2.3
Umweltinformationssysteme... 5
1.2.4
Umweltcontrolling ... 8
1.2.5
Umweltaudit... 10
1.3
Entstehung des Umweltmanagementgedankens ... 11
2.
Betriebliches Umweltmanagement ... 17
2.1
Kosten und Nutzen von Umweltmanagementsystemen ... 17
2.2
Regelwerke für Umweltmanagementsysteme ... 18
2.2.1
DIN EN ISO 14000ff ... 19
2.2.2
EMAS ... 20
2.2.3
Gegensätze und Gemeinsamkeiten ... 22
2.3
Aufbau und Einführung eines Umweltmanagementsystems nach
DIN EN ISO 14001... 22
Inhaltsverzeichnis
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
IV
2.3.1
Rahmenbedingungen und Ablauf der Systemeinführung... 23
2.3.2
Umsetzung der Umweltpolitik ... 27
2.4
Organisation des betrieblichen Umweltmanagements... 31
2.4.1
Gesetzlich geforderte Umweltschutzbeauftragte... 34
2.4.2
Aufbauorganisation... 35
2.4.3
Integrative Ansätze... 40
2.4.4
Ablauforganisation... 41
2.4.5
Prozessualer Ansatz... 42
3.
Implementierung eines Umweltmanagementsystems an
Hochschulen ... 45
3.1
Hochschule und Umweltmanagement ... 45
3.2
Good Practice... 47
3.2.1
Hochschule Zittau/Görlitz ... 48
3.2.2
Universität Bremen ... 51
3.2.3
Universität Bielefeld... 53
3.2.4
Zusammenfassung der Good Practice-Beispiele ... 56
4.
Vision eines integrierten Managementsystems an der Hochschule
Fulda ... 58
4.1
Qualitätsmanagement der HS-Fulda ... 59
4.2
Ziele der Integration... 62
4.3
Das Integrationskonzept ... 63
4.3.1
Erarbeitung der Umweltpolitik... 64
4.3.2
Durchführung der Umweltprüfung ... 64
4.3.3
Das Umweltprogramm... 65
4.3.4
Gestaltung der Organisation... 65
4.3.5
Aufbau der Dokumentation... 68
4.4
Tätigkeitsfelder des Umweltmanagements ... 68
5.
Ressourcensituation an Hochschulen... 70
Inhaltsverzeichnis
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
V
5.1
Ressourcenverbrauch von Hochschulen ... 70
5.1.1
Elektrische Energie... 71
5.1.2
Wärmeenergie ... 76
5.1.3
Materialien und Geräte für Forschung, Lehre und Verwaltung... 80
5.1.4
Wasser ... 82
5.1.5
Verkehr und Mobilität... 84
5.2
Effizienz und Suffizienz... 84
6.
Resümee ... 86
7.
Zusammenfassung ... 88
8.
Summary... 90
Literaturverzeichnis...XI
I. Monographien,
Studien & Zeitschriften... XI
II. Internetquellen... XIII
III. graue
Literatur ...XVI
IV. Gesetze,
Normen
& Richtlinien...XVI
V. Weiterführende
Literatur ...XVII
Nachwort ... XX
Anhang ... XXI
I.
ICC Charta 16 Grundsätze des Umweltmanagements ...XXI
II.
DIN EN ISO 14001:2005-06 ...XXIII
III. DIN
ISO
14004:2005-07 ... XXIV
IV. Prozessliste Beschaffung ... XXV
V. Beschaffungskriterien ... XXVI
Glossar ...XXVII
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
VI
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Funktionen & Zielgruppen betrieblicher Umweltinformationssysteme ... 5
Abbildung 2: Ableitung des Umweltcontrollings ... 9
Abbildung 3: Verfahrensschritte zur Einführung der EMAS VO ... 21
Abbildung 4: Anspruchsgruppen innerhalb des Zielbildungsprozesses... 24
Abbildung 5: Ablaufschema Systemeinführung ... 26
Abbildung 6: Modell der DIN EN ISO 14001 ... 28
Abbildung 7: PDCA Zyklusphasen der DIN EN ISO 14001 ... 28
Abbildung 8: Einführung und Fortlauf eines UMS ... 29
Abbildung 9: Ablaufschema EMAS ... 30
Abbildung 10: Organisationsstrukturen ... 36
Abbildung 11: Zentralbereich Umweltschutz ... 38
Abbildung 12: Zentrale- und Dezentrale Elemente ... 39
Abbildung 13: Integrative Ansätze ... 40
Abbildung 14: Organigramm Hochschule Zittau/Görlitz ... 50
Abbildung 15: UM Model der Universität Bremen ... 52
Abbildung 16: Aufbauorganisation Universität Bielefeld ... 55
Abbildung 17: Organisationsplan zentrale Universitätsverwaltung 2008 ... 56
Abbildung 18: Organigramm der Hochschule Fulda ... 61
Abbildung 19: Neues Organigramm der Hochschule Fulda ... 66
Abbildung 20: Tätigkeitsfelder des Umweltmanagements ... 69
Abbildung 21: Aufbau einer Energiesparlampe ... 73
Abbildung 22: Stromversorgung HS-Fulda Stand 2007 ... 75
Abbildung 23: Wärmeversorgung HS-Fulda Stand 2007 ... 79
Abbildung 24: Wasserversorgung HS-Fulda Stand 2007 ... 83
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
VII
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Gesetzliche Beauftragte im Umweltschutz ... 34
Tabelle 2: Vor- und Nachteile der additiven Organisationsstrukturen... 39
Tabelle 3: Modell über die mögliche Festlegung der Systemgrenzen für ein UMS an
Hochschulen ... 46
Tabelle 4: Systemvergleich zw. UM & QM... 59
Tabelle 5: Ziele eines integrierten Managementsystems... 62
Tabelle 6: Innerbetriebliche Arbeitsteilung von Hochschulen ... 77
Tabelle 7: Referenzwert Wasser HS-Zittau/Görlitz ... 83
Beitrag zur Konzeption einer »Nachhaltigen Hochschule Fulda«
VIII
Abkürzungsverzeichnis
Abs.
=
Absatz
AUSA
=
Arbeits- und Umweltschutz-Ausschuss
BRD
=
Bundesrepublik
Deutschland
BS
= British
Standard
BUWL
=
Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft
bzw.
=
beziehungsweise
CEQ
=
Council on Environmental Quality
CERCLA
=
Comprehensive Environmental Response, Compensation and Liability Act
CO
2
=
Kohlendioxid
DDT
=
Dichlordiphenyltrichlorethan
d. h.
=
das heißt
DIN
=
Deutsche
Industrienorm
EA
=
European Cooperation for Accreditation
EEA
=
Einheitliche Europäische Akte
EG
= Europäische
Gemeinschaft
EM
= Environmental
Management
EMAS-VO
=
Environmental Management and Audit Scheme Verordnung
EPA
=
United States Environmental Protection Agency
ERP
=
Enterprise Resource Planning System
ESL
=
Energiesparlampe
EU
= Europäische
Union
et al.
=
et alii, und andere
etc.
=
et cetera, und so weiter
e.V.
=
Eingetragener
Verein
f = folgende
Seite
ff = folgende
Seiten
GbV
=
Gefahrgutbeauftragtenverordnung
GefStoffV = Gefahrstoffverordnung
GSL
=
Gasentladungslampe
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