Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.3
2. Definition Gruppenarbeit S.3
2.1. Definition der „Sozialen Gruppenarbeit“ S.4
2.2. Personenkreis und Ziele der „Sozialen Gruppenarbeit“ S.4
2.3. Erläuterung zum Begriff „Methode“ in Bezug auf methodisches Arbeiten mit
Gruppen S.5
2.4. Methodischer Dreischritt. S.6
2.5. Wissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Gruppenarbeit S.7
3. Vorstellung eines Handlungsmodells zur Organisation methodischer
Planungsschritte in der „Sozialen Gruppenarbeit“ S.8
3.1. Verschiedene Phasen des Handlungsmodells. S.8
3.2. Persönliche Auseinandersetzung mit dem Handlungsmodell unter
Ber ücksichtigung des methodischen Dreischrittes S.9
4. Unterschied zwischen einem geschulten Gruppenpädagogen und einem
gruppeneigenem Gruppenleiter. S.9
4.1. Rolle eines Gruppenleiters. S.10
4.2. Fähigkeiten und Aufgaben eines Gruppenleiters. S.10
5. Eigene Erfahrungen mit Sozialer Gruppenarbeit. S.11
5.1. Vorstellung der Einrichtung S.11
5.2. Praxisbeispiel S.11
5.3. Beobachtungen bei dem Gruppenspiel. S.12
6. Fazit der Studentin. S.12
7. Literaturverzeichnis. S.14
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1. Einleitung
Das Thema meiner Hausarbeit ist „Soziale Gruppenarbeit“. Da dies ein sehr umfangreiches Themengebiet ist, welches in ganz unterschiedlichen Bereichen stattfindet, habe ich mich auf bestimmte inhaltliche Schwerpunkte konzentriert. Zu diesem Thema interessiert mich vor allem die defizitäre Orientierung, nämlich der Umgang mit Klienten, die Sozialisationsdefizite aufweisen. Ganz speziell der Umgang mit Jugendlichen. Dabei möchte ich mir ein umfangreiches Bild über den methodischen Dreischritt machen sowie einen praktischen Bezug in Form eines Handlungsmodelles in meine Arbeit einbringen. Im Folgenden werde ich die wissenschaftlichen Grundlagen der Sozialen Gruppenarbeit beleuchten. Des Weiteren werde ich explizit auf die Rolle und Aufgaben eines Gruppenleiters eingehen, da ich dies für meine zukünftige Arbeit als Sozialarbeiterin für wichtig halte. Im Anschluss werde ich ein Beispiel aus meinen eigenen Erfahrungen mit Sozialer Gruppenarbeit vorstellen.
2. Definition Gruppenarbeit
Zunächst möchte ich eine Definition zur Gruppenarbeit aufführen, um zu verdeutlichen, dass Gruppenarbeit nicht mit Sozialer Gruppenarbeit gleichzusetzen ist. Diese Erkenntnis war für mich zu Beginn meiner Hausarbeit sehr verwirrend. Deshalb halte ich es an dieser Stelle für wichtig, diesen Punkt näher zu erläutern. Marianne Schmidt-Grunert spricht von Gruppenarbeit, wenn sich mehrere Menschen zusammenfinden, miteinander kommunizieren sowie sachbezogen und zielorientiert zusammenarbeiten. Diese Gruppenarbeit ist nicht auf das Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit begrenzt, sondern findet in vielen unterschiedlichen Bereichen statt. Zum Beispiel in Schulen, Kindergärten sowie in zahlreichen Fort- und Weiterbildungsbereichen. Gruppenarbeit ist eine effiziente Lernmethode die dazu führt, dass gesetzte Ziele schneller erreicht werden. ( vgl. Schmidt-Grunert 2002: S. 57) Durch meine eigenen Erfahrungen mit Gruppenarbeit im Schulunterricht, kann ich sagen, dass Gruppenarbeit zur Gewinnung vielfältiger Gesichtspunkte innerhalb eines Themengebietes führt. Des Weiteren werden alle Schüler, auch solche die in der Gruppenstunde eher ruhiger sind, aufgefordert aktiv und selbstständig mitzuarbeiten. Ein zusätzlicher positiver Effekt der Gruppenarbeit ist, dass sie die Bereitschaft und Fähigkeit zur Zusammenarbeit fördert und somit positiv auf das soziale Verhalten einwirkt.
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Definition „Soziale Gruppenarbeit“
Soziale Gruppenarbeit gehört neben der Einzelfallhilfe und der Gemeinwesenarbeit zu den klassischen Methoden in der Sozialen Arbeit. (vgl. Schmidt-Grunert 2002: S.49) Die Soziale Gruppenarbeit findet ihren Ursprung in den USA. Von dort wurde die so genannte klassische Methode der ’social group work’ nach Deutschland exportiert. Diese Methode ist weitgehend auf das Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit begrenzt. Die Soziale Gruppenarbeit hat alle Merkmale der Gruppenarbeit wie: das Zusammenfinden und kommunizieren mehrerer Menschen
•
die sachbezogene Zusammenarbeit
•
sowie die gemeinsame Zielsetzung an einer Sache.
•
Des Weiteren hat die Soziale Gruppenarbeit erzieherische Absichten aus der Gruppenpädagogik. Der Unterschied zur Gruppenarbeit besteht darin, dass die Soziale Gruppenarbeit sich nicht nur mit Sozialisationsaufgaben beschäftigt, sondern sich vor allem Sozialisationsdefizite zur Aufgabe macht. In diesem Bereich arbeitet die Soziale Gruppenarbeit mit Klienten zusammen, die Defizite in der Alltagsbewältigung haben (vgl. Schmidt-Grunert 2002: S.62)
2.2. Personenkreis und Ziele der „sozialen Gruppenarbeit“
Personen dieses Bereiches können Kinder und Jugendliche sein. Hierzu stellt § 29 SGB VIII des Kinder- und Jugendhilfegesetzes einen praktischen Bezug dar, den ich kurz vorstellen möchte:
„ Die Teilnahme an sozialer Gruppenarbeit soll älteren Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen helfen. Soziale Gruppenarbeit soll auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzepts die Entwicklung älterer Kinder und Jugendlicher durch soziales Lernen in der Gruppe fördern.“ ( Stascheit 2006: S. 1060)
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Das Ziel der Sozialen Gruppenarbeit ist somit, bedürftige Klienten anhand verschiedener Methoden zu befähigen, mit ihren Problemen in der Alltagsbewältigung auch ohne fremde Hilfe klar zu kommen. Sie stellt ein `Zusatzangebot` zur Gruppenarbeit dar, welches sozial unerwünschte Entwicklungen zu kompensieren versucht und somit die sozialen Kompetenzen der Klienten festigt und erweitert. (vgl. Schmidt-Grunert, S. 62-63) Eine treffende Definition führt Konopka an:
„Soziale Gruppenarbeit ist eine Methode der Sozialarbeit, die den Einzelnen durch sinnvolle Gruppenerlebnisse hilft, ihre soziale Funktionsfähigkeit zu steigern und ihren persönlichen Problemen, ihren Gruppenproblemen oder den Problemen des öffentlichen Lebens besser gewachsen zu sein.“ (Konopka 1968: S.35)
2.3. Erläuterung zum Begriff Methode in Bezug auf methodisches Arbeiten mit Gruppen
Methoden sind in der Sozialen Gruppenarbeit wichtige Instrumente für den Gruppenleiter. Da ich im Laufe meiner Arbeit immer wieder auf Methoden zu sprechen komme, halte ich es an dieser Stelle für wichtig, diesen Begriff näher zu erläutern. Das Wort „Methode“ stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie: ‚der Weg zu etwas’ (vgl. Schmidt-Grunert 2002: S. 46)
Methoden sind Arbeitsprinzipien, die in der Regel als Hilfsmittel zur Erlangung eines bestimmten Zieles im Umgang mit einem sozialen Problem eingesetzt werden. Sie stellen dem Gruppenleiter eine Unterstützung dar, um einen planbaren, nachvollziehbaren und kontrollierten Hilfeprozess einzuleiten. (vgl. Fachlexikon der sozialen Arbeit 2002: S. 639) An dieser Stelle ist anzumerken, dass Methoden lediglich als Hilfsmittel zu sehen sind. Meiner Auffassung nach, gibt es bei der Arbeit mit Menschen kein „Rezeptbuch“ nach dem man strikt vorgehen kann. Man sollte immer situationsbedingt entscheiden und den Einzelfall betrachten. Dabei kann es durchaus auch dazu kommen, dass man entgegen einer vorgegebenen Methode handelt. Natürlich sollte sich ein Gruppenleiter ein vielfältiges Methodenrepertoir aneignen, um adäquat reagieren zu können. Trotzdem bin
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Arbeit zitieren:
Jasmin Schnell, 2006, Defizitäre Orientierung der Sozialen Gruppenarbeit unter Berücksichtigung theoretischer Modelle, München, GRIN Verlag GmbH
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