III
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Hintergründe 2
3. Daten 4
4. Methoden und Ergebnisse 7
4.1 Grundlagen der Panelanalyse 7
4.2 Grundlagen des Difference in Difference Ansatzes 9
4.3 Difference in Difference Analyse einzelner Sportarten 11
4.4 Difference in Difference Analyse mehrerer Sportarten 18
4.5 Difference in Difference Analyse der Landesverbände des DTB 20
5. Zusammenfassung 22
Anhang 24
Literaturverzeichnis 35
Literaturverzeichnis 35
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: absolute Mitgliederentwicklung beim DTB ....................................................... 3 Abbildung 2: prozentuale Mitgliederentwicklung beim DTB .................................................. 4
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: herausragende Leistungen deutscher Sportler ................................................. 6 Tabelle A1: Wooldridge‐Test auf Autokorrelation ............................................................. 24 Tabelle A2: DD Ergebnisse für den DTB bis 2007 ............................................................... 25 Tabelle A3: DD Ergebnisse für den DTB bis 1999 und 1996 ............................................... 26 Tabelle A4: DD Ergebnisse für die gesamten Mitglieder ausgewählter
Sportverbände bis 2007 .................................................................................. 27 Tabelle A5: DD Ergebnisse für die jugendlichen Mitglieder ausgewählter
Sportverbände bis 2007 .................................................................................. 28 Tabelle A6: DD Ergebnisse für die erwachsenen Mitglieder ausgewählter
Sportverbände bis 2007 .................................................................................. 29 Tabelle A7: DD Ergebnisse für die gesamten Mitglieder ausgewählter Sportverbände mit individuell angepassten Beobachtungszeiträumen ......... 30 TabelleA8: DD Ergebnisse für jugendliche und erwachsene Mitglieder
Tabelle A9: DD Ergebnisse für die Betrachtung mehrerer Sportverbände bis 2007
und bis 1999 .................................................................................................... 32 Tabelle A10: DD Ergebnisse für den Badischen Tennisverband bis 2007 ............................ 33 Tabelle A11: DD Ergebnisse für den Badischen Tennisverband bis 1999 und 1996 ............ 34
Breitensportwirkungen durch Spitzenleistungen? Der Fall des Graf/Becker‐Tennisbooms 1
1. Einleitung
Gerne erinnert man sich an die großen Erfolge deutscher Sportler. Boris Becker hechtete von einem Turniererfolg zum anderen. Steffi Graf peitschte Ihre Gegnerinnen mit einer sagenhaf‐ ten Vorhand aus den Stadien. Henry Maske verteidigte zehn Mal seinen IBF‐Weltmeistertitel. Dieter Baumann gewinnt nach einem dramatischen Spurtfinale olympisches Gold über 5000m und Michael Schumacher dominiert die Formel‐1 in seinem Ferrari…
Deutschland 2008: Der „Tennisboom“ - Steinzeit. Steffi Graf und Boris Becker dominieren höchstens noch die Boulevardzeitungen. Eingedeutschte Osteuropäer halten den Boxsport am Leben. Dieter Baumann ist der mit der Zahnpasta‐Affäre und Michael Schumacher fährt nur noch Familienautos…
Deutschland ein Land ohne Stars? Verantwortliche, Funktionäre und Aktive in den Vereinen und Verbänden begründen die sinkenden Mitgliederzahlen schnell und gerne mit Aussagen wie: „Es gibt keine Vorbilder mehr, wir haben einfach keine Idole!“ Aber ist es tatsächlich so, dass Spitzenleistungen von Profisportlern einen signifikanten Einfluss auf den Breitensport ausüben?
Die Zusammenhänge zwischen den Erfolgen nationaler Athleten und den Entwicklungen der Mitgliederzahlen der Sportvereine werden in dieser Arbeit genauer untersucht. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei der Sportart Tennis und den großen Erfolgen von Steffi Graf und Boris Becker, die den deutschen „Tennisboom“ geprägt haben. Die Zeiten, in denen eine ganze Nati‐ on statt 1, 2, 3 nur 15, 30, 40 zählte, sind vorbei. Die Tennisvereine kämpfen ums Überleben und um ihre Mitglieder. Und immer wieder hört man nur: „Es fehlen einfach die Stars wie da‐ mals“ und nicht die Frage, was man anders oder besser machen kann. Neben der Sportart Tennis werden auch noch andere Sportarten auf mögliche Zusammenhänge untersucht. Zur Identifizierung der gesuchten Effekte wird ein Difference‐in‐Difference Model mit Level und Trend angewendet, das sich zu einem gängigen wirtschaftswissenschaftlichen Ansatz entwi‐ ckelt hat, um kausale Zusammenhänge zu schätzen und den Effekt eines bestimmten Ereignis‐ ses zu identifizieren.
Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut. Abschnitt 2 stellt zunächst die Hintergründe dar, Abschnitt 3 beschreibt die zur Verfügung stehenden Daten, Abschnitt 4 skizziert die angewendeten Me‐ thoden und Ergebnisse, bevor die Arbeit in Abschnitt 5 noch einmal zusammengefasst wird.
Breitensportwirkungen durch Spitzenleistungen? Der Fall des Graf/Becker‐Tennisbooms 2
2. Hintergründe
Am 07. Juli 1985 hat es der damals 17‐jährige Boris Becker geschafft, den Südafrikaner Kevin Curren im Finale von Wimbledon zu besiegen und war damit nicht nur der erste deutsche Wimbledonsieger im Herren‐Einzel, sondern auch der erste ungesetzte und zugleich der bis dahin jüngste Spieler, der das wohl bekannteste Rasenturnier der Welt gewinnen konnte (HOFMANN, 1991, S.16). Boris Becker konnte im Laufe seiner Karriere 49 Turniere im Einzel gewinnen. Darunter feierte er 6 Erfolge bei Grand‐Slam‐Turnieren und 3 Siege der ATP‐ Weltmeisterschaft. Am 27. Januar 1991 gewinnt Boris Becker die Australien Open in Melbour‐ ne und führte zum ersten Mal die Herrenweltrangliste an. Er wurde zum Sportler des Jahres 1985, 1986, 1989 und 1990 geehrt und war über lange Zeit für die meisten Bundesbürger der herausragende nationale Athlet.
Zwei Jahre nach dem kometenhaften Aufstieg Beckers gelang es einer weiteren Deutschen, den Tennis Olymp zu erklimmen. Steffi Graf gelang ebenfalls mit nur 17 Jahren der große Durchbruch im Damentennis. Am 17. August 1987 übernahm sie durch einen Sieg im Finale des Turniers von Los Angeles die Führung in der Damenweltrangliste vor der bis dahin weltbesten Tennisspielerin Martina Navratilova. Ebenfalls in diesem Jahr feierte sie ihren ersten Erfolg bei einem Grand‐Slam‐Turnier. Sie war zu diesem Zeitpunkt die jüngste French‐Open‐Gewinnerin aller Zeiten. 1988 gewann Steffi Graf neben der Goldmedaille in Seoul alle vier Grand‐Slam‐ Turniere. Sie konnte insgesamt 107 Turniersiege einfahren, stand 377 Wochen auf Platz eins der Weltrangliste und wurde in den Jahren 1986, 1987, 1988, 1989, und 1999 zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt (SPORTHELDEN.DE, 2008a).
Steffi Graf und Boris Becker waren die Personifizierungen des deutschen Tennis. Sie schafften es innerhalb weniger Jahre, aus dem als versnobt geltenden Elite‐Sport ein Volksvergnügen zu machen (POHLE, 2000, S.17). Es kam zu Aufnahmestops in den Tennisvereinen und das Me‐ dieninteresse am „weißen Sport“ war größer denn je. Die Zahl der Mitglieder des DTB stieg zwischen 1985 und 1995 von rund 1,7 Millionen auf 2,3 Millionen den bisher höchsten Stand (DTB, 2008a).
1996 konnten Graf und Becker ihre letzten großen Turniersiege feiern. Steffi Graf gelang in diesem Jahr u.a. noch der Sieg bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open. Be‐ cker gelang in seinem letzten Erfolgsjahr u.a. noch ein Sieg bei den Australien Open und des Grand Slam Cups. Von nun an ging es mit dem deutschen Tennis bergab. Steffi Graf geriet zu‐
Breitens portwirkunge en durch Spitz enleistungen? ? Der Fall des Graf/Becker‐ Tennisbooms s 3
sammen n mit ihrem Vater Peter Graf in einen n Steuerskan ndal. Der kör rperliche Ver rschleiß mac hte ren sich lan ngsam beme erkbar und G Graf musste immer öfte er die Teilna ahme an gro oßen Turnie rde nd 1998 wu absagen n. 1997 wurd de sie von M Martina Hingi s als Weltran nglisten Erst e abgelöst u sie erstm mals seit 19 83 nicht me eltrangliste g geführt. Auc ch bei Boris B Becker fand die hr in der We aktive L Laufbahn lan ngsam ein E nde. 1997 w wurde er zum m Teamchef f der Deutsc chen‐Davis‐C up‐ Mannsc chaft gewähl lt. Im Jahr 19 999 gaben d dann sowohl Steffi Graf als auch Bor ris Becker ih ren Rücktrit tt vom Profis sport bekann nt und es fe gen Nachwuc chsspielern, esi‐ hlte an jung die in die rie gen Fuß ßstapfen tret ten konnten. .
Mitgliedere des Nachfol lgend wird z unächst die absolute un nd dann die prozentuale entwicklung DTB ver ranschaulich ersten, grun Analyse unte erzogen. Als die‐ t und einer e dlegenden A Datenbasis d gesamten M nen die Mitgliederzah hlen des DTB B von 1948 b is 2008.
Abbildu ung 1: absol lute Mitglied derentwicklu ung beim DT TB
n, dass sich erkennt ma Betrach htet man die langfristige Mitgliedere entwicklung, die Mitglied der‐ in den Erfolg Becker auf d zahlen gsjahren von n Graf und dem absolut t höchsten S Stand befand den ther kontinu uierlich sinke en. Diese Fe eststellung g gibt einen e rsten Hinwe eis darauf, d dass und sei Zusammen hang zwisch en dem spo rtlichen Erfo olg von Profis sportlern un nd dem Breit ten‐ hier ein nte. Ob sich die Mitglied estehen kön derzahlen im m Tennis aufg grund der Sp pitzenleistung gen sport be
Breitens portwirkunge en durch Spitz enleistungen? ? Der Fall des Graf/Becker‐ Tennisbooms s 4
von Gra af und Becke er tatsächlich h besser ent twickelt hab en, als die a anderer Spor rtverbände, soll im Laufe e der Arbeit geklärt werd den.
cklung beim Abbildu ung 2: proze entuale Mitg gliederentwi m DTB
Bei der prozentuale n Betrachtun ngsweise läs sst sich erken nnen, dass di ie prozentua al größten M itg‐ liederzu uwächse in d den 70er Ja hren erzielt wurden. Di iese Entwick klung wird h häufig mit d dem Wirtsch haftsaufschw wung der 70e er Jahre verb bunden. Neb en dem Eige enheim und dem Auto w wur‐ rde de die M Mitgliedscha aft in einem Tennisverein n zum Wohl standssymbo ol. Der Tenn nisverein wu zum Sch hauplatz des s sozialen Au ufstiegs erklä ärt. Es stellt sich die Fra age, ob es de en eigentlich hen Tennisb boom nicht s chon in den 70er Jahren n gab und die e Erfolge von n Graf und B Becker nur no och eine ver rstärkende W Wirkung hatt ten.
3. Dat ten
Im Lauf fe der Arbeit t wird auf u unterschiedli ches Datenm material zurü ückgegriffen . Es stehen die für seine ol ympischen u Mitglied derzahlen de es Deutschen n Olympisch en Sportbun ndes (DOSB) und nicht‐ol ympischen S Spitzenverbä ände von 19 974 bis 2007 ahlen des De eut‐ Mitgliederza , sowie die schen T Tennisbundes s (DTB) für se eine Landesv verbände vo 007 zur Verf fügung. n 1981 bis 2
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. Sven Jacobsen, 2008, Breitensportwirkungen durch Spitzenleistungen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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