Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis. V
1 Einleitung 1
2 Begriffliche Grundlagen 2
2.1 Definition Nachhaltigkeit. 2
2.2 Definition Corporate Social Responsibility 3
3 Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 4
3.1 Zielsetzung der Nachhaltigkeitsberichterstattung 4
3.2 Anwendungsbereich und Relevanz 6
4 Der Leitfaden der Global Reporting Initiative 7
4.1 Grundlegende Informationen 7
4.2 Aufbau und Reporting Methodik 8
4.3 Nachhaltigkeitsberichte in der Praxis. 10
5 Kritische Würdigung. 13
6 Fazit 15
Anhang 16
Quellenverzeichnis 18
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Unternehmerische Dimensionen der Nachhaltigkeit
Abbildung 2: Dimensionen von CSR.
Abbildung 3: Integration der Dimensionen zum Nachhaltigkeitsbericht.
Abbildung 4: Weltweite Anwendung GRI-Leitlinien in 2006.
Abbildung 5: Struktur des GRI Reporting Framework.
Abbildung 6: Prinzipien des GRI-Leitfadens.
Abbildung 7: Komponenten Nachhaltigkeitsbericht.
Abbildung 8: Analyse zweier Nachhaltigkeitsberichte.
Abbildung 9: Problembereiche der Nachhaltigkeitsberichterstattung
Abbildung 10: Anspruchsgruppen eines Unternehmens
Abbildung 11: Kernindikatoren nach GRI
Abbildung 12: Einstufung nach GRI.
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
BB Betriebs Berater (Zeitschrift) BilReG Bilanzrechtsreformgesetz BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit CERES Coalition for Environmentally Responsible Economics CC Corporate Citizenship CSR Corporate Social Responsibility DB Der Betrieb (Zeitschrift) GRI Global Reporting Initiative HGB Handelsgesetzbuch IDW Institut der Wirtschaftsprüfer imug Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft IÖW Institut für ökologische Wirtschaftsforschung NGO Non-Governmental Organization ÖIN Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung PS Prüfungsstandard UN United Nations UNEP United Nations Environment Programme USA United States of America uwf UmweltWirtschaftsForum (Zeitschrift) WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium (Zeitschrift) WISU Das Wirtschaftsstudium (Zeitschrift) WPg Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift) ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft zfwu Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik
V
Einleitung
1 Einleitung
Es war im Februar 1995. Einer der weltweit größten Öl-Konzerne, Shell, kündigte an, die ausgediente Ölplattform Brent Spar in den Tiefen der Nordsee zu versenken. Aus Sicht des Konzerns die einfachste Form der Entsorgung. Doch es kam anders. Auf Grund massiven Drucks der Öffentlichkeit durch Boykott und den Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), wie z.B. Greenpeace, lenkte der Konzern am 20. Juni ein, um einen weiteren Verlust des Ansehens zu verhindern. 1
Nachhaltigkeit hat als Leitbild der Gesellschaft in den letzten zwanzig Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Das Beispiel Shell zeigt auch sehr deutlich, dass Konzerne nicht mehr ohne weiteres dagegen verstoßen können. Durch die Dynamik der wirtschaftlichen Globalisierung entwickeln sich internationale Konzerne auch in der Sozial- und Umweltpolitik zu einflussreichen Akteuren. NGOs verstehen es mittlerweile, Fehlverhalten der Unternehmen mithilfe der Medien anzuprangern. Viele international agierende Unternehmen, wie Nike, Mc Donald´s oder eben wie oben genannt Shell, mussten Proteste oder Konsumentenboykotte schmerzlich erfahren. Die unterschiedlichen Anspruchsgruppen erwarten aber nicht nur, dass ein Unternehmen seiner allgemeinen Verantwortung gerecht wird. Es soll diese auch in angemessener Art und Weise kommunizieren. 2
Das Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die Thematik Nachhaltigkeitsbericht zu geben. Hierfür werden in Kapitel zwei zunächst die Bergriffe Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) definiert. In Kapitel drei werden Nachhaltigkeitsberichte im Allgemeinen behandelt und Kapitel vier thematisiert den Nachhaltigkeitsbericht nach dem Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI). Zudem werden zwei Praxisbeispiele betrachtet. Bevor im letzten Kapitel die wesentlichen Punkte zusammengefasst werden und ein Fazit gezogen wird, nimmt Kapitel fünf eine kritische Würdigung von Nachhaltigkeitsberichten vor.
1 Vgl. Greenpeace (2005), S. 16-23.
2 Vgl. Grunwald / Kopfmüller (2006), S. 7; Leitschuh-Fecht (2005), S. 21; Kaufmann / Ehrgott / Reimann
(2008), S. 6; Quick / Knocinski (2006), S. 616.
1
Begriffliche Grundlagen
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Definition Nachhaltigkeit
Schon Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Begriff Nachhaltigkeit im Bereich Forstwirtschaft verwendet. Resultat war eine Verknüpfung von ökologischen und ökonomischen Kriterien mit der Zielsetzung, dauerhaft maximale Erträge zu gewährleisten. Die Grundidee von Nachhaltigkeit kann allgemein beschrieben werden, dass von den Erträgen einer Substanz gelebt werden soll, jedoch nicht von oder zu Lasten der Substanz selbst. 3 Grundsätzlich umfasst Nachhaltigkeit einen Zukunftsbezug, d.h. was wird zukünftigen Generationen hinterlassen, und einen Gegenwartsbezug, der sich vor allem mit Fragen der Verteilungsgerechtigkeit befasst. Bei der Verteilungsgerechtigkeit ist vor allem der Nord / Süd-Konflikt zu nennen, sprich der extreme Wohlstandsunterschied zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. 4 Die Thematik der Nachhaltigkeit bzw. einer nachhaltigen Entwicklung trat verstärkt ab dem Jahre 1987 durch den Bericht der Brundtland-Kommission der Vereinten Nationen (UN) in den öffentlichen Fokus. Es entwickelte sich eine intensivierte und globalisierte entwicklungspolitische Debatte, die sich 1992 auf der UN-Weltkonferenz in Rio de Janeiro fortsetzte. In Deutschland stellte die im Jahr 1995 veröffentlichte Studie des Wuppertaler-Instituts „Zukunftsfähiges Deutschland“ den Beginn einer umfassenden wissenschaftlichen und politischen Debatte zu der Thematik Nachhaltigkeit dar. 5
Die wohl bekannteste Definition von Nachhaltigkeit wurde 1987 im sog. Brundtland-Bericht veröffentlicht und beschreibt nachhaltige Entwicklung als eine „Entwicklung, die den gegenwärtigen Bedarf zu decken vermag, ohne gleichzeitig späteren Generationen die Möglichkeit zur Deckung des ihren zu verbauen.“ Seit der Konferenz in Rio wird explizit hervorgehoben, dass bei einer nachhaltigen Entwicklung die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge stärker betrachtet werden müssen. 6
Überträgt man diese Erkenntnis auf ein Unternehmen, so beinhaltet die ökonomische Dimension die Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit. Die ökologische Dimension umfasst die Interaktion des Unternehmens mit seiner natürlichen Umwelt, die Auswirkungen auf
3 Vgl. Kopfmüller / Brandl / Jörissen u.a. (2001), S. 20-21.
4 Vgl. hierzu ausführlich Grunwald / Kopfmüller (2006), S. 27-31.
5 Vgl. Kopfmüller (2006), S. 23-24.
6 Vgl. Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg (2002), S. 8; allerdings gibt es keine allgemein
gültige Begriffsdefinition (Vgl. hierzu Weber (2008), S. 42).
2
Begriffliche Grundlagen
Mitarbeiter und Gesellschaft werden in der sozialen Dimension erfasst. Der langfristige Erfolg eines Unternehmens hängt somit nicht nur von seinem finanziellen Ergebnis, sondern auch von seinem ökologischen und sozialen Verhalten ab. 7 Die folgende Abbildung 1 stellt den Zusammenhang der drei Dimensionen grafisch dar:
Abbildung 1: Unternehmerische Dimensionen der Nachhaltigkeit
(Quelle: in Anlehnung an Weber (2008), S. 43.)
2.2 Definition Corporate Social Responsibility
In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) wurde die gesellschaftliche Verantwortung von der Wissenschaft im Jahre 1950 aufgegriffen und hat sich dort unter der Bezeichnung Corporate Social Responsibility entwickelt. 8
Das European Multistakeholder Forum on CSR einigte sich nach einem jahrelangen Dialog auf folgende Definition für CSR: „CSR is the voluntary integration of environmental and social considerations into business operations, over and above legal requirements and contractual obligations. CSR is about going beyond these, not replacing or avoiding them”. 9 Allerdings muss festgehalten werden, dass es kein einheitliches Begriffsverständnis von CSR gibt. Manche Autoren sprechen von einer Deckungsgleichheit der Konzepte Nachhaltigkeit und CSR. 10 Andere Autoren hingegen weisen darauf hin, dass die ökonomische Dimension bzw. der Effizienzgedanke keine Rolle bei einigen CSR-Definitionen spielt. Die Folge ist, 7 Vgl. Labbé / Stein (2007), S. 2661; Kaufmann / Ehrgott / Reimann (2008), S. 6.
8 Vgl. Loew / Ankele / Braun u.a. (2004), S. 2; Labbé / Stein (2007), S. 2661.
9 Vgl. Günther / Kaulich (2007), S. 615.
10 Vgl. hierzu Günther / Kaulich (2007), S. 615; ebenso Schäfer (2006), S. 665.
3
Arbeit zitieren:
Patrick Kraus, 2008, Nachhaltigkeitsberichterstattung, München, GRIN Verlag GmbH
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