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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 3
2. Psychologie als empirische Wissenschaft 3
3. Grundbegriffe der empirischen Forschung 4
4. Skalenniveaus 5
4.1 Nominalskalenniveau 6
4.2 Ordinalskalenniveau 7
4.3 Intervallskalenniveau 7
4.4 Rationalskalenniveau 7
4. Schlusswort 8
5. Literaturverzeichnis / Bibliographie 9
6. Verzeichnis des Anhangs 10
Anh änge S 11
Zur Klärung der Frage, worum es sich bei Skalenniveaus handelt und welchem Zweck sie dienlich sind, ist es notwendig, einige Grundbegriffe einzuführen, um diese bei der Beantwortung heranziehen zu können. Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst in Kapitel 2 eine Einbettung des in der Frage behandelten Gegenstands in den Kontext psychologischer Forschung vorgenommen. In Kapitel 3 folgt die Erläuterung relevanter Grundbegriffe empirischer Forschung, die in einen Zusammenhang gebracht das Fundament zum besseren Verständnis, der in Kapitel 4 vorgestellten Skalenniveaus, bilden sollen.
2. Psychologie als empirische Wissenschaft
Bei der Psychologie handelt es sich um eine Wissenschaft, deren Ziel die Beschreibung, ursächliche Erklärung und Vorhersage von Verhalten ist. Im Mittelpunkt steht hierbei menschliches Verhalten. Um diesem Ziel gerecht zu werden, muss der Forschungsgegenstand der empirisch arbeitenden Psychologie beobachtbar und messbar sein. Die Beobachtung wie auch Messung und Auswertung erhobener Daten unterliegt Regeln, deren Anwendung die Ergebnisse im Rahmen der Psychologie als wissenschaftliche einordnen lässt. So wird eine Theorie in der Psychologie erst nach empirischer Überprüfung als gültig angesehen. Zur entsprechenden Vorgehensweise im Rahmen psychologischer
Forschungsprojekte findet sich bei Rosemann folgender Hinweis:
Forschungsmethoden werden bei der Planung und Durchführung von
psychologischen Forschungsprojekten benutzt, statistische Verfahren bei der
Auswertung der Untersuchung. Allerdings spielen die statistischen Verfahren
bereits bei der Planung eines Forschungsprojektes eine Rolle. Die
Anwendung eines bestimmten statistischen Verfahrens ist abhängig von der
gewählten Forschungsmethode. Es ist nicht möglich jedes statistische
Auswertungsverfahren bei allen Forschungsmethoden anzuwenden. Daher
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muss schon bei der Planung des Projektes die spätere Auswertungsstrategie
bedacht werden. (1999, S. 269)
Zur Auswahl geeigneter Auswertungsverfahren abhängig von der verwendeten Forschungsmethode bzw. dem Messinstrument lassen sich Skalentypen unterschiedlichen Niveaus heranziehen, denn das „Skalenniveau bedingt sowohl den `Informationsgehalt der Daten´ [Hervorhebung v. Verf.] wie auch die `Anwendbarkeit von Rechenoperationen´ [Hervorhebung v. Verf.]“ (Backhaus, Erichson, Plinke & Weiber, 2003, S. 4). Zum genaueren Verständnis, worum es sich bei Skalenniveaus handelt, liegt es nahe relevante Begriffe zuvor einzuführen und zu erläutern.
3. Grundbegriffe der empirischen Forschung
Zunächst lässt sich zwischen qualitativer und quantitativer Forschung unterscheiden. Während die qualitative Forschung auf eine induktive Herangehensweise verweist, geht die quantitative Forschung deduktiv vor.
Bei der induktiven Herangehensweise wird das Vorhandensein von Merkmalsträgern zugeordneten Merkmale bzw. Variablen mit unterschiedlicher Ausprägung erhoben. Bei Merkmalen bzw. Variablen kann es sich um beobachtbare Eigenschaften von Merkmalsträgern handeln. Merkmalsträger können beispielsweise Personen oder Organisationen sein. Das Merkmal einer Person kann ihr Geschlecht sein, dessen Ausprägung weiblich oder männlich lautet. Rechnerische Operationen sind auf qualitative Merkmale nicht anwendbar. Methoden bei der qualitativen Forschung sind vor allem Interviews und Verhaltensbeobachtungen, deren Auswertung dann Hypothesen entspringen.
Bei der deduktiven Herangehensweise im Rahmen quantitativer Forschung steht die Bildung einer Hypothese am Anfang, die anschließend anhand eines geeigneten Messverfahrens an der Realität überprüft wird. Das den Messvorgängen zugrunde liegende Bezugssystem heißt Skala. „Je nachdem, in welcher Art und Weise eine Eigenschaft eines Objektes in Zahlen ausgedrückt (gemessen) werden kann, unterscheidet man Skalen und unterschiedliche Skalenniveaus“ (Backhaus et al.,
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2003, S. 4). Messen lässt sich hierbei definieren als Bestimmung der Ausprägung einer Eigenschaft von etwas. Das bedeutet, es wird eine strukturtreue Abbildung eines empirischen Relativs auf ein numerisches Relativ vorgenommen. Die Zahlen des numerischen Relativs müssen so geartet sein, dass, „sie die Objektrelationen des empirischen Relativs korrekt repräsentieren. Eine Abbildung mit dieser Eigenschaft bezeichnet man als `homomorph´ [Hervorhebung v. Verf.] bzw. strukturerhaltend“ (Bortz & Döring, 2002, S. 68).
Qualitative Merkmale lassen sich nicht mit Zahlen messen. Eine entsprechende Codierung ist jedoch möglich. Es lassen sich klassifikatorische qualitative Merkmale wie Geschlecht und Konfession und komparative qualitative Merkmale wie Schulnoten unterscheiden. Bei Letzteren gibt es eine natürliche Rangordnung.
Quantitative Merkmale können durch zahlenmäßige Angaben bestimmt werden. Abstände zwischen Ausprägungen und zum Nullpunkt sind sinnvoll messbar. Beispiele sind Körpergröße, Alter und Einkommen. Bei quantitativen Merkmalen lässt sich zudem zwischen diskreten und stetigen Merkmalen unterscheiden. Diskrete Merkmale wie Sitzplätze oder Geburten nehmen die Ausprägung ganzzahliger Werte 1 an, während bei stetigen Merkmalen wie Gewicht oder Volumen auch jeder Zwischenwert 2 zulässig ist. Durch Vereinbarung einer kleinsten Einheit im Rahmen von Messgenauigkeit können stetige in quasidiskrete Merkmale überführt werden.
Zusammenfassend lässt sich konkretisieren, dass sich nach der Art des Merkmals richtet, auf welche Weise die Beobachtungswerte bei der statistischen Untersuchung gemessen werden können. Vom Skalenniveau hängt auch ab, welche Rechenoperationen mit den Beobachtungswerten und welche statistischen Auswertungsmethoden zulässig sind.
4. Skalenniveaus
Die Erläuterung der nachfolgenden Skalentypen erfolgt hierarchisch geordnet nach Niveaus beginnend mit dem niedrigsten Niveau. Alle auf niedrigem Niveau
1 Zahlenraum N
2 Zahlenraum R
Arbeit zitieren:
Magister Artium Alexander Wiesel, 2004, Einführung in die Statistik - Grundbegriffe, Skalenniveaus und Formeln, München, GRIN Verlag GmbH
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