Friedrich-Schiller-Universität
Literarische Texte im FU
Seminarleiter: Dr. W. Biechele.
SS 2002-08-25
Unterrichtsentwurf zum Thema
„Im Osten ticken die Uhren noch immer anders“.
Gliederung.
1. Einleitung. S. 3-4.
2. Die Planung. S. 4.
3. Textauswahl. S. 5-6.
4. Der schriftliche Unterrichtsentwurf. S.6.
4.1. Bedinungsanalyse: Zur Lerngruppe. S.6.
4.2. Sachanalyse. S.7.
4.3. Didaktische Überlegungen. S.7-8.
4.4. Lehrnziele. S.8.
4.4.1. Richtlernziel. S.8-9.
4.4.2. Groblernziel. S.9.
4.4.3. Feinlernziel. S.9.
4.5. Methodische Überlegungen. S.10-11.
4.6. Verlaufsplanung. S.11-12.
5. Literaturverzeichnis. S.13.
6. Anhang.
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1.Einleitung.
Auf den Unterricht müssen sich Anfänger wie Profis vorbereiten. Eine angemessene Planung entlastet von dem Handlungsdruck, der während einer Stunde enorm hoch sein kann. Ein Profi kann sich jedoch nicht auf jede Stunde so ausführlich vorbereiten, wie es man von einem Anfänger erwartet. Im Schulalltag fehlt einfach die Zeit dazu. Schlecht vorbereitete Stunden müssen aber nicht immer die schlechtesten sein. Wenn man keinen vorab festgelegten Planungsschritten folgt, kann dies, bei einem kompetenten Lehrer, zu einer größeren Offenheit gegenüber den Bedürfnissen und Ideen der Schüler führen. Wenn man dagegen, wie manch ein Anfänger, bemüht ist, jede Unterrichtsphase genau so durchzuführen, wie sie geplant wurde, kann man taub für das werden, was einem die Schüler sagen wollen. Eine spannende Schülerfrage, die eine neue, interessante Dimension eröffnen kann, wird dadurch abgeblockt, weil das Planungskonzept keine Abweichungen zuläßt und man Angst hat seinen Faden zu verlieren. Anfänger müssen sich umfassend auf jede Stunde vorbereiten, weil sie noch nicht die Erfahrung, die Souveränität und das Wissen eines Profis besitzen. Dennoch auch ihre Planung sollte nicht so eng sein, dass dadurch lebhafte und engagierte Diskussionen verhindert werden. Auch ein Anfänger muss Abweichungen und Nebenwege zulassen können. Unterrichtsplanung darf nicht wie ein Korsett wirken.
Doch wie sieht eine sinnvolle Planung aus? Eine richtige Antwort habe ich nicht gefunden. Jeder Lehrer, wie zum Beispiel meine Mutter oder meine Kollegen, haben für die Unterrichtsvorbereitung seine eigne Verfahren entwickelt. Ihre privaten Aufzeichnungen unterscheiden sich fundamental voneinander. Unterricht ist ein hoch komplexes Geschehen mit relativ konstanten, ritualisierten Faktoren, planbaren Zielen und Inhalten sowie nicht vorhersehbaren Entwicklungen. Zu den Konstanten gehört all das, was man über Unterricht normalerweise weist, weil man in unserer Kultur seit dem sechsten Lebensjahr zu Schule geht. Zu den unerwartbaren Entwicklungen gehören vor allem Störungen. All das, was Lehrer dazu nötigt, Schü-
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ler zu ermahnen und wieder auf das Thema der Stunde zurück zu führen, erscheint Lehrern als unangenehme Zeitverschwendung und bringt die Unterrichtsplanung durcheinander. Aber Störungen stellen, analytisch betrachtet, ein interessantes kommunikativer Geschehen dar. Sie können Schülern, wenn sie taktvoll und kompetent bearbeitet werden, Erkenntnisse über ihre Strukturen und Funktionen vermitteln. Neben den Konstanten und dem Unerwartbaren steht die Planung: alle Überlegungen, die einer unterrichtlichen Situation vorausgehen und diese zu antizipieren versuchen. Dazu benötigt man pädagogische Fantasie. Man muss abschätzen können, was in einer Klasse mit Schülern bestimmten Alters, eines bestimmten Sprachstandes und bestimmter auserschulischer und schulischer Lernerfahrungen gemeinsam bearbeitet werden kann. Wie bereitet man sich auf diese Situationen vor?
2. Die Planung.
Planung findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Man plant für ein ganzes Schuljahr, Schulhalbjahr, für eine Unterrichtseinheit, für eine Schulstunde und schließlich für einzelne Phasen innerhalb einer Stunde. In jeder Planungsphase müssen andere Prioritäten eingesetzt werden. Das Niveau der Klasse, vor allem in Bezug auf sprachliche Entwicklung im Mündlichen wie im Schriftlichen, bilden dabei den Hintergrund für die Planung. Bei der zeitlichen Gewichtung der einzelnen Unterrichtseinheiten spielen immer auch persönliche Interessen eine Rolle, die man keineswegs unterdrücken sollte. Bei der Planung des Unterrichtes sollte am Anfang eine Motivation für die Thematik aufgebaut werden. Mit einem informierendem einstieg kann man auch gut motivieren, wenn das Thema selbst didaktisch spannend motiviert wird. Ich wird hier auch behaupten wollen, dass ein spannend aufbereitetes Thema benötigt keine zusätzliche Motivation. Am Ende jeder Einheit werden die Ergebnisse rekapituliert und kritisch bewertet.
In meiner Recherche für die Vorbereitung auf eine Unterrichtsstunde, die besonders gut gelingen sollte, habe ich kein Patentrezept entdeckt. Jedoch habe ich einen möglichen Weg verfolgt und als Anfänger ausprobiert.
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Arbeit zitieren:
Justyna Andziak, 2002, Unterrichtsentwurf zum Thema -Im Osten ticken die Uhren noch immer anders-, München, GRIN Verlag GmbH
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