Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 2
2 Die Konzepte der Borderline Persönlichkeitsstörung 3
2.1 Begriff „Borderline“: Bedeutung in der Vergangenheit und gegenwärtig 3
2.2 Wesentliche Merkmale des „Bordelinie Syndroms“ nach Stein. 4
2.3 Die Borderline-Persönlichkeits-Organisation nach Kernberg 5
3 Diagnostische Kriterien für die Borderline Persönlichkeitsstörung. 6
3.1 Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen 6
3.2 Impulsive, potentiell selbstschädigende Verhaltensweisen 7
3.3 Eingehen von intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen und Empfinden von
starken Verlustängsten, Gefühl der Einsamkeit. 8
3.4 Negative Selbstsicht, Suizidgedanken und Suizidphantasien. 8
4 Spezifische Behandlungstechniken 9
4.1 Psychotherapie 9
4.2 Psychopharmakologische Therapie und andere somatische Behanlungsmethoden
10
4.2.1 Behandlung von Symptomen affektiver Dysregulation. 10
4.2.2 Behandlung der Verhaltenssymptomatik bei gestörter Impulskontrolle 10
4.2.3 Behandlung von Symptomen im Bereich von Wahrnehmung/Kognition 10
Literaturverzeichnis 11
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1 Einführung
Bei der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen spielt der Bindungsstil eine bedeutende Rolle. Gegenwärtig wendet sich die Forschung auf intensive Weise dem Zusammenhang zwischen Bindungsstil und therapeutischer Bindung zu. Dabei spielt die Bindungstheorie und ihre Thesen eine entscheidende Rolle. Die Bindungstheorie beschreibt in der Psychologie das Bedürfnis des Menschen, eine enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehung zu Mitmenschen aufzubauen. Gleichzeitig erklärt sie den theoretischen Hintergrund für das Verständnis der menschlichen Bindungen und legt somit die Bausteine für einen wichtigen Ansatz in der Psychologie. Die Bindungstheorie nimmt an, dass die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen einem Kleinkind und dessen primärer Bezugsperson in der Kindheit, die Grundlage für die Fähigkeit ist, stabile und intime Beziehungen im Erwachsenenalter aufzubauen und aufrecht zu erhalten. In diesem Zusammenhang lässt sich feststellen, dass es immer mehr Erwachsene gibt, die aufgrund verschiedener Bindungsstörungen deutliche Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Dieses Phänomen werde ich in meiner Arbeit thematisieren, in dem ich die gegenwärtig verbreitete Persönlichkeitsstörung Borderline Syndrom darstelle, die möglicherweise als Folge eines in Kindheit gestörten Bindungsverhältnisses gilt.
Die Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine schwere psychische Störung, die in allen Kulturen der ganzen Welt auftritt. Im klinischen Kontext gehört sie zu den häufigsten Persönlichkeitsstörungen: Die Patienten, die die Kriterien für eine Borderline Persönlichkeitsstörung erfüllen, überfluten im wahrsten Sinne des Wortes Kliniken und Therapie-Praxen. Auf der anderen Seite scheinen die jetzigen verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten weitgehend unzureichend zu sein. Die Folge davon ist, dass viele Therapeuten sich überfordert und inkompetent fühlen und auf der Suche nach einer Behandlungsmethode sind, die ihnen Hilfestellung bietet (vgl.: Linehan, S. 41).
Das Borderline Syndrom führt zu großem persönlichem Leiden, sowie zu Beeinträchtigungen sowohl im sozialen und beruflichen Umfeld als auch in der Erfüllung der sozialen Rolle. Die Folge davon sind hohe Raten an selbstschädigenden Handlungen wie z.B. Suizidversuche und Suizid selbst (vgl.: American Psychiatrie Assoziation, S.13).
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Das Wissen über die spezifischen Möglichkeiten und Grenzen einer stationären Be-handlung von Borderline-Patienten ist noch sehr begrenzt. „Dies ist zum einen Folge der allgemeinen Forschungsprobleme in diesem Feld. Zu diesen Problemen gehören vor allem die lange Zeit mangelnde Übereinstimmung in der Diagnostik bei dem bekanntermaßen breiten Spektrum von Symptomen, methodische Schwierigkeiten und die therapeutische Unsicherheit im Umgang mit schwierigen Patienten“ (Linehan, S.41). Zum anderen kommen hier die Besonderheiten der stationären Psychotherapie zum Tragen. Vor allem die Eigenständigkeit der stationären Psychotherapie gegenüber anderen Formen der Psychotherapie bedeutet für die Wissenschaft eine hohe Komplexität der Forschungsperspektiven, -fragen und -methoden. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit der Eigenständigkeit in der stationären Psychiatrie damit begründet, dass der stationäre Raum ein geschütztes, soziales Feld sei, das schließlich die so genannte „Stationäre Gemeinschaft“, das „Milieu“ eine eigene Wirkung entfalte (vgl.: Damman, -Janssen, S.41).
2 Die Konzepte der Borderline Persönlichkeitsstörung
2.1 Begriff „Borderline“: Bedeutung in der Vergangenheit und gegenwärtig Der Begriff „Borderline“ wurde erstmals von Stern im Jahr 1938 benutzt. Der Name der Störung „Borderline“ bedeutet auf Deutsch „Grenzlinie“. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Störung früher in den Grenzbereich zwischen den Neurotischen Störungen und den Psychotischen Störungen eingeordnet wurde. Der Grund für die Zuordnung war, dass die Symptomatik aus den beiden Bereichen beobachtet wurde und die Forscher sich nicht sicher waren, auf welche Erkrankung die Störung hinweist. „Zuvor hatte Reich bei der Beschreibung der der Charakterneurosen Grenzzustände zwischen Psychosen und Neurosen oder Psychosen und Gesundheit beschrieben. Freud selber hatte den Begriff „Borderline“ nicht benutzt, dennoch bereitete er den Boden für eine ätiologische Betrachtung der Borderline Störung als Einheit vor. Er vertrat die Theorie eines psychischen Kontinuums zwischen Neurose und Psychose“ (Damman, Jansen, S.2).
Stern beschrieb als Erster die wesentlichen Charakteristika einer Borderline-Pathologie. Er bezeichnete seine Gruppe von ambulanten Patienten als „an einer Borderline-Gruppe von Neurosen leidend“. Über viele Jahre wurde der Begriff unter Psychoanalytikern umgangssprachlich gebraucht, um Patienten zu beschreiben, die
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Arbeit zitieren:
Beatta Laible, 2008, Persönlichkeitsstörungen - Borderline , München, GRIN Verlag GmbH
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