1. Einleitung
mit dem Thema Evolution der Kooperation, und der Spieltheorie in meiner Hausarbeit auseinandersetzen.
Da ich mich schon in meinem Referat mit dem Buch von Robert Axelrod
entschlossen aufbauend auf das Referat meine Hausarbeit darüber zu schreiben.
Zu Beginn dieser Hausarbeit möchte ich mich also mit dem Buch
die Kapitel beschränkt, die ich, im Bezug auf meine Arbeit, für die Wichtigsten halte.
Anschließend möchte ich etwas zum Thema des homo oeconomicus schreiben, da diese Thematik im Bezug zu meinem Referat, sowie auch im Verlauf des Seminars oft thematisiert wurde. Dabei erläutere ich das Verhaltensmuster des homo oeconomicus und nehme Bezug darauf, wie sich ein Homo Oeconomicus im Bezug auf Axelrod´s Buch verhalten würde oder ob überhaupt ein Bezug auf ihn genommen werden kann. Im letzten Teil der Arbeit thematisiere ich verschiedene Arten der Spieltheorie, die wir im Verlauf des Seminars besprochen haben. Ich gebe eine zusammenfassenden Überblick und beschreibe, wie sich der Homo Oeconomicus, bei diesen Spielen verhalten würden. Bei der Auswahl der Literatur habe ich versucht die aktuellsten Ausgaben zu verwenden, um so die Aktualität zu gewährleisten, was jedoch nicht immer möglich war. Ich habe auch Internetquellen verwendet, wobei ich auf die Glaubwürdigkeit geachtet habe.
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2. Robert Axelrod: Die Evolution der Kooperation
2.1 Zu Axelrod und seiner Arbeit
Robert Axelrod ist ein amerikanischer Politikwissenschaftler und gilt als bedeutendster Vertreter der Theorie der rationalen Entscheidungen. Er hat einen Abschluss in Mathematik und promovierte in Politikwissenschaften an der Universität in Yale. Axelrod arbeitet im Planungsstab des US-Verteidigungsministeriums und berät unter anderem die Vereinten Nationen, die Weltbank und das Pentagon. (vgl. http://www-personal.umich.edu/~axe/)
Grundlage unserer Zivilisation Kooperation ist und untersucht unter welchen Bedingungen Kooperation entstehen kann und welche Eigenschaften bestimmte Kooperationsstrategien erfolgreich machen. Es geht um die Frage, wann man Kooperieren sollte und wann man es besser nicht tut.
Aus verschiedenen Untersuchungen schließt er, dass Gegenseitigkeit eine ausreichende Basis für Kooperation bildet und will genauere Bedingungen in Erfahrung bringen, die zur Förderung der Kooperation auf dieser Basis erforderlich sind. (vgl. Axelrod 1984: Vorwort)
2.2 Zur Entstehung der Kooperation
untersucht er zunächst die Entstehung der Kooperation. Um dies anschaulich darzustellen, benutzt er das Gefangenendilemma 1 und untersucht wie man sich in einem Solchen am besten verhalten sollte. Bei Versuchen haben Psychologen festgestellt, dass das Ausmaß der Kooperation von vielen Faktoren abhängig ist. Die Eigenschaften der
einzelnen Spieler, sowie auch die Beziehungen zwischen den Spielern sind sehr unterschiedlich. Deshalb ist es schwierig nur aus Versuchen des Gefangenedilemmas ausreichende Schlüsse über die Entstehung von Kooperation zu gewinnen und wie man sich als Einzelner am Besten verhalten sollte. Ein Computer-Turnier für die Untersuchung im interierten 2 Gefangenendilemma wir dem jedoch gerecht. Axelrod forderte dabei Spieltheoretiker auf, sich an diesem Turnier zu beteiligen. Er bekam viele Einsendungen, wobei das einfachste aller eingereichten Programme, TIT FOR TAT von Professor Anatol Rapport (Universität Toronto), gewann. Es verfolgt die Strategie immer zu kooperieren und erst dann zu defektieren, wenn der andere Spieler dies tut. Daraus ergibt sich eine erfolgreiche Strategie dadurch, immer freundlich zu sein und vor allem auch nicht als Erster zu defektieren. Diese Freundlichkeit ist wichtig für die Entstehung wechselseitiger Kooperation. Jedoch hängt der Erfolg einer bestimmten Strategie nicht nur von den eigenen Merkmalen ab, sondern auch davon, wie die anderen Strategien sind, mit denen man interagieren muss. In weiteren Durchgängen des Spiels zeigt sich, dass die erfolgreichere Strategie im Laufe der Zeit übernommen wird. Lernen, Imitation und Selektion tragen dazu bei, dass erfolglosere Strategien immer weniger verwendet werden. (vgl. Robert Axelrod 1984: 25ff) Der Evolutionsbiologe John Maynard Smith entwickelte einen Ansatz, zu erforschen, was passiert, wenn nun eine erfolgreiche Strategie sich in einer Population ausbreitet und was passiert, wenn plötzlich ein Einzelner in diese Population eintritt und eine andere Strategie verwendet. Es zeigt sich, dass eine weniger erfolgreiche Strategie keine Chance hätte, sich in dieser Population durchzusetzen. Denn die vorhanden Strategie ist kollektiv stabil. Das bedeutet, dass diese kollektiv stabilen Strategien sehr bedeutsam sind, weil sie die Einzigen sind, die langfristig aufrecht erhalten werden können. Würde jedoch eine Gruppe mit einer anderen Strategie eindringen wollen, könnte sie sich durchsetzen, wenn sie sich als erfolgreichere etabliert. Zur Verdeutlichung kann man sich vorstellen, es
gäbe eine Population namens IMMER D, das bedeutet, dass diese
Population immer defektiert, wenn jetzt eine Gruppe eindringt, die jedoch kooperiert und so, wie schon erwähnt, damit erfolgreicher ist, kann sich diese kleine Gruppe durchsetzen. Kooperation kann also auch in einer Welt entstehen, in der normalerweise immer defektiert wird. (vgl. John Maynard Smith 1974 und 1978)
2.3 Wie Kooperation gefördert werden kann
Die Frage, die sich stellt, ist die, wie die strategischen Gegebenheiten verändert werden können, um Kooperation zu fördern. Als Grundstein der Überlegungen ist zunächst festzuhalten, dass andauernde Interaktionen eine gewisse Stabilität gegenseitiger Kooperation gewährleisten. Um die Kooperation zu fördern, ist es jedoch wichtig nicht nur die gegenwärtigen Interaktionen zu beachten, sondern auch die Zukünftigen, denn keine Kooperation ist stabil, wenn die Zukunft relativ zur Gegenwart nicht wichtig genug ist. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten dies zu erreichen. Zum Einen kann man Interaktionen dauerhafter machen und zum Anderen kann man sie häufiger stattfinden lassen. Für den Spieler ist es wichtig, dass Defektion beim gegenwärtigen Zug keine zu große Versuchung bildet, im Verhältnis zum zukünftigen Verlauf der Interaktion. Es ist also notwendig, auch den langfristigen Anreiz zur wechselseitigen Kooperation größer zu machen als den Kurzfristigen zur Defektion. Eine weitere Möglichkeit zur Förderung von Kooperation, ist die Menschen dazu zu bewegen, sich nicht nur um das eigene, sondern auch um das Wohlergehen anderer Menschen zu kümmern. Dieses Verhalten wird mit Altruismus bezeichnet. Der Nutzen einer Person, wird durch die Wohlfahrt einer anderen Person positiv beeinflusst.
Auch auf der moralischen Basis gibt es eine Art Kooperation zu fördern. Die Reziprozität. Der Begriff verstehet, dass man einen anderen Menschen so behandelt, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Vom Standpunkt der Moral aus, ist ständige Kooperation die beste Strategie.
Eine Förderung der Kooperation entsteht auch dann, wenn ein Spieler sich
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Arbeit zitieren:
Bettina Bernhardt, 2007, Evolution der Kooperation und der homo oeconomicus, München, GRIN Verlag GmbH
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