I n h a l t s v e r z e i c h n i
A.0 Einleitung. 3
A.1 Anatomische Nomenklatur 4
B.0 Hauptteil 5
B.1 Zytologie. 5
B.2 Histologie. 7
B.2.1. Epithelgewebe 7
B.2.2. Binde- und Stützgewebe 8
B.2.3. Muskelgewebe. 11
B.2.4. Nervengewebe 14
B.3. Untere Extremitäten. 16
B.3.1. Beckengürtel 16
B.3.1.1. Knochenlehre 16
B.3.1.2. Muskellehre 17
B.3.2. Freie Gliedmaßen. 19
B.3.2.1. Knochenlehre 19
B.3.2.2. Muskellehre 21
B.4. Obere Extremitäten 23
B.4.1. Schultergürtel 23
B.4.1.1. Knochenlehre 23
B.4.1.2. Muskellehre 24
B.4.2. Freie Gliedmaßen. 27
B.4.2.1. Knochenlehre 27
B.4.2.2. Muskellehre 28
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B.5. Einteilung der Muskeln nach Funktion. 31
B.5.1. Muskeln des Beckengürtels. 31
B.5.2. Muskeln der unteren freien Gliedmaßen 32
B.5.3. Muskeln des Schultergürtels 33
B.5.4. Muskeln der oberen freien Gliedmaßen 34
C.0 Index 35
D.0 Literaturverzeichnis 37
E.0 Abbildungsverzeichnis 37
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A.0 Einleitung
>> ... genus hominum compositum est ex corpore et anima.<<
dieses dialektische Menschenbild, das schon SALLUST etwa 40 Jahre v. chr. in seinem >>Bellum Iugurthinum<< propagierte, durchzieht die Wissenschafts-historie des gesamten Abendlandes bis zum heutigen Tag. Doch selbst nach 2000 Jahren Forschung und Lehre wissen wir heute über die natura animae im Grunde nicht mehr, als die Gelehrten um Sallust. Fortschritte haben wir zumindest dort gemacht, wo es um unsere „reine Körperlichkeit“ geht. Die natura co-poris liegt ebenso sinnbildlich wie tatsächlich vor uns, wie ein offenes Buch.
So möchte sich auch diese Arbeit ganz in die Tradition dessen stellen, was wir bis heute bereits erforschen konnten; was wir als gesichertes Wissen annehmen. Dieses Wissen zusammenfassen, komprimieren und in verständlicher Form darstellen, ist der Selbstanspruch dieser Arbeit. Einer Einführung in die Grundbegriffe von Zytologie und Histologie folgt die funktionelle Darstellung des menschlichen Bewegungsapparates. Knochenkunde und Muskellehre sollen dabei im Vordergrund stehen. Während eine Vollständigkeit der Bereiche Zytologie und Histologie aus Gründen des Umfangs dieser Arbeit weder beabsichtigt noch beansprucht wird, soll der Bereich der oberen und unteren Extremitäten unter den weiter unten genannten Gesichtspunkten weitgehendst vollständig abgehandelt werden.
Diese Arbeit soll „Einsteigern“ und „Fortgeschrittenen“ in der funktionellen Anatomie des menschlichen Bewegungsapparates Hilfe und Anleitung sein, Bewegungen besser zu verstehen. Zu diesem Zweck beschäftigt sich ein eigenes Kapitel mit der Frage, welche Muskeln für welche Bewegungen verantwortlich sind. Deshalb wird bei der Untersuchung des Muskelapparates vor allem auf die Funktion sowie die Insertion und den Ursprung der einzelnen Muskeln eingegangen.
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A.1 Nomenklatur
Um dem geneigten Leser keine unbeabsichtigten Fallen bei der Lektüre zu stellen, sollen an dieser Stelle die anatomischen Fachbegriffe, die im Folgenden benutzt werden, kurz erläutert werden.
Richtungsbezeichnungen
distal proximal vom Rumpf entfernt nahe am Rumpf palmar hohlhandwärts plantar fußsohlenwärts dorsal rückenwärts ventral bauchwärts kaudal fußwärts kranial kopfwärts profundus in der Tiefe superficialis oberflächlich lateral zur Seite hin medial zur Mitte hin superior oben
Bewegungen
Abduktion abspreizen Adduktion heranführen Extension Streckung Flexion Beugung Pronation Einwärtsdrehung Supination Außwärtsdrehug
Achsen & Ebenen
Sagitalachse von vorne, vertikal Frontalebene von der Seite, vertikal Transversalebene von vorne, horizontal
verschiedene Begriffe
Articulatio Gelenk Facies Fläche, Gesicht Ligamentum Band Fascia bindegew. Hülle lumbal Lenden-... Patella Kniescheibe Phalanx Finger, Zehglied Tendo Sehne Thorax Brustkorb zervikalo Hals-...
Synarthrosen unbewegliche Knochenverbindung Diarthrose bewegliche Knochenverbindung
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B.0 Hauptteil
B.1 Zytologie
Die Bestandteile einer Zelle
- Membran
- Zytoplasma
- Rauhes oder glattes endoplasmatisches Retikulum
- Zellkern
- Mitochondrien
- Lysosom
- Dictyosom
- Microbody
- Ribosomen
Nomenklatur der Muskelzelle
- Sarkolem
- Sarkoplasma
- Sarkoplasmatisches Retikulum
Zytoplasma
Lösung aus Elektrolyten, löslichen Kohlenhydraten und Proteinen. Ort der Glykolyse (anaerobe Energiegewinnung). Ort der Glykogensynthese undabbau. [EXK.: Glykogen ist die intrazelluläre Speicherform der Glukose]; Fettsäureabbau.
Endoplasmatisches Retikulum
Ein die ganze Zelle durchziehendes Transportsystem. Fertigstellung von polaren Lipiden. In Zusammenarbeit mit Ribosomen synthetisieren sie Proteine
Organellen ohne Membran (aus Selbstaufbau)
Ribosomen bestehen aus Ribonukleinsäure & Proteinen. An ihnen werden neue Proteine nach dem Code der DNS gebildet. Organellen mit einfacher Membran (aus endoplas. Retikulum) Seite 5 von 39
Dictyosomen werden die „Packerei der Zelle“ genannt, weil Sie Proteine zum Transport aus der Zelle oder zu Organellen vorbereiten. Lysosomen sind die Selbstvernichtungsmechanismen der Zelle, da Sie Enzyme enthalten, die die Zelle verdauen können. Microbodies sind membranumgebene Zellräume, in denen bestimmte Stoffwechselreaktionen der Zelle ablaufen. Vakuolen dienen der intrazellulären Speicherung von Stoffen
Organellen mit Hülle (=2 Membranen/ aus Teilung)
Der Zellkern besteht aus Desoxyribonukleinsäuren und mit diesen verknüpften Proteinen. Die DNS enthält die Erbinformationen, die alle Vorgänge des Stoffwechsels, des Wachstums und der Entwicklung steuert. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle. In ihnen findet die aerobe Energiegewinnung aus energiereichen Substraten statt. Sie beherbergen die Enzyme des Zitratsäurezykluses und der Atmungskette. Um eine größere Fläche zu erreichen haben sie eine eingestülpte Oberfläche.
Golgi-Apparat
Die Gesamtheit aller in einer Zelle auftretenden Dictyosomen wird als Golgi-Apparat bezeichnet. Dictyosome sind Stapel flacher, membranumgebener Räume, die am Ende (Golgi-) Vesikel abschnüren. Sie bilden sich, in dem sie im umgekehrten Prozeß Vesikel aufnehmen, die vom ER kommen.
EXKURS: Größenwachstum der Zelle
Der Stofftransport aus der Zelle heraus erfolgt über Golgi-Vesikel. Dabei kor-
respondieren Vesikelmembran und Zellmembran so, daß sie sich vereinigen
und der Inhalt des Vesikels nach außen abgegeben wird. Durch die Verschmel-
zung der Membranen kommt es zur Hypertrophie der Zellmembran.
Sollen Stoffe nach außen gelangen, ohne daß die Zelle wächst (bei ausge-wachsenen Zellen), werden die Vesikel die die Dictyosomen verlassen von die-sen mit einem Proteingitter (coacted-vesicle) umgeben, so daß sie nach der
Abgabe des Stoffes zum Golgi-Apparat zurückwandern.
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Arbeit zitieren:
Dr. Martin Giese, 2000, Funktionelle Anatomie des menschlichen Bewegungsapparates, München, GRIN Verlag GmbH
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