Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was ist Wissensmanagement? Begriff und Dimension 4
3. Wissensmanagement: Grundlagen, Aufgaben und Ziele 5
4. Die Bausteine des Wissensmanagements. 9
5. Wissensmanagement im Unternehmen - Der steinige Weg zum Erfolg am Beispiel der
Firma Hüppe. 12
6. Fazit. 14
7. Literaturverzeichnis. 15
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1. Einleitung
Die heutige Welt, und alles was in ihr geschieht und mit ihr zusammenhängt, wird immer schwerer verständlich und komplizierter. Dies geht nicht nur den älteren Mitbürgern so, sondern betrifft alle Bereiche der Gesellschaft. Die Menschheit hat sich im Laufe der letzten Jahrtausende eine Unmenge an Wissen angeeignet, um die Vorgänge in der Welt zu verstehen, zu erklären und zu verbessern. Mit dem Wandel von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft, begleitet durch Veränderungen in der Umwelt, veränderte Kommunikation und zunehmende Globalisierung, hat sich auch die Menge an vorhandenem Wissen immens gesteigert. Diese Wissensexplosion, die zu einer wahren Informationsflut führt, gilt es intelligent zu nutzen. Dies wurde bereits von zahlreichen Wissenschaftlern erkannt, die daraufhin neue Möglichkeiten suchten mit der Unmenge an Wissen umzugehen, es beispielsweise zu verwalten und weiterzugeben. Daraus entstand die Idee Wissen zu managen und der Begriff des Wissensmanagements (WM) war geboren. 1
Die Frage ist nun, ob WM nur ein weiteres Modewort ist, das sich findige Wissenschaftler auf die Fahne geschrieben haben um ihren eigenen Profit zu vergrößern, indem sie ihre Dienste bezüglich des WM geschickt verkaufen. Es muss hinterfragt werden, ob WM für die Unternehmen, für die es ja in erster Linie geschaffen wurde, Nutzen bringt und den Erfolg der Unternehmen vergrößert, indem es die passenden Strategien bereithält. Die Anwendung des WM in Unternehmen soll am Ende dieser Arbeit näher betrachtet und untersucht werden. Vorher müssen allerdings noch die Grundlagen über das WM gelegt werden, um ausreichende Kenntnis zur Beantwortung der Frage des WM in Unternehmen zu erlangen. 2 Deshalb wird im nachfolgenden Kapitel dieser Arbeit zunächst geklärt werden, was genau unter WM zu verstehen ist. Es erfolgt die Begriffdefinition und die verschiedenen Dimensionen des WM sollen aufgezeigt werden. Anschließend werden die Grundlagen, Aufgaben und Ziele des WM erläutert, um hier näher auf den Nutzen, die Strategien und den Erfolg von solchen Projekten einzugehen.
Ein weiteres Kapitel dieser Arbeit wird sich mit den Bausteinen des WM befassen. Es soll anhand des WM- Kreislaufs aufgezeigt werden, dass WM ein kontinuierlicher Prozess ist. Nun sollte ein fundiertes Grundwissen über das WM vorliegen, welches in der Anwendung
1 Vgl.: Sandra, Lucko, Bettina Trauner, Wissensmanagement, 7 Bausteine für die Umsetzung in der Praxis, 2. Auflage, München/Wien: Hanser, 2005, S.7.
2 Vgl.: Heinz Mandel, Gabi Reinmann-Rothmeier, Vorwort, in: Heinz Mandl, Gabi Reinmann-Rothmeier (Hrsg.), Wissensmanagement, Informationszuwachs - Wissensschwund? Die strategische Bedeutung des Wissensmanagements, München/Wien: Oldenbourg, 2000, S. V.
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im Unternehmen im vorletzten Kapitel vertieft wird. Abschließend möchte ich noch ein Fazit ziehen und die Ergebnisse der Arbeit zusammenfassen.
2. Was ist Wissensmanagement? Begriff und Dimension
Eine verständliche und klare Behandlung des Themas WM erfordert zunächst die Klärung der zentralen Grundlagen und die Definition der verwendeten Begriffe. Speziell die Beschäftigung mit dem Begriff des Wissens ist notwendig.
Da von WM zwar viele Definitionen existieren, aber keine davon allgemeingültig oder zu hundert Prozent deutlich ist, müssen die Begriffe Wissen, Management und Wissen managen voneinander getrennt behandelt und definiert werden. 3
Man ist sich durchaus einig darüber, dass Wissen eine enorme Bedeutung, insbesondere in Unternehmen, hat. Trotzdem kommt man auf keinen gemeinsamen Nenner, wenn versucht wird Übereinkunft darin zu finden, was unter dem Begriff Wissen zusammenzufassen ist. Hier klaffen die Vorstellungen von Wissenschaftlern, aber auch diversen Betrieben auseinander.
Ausgehend von einem hierarchischen Modell der Zeichen, Daten und Informationen, versuchte man aber trotzdem den Weg hin zu Wissen zu beschreiben. Zeichen ergeben, sinnvoll angeordnet, Daten. Werden diese Daten wiederum in einen Kontext gesetzt und ihnen Bedeutung zugeordnet, so entstehen aus ihnen Informationen. Aus der Verknüpfung der Informationen und den Erfahrungen, die ein Individuum mit den Informationen verbindet, entsteht schließlich Wissen. Das Wissen basiert zwar auf Daten und Informationen, entsteht und erhält seinen Wert aber erst durch die Interpretation der verschiedenen Individuen. 4 Unter Berücksichtigung dieser Fakten lässt sich Wissen nach Probst, Raub und Romhardt definieren als „die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische Alltagsregeln und Handlungsanweisungen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch immer an Personen gebunden. Es wird von Individuen konstruiert und repräsentiert deren Erwartungen über Ursache- Wirkungs- Zusammenhänge.“ 5 Neben dieser Definition des Wissens ist es sinnvoll noch die Vielschichtigkeit des Wissens aufzuzeigen und dessen verschiedene Dimensionen zu erläutern. Am wichtigsten in Bezug auf das WM ist die Unterscheidung von implizitem und explizitem Wissen. Unter implizitem
3 Lucko, Wissensmanagement, S. 9.
4 Boris Fredrich, Wissensmanagement und Weiterbildungsmanagement, Gestaltungs- und Kombinationsansätze im Rahmen einer lernenden Organisation, Göttingen: Cuvillier-Verlag, 2003, S. 44.
5 Gilbert Probst, Steffen Raub, Kai Romhardt, Wissen managen, Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen, 2. Auflage, Frankfurt am Main: Frankfurter Allg., Zeitung für Deutschland, 1998, S. 44.
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Wissen versteht man personengebundenes Wissen, das in deren Köpfen gespeichert ist und daher unsichtbar vorliegt. Aus diesem Grund ist es schwer zugänglich und übertragbar. Im Gegensatz dazu ist explizites Wissen leicht übertragbar, in Worte zu fassen und imitierbar. Dies liegt daran, dass es wenig kontextgebunden ist und in Dokumenten gespeichert ist. 6 Unter dem Begriff Management bzw. managen versteht man etwas leiten oder geschickt organisieren und betreuen. Dies muss aber nicht immer durch die Führungskräfte geschehen, sondern kann auch im kleineren Rahmen geschehen. 7
Kombiniert man nun die Definitionen von Wissen und Management 8 , so kann man unter WM etwa die „Verbesserung von organisatorischen Fähigkeiten auf allen Ebenen der Organisation durch einen besseren Umgang mit der Ressource Wissen“ 9 verstehen. Es gilt also nicht, dass Wissensmanagement mit dem bloßen Speichern und Verwalten der Daten in Datenbanken getan wäre. Es muss vielmehr intelligenter mit dem Wissen umgegangen werden um wirklich echte Vorteile daraus ziehen zu können.
Beim managen von Wissen ist es daher in erster Linie wichtig sich ein Wissensportfolio anzueignen. Dies geschieht sowohl auf persönlicher wie auch auf unternehmerischer Ebene. Dies dient dazu eine Übersicht über das vorhandene Wissen zu erhalten, um daraufhin neue Wissensziele zu definieren. Nutzbringende Wissensfelder müssen vergrößert werden und die mit geringer Anwendungstauglichkeit können vernachlässigt werden. Wie dieser Vorgang letztendlich in der Praxis vonstatten geht und wie die Strategie dafür aussieht, soll nun im anschließenden Kapitel untersucht werden. Hier werden die Grundlagen des WM und die Aufgaben und Ziele bei der Umsetzung in die Praxis untersucht und der messbare Nutzen herausgestellt.
3. Wissensmanagement: Grundlagen, Aufgaben und Ziele
Das WM ist auf verschiedene Art und Weise mit dem sonstigen Management eines Unternehmens verbunden. Deshalb hat das WM beträchtliche Auswirkungen auf die ganze Unternehmensstruktur. Würde man diese Zusammenhänge außer Acht lassen und die Vielschichtigkeit der gesamten Prozesse, die in einem Unternehmen ablaufen, nicht anerkennen, so wären Fehler und Misserfolge vorprogrammiert. Das bedeutet, dass diejenigen, die das WM betreiben nicht nur in eine Richtung denken dürfen, sondern auch andere, vielleicht unbedachte Konsequenzen, mit in ihr Handeln einbeziehen müssen. Die
6 Vgl.: Lucko, Wissensmanagement, S. 10.
7 Vgl.: ebd., S. 11.
8 Weitere Definitionen von WM in: Dimitris Karagiannis, Rainer Telesko, Wissensmanagement: Konzepte der künstlichen Intelligenz und des Softcomputing, München/Wien: Oldenbourg,2001, S. 309.
9 Vgl.: Lucko, Wissensmanagement, S. 11.
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Arbeit zitieren:
Jonathan Creutz, 2007, Wissensmanagement in Theorie und Praxis – Ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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