Dieser Praktikumsbericht stellt eine Niederschrift meiner Erfahrungen während des fünfwöchigen Fachpraktikums (FP) an den Berufsbildenden Schulen I in D. dar. In der Kernzeit vom 01. September 2008 bis 03.Oktober 2008 habe ich in verschiedenen Schulformen hospitiert und eigene Unterrichtsversuche durchgeführt. Während der fünf Wochen, die ich an den Berufsbildenden Schulen in D. hospitiert habe, wurde ich von Frau V. als Koordinatorin des Fachpraktikums betreut. Es fanden einmal pro Woche gemeinsame Treffen statt, in denen Probleme, Fragen und Verbesserungsvorschläge reflektiert wurden.
Das Ziel dieses Praktikums ist einen Einblick in das Schulleben an Berufsbildende Schulen des Landes Niedersachsen zu gewinnen. Im Vordergrund steht vor allem der Perspektivwechsel vom ehemaligen Schüler und Studenten zum Lehrer. Darüber hinaus soll festgestellt werden, ob meine Interessen für den Beruf „Lehrer“ be- bzw. entkräftet werden können.
Der Schwerpunkt des Schulpraktikums liegt darin, Unterrichtsversuche zu tätigen. Darüber hinaus werden regelmäßig Unterrichtsbeobachtungen von Hospitationen angefertigt, in denen keine aktive Teilnahme als Lehrkraft möglich ist. Unterstützung für die eigene Unterrichtsplanung erhoffe ich mir durch die Hospitation in Unter-richtsstunden bei erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern, um die durch Beobachtung von Unterricht gewonnenen Erkenntnisse auch in meiner eigenen Unterrichtsplanung einfließen lassen zu können. Mein Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in den Lehrerberuf und dessen Tätigkeiten zu erlangen.
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Die Berufsbildenden Schulen I in D. (im Folgenden BBS I D. genannt) sind in der R. 26 ansässig (vgl. Abb. 1: blaues Kästchen im Anfahrtsplan). Die Schule ist zentral im Stadtkern D. gelegen. Der Bahnhof und der zentrale Omnibusbahnhof sind zu Fuß in etwa 8 Minuten zu erreichen. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist gut. Die Deutsche Bahn erreicht den D.er Bahnhof regelmäßig einmal pro Stunde an. Die Anfahrt für Pendler aus dem weiter entfernten Umland gestaltet sich somit recht komfortabel. Die Anfahrt für den Individualverkehr erfolgt z. B. über die Autobahn XY Abfahrt A.. Von hier aus sind die Berufsbildenden Schulen I sehr schnell über die Hauptverkehrsstraßen erreichbar. Die Berufsbildenden Schulen I sind aufgrund ihrer Lage zwischen den Städten Oldenburg und Bremen sehr gut erreichbar und haben daher ein großes Einzugsgebiet (vgl. Abb. 1).
Die BBS I D. werden von einer kollegialen Schulleitung geführt. Sie besteht aus Herrn O., Frau M., Herr V., Frau G., Herr Q. und Frau Sch.. Herr Q. stellt diesbezüg-
Schulleiterin. Zuständig für die Koordination der Berufsschule ist Herr O.. Die Berufsfachschulen werden von Frau Sch. koordiniert. Die Koordination der Fachoberschule und die Stundenplan-Erstellung werden von Herrn V. vorgenommen. Frau M. ist diesbezüglich für die Erstellung und Koordination des Vertretungsplans zuständig. Insgesamt sind an den BBS I D. etwa 82 Lehrerinnen und Lehrer tätig. Sie sind zuständig für die Aus- und Weiterbildung von derzeit ca. 1.417 Schülerinnen und Schülern, die an der BBS I D. gemeldet sind.
Die Berufsbildenden Schulen D. bilden in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheit aus. Darüber hinaus haben leistungsstarke Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich auf ein Hochschulstudium vorzubereiten. Ausbildungsschwerpunkt stellt der informationstechnologische Bildungszweig dar. Im Einzelnen werden folgende Schulformen an den BBS I D. unterrichtet: x x x x x x x x x x
• Berufsschule (mit unterschiedlichen Fachrichtungen und Ausbildungsschwerpunkten)
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• Einjährige Berufsfachschule Wirtschaft (B1W)
• Zweijährige Berufsfachschule Wirtschaft (BFW2)
• Einjährige Berufsfachschule Informatik (BRI)
• Einjährige Berufsfachschule Wirtschaft - Eingangsvoraussetzung Realschule (BRW)
• Fachgymnasium Wirtschaft - Klassen 11-13 (FGW)
• Fachoberschule Wirtschaft - Klasse 12 (FOW)
• Fachoberschule Informatik - Klasse 12 (FOI)
• Zweijährige Berufsfachschule für kfm. Assistenten Fremdsprachen und Korrespondenz (KFK)
• Zweijährige Berufsfachschule für kfm. Assistenten Wirtschaftsinformatik (KWI)
Darüber hinaus werden schulinterne Projekte unterschiedlichster Themen angeboten. So ist z. B. ein IT-Systemhaus als Projekt realisiert worden. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Hard- und Software-spezifische Probleme von realen Kunden des Systemhauses zu lösen.
Des Weiteren existiert im Bereich Wirtschaft ein Wirtschafts-Live-Projekt, welches von Herrn E. begleitet wird. Auf dieses Projekt soll im Folgenden schwerpunktmäßig näher eingegangen werden.
Ich habe mich im Rahmen dieses Fachpraktikumsberichts für ein Schwerpunktthema entschieden, für das die Berufsbildenden Schulen I in D. beim bundesweiten Wettbewerb „Ausbildungs-Ass 2007“ den zweiten Platz belegt hat. Es handelt sich hierbei um eine reale Schülerfirma, bei der die beteiligten SchülerInnen eigenverantwortliches Handeln lernen, sowie praktische kaufmännische Erfahrungen sammeln. Zunächst soll auf den Wettbewerb eingegangen werden. Vertieft werden sollen die Idee dieses Wettbewerbs, die Bewertungskriterien, die Bewerbungsunterlagen, die
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Teilnahmebedingungen sowie die Zusammensetzung der Juri. Im Anschluss daran
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wird das Wirtschafts-Live-Projekt der BBS I unter der Leitung von Herrn E. vorgestellt.
Bei dem bundesweiten Wettbewerb „Ausbildungs-Ass“ handelt es sich um den Förderpreis der Jungen Deutschen Wirtschaft. Sie besteht aus und wird gefördert von den folgenden Mitgliedern:
• den Wirtschaftsjunioren Deutschland
• den Junioren des Handwerks
• dem Unternehmensmagazin „Impuls“
• der INTER-Versicherung
• dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
• der Deutschen Industrie- und Handelskammer
Der Förderverein möchte mit diesem Wettbewerb einen Beitrag zur Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze leisten (vgl. Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. 2008.2). Besonders häufig wurden in der Vergangenheit Jugendliche mit dem Thema Arbeitslosigkeit konfrontiert. Damit gerade sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben und somit der Wirtschaft nicht verloren gehen, wurde dieser Wettbewerb ins Leben gerufen. Der Zusammenschluss der o. g. Beteiligten verleiht jedes Jahr an vorbildliche Ausbildungsbetriebe und -initiativen ein Preisgeld von insgesamt 15.000€.
Die Mitglieder der Jungen Deutschen Wirtschaft begründen ihren Wettbewerb damit, dass die Qualität der Ausbildung nicht durch gesetzliche Vorgaben verbessert werden kann (vgl. Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. 2008, S. 2). Entscheidend ist das Engagement, welches auf freiwilliger Basis entsteht und über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus Kompetenzen fördert. Genau hier setzt dieser Wettbewerb an. Er soll die Kreativität und die persönliche Initiative der BewerberInnen fördern. Darüber hinaus soll der Preis „den Stellenwert der dualen Ausbildung verdeutlichen, ihr Ansehen in der öffentlichen Meinung verbessern und sie für Abgänger aller Schulformen attraktiver machen“ (Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. 2008, S. 2). Bei der Auswahl der Preisträger wird besonders auf ein ausgewogenes x x x x x x x x x x
Verhältnis von Qualität und Quantität der eingereichten Vorschläge Wert gelegt. Es werden unter anderem Schulinitiativen ausgezeichnet, die innovative Ansätze zur
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leistungsgerechten Berufsausbildung beitragen. Dies entspricht dem Anspruch des Wirtschaft-Live-Projekts der BBS I, da das Projekt spezifische und innovative Förderansätze beinhaltet.
Ein Wettbewerb würde niemals einen solchen Beteiligungsgrad erreichen, wenn die Bewerbungsunterlagen sehr umfangreich und undurchsichtig wären. Daher wurden diese auf das Wesentliche beschränkt. Die Teilnahmeunterlagen umfassen eine kurze Beschreibung des Wettbewerbsbeitrages nebst Angabe der Bewerbungskategorie sowie eine kurze Erläuterung des Konzeptes und dessen Wirkung (vgl. Wirtschafts-junioren Deutschland e.V. 2008, S. 3).
Der Wettbewerb wird unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Herrn Michael Glos, ausgetragen. Er ist ebenfalls Vorsitzender der Jury, die die eingereichten Projekte bewertet. Weitere Mitglieder dieser Jury sind die Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD), Anja Kapfer, der Bundesvorsitzende der Junioren des Handwerks, Carsten Röttgers, der Vorstandsvorsitzende der INTER Versicherungen, Bernd Jansen, der Chefredakteur des Unternehmermagazins impulse, Gerd Kühlhorn, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Dr. Martin Wansleben und der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Wolf-Hermann Böcker (vgl. ebd.).
Das Wirtschaft-Live-Projekt der BBS I D. ist allen Anforderungen gerecht geworden und soll daher im folgenden Abschnitt näher erläutert werden.
Die SchülerInnen werden im Rahmen dieses Projektes durch Herrn E. begleitet. Sie gründen eine reale Firma und handeln eigenverantwortlich in allen Geschäftsbereichen. Sie lernen auf diese Weise verantwortliches Handeln und können kaufmännische Erfahrungen durch ihre Beteiligung an der freien Wirtschaft erlangen, die die Schüler im späteren Berufsleben anwenden und verfeinern können. In der Regel wird die Firma für die Dauer von einem Kalenderjahr geführt. Am Jahresanfang
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erfolgen die Gründung der Firma und die Anmietung eines Ladenlokals in der D.er Innenstadt. Im Jahr 2007 war das Ziel der Unternehmung, ein Aktionshaus auf dem
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Arbeit zitieren:
B.A. Daniel Jaeschke, 2008, Fachpraktikumsbericht: Wirtschaftswissenschaften & Informatik, München, GRIN Verlag GmbH
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