Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2 . dm - Drogeriemarkt 3
2.1 Kurzporträt 3
2.2 Unternehmensphilosophie 3
2.3 Soziales 4
2.4 Umwelt 5
2.5 Gesellschaft 6
3. Schlecker 7
3.1 Kurzporträt 7
3.2 Unternehmensphilosophie 7
3.3 Soziales 8
3.4 Umwelt 9
3.5 Gesellschaft 9
4. Lufthansa 10
4.1 Kurzporträt 10
4.2 Unternehmensphilosophie 10
4.3 Soziales 11
4.4 Umwelt 13
4.5 Gesellschaft 13
5. Ryanair 16
5.1 Kurzporträt 16
5.2 Unternehmensphilosophie 16
5.3 Soziales 17
5.4 Umwelt 18
5.5 Gesellschaft 19
6. Diskussion 19
7. Fazit 21
8. Literaturverzeichnis 22
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1. Einleitung
Stellenabbau, Umweltsünden, Schmiergeldzahlungen, horrende Managergehälter: Wenn in der Wirtschaft etwas schief läuft, gilt die Gier der Manager und damit die Profitsucht der Unternehmen als Quelle allen Übels. Auch aufgrund der aktuellen Finanzkrise wird der öffentliche Ruf lauter, Manager deutlich mehr als bisher in die gesellschaftliche Verantwortung zu nehmen [1].
In vielen Köpfen herrscht jedoch nach wie vor die Vorstellung, dass Ethik und Moral nicht in Einklang mit Ökonomie und Gewinnerzielung zu bringen sind. Um diese Thematik genauer zu untersuchen werden in der vorliegenden Hausarbeit vier Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. Zwei davon zählen zu der Gruppe der explizit ethisch handelnden Unternehmen und zwei zu Unternehmen die sich alles andere als ethisch oder moralisch geben. Bei jedem Unternehmen werden die Punkte Unternehmensphilosophie, Soziale Einstellung, Einstellung zum Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement genauer betrachtet. Ich habe dazu jeweils zwei Unternehmen aus der gleichen Branche gewählt, damit zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit gegeben ist. Die Frage, die es dabei zu beantworten gilt ist, haben Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil durch ihr ethisches Handeln oder ist evtl. sogar genau das Gegenteil der Fall?
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2. dm - Drogeriemarkt
2.1 Kurzporträt
dm ist ein deutsches Unternehmen mit der Unternehmensform GmbH & Co. KG. 1973 wurde in Karlsruhe vom Firmengründer Götz W. Werner die erste dm Filiale eröffnet. Mittlerweile hat dm auch Filialen in 9 weiteren europäischen Ländern. Die Firmenzentrale befindet sich nach wie vor in Karlsruhe. dm ist in Deutschland nach Schlecker die größte Drogeriemarktkette. Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatte das Unternehmen rund 30.700 Mitarbeiter und insgesamt 2.024 Filialen. Der Gesamtumsatz betrug 4,7 Milliarden Euro, davon 3,36 Mrd. Euro in den 1.012 Filialen in Deutschland. Jede Filiale macht durchschnittlich 193.700 Euro Umsatz im Monat [2].
2.2 Unternehmensphilosophie
Der Firmengründer Götz Werner ist bekennender Anthroposoph und setzte Anfang der 90-er Jahre eine anthroposophische Unternehmensphilosophie durch und hielt sich dabei streng an die Lehren des Schweizer Anthroposophen Rudolf Steiner. Das wirkte sich u.a. auf die Organisationsstruktur des Unternehmens aus, da die Filialen zunehmend mehr Selbstverantwortung und Eigenkontrolle erhielten. Heute bestimmen die Filialen vor Ort selbst ihr Produktsortiment, ihre Dienstpläne, zum Teil die Vorgesetzten und sogar die Gehälter. Die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter und die Bedürfnisse seiner Kunden stellte Werner ebenfalls konsequent in den Mittelpunkt. So gibt es bei dm z.B. keine Aktionsverkäufe, sondern nur noch „Dauerpreise“, die mindestens 4 Monate gültig sein müssen. Dadurch soll der Kunde nicht durch Sonderangebote vom Kauf der ursprünglich gewünschten Artikel abgebracht werden. Die Bio-Marke Alnatura kam bereits 1986 in die dm Filialen und ist bis heute ein Volltreffer. Dieses Erkennen von frühzeitigen gesellschaftlichen Veränderungen steht ebenfalls im Einklang mit den anthroposophischen Lehren Steiners [2,3].
Bei dm legt man außerdem sehr viel Wert auf Transparenz in allen Bereichen. Nur so ist ein eigenverantwortliches Handeln möglich, das nachhaltig zur
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Zukunft des Unternehmens beiträgt. Eine regelmäßig erscheinende Mitarbeiterzeitung soll eine größtmöglichste Offenheit der
unternehmensinternen Informationsflüsse gewährleisten. Es gibt auch eine weitere Zeitung speziell für Lehrlinge und junge Mitarbeiter [2].
Jeder der bei dm Leitungsaufgaben wahrnimmt, soll sich an ein betont unautoritäres Führungskonzept halten, das intern von Firmengründer Werner „Dialogische Führung“ genannt wurde. Dieses Konzept beruht auf den Grundwerten von Verständnis und Respekt. Dabei wird der partnerschaftliche Dialog der Anweisung vorgezogen [2].
Seit 2008 ist Werner nun nicht mehr Geschäftsführer von dm. Nachfolger wurde sein Stellvertreter Erich Harsch. Werner sitzt nun im Aufsichtsrat und wacht darüber, dass sich an den dm-Besonderheiten nicht allzu viel verändert [4].
2.3 Soziales
Das Ausbildungskonzept von dm wurde bereits mehrfach prämiert. Mit LidA, Lernen in der Arbeit, setzt dm seit Herbst 2001 ein Ausbildungskonzept um, dem „entdeckendes Lernen“ zugrunde liegt. Firmenintern werden die Auszubildenden als „Lernlinge“ bezeichnet, da sie sich ihre Fähigkeiten auf aktivem Wege aneignen und nicht passiv etwas „beigebracht“ bekommen. Eine weitere Besonderheit der Ausbildung bei dm ist das zweimal stattfindende dm-„Abenteuer-Kultur“. Dabei wird innerhalb von 8 Tagen zusammen mit Theaterpädagogen ein Theaterstück erarbeitet. Ziel ist es das Selbstbewusstsein der jungen Leute zu stärken, und dass diese lernen selbst Verantwortung zu übernehmen. Für die Unternehmensphilosophie von dm ist es nämlich entscheidend, dass die Mitarbeiter ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung haben bzw. erlernen. Zusätzlich bietet dm einmal im Jahr für interessierte Lehrlinge einen Umwelttag an. Dadurch möchte man die Sensibilität der jungen Leute für den Umweltschutz und andere Nachhaltigkeits-Themen stärken [2].
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Seit Herbst 2006 hat das Unternehmen außerdem eine Kooperation mit der privaten Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Dort wird ein Bachelor in Wirtschaftswissenschaften angeboten. Das besondere der Hochschule ist, dass künstlerische, soziale und kulturelle Inhalte miteinander verknüpft werden. So soll der Blick der Studenten für eine ganzheitliche und nachhaltige Sichtweise geöffnet werden [2].
Nicht nur auf die Auszubildenden wirkt sich die anthroposophische Unternehmensphilosophie von Firmengründer Werner aus. Auch die Mitarbeiter der dm-Verteilzentren und der rückwärtigen Dienste können an sog. Fähigkeitenwerkstätten teilnehmen und zwischen Kursen wie Bildhauerei, Malen, Musik, Bewegung oder Schauspiel wählen. Ziel dabei ist, Kreativität und Phantasie im gemeinschaftlichen Miteinander zu erleben und zu entwickeln [2].
Zudem gibt es eine regelmäßig erscheinende Broschüre, die den Mitarbeitern einen Überblick über ihre Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen verschafft. Diese Kurse finden während der bezahlten Arbeitszeit statt [2].
Die Gestaltung der Arbeitszeiten erfolgt bei dm individuell und flexibel, in Absprache mit den Kollegen [2].
2.4 Umwelt
Im Jahr 2008 erhielt dm die Auszeichnung Hans Globe 2008 für das neue Kombi-Logistikzentrum in Weilerswist, das ab September 2009 die beiden bisherigen Verteilzentren vereinen wird. Das neue Verteilzentrum nutzt erneuerbare Energien, reduziert das Abfallaufkommen und ist harmonisch in die Umgebung eingepasst. dm hat bei der Planung des Gebäudes die Lebenszykluskoten für die gesamte Nutzungsdauer ermittelt. Die Logistik Initiative Hamburg hat den Preis für umweltfreundliches und nachhaltiges Engagement in der Logistik daher an dm vergeben [2].
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Arbeit zitieren:
Julia Danoci, 2009, Analyse und Vergleich von ethisch handelnden Unternehmen gegenüber unethisch handelnden Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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