Virtuelle Teams
Wolfgang Krumm
Gliederung:
1. Einleitung
2. Definition des Begriffs "virtuell"
3. Virtuelle Teams
3.1. Definition des Begriffs "virtuelle Teams"
3.2. Gründe für virtuelle Teams
3.3. Techniken für virtuelle Teams
3.4. Führung des virtuellen Teams
3.5. Erfolgsfaktoren des virtuellen Teams
4. Fazit und Ausblick
1. Einleitung
In unserer Zeit treten mehr und mehr virtuelle Organisationen auf. Dies fängt bei virtuellen Unternehmen an, wo unabhängige Firmen miteinander kooperieren, geht über virtuelle Universitäten, welche die Lehre virtualisieren und im Internet zur Verfügung stellen, bis hin zu virtuellen Welten, die in Computerspielen oder Simulationen auftauchen.
Weitere virtuelle Erscheinungsformen werden sich in der Zukunft auch noch entwickeln, und so zur "Virtualisierung" unserer Gesellschaft beitragen. Hier ist beispielsweise an virtuelle Wahlen oder virtuelle Verwaltungen zu denken.
Neben diesen verschiedenen virtuellen Erscheinungsformen sind auch die virtuellen Teams schon häufig im Einsatz und werden in der Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen.
Doch was sind virtuelle Teams? Wo genau treten sie auf, wie werden sie geführt und was sind ihre Erfolgsfaktoren?
2. Definition des Begriffs "virtuell"
Die Begriffe "virtuell" und "Virtualität" sind in der heutigen modernen und zukunftsorientierten Welt zu Schlagworten geworden, die oft anzutreffen sind. Doch was bedeuten diese Worte wirklich und wie ist ihr Inhalt zu verstehen?
"Virtuell" stammt von dem lateinischen Wort virtus ab, was soviel wie Tüchtigkeit und Mannhaftigkeit bedeutet. In der heutigen fachsprachlichen Einordnung steht es für "nicht wirklich", "scheinbar" und "der Anlage nach als Möglichkeit vorhanden". ( Brockhaus, Band 23, S. 344) Dies ist also z. B. ein Gegenstand, den man mit dem eigenen Auge sehen kann, der aber nicht auf einem Bildschirm erscheint oder real fassbar ist.
"Virtualität" bedeutet im lateinischen die "innewohnende Kraft" und die "Möglichkeit". Das Gegenstück zur Virtualität ist die Realität. Jedoch gibt es viele Dinge, die sowohl virtuell als auch real existieren.
Damit die Bezeichnung "Virtualität" auch im richtigen Kontext verwendet wird, müssen die folgenden vier Merkmale gegeben sein. Es müssen konstituierende Charakteristika, fehlende physikalische Attribute, spezielle Zusatzspezifikationen und Nutzeffekte vorliegen.
Wenn man dies nun auf das Beispiel einer "virtuellen Operation" bei Medizinstudenten überträgt, bedeutet es, dass Verhaltensmerkmale, die bei der realen Operation auftreten genauso bei der virtuellen auftreten müssen.
Als physikalisches Attribut fehlt eine reale Person, die operiert wird. Als spezielle Zusatzspezifikation wird eine hochspezialisierte Computer-Ausstattung benötigt. Als Nutzeffekt tritt ein, dass keine lebende Person oder Leiche dafür benötigt wird.
Der Begriff "virtuell" wird in den Bereichen Physik, Informatik und Wirtschaft verwendet.
In der Informatik tritt er in Form von virtuellen Speichern und virtueller Realität auf. Die virtuelle Realität ist eine simulierte Wirklichkeit oder künstliche Welt, die von Computern erschaffen worden ist, und in den Personen mit Hilfe technischer Geräte (elektronische Brille, Datenhandschuhe) agieren können. Dies wird etwa bei Computerspielen und Simulationen eingesetzt. Der virtuelle Speicher bewirkt die Erweiterung des Arbeitsspeichers durch den Sekundärspeicher zu geringeren Kosten und höherer Speicherkapazität.
In der Physik gibt es virtuelle Leistungen, die zur Berechnung von Formeln verwendet werden, weiter treten virtuelle Bewegungszustände, Bilder und Elementarteilchen auf.
Im Bereich Wirtschaft gibt es die Bezeichnung "virtuelles Produkt", jedoch ist dieser Begriff mit Vorsicht zu genießen, da bei Dienstleistungen das Merkmal "physikalische Attribute" nicht vorhanden sein muss. Daneben gibt es im Bereich Wirtschaft die "virtuelle Wertschöpfungskette". Hier wird davon ausgegangen, dass Informationen als direkter Beitrag zur Wertsteigerung angesehen wird. (vgl. Brütsch, D.: Virtuelle Unternehmen, S. 37ff)
3. 1. Definition "virtueller Teams"
[...]
Arbeit zitieren:
Wolfgang Krumm, 2002, Virtuelle Teams, München, GRIN Verlag GmbH
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