Pflanzen im Unterricht
Referentinnen:
Isabelle Jähn
Tina Finkbeiner
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkungen S. 3
Das Interesse von Kinder an Pflanzen S. 4
Zur Lebendigkeit von Pflanzen in der kindlichen Vorstellung S. 5
Zur emotionalen Bedeutung von Pflanzen S. 7
Anthropomorphes Verständnis von Pflanzen S. 8
Sich Phänomenen nähern S. 10
Schlussplädoyer S. 13
Schulversuche mit Pflanzen S. 14
Literaturverzeichnis S. 22
Handout für die Präsentation S. 23
Vorbemerkungen:
Das Verhältnis von Kindern zu Pflanzen ist sehr schwierig. Kinder identifizieren sich eher mit einem Tier als mit einer Pflanze. Diese Bevorzugung kommt daher, dass Tiere eher das Interesse und die Liebe eines Kindes wecken, als eine Pflanze. Es scheint so, dass Kinder besonders leicht eine Beziehung zu Tieren aufbauen können und dass auf der anderen Seite auch Tiere zu Kindern besonders zutraulich sind. Diese Vorstellung der Kinder wird unterstützt durch die Medien. Denn in vielen Kindersendungen haben die Hauptdarsteller ein Haustier als den besten Freund. Wie zum Beispiel "Tim und Struppi". In der Lebenswelt der Kinder kann ein Tier einen festen Platz einnehmen, da das Kind mit ihm spielen und herumtollen kann. All diese Eigenschaften hat eine Pflanze eben nicht.
Das Interesse von Kinder an Pflanzen:
Eine Reihe von empirischen Studien kommen immer wieder auf das gleiche Ergebnis. Von allen Wissensgebieten, die in der Grundschule, speziell im HuS gelehrt werden, ist die Botanik am unbeliebtesten. Die Zoologie dagegen führt 4mit großem Abstand. Das Interesse an Pflanzen hat auch sehr viel damit zu tun, wie es von dem jeweiligen Lehrer vermittelt wird. Das entdeckende Lernen spricht die Schüler viel mehr an, als ein Lehrervortrag. Allerdings ist es bei Pflanzen auch wesentlich einfacher Erfolge beim Interesse der Kinder zu verbuchen, da das Interesse an Pflanzen zunächst so gering ist, dass es sich durch motivierenden Unterricht eben nur noch positiv beeinflussen lässt. Das Interesse kann auf keinen Fall noch geringer werden
Aber bereits in der Grundschule sind durchaus schon biologische Kenntnisse über Pflanzen vorhanden. Allerdings ergab eine Studie in der zweiten Klasse, dass für 70% der Schüler Pflanzen nur Blumen sind. Auch besteht bei ihnen die Vorstellung dass Pflanzen herstellbar seien:
Zitat: Da macht man in die Erde ein Loch, tut den Samen rein, macht das Loch wieder zu, gießt jeden Tag Wasser drauf und dann entwickelt sich eine Blume. (4. Klasse)
Zur Lebendigkeit von Pflanzen in der kindlichen Vorstellung:
Eine weitere Ursache für das Desinteresse ist, dass Pflanzen als tote Lebewesen gelten. Ob Kinder Pflanzen als lebendig oder nicht einstufen hängt von der kognitiven Entwicklung des Kindes ab. Je nachdem in welchem Stadium das Kind sich gerade befindet, wird es einem Gegenstand die Lebendigkeit zusprechen oder absprechen.
Piaget hat in seinen Animismusstudien 1926 bereits untersucht, welche Dinge von Kindern als lebendig eingestuft werden. Er stellte fest, dass es vier Stadien der Lebendigkeit gibt:
1. Das Leben ist mit Aktivität im Allgemeinen verbunden. (bis zu 6/7 Jahre)
Alles was für die Kinder irgendeine Aktivität aufweißt ist lebendig. Allerdings bezieht sich die Lebendigkeit immer auf den Nutzen zum Menschen. Es ist also eine nützliche Aktivität, die ein Objekt lebendig macht oder nicht. Die Gegenstände haben gleichermaßen eine innere Kraft, die eine dem Menschen nützliche Funktion anstrebt. Sobald der Gegenstand einen nützliche Zweck für den Menschen hat, ist er lebendig.
[...]
Arbeit zitieren:
Tina Finkbeiner, Isabelle Jähn, 2002, Pflanzen im Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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