Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. 3
I. Einführung. 4
II. Begriffliche Abgrenzungen. 5
1. Betriebszeit 5
2. Arbeitszeit. 6
III. Starre vs. Flexible Arbeitszeit 7
1. Starre Arbeitszeit. 7
a) Charakteristik der starren Arbeitszeit 7
1) Uniformität der Arbeitszeitbedingungen. 7
2) Gleichzeitigkeit. 7
3) Pünktlichkeit. 7
4) Fremdbestimmung 8
5) Tabuisierung 8
b) Bedeutung der starren Arbeitszeit heute. 8
2. Flexible Arbeitszeiten. 9
a) Charakteristik 9
1) Gestaltungsmöglichkeiten bezgl. der chronometrischen Faktoren 10
2) Gestaltungsmöglichkeiten bezgl. der chronologischen Faktoren 10
b) Ausblick. 10
IV. Rechtliche Rahmenbedingungen für die Gestaltung der Arbeitszeit. 11
1. Gesetze. 11
2. Tarifvertrag 11
3. Betriebsvereinbarungen 12
4. Individualvertragliche Ebene. 12
V. Betriebliche Rahmenbedingungen bei der flexiblen Arbeitszeitgestaltung 13
1. Erwartungen an eine flexible Arbeitszeitgestaltung aus Sicht der Arbeitnehmer 13
a) Mehr Zeitsouveränität. 13
b) Monetäre Aspekte und die Sicherung des Arbeitsplatzes. 14
c) Mitspracherecht und größerer Handlungsspielraum. 15
2. Erwartungen an eine flexible Arbeitszeitgestaltung aus Sicht der Arbeitgeber 16
a) Kostenersparnis und Erhöhung der Produktivität 16
b) Stärkere Kundenorientierung und Anpassung an schwankende
Auftragslagen 17
c) Geringere Fluktuation und Bindung qualifizierter Beschäftigter an das
Unternehmen 17
VI. Fazit. 18
VII. Literaturverzeichnis 20
2
I. Einführung
Zeit.
Dies ist ein Begriff, der in jedem Leben eines Menschen eine zentrale Rolle spielt, wenn nicht sogar die Zentralste.
Zeit ist ein knappes Gut. Wie viel Zeit ein Leben hat und wofür sie verwendet werden kann ist die Frage, die sich fast jeder Mensch jeden Tag stellen muss. Zeit ist kostbar, vor allem wenn sie vergeudet und nicht sinnvoll genutzt werden kann. Eine nicht sinnvolle Verwendung hat jeder schon einmal erlebt: das Warten beim Arzt, in der Schlange im Supermarkt oder auf den Bus. In diesen Momenten wird klar, dass die Zeit auch besser hätte genutzt werden können, und wahrscheinlich haben sich auch schon viele gefragt, wie man diese Leerzeiten zukünftig vermeiden kann, um die wertvolle Zeit besser zu nutzen. Genau diese Frage taucht in fast allen Bereichen des Lebens auf, so auch in Unternehmen. Denn auch dort gibt es Leerzeiten. So gibt es z.B. Zeiten, in denen zwar Mitarbeiter im Betrieb anwesend sind, jedoch nicht alle, eventuell aufgrund eines Engpasses oder einer Auftragsschwäche, genügend zu tun haben, so dass sie praktisch ihre Zeit bis Feierabend nur absitzen. Dieses Beispiel einer starren Arbeitszeitregelung wirft zwangsweise die Frage auf, ob man diesen Zustand nicht ändern kann. Den Arbeitnehmern ist daran gelegen ihre Arbeitszeit sinnvoller zu gestalten, und auch für die Arbeitgeber, und die Wettbewerbsstärke ihres Unternehmens, ist es ratsam, die Effizienz der für sie teuren Arbeitszeiten zu erhöhen. Im Laufe dieser Arbeit wird theoretisch-technisch aufgezeigt, dass genau diese und andere Gründe für die Einführung von flexiblen Arbeitszeiten sprechen. Um einen Einstieg in die Materie der Arbeitszeit zu bekommen, werden als erstes begriffliche Abgrenzungen vorgenommen, wobei unter anderem auch die genauen Unterschiede der starren zur flexiblen Arbeitszeit herausgearbeitet werden. Weiterhin wird gezeigt, welche rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Gestaltung der Arbeitszeiten zu beachten sind. Ebenso werden die betrieblichen Rahmenbedingungen durch eine Gegenüberstellung der Erwartungen und zu erwartenden Konsequenzen bei einer Einführung der flexiblen Arbeitszeiten, sowohl für Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber, gegenübergestellt. Ziel dieser Arbeit ist es, im anschließenden Fazit aufzuzeigen, dass eine wohlüberlegte und gut geplante Einführung von flexAZ für alle Beteiligten von Vorteil sein kann.
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Es sei darauf hingewiesen, dass aus Platzgründen bewusst darauf verzichtet wurde, bestimmte Bereiche der flexAZ anzusprechen oder ausführlicher zu behandeln. Nicht speziell behandelt wurden z.B.: die Bedeutung der flexAZ für die weibliche Bevölkerung, die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen, die Probleme der kostenrechnerischen Erfassung von z.B. angesparter Freizeit oder ähnlichem, sowie die physiologischen und psychologischen Faktoren.
II. Begriffliche Abgrenzungen
1. Betriebszeit
Der Begriff Betriebszeit, oder auch Betriebsnutzungszeit, umschreibt die Zeit, in der Umsatz und Ertrag des Unternehmens durch Nutzung der Betriebsmittel erwirtschaftet werden. 1 Der Arbeitgeber allein bestimmt die Betriebszeit. Dabei ist er, abgesehen von den Sonn- und Feiertagsvorschriften des Arbeitszeitgesetzes und der Länder, keinen gesetzlichen Bestimmungen unterworfen 2 . Durch stetig sinkende Arbeitszeiten entsteht das Problem, die Betriebszeit aufrecht zu erhalten oder sogar auszuweiten, um eine maximale Auslastung der immer kapitalintensiveren Maschinen und anderen Betriebsmittel zu erreichen, und um den Kundenwünschen schneller nachzukommen, und so den Erfolg des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Im optimalen Fall sollte der Betriebszeitbedarf der einzelnen Betriebsplätze und Abteilungen ermittelt werden, z.B. mittels einer Gegenwarts- und Zukunftsanalyse der Auftragsbestände, so dass ein gezieltes Abstimmen und eventuelles Ausweiten der Betriebszeiten optimal abgestimmt ist, und so Engpässe vermieden werden. Im Europäischen Vergleich ist eindeutig erkennbar, dass Deutschland ein Land mit unterdurchschnittlichen Betriebszeiten ist, welches zum Teil auf die kurzen Arbeitszeiten zurückzuführen ist 3 . Folglich sollte die Arbeitszeit von der Betriebszeit entkuppelt werden, so kann z.B. die Maschinenlaufzeit verlängert werden, wodurch eine Degression der Kapitalfixkosten erreicht werden kann. Hier offeriert sich ein großes
1 Hölting, Uta (Flexible Arbeitszeitgestaltung, 1999), S.5
2 Dörsam, Pia (Flexible Arbeitszeitgestaltung, 1997), S.50
3 Dörsam, Pia (Flexible Arbeitszeitgestaltung, 1997), S.18 -19
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Arbeit zitieren:
Mona Deußen, 2000, Kritische Diskussion der Rahmenbedingungen flexibler Arbeitszeiten, München, GRIN Verlag GmbH
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