Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis. IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1 Einführung in die Thematik 1
1.1 Banken als Vorbild 1
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung 2
2 Theoretische Grundlagen von Verbriefungen 2
2.1 Erläuterung von Grundbegriffen als Basis 2
2.2 Primäre vs. sekundäre Securitization 5
3 Klassifizierung und Charakteristika von Versicherungsverbriefungen. 6
3.1 Überblick über die einzelnen Verbriefungsinstrumente. 6
3.2 Typische Funktionsweisen von Versicherungsverbriefungen
am Beispiel von Cat-Bonds. 8
3.3 Beurteilung der verschiedenen Triggermechanismen 13
3.4 Versicherungsverbriefung mittels Versicherungsderivate. 16
3.5 Bewertung der Verbriefung von Versicherungsrisiken
aus Sicht der Beteiligten. 17
4 Zusammenfassung und Ausblick. 18
Literaturverzeichnis. 21
II
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Einordnung des Risikobegriffs
Abb. 2: Primäre Securitization
Abb. 3: Sekundäre Securitization
Abb. 4: Überblick zu den Instrumenten der alternativen Risikofinanzierung
Abb. 5: Grundstruktur des indirekten Verbriefungsvorgangs
Abb. 6: Transparenz und Basisrisiko der verschiedenen Trigger.
III
Tabellenverzeichnis Seite
Tab. 1: Gestaltungsalternativen bei versicherungstechnischen Zinstiteln....... 4 Tab. 2: Gestaltungsalternativen bei Versicherungsderivaten.......................... 4 Tab. 3: Beispiel für eine gestaffelte Verlustbeteiligung.................................... 10 Tab. 4: Beispiel für eine gestaffelte Verzinsung............................................... 10
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abb.: Abbildung ABS: Asset-Backed-Securities ARF: Alternative Risikofinanzierung ART: Alternativer Risikotransfer Bd.: Band BCOE: Bermuda Commodities Exchange bspw.: beispielsweise bzw.: beziehungsweise
Cat-Bond: Catastrophe Bond/Katastrophenanleihe CBOT: Chicago Board of Trade CDO: Collateralised Debt Obligation d. h.: das heißt et al.: et alii ggf.: gegebenenfalls Hrsg.: Herausgeber ILS: Insurance-Linked-Securities ISO: Insurance Services Office i. w. S.: im weiteren Sinn Jg.: Jahrgang LIBOR: London Interbank Offered Rate MBS: Mortgage-Backed-Securities Mio.: Millionen PCS: Property Claims Services S.: Seite SPV: Special Purpose Vehicle Tab.: Tabelle Vgl.: vergleiche vs.: versus VU: Versicherungsunternehmen z. B.: zum Beispiel zzgl.: zuzüglich
V
1 Einführung in die Thematik
1.1 Banken als Vorbild
Für die Verbriefung von Bankrisiken hat sich in den vergangenen Jahren bereits ein bedeutender Markt entwickelt. Mit dem Bankensektor als Vorbild entdecken zunehmend auch immer mehr Versicherungsunternehmen das Potenzial des Kapitalmarktes als Form des Risiko- und Kapitalmanagements. 1
Der Markt für Verbriefungen wächst in Deutschland seit Jahren kontinuierlich. 2 Insbesondere im Zeitraum von 2004 bis 2007 wurden die Vorjahreswerte sowohl bei der Anzahl der Transaktionen als auch beim umgesetzten Volumen regelmäßig übertroffen. 3 Der Grund für diesen ansteigenden Trend ist die zunehmende Nutzung von Forderungsverbriefungen (in Form von Asset-Backed-Securities, kurz ABS) durch Banken infolge von steigendem Wettbewerb auf der einen Seite und Gesetzesänderungen (Basel I und Basel II) auf der anderen Seite. 4 Allerdings hat die weltweite Finanzkrise zuletzt dazu geführt, dass das Vertrauen in die Kreditverbriefungen stark gesunken ist, sodass ein Großteil des Verbriefungsmarktes regelrecht eingebrochen ist. 5 Dies überrascht nicht, schließlich sind Anlagen in verbrieften Immobilienkrediten der Ausgangspunkt der aktuellen Krise. 6
Im Vergleich zu den Bankrisiken werden Versicherungsrisiken in Deutschland bisher eher selten verbrieft. Ihr Anteil am Gesamtvolumen ist bislang relativ gering. 7 Allerdings gewinnen sie seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung. So hat sich im Zeitraum von 2000 bis 2007 der Bestand an ausstehenden Insurance-Linked-Securities (eine Form der Verbriefung von
Versicherungsrisiken, kurz ILS) mehr als verfünffacht. 8 Insbesondere seit 2005
1 Vgl. Klüwer/Krecek (2008), S. 1432; Mahler (2006), S. 1833.
2 Vgl. Weimar (2007), S. 896.
3 Vgl. Larabi (2008), S. 919.
4 Vgl. Stahlmann/Teller (2007), S. 915; Hanft/Struve (1999), S. 1422.
5 Vgl. Bardola (2008), S. 450; Dittrich/Rinne (2008), S. 163; Anner/Cerveny (2008), S. 901.
6 Vgl. Kotz/Menkhoff/Kempa et al. (2008), S. 296; Bechthold (2008), S. 384; Cerveny/Frese
(2008), S. 154.
7 Vgl. Klüwer/Krecek (2008), S. 1432.
8 Vgl. Nelles/Klusemann (2008), S. 574.
1
erfährt der ILS-Markt einen regelrechten Boom. 9 Anscheinend ist dieser Markt zurzeit sehr interessant, aber was steckt hinter den hohen Wachstumsraten? Wie verhält sich dieser Markt seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007? Wie sehen die Zukunftserwartungen aus?
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die Verbriefung von Versicherungsrisiken mit ihren Ausprägungsformen und wesentlichen Eigenschaften zu geben. Neben der Erläuterung der konkreten Funktionsweisen wird die Motivation für die Nutzung von
Versicherungsverbriefungen aus Sicht der Beteiligten dargestellt.
Zum genaueren Verständnis des Themas „Verbriefung von
Versicherungsrisiken“ werden im zweiten Kapitel zunächst einmal einige Grundlagen und Begriffe in Bezug auf Verbriefungen näher gebracht. Im dritten Kapitel werden die einzelnen Verbriefungsinstrumente zu weiteren Formen der alternativen Risikofinanzierung abgegrenzt. Des Weiteren geht der Autor ausführlich auf die Charakteristika und typischen Transaktionsabläufe von Versicherungsverbriefungen am Beispiel von Katastrophenanleihen (englisch: Cat-Bonds) ein. Darüber hinaus werden die jeweiligen Nutzen der Versicherungsverbriefung sowohl für die Versicherungsunternehmen als auch für die Investoren dargestellt. Zum Abschluss erfolgen eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse sowie ein Ausblick.
2 Theoretische Grundlagen von Verbriefungen
2.1 Erläuterung von Grundbegriffen als Basis
In der Literatur wird der Risikobegriff nicht einheitlich erfasst, sodass zunächst eine genaue Begriffsbestimmung sinnvoll ist. „Charakteristisch für eine Risikosituation ist, dass dem Entscheidungsträger objektive oder subjektive
9 Vgl. Mahler (2006), S. 1833.
2
Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten der möglichen Umweltzustände bekannt sind.“ 10 Die unten stehende Abbildung hilft bei der begrifflichen Einordnung:
Abb. 1: Einordnung des Risikobegriffs
Quelle: In Anlehnung an Roth (2002), S. 9.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Verbriefung von Versicherungsrisiken stellt ihre Versicherbarkeit dar. 11 Grundsätzlich sind alle Risiken versicherbar, die nach Meinung des Versicherers schätzbar, eindeutig und zufällig sind. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie unabhängig voneinander eintreten und ihre Schadengrößen bestimmbar sind. 12
In den versicherungsspezifischen Publikationen wird der Begriff der Versicherungsverbriefung nicht eindeutig verwendet. In dieser Arbeit bevorzugt der Autor eine Interpretation, die alle Finanztitel mit einem expliziten Bezug zum versicherungstechnischen Risiko- und Schadenverlauf umfasst. Damit lassen sich, neben den ILS und den Versicherungsderivaten, auch die Instrumente des Contingent Capital unter dem Begriff der Versicherungsverbriefung subsumieren. 13
Unter einer Verbriefung (englisch: Securitization) ist allgemein eine Finanztransaktion zu verstehen, bei der Vermögenswerte (englisch: Assets) zu einem Vermögenspool gebündelt und in handelbare Wertpapiere transformiert werden. 14 Diese Wertpapiere werden entweder in Form von Anleihen oder Derivaten ausgegeben. Beim Kauf einer Anleihe (englisch: Bond) erwirbt der Investor (Gläubiger) gegenüber dem Verkäufer (Schuldner) in der Regel den Anspruch auf periodische Zinszahlungen sowie bei Fälligkeit auf Rückzahlung
10 Schulenburg (2005), S. 206.
11 Vgl. Kuck (2000), S. 23.
12 Vgl. Berge (2005), S. 22; Dresig (2000), S. 128; Graff (2001), S. 110-111.
13 Vgl. Albrecht/Schradin (1998), S. 574-575; Anders (2005), S. 30.
14 Vgl. Birmili (2007), S. 3; Ricken (2008), S. 15; Büttner (1999), S. 24; Graff (2001), S. 171.
3
Arbeit zitieren:
Marko Kaiser, 2008, Verbriefung von Versicherungsrisiken, München, GRIN Verlag GmbH
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