Inhaltsverzeichnis
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Perversion. 4
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Literaturverzeichnis 12
Überblick
Bevor ich mit dem eigentlichen Referat beginne, möchte ich eine kurze
Gliederung und Verlaufsbeschreibung voranstellen.
Beginnen möchte ich mit einer Einordnung von Fetischismus in die allgemeine
Obergruppe polymorph-perverser Entwicklungen. In diesem Zusammenhang
erscheint es mir wichtig, einige Vorstellungen von Perversität kurz zu erörtern,
um den Begriff pervers näher einzugrenzen und für den Leser konkreter zu fassen.
Als Basis dafür will ich eine allgemeine dreiteilige Definition von Balint
heranziehen und diese im Folgenden durch Gedanken und Ideen anderer Autoren
erg änzen.
Im Anschluss daran werde ich zur Herstellung eines aktuellen und
gesellschaftlichen Bezugs einige Beispiele geben, wie in unserem Kulturraum mit
Perversionen umgegangen wird und dass es auch spielerischere und mehr
integrierende Umgangsformen in anderen Kulturen gibt.
Im Weiteren fokussiere ich dann das Unterthema Fetischismus, das ich dann nach
folgenden Schwerpunkten zu behandeln gedenke:
- Allgemeine Definition des Begriffs und nähere Informationen zum
Wortstamm und zur Entstehung.
-
Erl äuterungen seiner Ideen und theoretischer Ansätze.
- Weitere Beispiele zur Veranschaulichung.
- Aktuelle Theorien und Erklärungsansätze zum Phänomen des
Fetischismus.
Abschlie ßen möchte ich die Arbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einem
kleinen Exkurs zu Frau und Fetischismus.
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Perversion
Was ist Perversion? So simpel diese Frage klingt, so vielschichtig muss sie beantwortet werden. Perversion bedeutet im ursprünglichen Sinn (vom lateinischen pervertere: verkehren, verdrehen) eine starke Abweichung von der allgemeinen psychischen Einstellung und von den jeweils als normal angesehenen gesellschaftlichen Riten. Oft hängt die Definition, ob etwas als pervers gilt oder nicht, davon ab, welche Wertemaßstäbe und welchen Betrachtungshorizont der jeweilige Betrachter anlegt. Trotz der eben erwähnten Schwierigkeiten, lassen sich einige allgemeingültige Kriterien finden, die Perversion spezifizieren. Wenn wir uns vom ursprünglichen allgemeinen Begriff von Perversion hin zum heute gebräuchlichen konkreten Bezug des Wortes auf sexuelle Beziehungen wenden, kristallisieren sich laut Balint (vgl. Balint, 1997, S.170-171) drei wesentliche Definitionen heraus:
1.) Der erste Typ wählt ein biologisches Merkmal als Unterscheidungskriterium für Perversion. Sexuelle Praktiken werden auf ihre Fortpflanzungsrelevanz überprüft. Bei strenger Auslegung dieser Definition fielen Masturbation und diverse Verhütungsmaßnahmen in die Gruppe der perversen V 2.)
(1905). Bei ihm bilden infantile Triebströmungen in frühester Kindheit die Grundlage für spätere perverse Verhaltensweisen im Erwachsenenalter. Leider schließt dieser Typus perverse Verhaltensweisen nicht ein, die erst im höheren Alter erworben werden, bzw. die nicht auf infantile Lustbefriedigungen zurückgehen. 3.) Der dritte Typ beschäftigt sich mit Objektbeziehungstheorien. Unterscheidungsmerkmale zwischen Genitalität und Perversion stellen die jeweiligen Gefühle gegenüber dem Partner da. Eine völlige Indifferenz gegenüber den Gefühlen und Interessen des Partners (eigene Gefühlskälte) und eine reine Benutzung des Partners als Sexualobjekt erfüllen hierbei den Sachverhalt einer Perversion.
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Arbeit zitieren:
M.A. Nikolaus Mikulaschek, 2005, Fetischismus - ein kurzer Einblick, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
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