Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 Naturr aumliche Beschreibung der Alpen 6
3 Indikatoren sich andernder Umweltbedingungen 10
3.1 Temperatur 10
3.2 Niederschlag 11
3.3 Hydrologie 13
3.4 Gletscher 13
3.5 Boden und Vegetation 14
3.6 Permafrost 16
4 Reaktionen 19
5 Fazit 21
6 Literaturverzeichnis 22
2
Abbildungsverzeichnis
1.1 Die Abgrenzung des Alpenraums nach der Alpenkonvention . . . . . . . . . . . . 5
2.1 Mittlere jährliche Niederschlagsmenge im Alpenraum . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.2 N-S-Profil durch die Alpen mit Angabe der vorherrschenden Bodenarten und Vege-tationsformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.3 Vegetationszonierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3.1 Temperaturverlauf der letzten 1000a auf der Nordhalbkugel . . . . . . . . . . . . . 11
3.2 Niederschlagsentwicklung im Alpenraum zwischen 1901-1990 . . . . . . . . . . . 12 3.3 Szenarien des Niederschlags und Abflusses in den Alpen . . . . . . . . . . . . . . 12 3.4 Hochwasser-Katastrophen in der Schweiz in den letzten 200 Jahren . . . . . . . . 13 3.5 Gletscherrückgang Bernina Pass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 3.6 Reaktion von Pflanzen auf eine Erwärmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 3.7 Szenario einer zukünftigen Vegetationsentwicklung in der Schweiz . . . . . . . . . 17 3.8 Modellberechnungen zur zukünftigen Entwicklung des Permafrostes . . . . . . . . 18 5.1 Wahrnehmung der Alpen 1756 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
3
1 Einleitung
Zu Beginn dieser Ausarbeitung soll die Frage nach den Grenzen der Alpen gestellt werden. Grundlage aller Abgrenzungen ist die Funktion der Alpen in der Beziehung Mensch-Umwelt. Je nach Perspektive der Akteure entstehen dadurch Raummuster und Verflechtungen, welche die naturräumlichen Grenzen der Alpen (z.B. nach TROLL, abrufbar unter: www.mountaincartography.org) nur rudimentär nachzeichnen. In Abhängigkeit der jeweiligen Akteure und der inhaltlichen Fokussierung ergeben sich daraus verschiedene Möglichkeiten der Deklarierung des Begriffs „Alpen“. Diese sind (nach BÄTZING, 2003, 21f.):
• naturwissenschaftliche Perspektive
• touristische Perspektive
• Perspektive der Bergbauernpolitik
• Perspektive der staatlichen Berggebietsgesetze
• Perspektive der europäischen Alpenpolitik
Im Rahmen des Referats wurde der Fokus auf die Perspektive der staatlichen Berggebietsgesetze gelegt, da mit dieser eine integrierte Entwicklung des Alpenraums und somit ein ausgewogenes Mensch-Umwelt-Verhältnis angestrebt wird. Dieses Ziel wurde im Rahmen der Alpenkonvention von den Anrainerstaaten formuliert - den sich daraus ergebenen Alpenraum zeigt Abb. 1.1, S. 5.
Die thematische Relevanz des Referats erwächst aus der zunehmenden Wichtigkeit des Risikomanagements und der naturverträglichen Planung im Hinblick auf die ungewisse Reaktion der Alpen auf eine globale Klimaänderung. Um der hohen natürlichen Sensibilität des Raumes Rechnung zu tragen, ist eine naturwissenschaftliche Betrachtung der Mensch-Umwelt-Beziehung zwingend erforderlich, um nötige und sinnvolle Maßnahmen der Prävention und Sicherung initiieren zu können.
4
1 Einleitung
Abbildung 1.1: Die Abgrenzung des Alpenraums nach der Alpenkonvention (Beilagenkarte Geographische Rund-
schau 3/2008, verändert)
5
2 Naturr¨ aumliche Beschreibung der Alpen
Das Kollisionsorogen Alpen, als ein während der Kreide und des Tertiärs entstandenes Falten- und Deckgebirge, stellt einen Teil des euroasiatischen Faltengebirgsgürtels dar und erstreckt sich von ca. 5-16° östliche Länge sowie 43-48° nördliche Breite. Die höchste Erhebung bildet der Mont Blanc in den Westalpen mit 4807 m NN. Von Westen nach Osten nehmen die absoluten Höhen der Alpen ab, wie die Gipfelhöhen belegen: Piz Bernina 4052 m NN (Grenzen Schweiz-Italien), Hochalmspitze 3355 m NN (Hohe Tauern Region), Schneeberg 2075 m NN (Österreich).
Erdgeschichtliche Entwicklung
Die Geologie der Alpen gleicht einem Mosaik verschiedener Strukturen, Zonen und Gesteinen. Erdgeschichtlich lassen sich fünf Stadien der Entwicklung abgrenzen, die das heutige Erscheinungsbild des Raums begründen (nach BÄTZING, 2003, S. 30ff.):
1. kaledonisch-variszische Orogenese (450 - 280 Ma): Entstehung des Mont Blanc und Aare-Gotthard Massivs; die höchsten Alpengipfel sind aus Gesteine dieser Phase aufgebaut; 2. Sedimentation (200 - 100 Ma): Bildung mächtiger Ablagerungen der Tethys in ausgedehnte Sedimentationsbecken, die entsprechend der Fundlokalität in Helvetikum, Penninikum, Ostalpin und Südalpin unterschieden werden.
3. alpidische Faltung (100 - 20 Ma): Das Nordwärtsdriften der afrikanischen Platte führt zur Schließung der Tethys und zum „Stau“ an den variszischen Gebirgen (französisches Zentralmassiv, Vogesen-Schwarzwaldmassiv) und der böhmischen Platte, was ein Grund für die typische West-Ost-Kettenform sowie den bogenförmigen Verlauf der Alpen ist. Die horizontale Auf- und Überschiebung der afrikanischen und kleinerer Platten führten zur Bildung eines Orogens mit Mittelgebirgscharakter, welches sich erst im letzten Schritt zu dem heutigen Hochgebirge der Alpen entwickeln sollte.
4. alpidische Hebung (20 - heute): Der anhaltende Druck durch die nordwärtsdriftende afrikanische Platte führt zur Heraushebung des Hochgebirges Alpen, die gleichzeitig einsetzende Abtragung zur Bildung des Tauernfensters.
5. Die Drehung der kleinen adriatischen Platte kehrte die Überschiebungsrichtung um - die Südalpen erhielten dadurch eine südlich gerichtete Faltung und wurden vom übrigen Gebirge getrennt. Den Übergang bildet die Alpin-dinarische-Grenzstörung.
6
Arbeit zitieren:
B.Sc. Daniel Knitter, 2008, Die Alpen vor dem Hintergrund des "Global Climate Change", München, GRIN Verlag GmbH
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