Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 01
2. Geschichte 02
3. Definition und Arten von sexueller Störungen 02/03
4. Arten von Paraphilien 04
4.1. nicht bzw. wenig problematische Paraphilien 04
4.2 problematische, gefahrvolle Paraphilien 04/05
5. geschichtliche Aspekte zum Thema Pädophilie 05/06
6. Was ist Pädophilie 06/08
7. Therapie 08/09
8. Fazit 09
9. Literaturangaben 10
1. Einleitung
Das Thema in dieser Ausarbeitung sind „sexuelle Störungen mit dem Schwerpunkt Pädophilie“.
Pädophilie ist in der heutigen Zeit ein Phänomen, das in der Gesellschaft öffentlich diskutiert und von den Medien überspitzt dargestellt wird. Die wissenschaftliche Erforschung dieses Phänomens steht jedoch erst in ihren Anfängen. Verschiedene Wissenschaftler aus den Bereichen der Psychologie und Soziologie diskutieren, ob Pädophilie als Krankheitsbild erkannt und therapiert werden kann, wie der gesellschaftliche Zugang mit Pädophilen Menschen gestaltet werden soll und wie zwischen Krankheit und Kriminalität differenziert werden sollte.
Einige Studien und Aufsätze von Forschern sowie Modellprojekte geben einen guten und genauen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. Anhand dieser Ergebnisse, Erkenntnisse und Projekterfahrungen werde ich versuchen einen möglichst umfassenden Überblick im Bereich des Umgangs mit diesem Krankheitsbild beziehungsweise mit dem Phänomen unserer Gesellschaft darzustellen.
Ich gehe in dieser Arbeit nur auf die Täterperspektive ein und nicht auf die Opferperspektive.
Nicht außer Acht lassen möchte ich den Umgang mit der Kindervorliebe im historischen Kontext und das sich daraus entwickelte Verständnis des heutigen Menschen in dieser Zeit.
Der Einfachheit halber werde ich mich in dem folgenden Text auf die Nutzung der männlichen Ausdrucksform beschränken. Das heißt nicht, dass es keine Frauen gibt die dieses Thema betrifft. Im Gegenteil, laut Forschungsergebnis steigt die Zahl der paraphilen Frauen an (vgl. Fiedler 2004: 295).
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2. Geschichte:
Im Jahr 1843 erstellte der Arzt Heinrich Kaan eine erste Liste „sexueller Aberrationen“. Dazu gehörte die Knabenliebe, die Homosexualität, die Masturbation und der sexuelle Kontakt mit Tieren und Gegenständen (vgl. Fiedler, 2004: 32ff). In der damaligen Zeit galt Selbstbefriedigung als die Quelle für Krankheiten, zum Beispiel für Verblödung, Tod, Schwindelgefühl, Impotenz, Sehschwäche, Verdauungsstörungen und Gedächtnisschwund (vgl. Fiedler, 2004: 31). Verhindert werden sollte dies durch Kinder fesseln, Fausthandschuhe anziehen, Keuschheitsgürtel tragen oder durch chirurgische Eingriffe wie zum Beispiel durch das Ansetzen eines Metallringes oder eine Nervenverätzung. Sonst gäbe es weitere Folgen wie zum Beispiel Intelligenzversagen, Halluzinationen, mörderische und selbstmörderische Neigung (ebenda).
3. Definition und Arten sexueller Störungen
Sexuelle Störungen sind alle Störungen im Bereich des sexuellen Verhaltens. Es gibt drei Bereiche. Zum einen die Sexuelle Funktionsstörung. Zum anderen die Störungen der Geschlechtsidentität und nicht zuletzt die Störung der Sexualpräferenz auch Paraphilien genannt.
Sexuelle Funktionsstörungen sind zum Beispiel Erektionsstörungen, Orgasmusstörungen und Vaginismus (Muskelverkrampfung). Diese Störungen können durch Psychische Einflüsse wie Angst vor Versagen, Hemmungen, Schuldgefühle, Konflikte, mangelnde Kommunikation, Tabletteneinnahme und übermäßiger Alkoholkonsum entstehen.
Behandelt werden können diese durch Verhaltenstherapie, kognitive Therapie, Desensibilisierung, Gesprächspsychotherapie oder durch die Verbesserung der Kommunikation in zwischenmenschlichen Beziehungen (vgl. Möller, Laux, Deister 2005: 279ff).
Die Störung der Geschlechtsidentität ist die Unzufriedenheit mit dem eigenen Geschlecht. Das heißt, dass der Wunsch als Angehöriger des anderen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden vorhanden ist und man sie mittels einer Geschlechtsumwandlung durch hormonelle und chirurgische Behandlung erreicht.
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Arbeit zitieren:
Manuela Kolata, 2007, Sexuelle Störungen mit dem Schwerpunkt Pädophilie, München, GRIN Verlag GmbH
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