Universität Augsburg
Lehrstuhle für Sozial- und Wirtschaftsgeographie Proseminar. „Einführung in die Sozialgeographie“ WS 2002/2003 - 12.12.2002
Bevölkerungsgeographische Problemstellungen:
Problematik der Tragfähigkeit, Aspekte der Ökologie und
Gliederung:
1. Einleitung
2. Die Theorie von Malthus
3. Überbevölkerung - Problemübersicht
4. Waldnutzung
5. Urbanisierung
6. Schlussfolgerungen
Quellenverzeichnis
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1. Einleitung
Wie schon unlängst bekannt, steht die Dritte Welt einem der größten Probleme überhaupt gegenüber - der Überbevölkerung. In den nächsten Abschnitten soll dies anhand der Theorie von Malthus veranschaulicht werden. Danach soll die Problematik der wachsenden Bevölkerungszahl anhand der Nutzung des tropischen Regenwaldes und der zunehmenden Urbanisierung veranschaulicht werden.
2. Die Theorie von Malthus
Im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen Bevölkerung und Wirtschaft wurden mehrere Modelltypen entwickelt, die erklären wollen, wie es in bestimmten Regionen zu Unterentwicklung kommt.
Die nicht-ökonomischen Theorien gehen davon aus, dass die Ursachen von wirtschaftlicher Entwicklung das Klima, das Fehlen bestimmter menschlicher, psychologischer Voraussetzungen und das Fehlen zentraler Elemente des Modernisierungsprozesses sind. Die ökonomische Theorieansätze gehen davon aus, dass die Ursache von Unterentwicklung überwiegend in endogenen Faktoren oder exogenen Elementen gesehen werden muss. Die global- universalen systemanalytischen Ansätze bestehen aus Weltmodellen, die versuchen, ganzheitliche Lösungsansätze zu erstellen.
Das klassische Gesetz von Malthus vertritt eine eher pessimistische Sichtweise. Die Nahrungsmittelproduktion und das Bevölkerungswachstum verlaufen nicht proportional: die Nahrungsmittelproduktion wächst linear in einer arithmetischen Reihe, die Bevölkerung dagegen exponentiell in einer geometrischen Reihe. Dies erschwert die Erreichung eines Gleichgewichts der beiden Faktoren, Folgen sind Seuchen, Hunger, usw. Das malthusianische Gesetz kann in zwei Sätzen Wiedergegeben werden:
1. „ während die Bevölkerung in geometrischer Progression wächst, nimmt die Nahrungsmittelproduktion lediglich in arithmetischer Progression zu.“
2. „ Die Übereinstimmung zwischen Bevölkerung und Nahrungsmittelproduktion wird durch zwei Kontrollmechanismen hergestellt“ 1
1 Hauser, Jürg: Bevölkerung und Umweltprobleme der Dritten Welt, Band 2, S. 300
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Arbeit zitieren:
Katrin Englert, 2002, Bevölkerungsgeographische Problemstellung: Problematik der Tragfähigkeit, Aspekte der Ökologie und Demographie, München, GRIN Verlag GmbH
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