Amerikanische Verfassung
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Geschichte 3
3. Zeit vor der Verfassung. 5
4. Die Amerikanische Verfassung. 6
5. Wesentliche Aspekte der Amerikanischen Verfassung 9
5.1. Legislative 12
5.2. Exekutive. 12
5.3. Judikative 13
6. Bedeutung der Amerikanischen Verfassung 14
7. Quellenverzeichnis 16
7.1. Literatur. 16
7.2. Internet 16
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Amerikanische Verfassung
1. Einleitung
Spricht man von Amerika, von den USA oder von den Vereinigten Staaten, dann meint man meistens immer dasselbe. Die Bezeichnung Amerika schließt streng genommen Süd- und Nordamerika mit ein, trotzdem beziehen sich alle drei Begriffe meist auf ein und dasselbe: Die 50 vereinigten Bundesstaaten in Nordamerika mit der Hauptstadt Washington DC. Die Vereinigten Staaten werden heute als „Supermacht“, „Wirtschaftsmacht“ usw. bezeichnet. Die Superlative sind endlos. Die Nation, die (2009) mit ca. 300 Millionen Menschen ungefähr so viele Einwohner hat wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien zusammen, besitzt großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss. Mit der Verfassung wurde die Grundlage für die Vereinigten Staaten gelegt. Die Betrachtung dieses Dokuments soll mehr Aufschluss über diese Nation geben, die viele Geschehnisse auf der Welt im positiven wie auch im negativen prägt.
2. Geschichte
Man kann nicht über die Amerikanische Verfassung schreiben, ohne dabei auf die Menschen einzugehen, die Nordamerika besiedelten. Schließlich waren es ihre Vorstellungen von einer freien, gleichberechtigten und somit demokratischen Welt, die die Ideen der Amerikanischen Verfassung prägten.
Die erste dauerhafte englische Siedlung wurde 1607 in Virginia gegründet 1 . Damit beginnt die Geschichte der dreizehn britischen Gründungskolonien der Vereinigten Staaten. Die weiteren zwölf Ur-Kolonien, die später hinzukamen, waren: Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island und South Carolina. Die nordamerikanische Bevölkerung bestand aus ca. 60 Prozent Engländern, weitere 20 Prozent setzten sich aus Iren, Schotten, Franzosen, Spaniern, Deutschen und Niederländern zusammen, die restlichen 20 Prozent waren schwarze Sklaven 2 . Das bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt mindestens jeder dritte Einwohner englischsprachig war.
1 Vgl. Sollbach (1992), S. 33
2 Vgl. Hübner (2007), S. 7
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Amerikanische Verfassung
Die Besiedelung der ersten britischen Kolonie Virginia war rein wirtschaftlicher Natur. Die Menschen waren überwältigt von den Möglichkeiten, die sich ihnen in der „neuen Welt“ boten. Auch ein Jahrhundert später schrieb Jean de Crèvecoeur, ein französischer Soldat, der sich als Bauer im nördlichen New York angesiedelt hatte: „Kein Wunder, dass so viele Europäer, die niemals fähig waren zu glauben, dass ein so großes Stück Land das ihre sei, den Atlantik überquerten, um jene Glückseeligkeit wahrzumachen (...)“ 3 Während in Nordamerika Aufbruchsstimmung herrschte, war die Situation der Europäer eher bedrückend. Die Bauern schufteten im Frondienst, und die Handwerkszunft krümmte sich unter den Steuern. 4 Besonders drastisch drückte es Thomas Jefferson aus, der eine Zeit als Diplomat in Paris verbrachte und später dritter Präsident der Vereinigten Staaten werden sollte: „Von den 20 Millionen Menschen, die ... in Frankreich leben, sind meiner Meinung nach 19 Millionen zu einem jammerwürdigeren und abscheulicheren Dasein in jeder Hinsicht menschlicher Existenz verurteilt als das jämmerlichste Individuum in den ganzen Vereinigten Staaten.“ 5
Waren für die Errichtung der Virginia Company rein wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend, bewegte die Flucht vor religiöser Verfolgung und die Hoffnung auf freie Religionsausübung viele Menschen zur Emigration nach Neuengland. 6 Das Gebiet im Nordosten der USA, das ursprünglich Connecticut, Massachusetts, New Hampshire und Rhode umfasste, stand neben Virginia am Beginn der englischen Siedlungsgeschichte. Die Religionen der Einwanderer waren vielfältig, es gab Anglikaner, Katholiken, Kalvinisten, Hugenotten, Lutheraner, Quäker, Juden. 7 In den nördlichen und mittleren Kolonien siedelten sich hauptsächlich die Anhänger jener Religionsgemeinschaften an, die in Europa Minderheiten bildeten und verfolgt wurden, während sich im Süden die Anhänger der anglikanischen Staatskirche niederließen. 8 Etwas zynisch formuliert waren die Kolonien mitunter auch Abfallgruben religiös Verfolgter 9 .
3 Harpprecht (1982), S. 100
4 Vgl. Harpprecht (1982), S. 100
5 Harpprecht (1982), S. 100
6 Vgl. Hornung (2002), S. 49
7 Vgl. Amerikanische Botschaft (2005), http://usa.usembassy.de/etexts/gov/adverfassung.htm
8 Vgl. Hübner (2007), S. 8
9 Hornung (2002), S. 50
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Amerikanische Verfassung
3. Zeit vor der Verfassung
Die Auseinandersetzung mit der Religion in den Vereinigten Staaten ist deshalb interessant, da sich die Amerikaner wie keine andere Nation in ihren Handlungen auf Gott berufen. Der religiöse Einfluss wird auch in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 deutlich, mit der sich die britischen Kolonien vom Mutterland loslösten. Dort kommt Gott an zentraler Stelle vor. In der von Thomas Jefferson formulierten Präambel der Unabhängigkeitserklärung heißt es: „Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören, dass zur Sicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingesetzt werden (...).“
Diese Formulierung klingt paradox, wurde in Europa zur gleichen Zeit der Einfluss der Kirche - wie auch der Monarchie - im Zuge der Aufklärung vehement bekämpft. Was für den „gelernten“ Europäer auf den ersten Blick eigenartig erscheinen mag, kann dadurch erklärt werden, dass in den Vereinigten Staaten Staatskritik nie mit Religionskritik verbunden war. 10 In den USA sind Staat und Religion strikter getrennt, als dies wohl in den meisten Ländern Europas der Fall sein dürfte. 11 Auch in der Amerikanischen Verfassung, die elf Jahre später verabschiedet wurde, wird der Einfluss der Religion explizit eingeschränkt. So verbietet der erste Zusatzartikel Religionsfreiheit und die Einführung einer Staatsreligion.
Die Amerikaner wollten es besser machen als in der „alten Welt“. Die britischen Kolonien sollten weitgehend selbständig bleiben, jeder der dreizehn Staaten schickte sich an, eigene Wege zu gehen. 12 Zu viele schlechte Erfahrungen hatten sie in Europa mit zentralen Machtverhältnissen gemacht. Deshalb garantierten die „Articles of Confideration“ - ein Vertrag, den die Bundesstaaten kurz nach der Unabhängigkeitserklärung miteinander schlossen - jedem Einzelnen die vollständige Souveränität. Als Verwaltungsorgan wurde der „Legislative Kongress“ eingesetzt. Die Konföderationsartikel waren die erste Verfassung der Vereinigten Staaten. 13
10 Vgl. Hornung (2002), S. 51
11 Transatlantik Forum (2008), http://www.transatlantic-forum.org/index.php/dossiers/religion-verfassung-
aufklaerung-usa/
12 Borgmeier: Die Kontroverse der Federalists und Anti-Federalists. In: Borgmeier & Reitz (1988), S. 9
13 Vgl. Currie (1988), S. 9
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Arbeit zitieren:
Peter Pickl, 2008, Verfassung der USA, München, GRIN Verlag GmbH
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