Gliederung
1 Einleitung 3
2 Weiterentwicklung der Grundschule:
Teilrahmenplan Sport in Rheinland-Pfalz. 3
2.1 Leistungsprofil und Kompetenzentwicklung im Sport. 3
2.2 Bewegungsfelder im Grundschulsportunterricht 4
2.2.1 Bewegungsfeld: Bewegen mit Geräten und Materialien 5
2.2.2 Bewegungsfeld: Bewegen an Geräten. 5
2.2.3 Bewegungsfeld: Laufen, Springen, Werfen/Stoßen. 5
2.2.4 Bewegungsfeld: Miteinander und gegeneinander spielen 6
2.2.5 Bewegungsfeld: Bewegung im Rhythmus und zur Musik 6
2.2.6 Bewegungsfeld: Bewegung im Wasser 6
2.3 Didaktisch-methodische Leitvorstellungen. 7
2.4 Feststellung des Lernerfolgs und Qualitätsindikatoren des
Sportunterrichts 8
3 Das Konzept der Bewegten Schule. 8
3.1 Entwicklungsgenese der Bewegten Schule 9
3.2 Begründungsmuster der Bewegten Schule 11
3.2.1 Entwicklungs- und lerntheoretische Begründung. 11
3.2.2 Medizinisch- gesundheitswissenschaftliche Begründung 12
3.2.3 Schulprogrammatische Begründung. 13
3.3 Strukturmerkmale der Bewegten Schule 13
3.3.1 Rahmenmerkmale der Bewegten Schule. 13
3.3.2 Inhaltliche Merkmale der Bewegten Schule 14
3.4 Empirische Befunde zur Bewegten Schule 16
4 Fazit 16
5 Anhang 18
6 Literaturverzeichnis 19
2
1 Einleitung
Sportliche Bewegung ist von grundlegender Bedeutung in der kindlichen Entwicklung. Unglücklicherweise geht aus verschiedenen Gründen die Bewegung im Schulalter zurück, was wiederum weitreichende Folgen für die Gesundheit, die soziale und kognitive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen hat. Diese Arbeit soll aufzeigen, welche Wege der Teilrahmenplan Sport in Rheinland-Pfalz geht, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und welchen Ansatz das Konzept der Bewegten Schule bietet, um Bewegung im gesamten (Grund-) Schulkonzept zu verwurzeln.
In dieser Ausarbeitung soll daher zunächst unter Punkt zwei der Teilrahmenplan Sport in Rheinland-Pfalz betrachtet werden. Dabei geht es nicht um eine Analyse des gesamten Lehrplans, sondern vielmehr um eine Darstellung seiner grundlegenden Eckpunkte. Bereits in den Vorbemerkungen zu diesem Teilrahmenplan findet sich die Anweisung an die Schulen „im Rahmen der Rhythmisierung des Schultages das Prinzip „Bewegte Schule“ kontinuierlich zu realisieren.“ (MBWJK 2008a: 6). Unter Punkt drei wird dieses Konzept näher beleuchtet: Seine Entwicklungsgenese, seine Begründungsmuster, die Strukturmerkmale und empirische Befunde zur Wirkung und Umsetzung stehen hierbei im Mittelpunkt. Abschließend werden im Fazit unter Punkt vier die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.
2 Weiterentwicklung der Grundschule: Teilrahmenplan Sport in Rheinland-Pfalz
2.1 Leistungsprofil und Kompetenzentwicklung im Sport
Das zentrale Ziel des Teilrahmenplans ist es den Kindern die Bedeutung des Sports als Beitrag zum ganzheitlichen Bildungsauftrag und zu einer erfüllten und gesunden Lebensgestaltung frühzeitig zu erschließen, so dass Sport lebensbegleitend wird und bleibt (vgl. MBWJK 2008a: 5). Der Lehrplan erfüllt somit umfassende Bildungs- und Erziehungsaufgaben und unterstützt allgemeine physische, motorisch-sportliche, kognitive und soziale Entwicklungsprozesse. Um diese Prozesse mitsteuern zu können, und damit dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, muss der Sportunterricht der Grundschule vielfältige Aufgaben übernehmen. Die Kernelemente des Sportunterrichts, die, in unterschiedlicher Ausprägung, im Unterricht vorkommen sollen sind im Teilrahmenplan festgeschrieben:
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• Der natürliche Bewegungsdrang und die außerschulischen
Bewegungserfahrungen werden durch vielfältige Bewegungsangebote erweitert.
• Der gesamte körperliche, personale und soziale Entwicklungsprozess der Schüler wird unterstützt.
• Bewegungsarrangements fördern die Entwicklung besonderer sportlicher Begabungen und wirken Organ-, Haltungs- und Koordinationsschwächen entgegen.
• Die Freude an der Bewegung wird durch zielgerichtete und freie Bewegungsräume und -aufgaben geweckt und aufrecht erhalten.
• Motivation für sportliche Bewegung wird nachhaltig initiiert.
• Ästhetische Erziehungen wird dort geleistet wo Ausdruck, Darstellung und Gestaltung gefordert ist.
• Durch die Nutzung von Elementen aus der Erlebnispädagogik wird Spannung, Risiko und Abenteuer erfahrbar gemacht (vgl. MBWJK 2008: 7f.).
Die vielfältigen Aufgaben des Sportunterrichts sind eng mit einer fachübergreifenden Kompetenzentwicklung der Schüler verbunden. Diese Entwicklung zielt auf personale, soziale, Sach- und Methodenkompetenzen ab, und nicht allein auf eine sportfachliche Entwicklung. Aus diesem Grund werden die sportlichen Aktivitäten nicht wie in den Lehrplänen der Sekundarstufen nach Sportarten klassifiziert, sondern in Bewegungsfelder eingeteilt.
2.2 Bewegungsfelder im Grundschulsportunterricht
Der Teilrahmenplan ordnet die vielfältigen sportlichen Aktivitäten sechs Bewegungsfeldern 1 zu. In diesen Feldern werden Bewegungsaktivitäten dargestellt, die sich wiederum in Bewegungserleben, Bewegungskönnen und
Bewegungsentwicklung auffächern. Ziel der Bewegungsfelder ist der Erwerb einer sportlichen Grundbildung 2 . Explizit werden die sechs ‚Kurzschen’ pädagogischen
1 Die bewegungsfeldorientierten Lehrpläne stehen den sportartenorientierten Plänen gegenüber, die
sich weitgehend am Sportartenkonzept, also an normierten Sportarten orientieren. Die SPRINT-Studie
zeigt, dass 12 der 16 Lehrpläne der Grundschule nach Bewegungsfeldern strukturiert sind (vgl. DSB
2006: 25f.).
2 Die Ergebnisziele in der Leistungsentwicklung werden durch den Orientierungsrahmen im
Teilrahmenplan konkretisiert. Darin werden Wissen, Können und Kompetenzen der Schüler in den
einzelnen Bewegungsfeldern am Ende der Grundschulzeit dargestellt (vgl. MBWJK 2008a: 17ff.).
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Perspektiven Leistung (Wettkampf, Erfolg), Spannung und Spiel (Risiko, Abenteuer), Eindruck (Körpererfahrung), Gesundheit (Fitness, Wohlbefinden), Ausdruck (Darstellung, Gestaltung) und Miteinander (soziales Lernen, Umwelt) genannt, die in den einzelnen Bewegungsfeldern umgesetzt und miteinander vernetzt werden sollen. Trotz der Ablehnung eines Sportartenkonzepts im Sportunterricht der Grundschule soll eine Annäherung an die Techniken der einzelnen Sportarten bis zum Ende der vierten Klasse erfolgen, der Unterricht darf sich jedoch keinesfalls darauf reduzieren.
2.2.1 Bewegungsfeld: Bewegen mit Geräten und Materialien
Das Spielbedürfnis der Schüler soll zum Erwerb konditioneller Grundlagen und koordinativer Fähigkeiten genutzt werden. In spielerischer Form soll dabei mit Geräten Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Antizipationsfähigkeit geschult werden. Der Umgang mit verschiedenen Geräten und Materialien wirkt anregend auf die Phantasie der Schüler und schult ebenso die Rücksichtnahme und die Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe (vgl. MBWJK 2008a: 11).
2.2.2 Bewegungsfeld: Bewegen an Geräten
Koordination und Kraft sollen durch die Bewegung an Geräten entwickelt werden, um so einen positiven Effekt auf die Muskulatur und das Skelett der Kinder zu erzielen. Durch die Geräte haben die Schüler des Weiteren die Möglichkeit Erfahrungen mit Schwerkraft, Gleichgewicht und Raumlagen zu sammeln, wie auch Risiko und Abenteuer zu erfahren und darüber ihr Selbstbewusstsein zu stärken und die eigenen Grenzen aufgezeigt zu bekommen. Durch gegenseitiges Helfen und Sichern an den Geräten liefert dieses Bewegungsfeld einen Beitrag zur Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein den anderen Schülern gegenüber (vgl. MBWJK 2008a: 11).
2.2.3 Bewegungsfeld: Laufen, Springen, Werfen/Stoßen
Die Ausbildung koordinativer und konditioneller Fähigkeiten steht im Mittelpunkt dieses Bewegungsfelds. Laufen, Springen, Werfen und Stoßen in ihren verschiedenen Ausführungen gehören zu den elementaren Grundformen menschlicher Bewegung, die je nach individuellem sportmotorischem
Praxisbeispiele der einzelnen Bewegungsfelder finden sich unter http://grundschule.bildung-
rp.de/lernbereiche/sport/bewegungsfelder-in-theorie-und-praxis.html.
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Ausgangsniveau der Schüler ausgerichtet werden müssen um eine individuelle Handlungskompetenz zu erzielen (vgl. MBWJK 2008a: 12).
2.2.4 Bewegungsfeld: Miteinander und gegeneinander spielen
Dieses Bewegungsfeld kommt dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung im Spiel nach. Über lustbetonte und freudvolle Handlungen werden im Spiel körperliche wie geistige Kräfte geschult und Regeln kennen gelernt. Besonders geistige Kräfte wie die Förderung der Kreativität durch spielen lassen, die Schulung der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit mit dem Mitspieler und dem Gegner und dem entsprechenden Verhalten gegenüber diesen stehen bei diesem Bewegungsfeld im Mittelpunkt. Durch den Einsatz verschiedener Spielgeräte und das Spiel in unterschiedlichen Spielräumen kann eine integrative Spielerziehung erreicht werden, die den aktuellen Bedürfnissen den Kindern entgegen kommt (vgl. MBWJK 2008a: 12).
2.2.5 Bewegungsfeld: Bewegung im Rhythmus und zur Musik
Musik ist in allen Kulturen fest verankert da sie in vielfältiger Weise auf den Menschen einwirkt. Im Unterricht können Rhythmus und Musik sowohl auf kognitive wie auch psychomotorische Lernprozesse einwirken und emotional wirksam sein. Tänzerische Bewegungen bieten über die rein sportliche Betätigung hinaus vielseitige Möglichkeiten im Grundschulunterricht, wie die Entwicklung eines differenzierten Körperbewusstseins und einer eigenen Identität. Das Gestalten und Präsentieren von Tänzen unterstützt soziale Kompetenzen, da beispielsweise Kooperations- und Reflexionsbereitschaft zur Umsetzung gefordert sind. Dieses Bewegungsfeld bietet darüber hinaus gute Voraussetzungen um mit anderen musisch-kreativen Bildungsaufgaben der Schule zu kooperieren (vgl. MBWJK 2008a: 13).
2.2.6 Bewegungsfeld: Bewegung im Wasser
Dieses Bewegungsfeld nimmt aus verschiedenen Gründen eine elementare Stellung im Grundschulbereich ein. Zum einen ist das Erlernen des Schwimmens die Grundlage für alle Sportarten im und auf dem Wasser und somit unabdingbar für eine lebenslange Freizeitbeschäftigung. Darüber hinaus ist Schwimmen können ein wichtiger Beitrag zur Gefahrenprävention und bietet einen sehr hohen gesundheitlichen Wert. Der Teilrahmenplan vergisst nicht zu erwähnen das dieses
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Arbeit zitieren:
Jörn Bollinger, 2009, Bewegung und Sport im Primarbereich, München, GRIN Verlag GmbH
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