Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Grundlagen des Begriffs Zertifikat 2
2.1 Definition des Begriffs Zertifikat. 2
2.2 Geschichte des Zertifikats 3
3 Die wichtigsten Zertifikat-Formen. 4
3.1 Index-Zertifikate 4
3.1.1 Funktionsweise und Bestandteile. 4
3.1.2 Chancen und Risiken für den Anleger 5
3.2 Discount-Zertifikate. 6
3.2.1 Funktionsweise und Bestandteile. 6
3.2.2 Chancen und Risiken für den Anleger 8
3.3 Aktienanleihen 8
3.3.1 Funktionsweise und Bestandteile. 8
3.3.2 Chancen und Risiken für den Anleger 10
3.4 Bonus-Zertifikate 11
3.4.1 Funktionsweise und Bestandteile. 11
3.4.2 Chancen und Risiken für den Anleger 12
4 Chancen-Risiko-Profile für verschiedene Anlegertypen. 13
5 Fazit 17
Literaturverzeichnis. 18
II
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Übersicht Chancen und Risiken von Indexzertifikaten................................13 Tabelle 2: Übersicht Chancen und Risiken von Discount-Zertifikaten.........................14 Tabelle 3: Übersicht Chancen und Risiken von Aktienanleihen ..................................15 Tabelle 4: Übersicht Chancen und Risiken von Bonus-Zertifikaten.............................15
Abkürzungsverzeichnis
p.a. per annum (pro Jahr)
III
1 Einleitung
Zertifikate erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Die Anzahl der Zertifikate stieg seit dem Börsenboom im Jahre 2000 enorm. Dabei scheint die Formenvielfalt, inzwischen gibt es in Deutschland mehr als 300.000 Zertifikate, schier unbegrenzt. 1 Indexzertifikate, Discount-Zertifikate oder Bonus-Zertifikate stellen nur einige zahlreicher Zertifikatstypen dar, die jede für sich wiederum verschiedene Formen aufweist. Immer wieder werden neue Zertifikate von so genannten Strukturierern konstruiert. Dies ist möglich, weil Zertifikate aus verschiedenen Terminmarkt-Komponenten bestehen, d.h., dass mehrere Kauf- oder Verkaufsoptionen zusammengefügt werden können. 2 Damit bieten Zertifikate dem Anleger eine wesentlich flexiblere Anlageform als z.B. Fonds oder Aktien.
Bei der Vielzahl der Zertifikat-Formen verliert man jedoch schnell den Überblick. Insbesondere Privatanleger scheinen oftmals nicht zu wissen, was sich tatsächlich hinter den Zertifikatprodukten verbirgt. Dies wurde vor allem durch die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers deutlich. Hier zeigte sich, dass viele Anleger mit der Funktionsweise von Zertifikaten nicht vertraut waren. So erlitten viele Anleger, die sich auf den Sicherheitspuffer ihrer Zertifikate ausruhten, schwere Kursverluste, da zum Teil Schutzschwellen von 50% selbst nicht mehr ausreichten. 3
Der Markt für Zertifikate erlitt durch die aktuelle Wirtschaftskrise herbe Rückschläge. Dennoch, so sind sich Experten einig, bieten Zertifikate attraktive Chancen für den Anleger, da sie neben dem speziellen Zugang zu Aktien und Indizes Investitionen in neue Märkte ermöglichen, die bisher nur professionellen Investoren vorbehalten waren. Wer Zertifikate kaufen möchte, sollte sich jedoch zunächst ein Mindestmaß an Wissen aneignen, um diese richtig einsetzen zu können. 4
In folgender Arbeit werden einige der wichtigsten Zertifikat-Formen vorgestellt und ihre typischen Eigenarten erklärt. Hierzu erfolgen zunächst eine Definition sowie ein kurzer historischer Rückblick auf die Entstehungsgeschichte von Zertifikaten. Anschließend werden die Funktionsweise und die Bestandteile ausgewählter Zertifikatstypen dargestellt und die Chancen und Risiken für den Anleger erläutert. Zum
1 o.V. (2009a), online.
2 Drescher, Ralf (2009a), online.
3 Drescher, Ralf (2009b), online.
4 Drescher, Ralf (2009b), online.
1
Schluss folgt eine Übersicht darüber welche Zertifikate für welche Anlegertypen bzw. Kursprognosen am besten geeignet ist.
2 Grundlagen des Begriffs Zertifikat
In folgendem Kapitel wird der Begriff Zertifikat definiert und erläutert sowie ein kurzer Überblick über die Entstehungsgeschichte des Zertifikats gegeben.
2.1 Definition des Begriffs Zertifikat
Zertifikate sind Wertpapiere aus der Gattung der Derivate (lat. Derivare = Ableiten) und werden von Geldinstituten als Wertpapiere (Schuldverschreibungen) ausgegeben. Dabei erwirbt der Anleger das Recht an der Weiterentwicklung des zu Grunde liegenden Basiswerts (underlying) des Wertpapiers. 5 Im Gegensatz zu anderen An-lageformen, wie z.B. Aktien, verbriefen Zertifikate also selbst keinen Wert, sondern lediglich bestimmte Rechte an einer Anlage. 6 Mit einem Zertifikat kauft der Anleger die Möglichkeit, von der Wertsteigerung einer Anlage zu profitieren. In den meisten Fällen dienen Aktien oder Indizes als Grundlage für Zertifikate. 7 Es gibt jedoch auch Zertifikate, die sich auf andere Basiswerte, wie z.B. Rohstoffe, Währungen oder Zinsen, beziehen. 8
Zertifikate bestehen aus mehreren Finanzinstrumenten, wobei der Basiswert selbst, z.B. eine Aktie, meist den Grundbaustein bildet. 9 Anschließend kommen weitere Terminmarktbausteine hinzu, die die unterschiedlichen Risikostrukturen bilden. So entstehen z.B. Zertifikate, bei dem der Anleger Gewinne erzielt so lange der Basiswert nicht mehr als 20% fällt oder steigt oder der Anleger maximale Rendite erreicht, wenn der Basiswert exakt um 10% steigt. 10
Die Vorteile für Anleger liegen zum einen in der Flexibilität von Zertifikaten, da sich durch die verschiedenen Bausteine fast jedes gewünschte Chancen-Risiko-Profil kreieren und somit verschiedene Anlagestrategien umsetzen lassen. Zum anderen
5 Scheuble, Steffen (2004), online.
6 Vgl. Drescher, Ralf (2009c), online.
7 Vgl. o.V. (2009b), online.
8 Vgl. Dresdner Bank (2009), online.
9 Scheuble, Steffen (2004), online.
10 Vgl. Drescher, Ralf (2009c), online.
2
ermöglichen Zertifikate den Zugang zu bis dato nicht investierbaren Märkten, wie z.B. den Rohstoffmarkt. 11
Das Risiko von Zertifikaten liegt in ihrer rechtlichen Ausgestaltung. Anders als z.B. Fonds, die als Sondervermögen gelten und im Konkursfall geschützt sind, sind Zertifikate Inhaberverschuldungsschreiben. Dies bedeutet für den Anleger doppeltes Risiko. Zum einen trägt der Anleger wie bei allen anderen Anlageformen das Risiko des Kursverlustes (Kursrisiko). Zum anderen droht dem Investor aber auch im Falle einer Insolvenz des Emittenten im Extremfall Totalverlust (Emittentenrisiko). 12
2.2 Geschichte des Zertifikats
Die historische Entwicklung von Zertifikaten ist kurz und bewegend. Im Jahre 1989 wurde das erste Index-Zertifikat mit dem Basiswert des DAX von der Dresdner Bank emittiert. Da zum selben Zeitpunkt jedoch auch Optionsscheine auf den Markt kamen, die durch ihren Hebel 13 eine attraktivere Finanzanlage darstellen, blieb der Erfolg des Zertifikats zunächst aus. 14 Inzwischen kamen weitere Zertifikate auf den Markt. 1995 wurden Discounterzertifikate emittiert, wodurch Anleger mit Sicherheitspuffer investieren konnten. Der Durchbruch des Zertifikats kam zur Jahrtausendwende mit dem Platzen der High-Tech-Blase im Jahr 2000. Anleger mussten schwere Kursrückgänge hinnehmen, wodurch das Interesse an Risikoanlagen schwand. Seither wurden stetig neue Zertifikattypen konstruiert und das Zertifikat entwickelte sich zum Massenprodukt, da es die Möglichkeit von hohen Renditen und Risikoeinschränkung vereinte. 15
Erst mit der Finanzkrise nahm der Boom des Zertifikathandels ab. Trotz Sicherheitspuffer erlitten viele Anleger immense Kursverluste, wodurch erste Bedenken über die Sicherheit von Zertifikaten entstand. Mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers erlitt der Zertifikathandel jedoch einen enormen Einbruch. Tausende Anleger blieben auf ihrem Verlust sitzen, das Geschäft mit Zertifikaten kam zum Erliegen. Eine Entspannung dieser Situation scheint aufgrund an-
11 Vgl.Gerst, Oliver (2009), online.
12 Vgl. Drescher, Ralf (2009c), online.
13 Hebel bedeutet, dass bei einem Kursgewinn des Basiswerts um 10%, der Wert der Optionsscheine um z.B. 20 oder 30% steigt und somit überdurchschnittliche Gewinnchancen möglich sind. (Vgl. Jacobs, Thorsten (2006),
online.)
14 Vgl. Jacobs, Thorsten (2006), online.
15 Vgl. Drescher, Ralf (2009b), online.
3
Arbeit zitieren:
Annette Widera, 2009, Zertifikate - Chancen und Risiken für den Anleger, München, GRIN Verlag GmbH
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