Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Vorteile des betrieblichen Gesundheitsmanagements
Abbildung 2: Altersstruktur der Belegschaften in den Jahren 2006 und 2020
Abbildung 3: Teilnehmer Gesundheitszirkel (Düsseldorfer Modell)
Abbildung 4: Der Einfluss des BGM auf den Unternehmenserfolg
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung BGB Bürgerliches Gesetzbuch BGF Betriebliche Gesundheitsförderung BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. Beziehungsweise ca. Circa DGFP Deutsche Gesellschaft für Personalführung et. al. et altera etc. et cetera EU Europäische Union evtl. Eventuell f. Folgende ff. Fortfolgende HGB Handelsgesetzbuch i. d. R. in der Regel Kap. Kapitel o. J. ohne Jahresangabe o. S. ohne Seitenangabe o. V. ohne Verfasserangabe SGB Sozialgesetzbuch sog. Sogenannte vgl. vergleiche WHO World Health Organization
1 Einleitung 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
„Die größte Behinderung des Lebens liegt darin, ständig auf seine Gesundheit zu achten“ (Plato, ca. 400 v. Chr.).
Dieses Zitat von Plato ist fast 2.500 Jahre alt, aber allmählich realisieren die Unternehmen, nicht zuletzt aus eigenem Interesse, dass sie ihren Mitarbeitern 1 bei dieser größten Behinderung unterstützend zur Hilfe kommen müssen. Demzufolge lässt sich in den letzten Jahren ein unternehmenskultureller Wandel beobachten. Die Unternehmen lernen mehr und mehr den Wert ihrer Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Vorteil einer gesunden Belegschaft zu schätzen. Einige der großen deutschen Unternehmen erweitern deshalb ihren traditionellen Arbeitsschutz hin zu einem systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagement. Ein diesbezüglich besonders an Bedeutung gewinnendes Instrument des Ge-sundheitsmanagements ist der Gesundheitszirkel. Durch die Beteiligung der Mitarbeiter in den Gesundheitszirkeln wird ein breiteres Spektrum als nur der Ge-sundheitsschutz, welcher sich mit sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Schwerpunkten befasst, abgedeckt. Mit diesem Instrument ist es möglich, wie durchgeführte und anschließend evaluierte Gesundheitszirkel in Unternehmen zeigen, die dringendsten Arbeitsbelastungen zu erfassen und zu identifizieren. Durch die Zirkel werden sehr häufig arbeitsorganisatorische Mängel aufgedeckt. Demzufolge bilden sie auch eine Schwachstellenanalyse, nicht nur bezüglich der betrieblichen Gesundheitsförderung, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht (vgl. Internetquelle 1, 2009). Auf Basis dieser Schwachstellenanalyse werden Verbesserungsvorschläge erstellt. Durch Umsetzung der erkannten Verbesserungsmöglichkeiten kann eine Verringerung ergonomischer und psychischer Belastungen herbeigeführt werden.
1 In dieser Arbeit wird Mitarbeiter als geschlechtsneutrale Bezeichnung verwendet, es sind stets beide Geschlechter gemeint.
1 Einleitung 2
Dies kann wiederum zu einer Steigerung der Arbeitszufriedenheit und schlussendlich auch zu einem wettbewerbsfähigeren Unternehmen führen (vgl. Internetquelle 1, 2009).
1.2 Gang der Untersuchung
Diese Arbeit thematisiert den Einsatz von Gesundheitszirkeln im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Sie ist neben der Einleitung und der Schlussbemerkung in zwei Hauptpunkte gegliedert. Im zweiten Kapitel wird auf das Gesundheitsmanagement näher eingegangen. In diesem Kapitel werden die Grundlagen, Rahmenbedingungen, Aufgaben, Gründe und Ziele erläutert, damit der Leser einen Einblick davon erhält, worum es sich bei betrieblichem Gesundheitsmanagement handelt, welche Aufgaben es beinhaltet und welchen Herausforderungen es sich stellen muss.
Im dritten und letzten Kapitel wird der Schwerpunkt, der Einsatz von Gesundheitszirkeln, grundlegend erläutert. Auch hier werden zunächst die Begrifflichkeiten der Gesundheitszirkel betrachtet. Anschließend werden dann die Ziele und Vorteile eines Gesundheitszirkels herausgearbeitet. Nach einer Darstellung verschiedener Modelle eines Zirkels wird auf die Arbeit und den Aufbau an sich eingegangen. Anschließend wird die betriebliche Umsetzung aus Sicht des Unternehmens und der Mitarbeiter beleuchtet.
Ziel dieser Arbeit soll es sein, all denjenigen, die sich als Unternehmen, Mitarbeiter oder Interessierte noch nicht mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement auseinandergesetzt haben, die Vorteile einer Implementierung eines Gesundheitsmanagements näherzubringen sowie einen kurzen Überblick über den Einsatz von Gesundheitszirkeln zu geben. Diese Arbeit hat den Anspruch, ein leicht verständlicher Leitfaden für die oben beschriebenen Themengebiete und eine Anregung zur Förderung betrieblicher Gesundheit zu sein.
2 Betriebliches Gesundheitsmanagement 3
2 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.1 Definition
Betriebliches Gesundheitsmanagement hat das Ziel den Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz vorzubeugen, das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter während der Arbeit zu verbessern sowie die Gesundheitspotenziale zu fördern und zu stärken. Es ist mehr als die schon lange in Unternehmen bekannte Gesundheitsförderung. Betriebliches Gesundheitsmanagement beschränkt sich dabei nicht auf Einzelmaßnahmen wie z. B. Ergonomieschulungen oder Stressbewältigungskurse (vgl. Salvaggio, N. 2002, S. 14). Folglich ist es die Integration und Steuerung betrieblicher Prozesse, mit dem Ziel der Förderung und Erhaltung der Gesundheit aller Mitarbeiter. Es bedeutet auch, die Gesundheit der Mitarbeiter in die Entwicklung einer Unternehmenskultur mit einzubeziehen (vgl. Mollenkopf, C., o. J., S. 6 ff.). Geschuldet ist diese Entwicklung vor allem den sich ständig ändernden steigenden Belastungen und Anforderungen an die Arbeitnehmer in der heutigen modernen Arbeitswelt sowie die Einsicht der Unternehmer ihr Humankapital möglichst einsatzfähig erhalten zu müssen.
2.2 Ziele des Gesundheitsmanagements
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement soll als eine nachhaltige Investition in das Sozial- und Humankapital eines Unternehmens, von der sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite profitiert, gesehen werden (vgl. Badura, B., 2004, S. 3). Das Hauptziel eines systematischen Gesundheitsmanagements ist es daher das gesunde Unternehmen zu schaffen, das sich durch gesunde Mitarbeiter, sichere Arbeit und eine gesunde Umwelt auszeichnet (vgl. Rudow, B., 2004, S. 24, zitiert in: Salvaggio, N., 2007, S. 14). Es gliedert sich nach Badura, B. in vier Hauptziele, die im Gesundheitsmanagement als Einheit verfolgt werden:
2 Betriebliches Gesundheitsmanagement 4
1. Steigerung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens Durch Motivationsverluste, innere Kündigung, Hilflosigkeit, Mobbing und Burnout entgehen Unternehmen bedeutsame Wettbewerbsvorteile und Erträge. Mittels Gesundheitsmanagement sollen bisher unerschlossene Leistungspotenziale zum beiderseitigen Nutzen mobilisiert werden (vgl. Badura, B., 2004, S. 3). 2. Kostensenkung
Ein hoher Krankenstand und erhebliche Fehlzeiten sind ein enormer Kostenfak-tor für die Unternehmen. Untersuchungen zeigen, dass die Einsparungen durch Reduzierung von Fehlzeiten weit über den Investitionen, die die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mit sich bringt, liegen. Im Jahr 2001 kostete den Unternehmen die durch Krankheit bedingten Produktionsausfälle 40 Mrd. Euro. Das betriebliche “Gesundheitsmanagement zielt auf Kostensenkung durch erhöhte Flexibilität und Leistungsbereitschaft, sinkende Fehlzeiten und Fluktuation der Beschäftigten sowie gesteigerte Produktivität und Qualität“. (Badura, B., 2004, S. 3). 3. Neuausrichtung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes Wachsende Globalisierung und steigender Wettbewerbsdruck erhöht die Distanz zwischen den von Unternehmen erwarteten Leistungen ihrer Mitarbeiter und der Fähigkeit der Unternehmen auf diese neuen Anforderungen mitarbei-terorientiert zu reagieren. Dies erfordert eine Neuausrichtung der Möglichkeiten des Gesundheits- und Arbeitsschutzes und eine permanente Weiterbildung der Experten und Führungskräfte (vgl. Badura, B., 2004, S. 3). 4. Organisation des Gesundheitsmanagements als Lernprozess Die Vision der unternehmensinternen Gesundheitspolitik ist das gesunde Unternehmen. Der Weg zu einem gesunden Unternehmen führt über das betriebliche Gesundheitsmanagement. Es organisiert das systematische Bemühen um gesundheitsförderliche Gestaltungen von Unternehmensprozessen und Unter-
Arbeit zitieren:
Simon Huff, 2009, Der Einsatz von Gesundheitszirkeln im betrieblichen Gesundheitsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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