Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis III
1 Einleitung. 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Forschungsstand 1
1.3 Vorgehensweise und Zielsetzung. 2
2 Definition von Mobbing 5
3 Mobbinghandlungen. 7
4 Mobbingarten 8
4.1 Übergriffe von Kollegen 8
4.2 Übergriffe von Untergebenen gegen einen Vorgesetzten 8
4.3 Übergriffe eines Vorgesetzten gegen Untergebene 9
5 Mobbingverläufe 10
6 Ausmaß von Mobbing. 12
7 Ursachen von Mobbing 14
8 Folgen von Mobbing 16
8.1 Folgen für das Mobbingopfer. 16
8.2 Folgen für die Organisation 17
8.3 Folgen für die Gesellschaft 18
9 Handlungsstrategien gegen Mobbing 19
9.1 Handlungsstrategien der Prävention 19
9.1.1 Arbeitsorganisatorische Maßnahmen 19
9.1.2 Sensibilisierung und Aufklärung über die Thematik Mobbing. 21
9.1.3 Institutioneller Umgang mit Mobbing 22
9.1.4 Betriebs- oder Dienstvereinbarung 23
9.1.5 Unternehmensphilosophie 24
9.2 Handlungsstrategien der Intervention. 25
9.2.1 Verhandlungs- und Schlichtungsverfahren. 25
9.2.2 Konfliktbearbeitung durch externe Experten. 26
9.2.3 Supervision 27
9.2.4 Mediation 28
9.2.5 Machteingriff durch den Arbeitgeber. 28
Literaturverzeichnis 30
III
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Mobbing ist keine Randerscheinung, sondern ein gravierendes soziales Problem, das in nahezu jedem Unternehmen anzutreffen ist. Die Ausfallkosten, die deutschen Unternehmen durch Mobbing entstehen, werden auf über 15 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, wobei davon ausgegangen wird, dass es rund 1,27 Millionen Mobbingopfer in Deutschland gibt. 1 Leymann stellte die These auf, dass statistisch gesehen bei einer Arbeitslebenszeit von dreißig Jahren jeder vierte Erwerbstätige im Laufe seines Berufslebens einmal zum Opfer von Mobbing wird. 2
Mobbing ist ein Modewort für ein gesellschaftliches Phänomen, das so alt ist wie das gemeinsame Arbeiten der Menschen. Es stammt aus dem Englischen und wurde von den skandinavischen Ländern in die Diskussion eingeführt. Die Sensibilität gegenüber der Problematik ist in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen.
Arbeits- und Sozialwissenschaftler, Mediziner und Vertreter anderer Disziplinen sowie Medien, Gewerkschaften und Krankenkassen haben sich gleichermaßen der Mobbingthematik zugewandt. In ihren Berichterstattungen erweist sich das Thema als aktuelle und relevante Problematik für Wirtschaft und Gesellschaft, da Mobbing nicht nur massive gesundheitliche Schäden bei den Betroffenen verursacht, sondern auch betriebs- und volkswirtschaftliche Folgen nach sich zieht. Folglich ist Mobbing ein unternehmens- und gesellschaftsrelevantes Thema.
1.2 Forschungsstand
Den Ausgangspunkt der Mobbingforschung bildeten arbeitsmedizinische Beobachtungen: Arbeitnehmer schieden aus dem Arbeitsleben aus, da sie psychisch und physisch so schwer angeschlagen waren, dass eine Wiedereingliederung in das Berufsleben oder sogar die Rückkehr in den normalen Lebensalltag unwahrscheinlich bis aussichtslos erschien. Keine der üblichen arbeitsmedizinischen Ursachen,
1 vgl. Esser/Wolmerath 1999, S. 17
2 vgl. Holzbecher/Meschkutat 1999, S. 4
wie z. B. Vergiftung, Verstrahlung, Arbeitsunfälle oder körperlicher Verschleiß, war dafür verantwortlich. Bei genauem Hinsehen entpuppten sich etliche dieser Fälle als langjährige berufliche Leidensgeschichten, bei denen Menschen jahrelang durch Arbeitskollegen oder Vorgesetzte ausgegrenzt und schikaniert wurden. Neben körperlichen und arbeitsplatzbedingten Ursachen tauchte nun ein Feld zwischenmenschlicher Feindschaft als mögliche Ursache von Arbeitsunfähigkeit auf. 3
Betriebliche Probleme und Konflikte gab es zwar schon immer, aber erst der in Schweden lebende deutsche Betriebswirt und Psychologe Heinz Leymann hat den eingängigen Begriff dafür geprägt und theoretische Überlegungen zu Mobbing entwickelt. Die meisten bisher vorliegenden Untersuchungen stammen aus dem skandinavischen Raum. In Schweden wurde das Phänomen Mobbing zu Beginn der 90er Jahre von Wissenschaftlern um den wohl bekanntesten Mobbingforscher Heinz Leymann untersucht und beschrieben. In Deutschland existierten bisher keine abgesicherten wissenschaftlichen Daten explizit zu Mobbing. In Ermangelung empirisch fundierter Daten konnte deshalb in der Öffentlichkeit über das Ausmaß von Mobbing in der Bundesrepublik Deutschland und die Folgen nur gemutmaßt werden. Eine der ersten Mobbinguntersuchungen im deutschsprachigen Raum wurde von Klaus Niedl in Österreich durchgeführt. Mitte bis gegen Ende der 90er Jahre wurden in der BRD mehrere Studien über Mobbing veröffentlicht, jedoch handelt es sich hierbei um fast ausschließlich nicht bundesweit repräsentative Erhebungen. Die empirische Untersuchung von Bärbel Meschkutat, Martina Stackelbeck und Georg Langenhoff im Jahr 2000 mittels Befragungen stellt erstmalig für die BRD repräsentative Daten zur Verfügung.
1.3 Vorgehensweise und Zielsetzung
Die folgende Hausarbeit zu dem Thema „Handlungsstrategien der Prävention und Intervention gegen Mobbing in sozialen Einrichtungen und Diensten“ ist eine Literaturstudie, deren methodischer Ansatz darstellend, beschreibend und bewertend ist. Mein erkenntnisleitendes Interesse, welches der Arbeit zu Grunde liegt, beruht in der Frage: Welche Handlungsstrategien eignen sich seitens des Managements zur Vorbeugung und Auflösung von Mobbing in sozialen Einrichtungen und Diensten?
3 vgl. Esser/Wolmerath 1999, S. 19
Ziel der Arbeit ist die Darstellung präventiver und intervenierender Handlungsstrategien des Sozialmanagements gegen Mobbing sowie eine kritische Bewertung der dargestellten Handlungsstrategien gegen Mobbing in sozialen Einrichtungen und Diensten hinsichtlich der Anwendbarkeit und Umsetzbarkeit. In ihrer empirischen Repräsentativstudie kommen Bärbel Meschkutat, Martina Stackelbeck und Georg Langenhoff zu dem Ergebnis, dass das Mobbingrisiko je nach Berufsgruppe und Branche unterschiedlich verteilt ist: Ein überdurchschnittlich hohes Risiko, von Mobbing betroffen zu werden, liegt im sozialen Sektor, da dort Mobbing mehr verbreitet ist als in anderen Branchen und Berufsgruppen. Folglich ist die Auseinandersetzung mit der Thematik Mobbing für Sozialmanager relevant und bedeutenswert.
(vgl. Meschkutat/Stackelbeck/Langenhoff 2002, S. 29 ff.; Pillardy 2001, S. 23)
Zu Beginn meiner Hausarbeit gehe ich der Frage nach, was Mobbing ist, indem ich die Wortherkunft und -bedeutung dieses Begriffs erläutere, Mobbing definiere, Mob-binghandlungen und Mobbingarten sowie Verläufe eines Mobbingprozesses vorstelle und das Ausmaß von Mobbing bezogen auf Branchen, Berufsgruppen, Organisationsgröße und Geschlechterzugehörigkeit in der Bundesrepublik Deutschland darlege.
Im zweiten Kapitel setze ich mich mit Ursachen und Erklärungsansätzen zur Entstehung von Mobbing auseinander.
Im dritten Kapitel stelle ich mögliche Folgen von Mobbing vor. Dabei wird zwischen Folgen für das Mobbingopfer, für die Organisation und für die Gesellschaft unterschieden.
Im vierten Kapitel skizziere ich verschiedene Handlungsstrategien gegen Mobbing im Bereich der Prävention und Intervention. Die präventiven Handlungsstrategien gliedern sich in arbeitsorganisatorische Maßnahmen, Sensibilisierung und Aufklärung über die Thematik Mobbing und in den institutionellen Umgang mit Mobbing auf. Die Handlungsstrategien der Intervention umfassen das Verhandlungs- und Schlichtungsverfahren, Konfliktbearbeitung durch externe Experten sowie den Machteingriff durch den Arbeitgeber.
Im letzten Kapitel bewerte ich die Anwendbarkeit der zuvor dargestellten Handlungsstrategien in sozialen Einrichtungen und Diensten nach den Kriterien Höhe der Kosten der Handlungsstrategien, Ergebniserfolg der Handlungsstrategien, Relation
der Kostenhöhe zu dem erzielten Erfolg durch die Handlungsstrategien sowie Umsetzbarkeit in sozialen Einrichtungen und Diensten.
Abschließend im Fazit fasse ich die Ergebnisse meiner Hausarbeit zusammen und gebe einen Ausblick auf ungelöste Fragestellungen und weitergehenden Forschungsbedarf im Bereich der Mobbingthematik.
Der Fokus meiner Arbeit liegt auf den Handlungsstrategien der Prävention und Interven-tion gegen Mobbing seitens des Managements. Aus diesem Grund klammere ich bewusst die Handlungsstrategien und Möglichkeiten der persönlichen Gegenwehr seitens der Mobbingopfer aus, ebenso wie juristische Schritte und rechtliche Maßnahmen gegen Mobbing oder außerbetriebliche Unterstützungsangebote durch Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Ärzte, Psychologen und Juristen. Obwohl der Schwerpunkt meiner Arbeit auf den Handlungsstrategien gegen Mobbing liegt, erachte ich es als notwendig, zu Beginn einen kurzen Überblick über Mobbinghandlungen, -arten und -verläufe ebenso wie über die Ursachen und Folgen von Mobbing zu geben, um auf dieser Grundlage über wirkungsvolle und zielgerichtete Handlungsstrategien der Prävention und Intervention diskutieren zu können.
Obgleich ich Mobbing als einen Prozess zwischen Mitarbeitern verstehe, bei dem es zwar Verursacher gibt, Mobbing jedoch häufig nicht aus Vorsatz betrieben wird, spreche ich im Folgenden trotzdem von Mobbingopfern und Mobbingtätern, um die beiden Positionen zu verdeutlichen.
Der Einfachheit und der besseren Lesbarkeit halber gebrauche ich überwiegend nur die maskuline Form anstelle der maskulinen und femininen Form nebeneinander, es sei denn, das Gesagte bezieht sich ausdrücklich auf eine Frau.
Arbeit zitieren:
Sabrina Heuer, 2008, Mobbing - ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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