Die Globalisierung führte in den letzten Jahren zu steigenden Handelsaufkommen in den industrialisierten und Schwellenländern. Die am wenigsten entwickelten Staaten partizipierten so gut wie gar nicht an diesem Prozess. Es verwundert also nicht, dass die Medien von Armutswachstum in Afrika berichten. Dem möchte die EU durch das Cotonou-Abkommen aus dem Jahr 2000 mit nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung begegnen.
Das Cotonou-Abkommen stützt sich auf drei Säulen. Die erste Säule setzt auf den politischen Dialog zwischen der EU und den AKP-Staaten, die finanzielle Säule wird vom Europäischen Entwicklungsfonds unterstützt und die dritte Säule benennt die EPAs als Hilfsmittel der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die wichtigsten Artikel des Cotonou-Abkommens sind in den EPAs verankert. In dieser Arbeit wird ein Beispiel der bisher einzig realisierten EPA - zwischen der Karibik-Region und der EU - aufgezeigt. Sie setzt Schwerpunkte in der Armutsbekämpfung und Entwicklungsarbeit.
Bisher hat nur ein Bruchteil der AKP-Staaten vorläufige Verträge initialisiert.
Olivier Pascal Nehls
In recent years, globalization has led to positive trade volumes in industrialized and emerging countries. The least developed countries hardly participated in this process. So it is not really surprising that media gives the account of rising poverty in Africa. The EU wants to meet this problem with sustainable economic development written down in the Cotonou Agreement dating back to 2000.
The Cotonou Agreement is based on three pillars. The first pillar focuses on political dialogue between the EU and its ACP states, the financial pillar is supported by the European Development Fund and the third pillar specifies the EPA as a tool of economic cooperation. The main articles of the Cotonou Agreement are fixed in the EPAs. This paper shows an example EPA, which was carried out between die EU and the Caribbean region. It sets priorities in poverty reduction and development work.
Only a fractional amount of ACP countries has initialized interim agreements so far.
Olivier Pascal Nehls
Inhaltsverzeichnis
1. (LQOHLWXQJ
2. HQWUDOH(OHPHQWHXQGG3ULQ LSLHQGHU
XVDPPHQDUEHLWWQDFKKGHP RWRQRX ENRPPHQ
'LHGUHL6lXOHQQGHU(8 333DUWQHUVFKDIW
2.1.
'LHSROLWLVFKH6lXOH
2.1.1.
'LHILQDQ LHOOH6lXOH
2.1.2.
'LHZLUWVFKDIWOLFKH6lXOH
2.1.3.
'LHYLHU3ULQ LSLHQQGHVV RWRQRX ENRPPHQV
2.2.
OHLFKKHLWGHUU3DUWQHUUXQG
2.2.1.
(LJHQYHUDQWZRUWXQJJI UU
(QWZLFNOXQJVVWUDWHJLHQ
3DUWL LSDWLRQ
2.2.2.
HQWUDOH5ROOHGHV 'LDORJVVXQGGGHU
2.2.3.
EHLGHUVHLWLJHQQ9HUSIOLFKWXQJHQ
'LIIHUHQ LHUXQJJXQG5HJLRQDOLVLHUXQJ
2.2.4.
XVDPPHQIDVVXQJ
2.3.
3. :LUWVFKDIWVSDUWQHUVFKDIWVDENRPPHQQDOVV LOIVPLWWHOOGHUU
(QWZLFNOXQJVSROLWLN
RWRQRXX )RUPDOH HGLQJXQJHQLPP6LQQHGHU
3.1.
(QWZLFNOXQJVSROLWLN
'DVV:LUWVFKDIWVSDUWQHUVFKDIWVDENRPPHQ
3.2.
ZLVFKHQGHU (88XQGGGHPP 5,)2580
XVDPPHQIDVVXQJ
3.3.
Olivier Pascal Nehls
4. 9HUKDQGOXQJVVWDQGGGHU
4.1.
3D]LILN 4.2. 4.3. =HQWUDODIULND 4.4. 4.5.
6GOLFKHVXQGG|VWOLFKHV$IULNDDXQGG 4.6.
4.7.
5. $XVZLUNXQJHQGHU:LUWVFKDIWVSDUWQHUVFKDIWVDENRPPHQQ XQGGGLH%HXUWHLOXQJGXUFKKGLH(8XQGG$.333DUWQHU 0|JOLFKH$XVZLUNXQJHQGHU 5.1.
:LUWVFKDIWVSDUWQHUVFKDIWVDENRPPHQ
5.2.
=XVDPPHQIDVVXQJ 5.3.
/LWHUDWXUXQG4XHOOYHU]HLFKQLV ,
Olivier Pascal Nehls
Abkürzungsverzeichnis
AKP afrikanische, karibische und pazifische Staaten ACPSEC The Secretariat of the African, Caribbean and Pacific Group of States CARIFORUM the Caribbean Forum of African, Caribbean and Pacific States COMESA Common Market for Eastern and Southern Africa EAC East African Community EBA Everything but Arms ECDPM European Centre for Development Policy Management EEF Europäischer Entwicklungsfonds EGV Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft EPA Economic Partnership Agreements EU Europäische Union GASP Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik GSP Generalized System of Preference IOC Indian Ocean Commission LDCs Least Developed Countries NGO Non-Governmental Organisation ODA Official Development Assistance PNG Papua-Neuguinea SACU Southern Africa Customs Union UN United Nations
Olivier Pascal Nehls
A. Tabellenverzeichnis
Tab. 4.1: Aktueller Stand der EPA-Verhandlungen. 15
Tab. 4.2: Liberalisierung von EU Importen in den ESA Staaten. 24
Olivier Pascal Nehls
B. Abbildungsverzeichnis
Abb. 2.1: AKP-Staaten ................................................................................ 8 Abb. 4.1: Die Liberalisierung von EU Importen in den
CARIFORUM Staaten .................................................................17 Abb. 4.2: Fijis Liberalisierung von EU Importen .......................................19
Olivier Pascal Nehls
1. Einleitung
Nachhaltigkeit und Wirtschaftsentwicklung spielten bei der Einbindung afrikanischer Staaten in den Globalisierungsprozess nicht immer eine Rolle. In den letzten 25 Jahren sind diese beiden Punkte aber immer wichtiger geworden. Laut Medien nimmt die Armut in Afrika immer größere Ausmaße an. Daher forciert die EU ihre Bemühungen die Armut zu bekämpfen. Dies ist eine verantwortungs- und anspruchsvolle Aufgabe der Industrieländer und der Sub-Sahara-Staaten 1 sowie der karibischen und pazifischen Staaten. Die Europäische Gemeinschaft hat in ihren Gründungsverträgen (EGV) einen entsprechenden Artikel 2 aufgenommen.
Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, auf welchen Verträgen die Entwicklungs- und Handelspolitik zwischen der EU und den Sub-Sahara-Staaten basieren. Dabei wird herausgearbeitet, welche Aufgaben die EU und ihre Partner 3 wahrnehmen müssen um die Armut effektiv bekämpfen und die wirtschaftliche Entwicklung weiterbringen zu können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Betrachtung der
Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements, EPAs) und des Verhandlungsstandes zwischen den Partnern.
1 Sub-Sahara-Staaten, die genaue Definition lautet: Alle afrikanischen Staaten südlich
der Sahara, Steinmüller (o.J.), URL: http://www.geolinde.musin.de/glossar/s.htm,
letzter Zugriff am 02.September 2009.
2 Vgl. Art. 177 Abs. 1 EGV, URL: http://dejure.org/gesetze/EG/177.html, zuletzt
Besucht: 4 September 2009.
3 Im weiteren Verlauf werden auch folgende Begriffe verwendet: Partnerschaft und
AKP-EU Partnerschaft.
Olivier Pascal Nehls - 1 -
Arbeit zitieren:
Olivier Pascal Nehls, 2009, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die EU als internationaler Akteur in Afrika: Kooperation zwischen Mens...
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 35 Seiten
Der Klassenbegriff bei Karl Marx und Max Weber
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 28 Seiten
Der Zustand der öffentlichen Freiheit - Die Aktualität eines Begriff...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
WPA zwischen der EU und den AKP-Staaten
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 17 Seiten
Tschetschenien – Die Hintergründe des Konflikts
Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
Seminararbeit, 21 Seiten
Das Politikverständnis von Hannah Arendt
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 18 Seiten
Das Legitimationsproblem humanitärer Interventionen
Friedensethische und politisch...
Diplomarbeit, 153 Seiten
Auseinandersetzung mit Carl Schmitts "Zur geistesgeschichtlichen ...
Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 49 Seiten
Die Entwicklungspolitik der EU von Yaounde bis Cotonou
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 19 Seiten
Die Politik am Gaspedal des wi...
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Hausarbeit, 27 Seiten
Sir Karl Raimund Popper und die Geschichtswissenschaft
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Hausarbeit, 17 Seiten
Das Abkommen über Entwicklungspartnerschaft der EU
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Zu Karl Popper: Wie ich die Philosophie sehe
Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Seminararbeit, 15 Seiten
Rot-grün im Kosovo-Krieg: Wandel und Kontinuität politischer Kultur in...
Politik - Internationale Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Hannah Arendts Verständnis von Freiheit und Politik
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 21 Seiten
Die EU-Handels- und Entwicklungspolitik nach dem Abkommen von Cotonou
Herausforderungen durch Freiha...
Politik - Internationale Politik - Thema: Entwicklungspolitik
Bachelorarbeit, 62 Seiten
Olivier Pascal Nehls's Text Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Olivier Pascal Nehls hat den Text Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten veröffentlicht
Olivier Pascal Nehls hat einen neuen Text hochgeladen
AKP-Staaten. Was u.a. Dr. Sascha Raabe dazu sagt
Reihe Quellensammlung: Aktuell...
Konrad Herzog
Geschichte Der Vereinigten Staaten. Von Den Frhesten Zeiten Bis Zur Ad...
Jesse Ames Spencer
Von Lomé zu den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen
Die Zukunft der gemeinschaftsr...
Anne Genin
0 Kommentare