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VII
Gliederungsverzeichnis
I. Einleitung. 1
II. Friedenskonsolidierung 2
III. Probleme 3
1. Sicherheitspolitische Probleme 3
a) Spoiler 4
b) Private Sicherheitsunternehmen. 6
2. Sozioökonomische Probleme 7
3. Sozialpsychologische Probleme. 8
4. Politische Probleme. 9
a) Koordination 10
aa) Ebene zwischen den externen Akteuren untereinander. 10
bb) Ebene zwischen den Externen Akteuren und den lokalen Akteuren 13
cc) Strukturelle Ebene der jeweiligen externen Akteure. 14
(1) Divergenz zwischen Zielsetzung und Ausstattung. 14
(2) Aktionismus vs. Ignoranz 14
(3) Kommission für Peacebuilding 15
b) Legitimation. 16
aa) Das Recht auf Selbstverteidigung 16
bb) Die militärische Besetzung 17
cc) Humanitäre Intervention. 18
dd) Völkerrechtliche Legitimation über die UN 18
(1) Zuständigkeit der Vereinten Nationen. 18
(2) Feststellung der Gefahrsituation. 20
(3) Maßnahmen nach Art. 41, 42 UNC. 21
(4) Zuständigkeit des UN-Sicherheitsrates 23
(5) Verstoß gegen das Interventionsverbot 23
(6) Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker 24
ee) Rechtliche Bindung an Pfadentscheidungen 28
IV. Resümee. 29
VIII
Bearbeitung
I. Einleitung
Friedenskonsolidierung beziehungsweise peacebuilding hat sich nach dem Ende des kalten Krieges entwickelt. Mit dem Wegfall der Blockadestellung der Vetomächte im UN-Sicherheitsrat ist ein Konsens erst möglich geworden. In der agenda for peace, erarbeitet vom UN-Generalsekretär 1992, wurden Vorschläge zur Stärkung der Vereinten Nationen (UN) in dem Bereich Konfliktmanagement zusammengetragen und das Konzept des post-conflict peacebuilding vorgestellt. 1 Während die UN in den 1990er Jahren grundsätzlich auf Ersuchen der betroffenen Staaten gehandelt hat, 2 entwickelte sich später die Praxis, auf Grund der Befugnisse des Kapitel VII der UN-Charta (UNC) tätig zu werden. 3 Auch das postconflict peacebuilding im Irak geschah auf der Basis der Befugnisse des Kapitel VII der UNC.
Die Herausforderungen und Dilemmata einer solchen post-conflict peacebuilding-mission stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Sie betreffen sicherheitspolitische, wirtschaftliche, psychologische und politische Problemgebiete. Mit jedem dieser Bereiche wird sich diese Arbeit völkerrechtlich auseinandersetzen. Besonders politische Fragen nach der Koordination und der Legitimation eines Eingriffs externer Akteure werden fokussiert. In Anbetracht des Selbstbestimmungsrechts der Völker wird die Legitimation solcher Friedenskonsolidierungen von außen kontrovers betrachtet. Anhand des Beispiels Irak werden diese essentiellen Fragen aufgezeigt und die Ursachen der Probleme in der Praxis genau beleuchtet.
1 Theuermann, die Vereinten Nationen, 101, 102.
2 Theuermann, die Vereinten Nationen, 101, 104.
3 Simma, -Frowein/Kirsch-, The Charter of the UN, 710.
1
II. Friedenskonsolidierung
Im Rahmen einer Friedenskonsolidierung werden mehrere Maßnahmen ergriffen, um verschiedene Konfliktursachen in prekären Staaten und ihren Gesellschaften zu beheben. Anders als klassisches peacekeeping, zielt das peacebuilding auf den Aufbau und die Sicherung stabiler Strukturen ab. 4 Um sicherheitspolitische Stabilität zu erreichen, werden Kombattanten entwaffnet und wieder in die Gesellschaft integriert, Polizei und Justiz müssen meistens neu aufgebaut werden. 5 Zum peacebuilding gehören auch sozioökonomische Lösungen wie der Aufbau der Wirtschaft, eines Bildungs-und Gesundheitssystems, einer verlässlichen
Infrastruktur. 6 Um die Gesellschaft in einen Prozess der Versöhnung zu führen, müssen Kriegsopfern und Flüchtlingen geholfen werden. 7 Im Zentrum einer peacebuilding-mission steht meist das statebuilding, die Wiederherstellung von Staatlichkeit. Ziel ist der Aufbau demokratischer und rechtstaatlicher Institutionen und die Durchführung von Wahlen. 8 Die Maßnahmen des post-conflict peacebuilding sind somit weiter gefächert als die des klassischen peacekeeping, wodurch die Hindernisse in der Durchführung entsprechend mitwachsen. An dem Beispiel Irak sind verschiedene Probleme des peacebuilding in
Nachkriegsgesellschaften zu erkennen. Primäres Ziel bestand im Aufbau eines akzeptablen Sicherheitsniveau für die Bevölkerung, der Wiederaufbau der Ölindustrie und die Weichen für eine demokratische, rechtsstaatliche Regierung zu stellen. Letztlich sollte so die Souveränität wieder auf Vertreter der irakischen Bevölkerung Übertragen werden. Die Friedenskonsolidierung im
4 Heupel, Sicherheit und Frieden 2006, 1, 2.
5 Schneckener, Die Friedenswarte 2005, 17, 21.
6 Kühne, Post-Conflict Peacebuilding, 96, 97.
7 Heupel, Sicherheit und Frieden 2006, 1, 2.
8 Schneckener /Weinlich, SWP-Aktuell 37 (2005), 1, 3.
2
Arbeit zitieren:
Gentil Ressing, 2009, Post-conflict Peacebuilding im Irak durch externe Akteure, München, GRIN Verlag GmbH
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