Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Begriffsbestimmung Sächsische Schweiz / Elbsandsteingebirge 5
Allgemeine Charakteristika des Elbsandsteingebirges 7
Entwicklung der Tourismusregion sächsische Schweiz 9
Literaturverzeichnis 21
Abbildungsverzeichnis 22
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1. Einleitung
„Ich habe auf meinen früheren Reisen durch das südliche Deutschland, die Schweiz, Salzburg, Österreich und Schlesien sehr viel Schönes dieser Art gesehen, doch solche
1 STEIN 2005
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Das Elbsandsteingebirge wird als eine Landschaft mit schroffen, zerklüfteten Sandsteinformationen, wilden und tiefen Schluchten, grünen Wiesen, geheimnisvollen Wäldern, wuchtigen Tafelbergen und geschichtsträchtigen Burgen charakterisiert. Die Reiseliteratur, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, findet vielfältige wild-romantische Beschreibungen. Auch Kunstwerke, wie „Die Felsenschlucht“ (Abb.1) von Caspar David Friedrich, zeigen die Begeisterung der Menschen, die diese Region bereisten. Die Faszination dieser Natur- und Kulturlandschaft drückt sich nicht zuletzt im Begriff „Sächsische Schweiz“ aus.
Durch die enorme Anziehungskraft des Elbsandsteingebirges begann schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine touristische Erschließung des Gebietes, die sich bis heute fortsetzt und bisweilen nicht nur positive Auswirkungen mit sich bringt.
In dieser Hausarbeit soll zunächst die Herkunft der Namen Sächsische Schweiz und Elbsandsteingebirge erläutert werden und allgemeine Charakteristika des Gebietes dargestellt werden. Zielsetzung der Ausarbeitung ist es, die touristische Entwicklung dieser Region herauszuarbeiten und kritisch zu betrachten.
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2. Begriffsbestimmung Sächsische Schweiz und Elbsandsteingebirge
In der Fach- und Reiseliteratur trifft man häufig auf die beiden Begriffe Elbsandsteingebirge und Sächsische Schweiz. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass beide Begriffe dasselbe Gebiet bezeichnen und synonym verwendet werden können. Inwieweit diese These stimmt, wird in den folgenden Erläuterungen näher dargestellt.
Dieser einzigartigen Landschaft fehlte jahrhundertelang ein einheitlicher Name. Seit dem 15.Jahrhundert rechnete man das Gebiet zu den „Böhmischen Wäldern“, dieser Begriff bezeichnete jedoch die gesamt Gebirgsumrandung Böhmens. Erst im 16. Jahrhundert tauchten genauere Bezeichnungen wie „Heide über Schandau“ und um 1750 die „Pirnischen Sandfelsen“ oder das „Pirnische Sandsteingebirge“ auf. 2 Als Ende des 18. Jahrhunderts zwei Schweizer Künstler der Romantik, der Porträtmaler Anton Graff (Abb.2) und der Landschaftszeichner und -kupferstecher Adrian Zingg (Abb.3), als Lehrer an die neugegründete Kunstakademie in Dresden berufen wurden und sie ihre neue Umgebung auf der Suche nach Motiven näher erkundeten, erkannten sie die außergewöhnliche Schönheit des Gebietes und sahen Ähnlichkeiten zu ihrer Heimat. Es wird in verschiedenen Quellen angenommen, dass der eher malerische Begriff der Sächsischen Schweiz von diesen beiden Schweizern und ihren Schülern geprägt wurde, doch dies ist nicht eindeutig belegbar.
Abb. 2: Anton Graff (1736-1813)
2 Vgl. Wehner 1994 S.208
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Erst in den Werken des Malers Johann Christian Hasche (1746-1842) ist der Name Sächsische Schweiz erstmalig nachweisbar 3 . Rasche Verbreitung fand der Name durch Reisebeschreibungen, Wanderführer und Karten.
Der Begriff Elbsandsteingebirge wurde im 19. und 20. Jahrhundert durch den wissenschaftlichen Realismus geprägt. Man versuchte den Namen Sächsische Schweiz durch eine sachliche, naturwissenschaftliche Bezeichnung zu ersetzen. In geographischer und geologischer Fachliteratur trifft man gehäuft auf den Namen Elbsandsteingebirge, doch auch der Begriff der Sächsischen Schweiz wird genutzt.
In den meisten Quellen wird der Name Elbsandsteingebirge so verwendet, dass es sich sowohl auf das Gebiet in Sachsen als auch in Böhmen bezieht, auch Sächsisch-Böhmische-Schweiz genannt. Die Sächsische Schweiz bezeichnet somit nur den sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges.
Dennoch kann man in der mir vorliegenden Literatur mehrheitlich feststellen, dass der mehr touristisch geprägte Name Sächsische Schweiz gleichberechtigt neben dem geografisch bzw. naturwissenschaftlich geprägten Begriff Elbsandsteingebirge steht.
„Der Volksmund hängt an dem schwärmerischen Namen, obwohl er für uns nüchterne Zeitgenossen ein wenig kitschig, ein wenig reklamesüchtig klingt. Aber auch führende Wissenschaftler unseres Gebietes benützen ihn seiner Kürze wegen“ 4
3 Vgl. Wehner 1994 S.209
4 Vogel 1957, S.1-2
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Arbeit zitieren:
Mandy Gäpel, 2007, Entwicklung einer Tourismusregion: Das Elbsandstengebirge / Die Sächsische Schweiz, München, GRIN Verlag GmbH
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