Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Einführung in die Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen 4
2. Theoretische Grundlagen von Schmerzen 5
2.1 Schmerzdefinitionen 5
2.2 Folgen von Schmerzen 6
2.3 Schmerztheorien 7
2.3.1 Somatische Theorie 7
2.3.2 Gate-Control Theorie 8
2.3.3 Operante Theorie 8
2.3.4 Systemtheoretische Modelle 9
3 Verhaltensmedizinische Sichtweisen und Interventionen auf den Schmerz
im Kindes- und Jugendalter 9
3.1 Akute und Chronische Schmerzen im Kindesalter 10
3.2 Bewältigungsstrategien bei Schmerzen 12
3.3 Behandlung von chronischen Schmerzen im Kindesalter 13
3.3.1 Entspannungsverfahren 14
3.3.2 Hypnose und Imagination 15
3.3.3 Biofeedback 15
3.3.4 Kognitive und Verhaltenstherapeutische Kinderschmerzprogramme 16
3.3.5 Operant verhaltenstherapeutischer Ansatz 16
4 Fazit 17
Literatur 18
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Einleitung
Die Idee, mich mit dem vorliegenden Thema „Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen“ zu beschäftigen, kam mir zum einen durch meinen Studiumsschwerpunkt „Körperarbeit & Bewegung“, zum anderen durch zahlreiche Körpertherapeutische Weiterbildungen und zuletzt durch meine eigene Schmerzbiografie. Da ich selber unter chronischen Schmerzen leide und mich aus diesem Grund persönlich tiefergehend mit den Behandlungsmethoden der Schmerztherapie befasse, habe ich Interesse dafür entwickelt, welche Strategien der Verhaltenstherapie zur Schmerzbehandlung zur Verfügung stehen. Da ich eine Verbindung zu dem Thema des Seminars schaffen wollte, habe ich mich in dieser Arbeit auf die Schmerzbehandlung bei Kindern und Jugendlichen beschränkt und habe im Verlauf dieser Arbeit festgestellt, dass sich die Schmerzbehandlung bei Kindern und Jugendlichen von der Schmerztherapie bei Erwachsenen in einigen Punkten unterscheidet. Auch der Umgang mit akuten und chronischen Schmerzen verhält sich bei Erwachsenen leicht konträr zu dem von Kindern.
Im ersten Kapitel werde ich eine kurze Einführung über die grundsätzlichen Theorien und Methoden der Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen geben. In Kapitel Zwei beschäftige ich mich vordergründig mit verschiedenen Schmerztheorien, um so ein besseres Verständnis über die Schmerztherapeutischen Interventionen zu gewährleisten. Hierbei führe ich verschiedene aktuelle, aber auch überholte Modelle auf, um die Entwicklung der Schmerzforschung und der damit einhergehenden Schmerzbehandlung zu veranschaulichen. Nachdem ich mich im zweiten Kapitel eher allgemein gehalten habe, komme ich in Kapitel Drei auf die Besonderheiten der Verhaltentherapeutischen Schmerztherapie zu sprechen, sowie auf konkrete Interventionsmöglichkeiten, wobei ich nur auf einige wenige Modelle eingehen werde.
In dieser Arbeit habe ich mich mit der zentralen Fragestellung beschäftigt, wie sich die Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen von der Behandlung von Erwachsenen unterscheidet und welche konkreten Maßnahmen können bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden, um ihnen einen besseren Umgang mit den Schmerzen zu ermöglichen.
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1 Einführung in die Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen Im Folgenden werde ich die wichtigsten Grundthesen der Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen beschreiben. Dies jedoch, auf Grund des Umfangs dieser Hausarbeit, in einer stark verkürzten Form.
Die Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen begründet sich im Wesentlichen in der Beobachtung und in der Erforschung kindlicher Entwicklung und damit einhergehender Entwicklungsstörungen. Die psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stellt eine besondere therapeutische Herausforderung da, da der Therapeut nicht nur mit einem Klienten arbeitet, wie es oft bei Erwachsenen Patienten der Fall ist, sondern er muss immer die ganze Familie des Kindes, sowie das soziale Umfeld, insbesondere die Schule, im Blick haben. In der Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen nimmt die Arbeit mit den Eltern und Bezugspersonen, die aktiv in den therapeutischen Prozess mit einbezogen werden, einen zentralen Stellenwert ein. Oftmals müssen die engsten Bezugspersonen mitbehandelt werden oder sich einer eigenen Therapie unterziehen, da die Kinder oftmals unter den Symptomen der Eltern leiden. Das Kind kann somit sein Problem oftmals nur in den Griff bekommen, wenn auch die Eltern ihre Probleme bearbeiten und reflektiert mit sich umgehen. Eine vertrauensvolle Atmosphäre, die spielerisch gestaltet wird, ist eine Grundvorrausetzung für eine gelingende Therapie. Jugendliche und insbesondere Kinder können ihre Probleme noch nicht so gut verbal artikulieren oder gar reflektieren, sodass ein Zugang über das Spiel wesentlich ist. Ziel der VT ist ein „ungesundes“, bzw. pathologisches Verhalten zu verlernen oder ein neues, „gesundes“ Verhalten zu erlernen (umzulernen). Notfalls müssen auch Medikamente zum Einsatz kommen. Die Grundannahmen der Verhaltenstherapie, im Gegensatz zu anderen Therapeutischen Verfahren, begründen sich aus den Lerntheorien, die der Annahme sind, dass ein Großteil des Verhaltens erlernt ist und somit auch wieder zu verlernen ist. Des Weiteren wird in erster Linie beobachtbares Verhalten in den Mittelpunkt der Theorie gerückt. Die therapeutischen Interventionen sollten empirisch belegt sein. Das Therapeutenverhalten ist eher direktiv und handlungsorientiert ausgerichtet, sodass der Therapeut eine aktive Rolle einnimmt (vgl. Steinhausen et. Al., 2 ff). Die Lerntheoretischen Konzepte der Verhaltenstherapie beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Prinzipien des respondenten, des operanten und des sozialen Lernens, ebenso sind kognitive Faktoren in die Theorien mit einbezogen worden. Das respondente Lernen begründet sich auf der Tatsache, dass viele Verhaltensweisen von angeborenen Reflexen ausgelöst werden. Solche automatischen Reaktionen und Reflexe auf bestimmte Reize können
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sich verfestigen oder auch durch ein umtrainieren wieder aufgelöst werden. Das operante Lernmodell bezieht sich auf die Annahme dass der Mensch nicht nur auf Außenreize reagiert, sondern auch initiierend auf sie einwirkt, um auf die Umwelt Einfluss zu nehmen. Dieser Theorie nach wiederholt er ein Verhalten, wenn er dafür eine Belohnung bekommt (positive Verstärkung). Es kann auch ein bestimmtes Verhalten gezeigt werden um einen negativen Reiz zu vermeiden (negative Verstärkung). Vereinfacht kann man sagen, dass sich ein Verhalten verstärkt, wenn ein Mensch irgendeine Form von Annerkennung für dieses Verhalten bekommt oder es wird vermindert, wenn es bestraft oder ignoriert wird. Die soziale Lerntheorie bezieht die These mit ein, dass auch durch Beobachtung eines Verhaltensmodells gelernt werden kann. Dies setzt kognitive Fähigkeiten und Motivation voraus. Über diese Methode kann bereits erlerntes Verhalten erweitert, verstärkt oder auch gehemmt werden. Alle drei Modelle werden in der Verhaltenstherapie berücksichtigt, wobei der größte Stellenwert auf der operanten und der sozialen Lerntheorie liegt. Eine umfangreiche Verhaltensanalyse und Verhaltensdiagnostik ist jede Grundvoraussetzung für den Beginn einer Therapie (vgl. Steinhausen et. Al., 4ff).
2 Theoretische Grundlagen von Schmerzen
Will der Leser sich mit den Therapiemöglichkeiten von Schmerzen befassen, ist es unabdinglich sich mit der Entstehung von Schmerzen und einer genaueren Analyse des Schmerzgeschehens auseinander zu setzten, welches ich im vorliegenden Kapitel dem Umfang der Arbeit entsprechend vornehmen werde.
Mittlerweile bestimmen die Verhaltentherapeutischen Methoden den größten Anteil in der psychologischen Kinderschmerzbehandlung. Metaanalytische Vergleiche weisen ein besseres Abschneiden von kognitiv- behavioralen Verfahren gegenüber nicht- behavioralen Verfahren auf (Steinhausen et. Al., 602). 2.1 Schmerzdefinitionen:
„ International Association for Study of Pain“ definiert Schmerz als “unangenehme sensorische und/oder emotionale Erfahrung, die mit akuten und potentiellen Gewebeschäden in Verbindung gebracht oder mit solchen Begriffen beschrieben wird“ (Mersky, H. 1986) Laut dieser Definition von Schmerz wird das ausschließliche somato- sensorische Schmerzverständnis überwunden und anerkannt das Schmerzen ein psychisch-kognitiv
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Arbeit zitieren:
Tessa Schleifenbaum, 2009, Verhaltenstherapeutische Interventionen bei aktuten und chronischen Schmerzen im Kindes- und Jugendalter, München, GRIN Verlag GmbH
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