Inhalt
Einleitung 3
1. Allgemeines 3
1.1. Geschichtliches. 3
1.2. Berufsgruppen 3
1.3. Indikationen. 4
1.4 Kontraindikationen. 5
2.Das Pferd in der Psychotherapie. 5
2.1 Vorteile des Pferdes in der Psychotherapie. 5
2.2 Die Rolle des Pferdes in der Psychotherapie 6
3. Therapeutische Konzepte 7
3.1 Psychodynamisches Erklärungsmodell 7
3.1 Therapeutisches Reiten als ganzheitliches Behandlungskonzept (n. G. Ammon) 7
3.2 Das gruppenpsychotherapeutische Konzept (nach Scheidhacker) 8
3.3 Kommunikativer Ansatz 8
3.4 Klientenzentrierter Ansatz (n. Rogers) 9
3.5 Situativer Ansatz 9
4. Durchführung der Reittherapie. 10
4.1 Pferdebeobachtung 10
4.2 Bodenarbeit 10
4.3 Longieren ohne Sattel. 10
4.4 Longieren mit Sattel 11
4.5 Selbständiges Reiten in der Gruppe und Ausreiten. 11
4. 6. verschiedene Schwerpunkte 12
a.) Wahrnehmungsorientierte Körperarbeit. 12
b.) Emotionale Schwingungsfähigkeit 12
c.) Selbstbehauptung und Durchsetzungsvermögen. 13
d.) Antrieb und Motorik: 13
5. Beispiel Schizophrenie 13
Literatur : 15
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Einleitung
In den letzten Jahren hat die Psychotherapie mehr und mehr an Bedeutung gewonnen und sich zu einem eigenen Therapie-Verfahren entwickelt.
In der folgenden Ausarbeitung fasse ich die Power- Point- Folien meines Referates zusammen und nehme an einigen Stellen Ergänzungen vor, um die Verständlichkeit zu erleichtern. Einige Folien fasse ich auch zusammen oder verändere die Reihenfolge der Folien, da es sich rückblickend für mich als sinnvoller erweist. Im ersten Kapitel fasse ich allgemeines Wissen, wie zum Beispiel die Entstehung des ThR, Indikationen und Kontraindikationen zusammen, im zweiten Kapitel beziehe ich mich auf die Besonderheiten des Pferdes in der Psychotherapie, im dritten Kapitel erläutere ich kurz verschiedene Therapeutische Ansätze und im vierten Kapitel gehe ich auf die praktische Durchführung des Therapeutischen Reitens ein. In Kapitel 5 stelle ich kurz eine Studie zum Thema ThR mit Schizophrenie-Patienten vor.
1. Allgemeines
1.1. Geschichtliches
Die Geschichte der Psychotherapie mit dem Pferd reicht bis in das 18.00 Jahd. Zurück, in dem es Überlieferungen über die wohltuende Wirkung des Pferdes auf die menschliche Psyche gibt (vgl., Sonderheft DKThR, S.4).
1994 erschien erstmalig ein Sonderheft des DKThR zum Thema Psychotherapie mit dem Pferd und seitdem wird kontinuierlich an der Konzeption weitergearbeitet, um ein einheitliches Konzept zu finden. Dies gestaltet sich allerdings schwierig, da es viele verschiedene therapeutische Ansätze, auf die ich im späteren Verlaufen noch kommen werde, gibt (vgl. ebd. S. 4).
1.2. Berufsgruppen
Psychotherapie mit dem Pferd können alle Menschen die über eine pädagogische oder medizinische Ausbildung, über eine therapeutische Ausbildung und die Zusatzqualifikation im Therapeutischen Reiten (die viel Pferde- Erfahrung voraussetzt) verfügen, ausüben. Eine körpertherapeutische Zusatzqualifikation wäre ebenfalls sehr sinnvoll.
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Ein gemeinsames Modell befindet sich noch in der Entwicklung, welches eher informationssystemisch orientiert ist, aber in jedem Fall auf Grundlage der humanistischen Psychologie (vgl. Sonderheft, S. 5).
1.3. Indikationen
Generell eignet sich die Psychotherapie mit dem Pferd für alle Menschen mit psychischen Erkrankunken wie Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen, affektive Störungen, neurotische Belastungs- sowie Angststörungen, Essstörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Chronische Schmerzen, starke Minderwertigkeitsgefühle, Soziale Störungen und Borderline .
Alle seelisch- geistigen Krankheiten beinhalten immer mehr oder weniger stark ausgeprägt Bindungs- und Kontaktsstörungen, auf die die Psychotherapie mit dem Pferd eine besonders heilsame Wirkung hat.
Besonders geeignet ist dieses Therapieverfahren für Menschen die einen sehr engen Körperkontakt suchen, ebenso für Menschen die Angst vor Körperkontakt haben (z.B. nach sexuellem Missbrauch), da dass Pferd zwar ein lebendiges Wesen ist, aber keinerlei Gefahr bedeutet.
Für Autisten ist ein Pferd ebenfalls ein eher nicht beängstigendes Lebewesen, das ihnen nicht zu nahe kommt. Da das Pferd ein Fluchttier ist, geht es weniger offensiv (als ein Hund beispielsweise) auf Menschen zu und bietet somit für Kontaktgestörte Menschen eine ungefährliche Basis (vgl. Sonderheft, S. 19).
Die Fachwelt einigt sich auf vier wesentliche Faktoren, die mit der Reittherapie begünstigt werden:
1. die Befriedigung fundamentaler Bedürfnisse nach Körperkontakt, Wärme, soziale Nähe, Geborgenheit
2. den diagnostischen und psychotherapeutischen Zugang zu wichtigen persönlichen Themen und Problemen
3. die Aneignung sozialer und sachlicher Basiskompetenzen 4. den sozialen Kontakt, die Kommunikation und Kooperation in der Gruppe als Übergangsfeld zur gesellschaftlich und sozialen Integration im Alltag (Therapeutisches Reiten 2001, S. 306, Kap. 3)
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1.4 Kontraindikationen
Es versteht sich von selbst, dass bei einer Tierhaar/Pferdehaarallergie das Reiten ausgeschlossen ist. Ebenso eine unüberwindbare Angst oder Phobie vor dem Pferd schließt die Reittherapie aus. Körperliche Beeinträchtigungen, wie akute Entzündungen an der Wirbelsäule sollten erst verheilen, bevor mit dem Reiten begonnen wird. Medikamentös ungenügend eingestellte Epilepsie und völliger Realitätsverlust bei akuten Psychosen sind ebenfalls Contraindikativ (vgl. Olbrich & Otterstedt, 2003, S. 177). Allerdings hat sich erwiesen, dass Reiten an sich keine Wahnvorstellungen auslöst. Vorsichtig sollte man sein bei sehr narzisstisch gestörten Personen, da die zusätzliche Erhöhung vom Pferderücken aus, die narzisstische Störung verstärken kann. (vgl. Sonderheft, S. 19).
Bei manischen Patienten sollte keine zu schnellen Spiele gespielt werden, da dies die Manie noch verstärkt (vgl. ebd. S.19). Bei Depressiven Patienten muss man die Gefahr der Überforderung berücksichtigen (vgl. ebd. S. 19).
2.Das Pferd in der Psychotherapie
2.1 Vorteile des Pferdes in der Psychotherapie
Gerade therapiemüde Patienten, die mit einer konventionellen Psychotherapie nicht mehr motivierbar sind, lassen sich durch das Pferd als Medium wieder neu anregen und begeistern. Das Pferd dient auch als Einstiegserleichterung bei sehr zurückhaltenden, schüchternen oder ängstlichen Patienten. Besonders Kinder und Jugendliche erreicht man viel leichter über das Medium Pferd. Das Pferd hat einen hohen Aufforderungscharakter, was wichtig ist für Menschen mit Depressionen und apathischen Zuständen.
Das Pferd wertet nicht, es reagiert nur auf konkrete Verhaltensweisen. Es erkennt keine Spielchen, die gerne von „Borderlinern“, oder anderen persönlichkeitsgestörten Menschen gespielt werden sondern lebt ein „heilsein“ vor. In der Pferdekommunikation gibt es keine Lügen, keine Rache, keine Eifersucht oder sonstige Gefühle, die oft zwischen Menschen stehen. Da das Pferd den Menschen in seinem Kern wahr nimmt und in seinem Verhalten spiegelt, ist es oft ein geeigneter Diagnose Helfer. Einem Pferd kann man keine falschen Gefühle vortäuschen, man kann sich nicht verstellen.
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Arbeit zitieren:
Tessa Schleifenbaum, 2008, Psychotherapie mit dem Pferd, München, GRIN Verlag GmbH
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