0 Inhaltsverzeichnis
0 Inhaltsverzeichnis 2
1 Einführung 3
2 Virtuelles Wasser 3
2.1 Definition 3
2.2 Berechnung des virtuellen Wassergehalts 4
3 Der Wasserfußabdruck einer Nation 5
3.1 Definition 5
3.2 Berechnung des Wasserfußabdrucks 5
3.3 Interner und externer Wasserfußabdruck 6
3.4 Das Beispiel Deutschland 7
3.5 Zahlen und Fakten 8
3.6 Bestimmende Faktoren für den Wasserfußabdruck 8
4 Der Wasserfußabdruck hinsichtlich der Fläche 9
4.1 Definition 9
4.2 Beispiel zur Bestimmung eines Wasserfußabdrucks 10
4.3 Notwendigkeit zur Verringerung des Wasserfußabdrucks 11
5 Der Wasserfußabdruck als Indikator der Nachhaltigkeit 12
5.1 Trägt der Wasserfußabdruck zur Nachhaltigkeit bei? 12
5.2 Chancen durch den Wasserfußabdruck 12
5.3 Politische und wirtschaftliche Herausforderungen 13
6 Verwendete Quellen 14
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1 Einführung
In der heutigen, globalisierten Welt beeinflussen sich die einzelnen Länder im jeweiligen Wasserhaushalt. Es gibt eine indirekte Steuerung untereinander. Die Antwort auf die Frage, warum das so ist, heißt oft: Klimawandel. Dies ist in gewisser Weise richtig, da die Treibhausgase alle betreffen und beeinflussen. Es existiert aber ein zweiter Effekt. Durch Handel von Gütern entsteht ein reger Wasseraustausch unter den Ländern der Welt. Jedes Produkt benötigt zu seiner Herstellung Wasser. Dieses Wasser „steckt“ also in dem Produkt. Nicht physisch, jedoch wurde es zu seiner Produktion verwendet. Dieses unsichtbare Wasser, das sogenannte „Virtuelle Wasser“, wird ausgetauscht. So profitiert Deutschland zum Beispiel davon, dass sehr wasserintensive Produkte wie Baumwolle nur importiert werden. So spart man eine Menge Wasser und lässt die Wasserprobleme in den anderen Ländern. Der Wasserfußabdruck berücksichtigt genau dieses Wasser und betrachtet den eigentlichen Wasserverbrauch oder das tatsächlich benötigte Wasser eines Menschen. Es reicht nicht, sich nur auf die Wasserentnahme im eigenen Land oder den täglichen Bedarf zum Trinken, Waschen oder Kochen zu stützen, um nachhaltig zu wirtschaften und mögliche Probleme zu lösen.
2 Virtuelles Wasser
2.1 Definition
Das virtuelle Wasser, wie oben angesprochen, ist das unsichtbare Wasser in den einzelnen Produkten. Um den Wasserabdruck zu verstehen, muss man diesen Begriff kennen. Vorab eine Definition der UNESCO: „Unter virtuellem Wasser versteht man die Wassermenge, die man braucht, um landwirtschaftliche oder industrielle Produkte herzustellen.“ Diese Definition trifft nicht ganz den Charakter und ist ein wenig verwirrend. Man könnte hier meinen, dass jedes Produkt einen bestimmten Gehalt an virtuellem Wasser hat. Dieser kann jedoch stark variieren. Je nach dem unter welchen Umständen, welchen klimatischen Bedingungen und welchen technischen Voraussetzungen ein Produkt erzeugt wurde, desto unterschiedlicher ist dieser Wert. Eine bessere Formulierung ist deshalb: „[…] die Wassermenge, die tatsächlich benötigt wird, […]“. Im Folgenden meint der Begriff Wassergehalt immer die Menge des virtuellen Wassers.
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2.2 Berechnung des virtuellen Wassergehalts
Jedes Produkt beinhaltet also dieses Wasser und durch den globalen Handel, durch Importe und Exporte, findet ein reger Wasseraustausch unter den Nationen statt. Das heißt, zum Wasserverbrauch im eigenen Land kommt noch der Wassergehalt der Importgüter und der Wassergehalt der Exportgüter wird abgezogen. Hier sind wir schon nahe am Wasserfußabdruck. Relevant für ihn ist die Menge dieses Austauschs an virtuellem Wasser und zwangsläufig deren Berechnung.
Bei Industriegütern lässt sich der Gehalt leicht bestimmen und ist überall ziemlich identisch. Bei landwirtschaftlich erzeugten Produkten ist das nicht ganz so einfach. Theoretisch kann man hier den Wassergehalt durch eine einfache Formel berechnen:
Jedoch gibt es hier große Differenzen und Probleme. Entscheidend dafür sind nämlich etliche Faktoren wie Region und Zeitpunkt des Anbaus, die Produktionsweise oder die Zwischenschritte. So ist zum Beispiel der Wassergehalt eines Produktes in Regionen mit hoher Evapotranspiration weitaus höher als in gemäßigteren Regionen. So kommen hier oft ungenaue und verschiedene Werte raus. Mittlerweile haben sich aber einige Zahlen bewährt. Hier eine kleine Auswahl an Beispielen (vgl. Tab 1), um sich den Gehalt eines Produktes in
Das sind Durchschnittswerte. Es gibt sehr große Unterschiede. Eine Tonne Reis, wenn er in China produziert wird, hat einen Wassergehalt von 1972 m³. Zum Vergleich, bei einer Produktion in Indien, erhöht sich der Wert auf mehr als das Doppelte, auf 4254 m³. Bei einer Tonne Baumwolle (bei Produktion in den besagten Ländern) ist der Wert fünfmal so hoch und liegt in Indien bei 18694 m³.
Wenn man diese Werte hat, kann man den Austausch für jedes Land berechnen. Es ist die Multiplikation der Importe [t/a] mit deren virtuellem Wassergehalt [m³/t] abzüglich der der Exporte [t/a] multipliziert mit deren virtuellem Wassergehalt [m³/a]. Somit erhält man einen Gesamtaustausch [m³/a] mit positiven oder aber negativen Werten. Wer mehr importiert als
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exportiert, zum Beispiel Deutschland (aus Sicht des Wassergehalts der Produkte), kommt hier auf eine positive Zahl, wohingegen Länder wie Usbekistan, wo sehr intensiv bewässerte Baumwolle angebaut wird, einen negativen Austausch aufweisen.
Weltweit liegt der Austausch bei etwa 1600 Mrd. m³/a. Der weltweite Wasserverbrauch bei rund 7500 Mrd. m³/a, das heißt, mehr als ein Fünftel des globalen Wasserbedarfs wird durch so einen Austausch befriedigt (FAO).
3 Der Wasserfußabdruck einer Nation
3.1 Definition
Mit diesem Vorwissen können wir nun den Wasserfußabdruck berechnen und verstehen. Er wurde in Analogie zum ökologischen Fußabdruck entwickelt. Dieser zeigt die Fläche [ha] auf, welche benötigt wird, um den Lebensstandard jedes Einzelnen zu erfüllen. Der Wasserfußabdruck beschreibt das Volumen [m³/a], welches benötigt wird, um seinen Lebensstandard zu erfüllen. Die Definition lautet wie folgt: „Der Wasserfußabdruck umfasst die Gesamtmenge an Wasser, die für die Produktion der Güter und Dienstleistungen benötigt wird, die ein Land in Anspruch nimmt.“ Er besteht aus zwei Teilen (Abb. 1).
Abbildung 1
Die eine Komponente beschreibt den Verbrauch innerhalb der Landesgrenzen, die andere den Verbrauch außerhalb der Landesgrenzen. Die zweite Komponente ist die Menge an virtuellem Wasser, welches in den konsumierten Importprodukten steckt.
3.2 Berechnung des Wasserfußabdrucks
Es gibt zwei Methoden, mit denen man den genauen Wasserfußabdruck berechnen kann.
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Arbeit zitieren:
Fabian Stoffner, 2009, Das Konzept des Wasserfußabdrucks als Nachhaltigkeitsmaß, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Ersatzteillogistik: Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Seminararbeit, 20 Seiten
Fabian Stoffner's Text Das Konzept des Wasserfußabdrucks als Nachhaltigkeitsmaß ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Fabian Stoffner hat den Text Das Konzept des Wasserfußabdrucks als Nachhaltigkeitsmaß veröffentlicht
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