Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 1
2 Entwicklungsphasen europäischer Währungsintegration 1
2.1 Entwicklung vor Gründung der EWU 1
2.2 3 Stufen auf dem Weg zur EWU 2
2.3 die Gründung der EWU 4
3 Ziele der EWU 4
4 Struktur der EWU 5
5 Beitrag der EWU zur Preisstabilität 6
6 Konsequenzen hinsichtlich Wirtschaftswachstum 7
7 Umgang mit Krisen 9
8 Fazit 9
9 Quellenangabe 11
1 Einführung
Der damalige deutsche Außenminister Gustav Stresemann stellte schon vor 80 Jahren die Frage wo in Europa die europäische Münze oder die europäische Briefmarke bleibt (vgl. Bundesministerium der Finanzen, 2008).
Bis dann tatsächlich erkennbare Schritte hin zur Verwirklichung einer europäischen Währungs- und Wirtschaftsunion gemacht wurde vergingen nochmal fast 60 Jahre. Am 7. Februar 1992 konnte der Vertrag über eine Europäische Union in Maastricht unterzeichnet werden. Damit war der Grundstein für die Einführung einer gemeinsamen Währung gelegt. Die Frage die sich nun aber stellt ist, ob die Europäische Währungsunion bisher eine Erfolgsgeschichte ist oder nicht.
Im Folgenden wird versucht detaillierter auf die Geschichte der EWU einzugehen um auch die historischen Hintergründe mit einzubeziehen.
Nach dem die Ziele und die Struktur der EWU erläutert werden, wird der Erfolg der EWU im Hinblick auf die Preisstabilität, den Wirtschaftswachstum und dem Umgang mit Krisen geprüft. Am Ende dieser Arbeit wird ein kurzes Fazit den Abschluss bilden.
2 Entwicklungsphasen europäischer Währungsintegration
Eine Währungsunion besteht aus mindestens zwei Ländern mit einer gemeinsamen Geld- und Währungspolitik. Genau gesagt bedeutet das, es gibt eine Institution (im Falle der EWU die Europäische Zentralbank) die eine gemeinsame Geldpolitik für das gesamte Gebiet der Währungsunion macht.
Die gemeinsame Währung/en ist/ sind fest aneinander gebunden. Somit gibt es keine Wechselkursschwankungen mehr weil diese fixiert sind. Ziel ist es von den Vorzügen die von einem gemeinsamen Währungsraum angeboten werden zu profitieren.
2.1 Entwicklung vor Gründung der EWU
Vor allem nach dem 2.Weltkrieg wurde immer wieder über die Errichtung eines einheitlichen europäischen Währungsraumes diskutiert (vgl. Borchert, 2003, S.16 ff.). Viele Entwürfe zur Gründung einer solchen Währungsunion, wie z.B. der Werner Plan von 1972, missglückten. Auch die anfänglichen Versuche feste Wechselkurse zwischen den Teilnehmerländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) einzuführen waren nicht von Dauer. Dies zeigt auch die Entwicklung der so genannten Währungsschlangen von 1972-1978.
Erst mit der Einführung des Europäischen Währungssystems (EWS) im Jahre 1979, welches feste Wechselkurse mit Bandbreiten und deren Bindung an eine künstliche Korbwährung (European Currency Board = ECU) vorsah, wurden erfolgreiche Schritte in Richtung einer monetären Integration in Europa gemacht.
Somit wurde im Dezember 1991 der Vertrag von Maastricht über die Bildung einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion geschlossen, als es in diesem System seit 1987 keine größeren Anpassungen mehr gab.
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Dieser neue Schwung brachte aber auch einige negative Folgen mit sich. Nach dem verkündet wurde, dass jetzt eine Währungsunion geschaffen wird, in der die Kurse der einzelnen Währungen endgültig und unwiderruflich zueinander fixiert werden, tauchten die Unterschiede in den gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten der EU-Länder die sich seit 1987 aufgestaut hatten, wieder auf.
Während auf die Wechselkursanpassung gewartet wurde traten 1992 und 1993 ziemlich heftige Spekulationswellen auf die sich gegen die wahrscheinlichen Abwertungsländer richtete. Dies führte erst einmal zu einem Ausscheiden von Großbritannien und Italien aus dem Wechselkursverbund der EWS.
Am Ende konnte dann ein Jahr später die Weiterführung der EWS nur durch eine Erweiterung der Bandbreiten von ± 2,25 auf ± 15 % gesichert werden.
2.2 3 Stufen auf dem Weg zur EWU
Der Vertrag von Maastricht umfasst die Säulen der Europäischen Union. Dies sind neben der Europäischen Gemeinschaft, die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und ebenso auch eine verstärkte Zusammenarbeit auf dem gebiet der Justiz- und Innenpolitik. Der Vertragsabschnitt der sich mit der Europäischen Währungsunion befasst, gehört zu den Ausführungen zur Europäischen Union und beruht im Wesentlichen auf dem sogenannten „Delors-Plan“, einem dreistufigen Plan auf dem Weg zu einer Währungsunion. Genauso wie der Plan von Maastricht der auch drei Stufen der geldlichen Integration vorsah. Am Ende soll die Europäische Währungsunion als eine gemeinsame Währungsunion mit einer identischen Währung da stehen.
Die einzelnen Punkte des 3-Stufen-Plans werden in der folgenden Abbildung näher erläutert.
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Arbeit zitieren:
Bahar Namazci-Raisch, 2009, Ist die Europäische Währungsunion bislang eine Erfolgsgeschichte?, München, GRIN Verlag GmbH
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