Inhaltsverzeichnis 2
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
Abbildungsverzeichnis. 6
Tabellenverzeichnis. 10
Abkürzungsverzeichnis 11
1 Einleitung. 13
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum
Begriff Geomarketing. 14
2.1 Definition Marketing 14
2.2 Definition Geografische Informationssysteme 14
2.3 Definition Geomarketing 15
2.4 Abgrenzung GIS vom Geomarketing 15
2.5 Mikromarketing 18
2.6 GIS Typen. 19
2.6.1 Business Mapping. 19
2.6.2 Desktop Mapping. 19
2.6.3 Web Mapping 19
3 Grundlagen der GIS 21
3.1 Grundlagen von GIS-Datentypen 21
3.1.1 Vektordaten (Zeichnungen) 21
3.1.2 Rasterdaten (Bilder) 25
3.1.3 Sachdaten (Attribute) 27
3.1.4 Weitere Datentypen 29
3.1.5 Wahl des Datentyps 30
3.2 Koordinatensysteme. 31
3.3 Arbeitsablauf eines GIS - Das Vierkomponenten-Modell 32
3.3.1 Daten- und Informationserfassung. 33
3.3.2 Datenverwaltung. 34
3.3.3 Datenanalyse. 37
3.3.4 Präsentation. 38
3.3.5 Geocodierung. 39
3.4 Kartografie und deren Bedeutung im GIS 48
3.4.1 Thematische Kartografie im Geomarketing 48
3 4 2 Kartografische Grundregeln im Geomarketing 49
Inhaltsverzeichnis 3
3.4.3 Klassifikation durch Farbpaletten. 51
4 Das GIS Microsoft MapPoint 2006 53
4.1 Einleitung von MapPoint 2006 53
4.2 Daten- und Informationserfassung. 55
4.3 Datenverwaltung. 57
4.3.1 Nachbearbeitung der Ursprungsdaten. 57
4.3.2 Vergleich der Ursprungsdaten 2005/2006 und 2006/2007 60
4.4 Datenanalyse. 62
4.4.1 Datenimport 62
4.4.2 Datenanalyse. 71
4.4.3 Datenexport. 72
4.4.4 Weitere Optionen. 76
4.5 Präsentation. 78
4.5.1 Auswertung. 78
4.5.2 Grenzen des GIS MapPoint 2006 85
4.5.3 Anmerkung 86
5 Das GIS RegioGraph 10 87
5.1 Einleitung von RegioGraph 10 87
5.2 Daten- und Informationserfassung. 87
5.3 Datenverwaltung. 87
5.4 Datenanalyse. 88
5.4.1 Datenimport 88
5.4.2 Datenanalyse. 96
5.4.3 Datenexport. 104
5.4.4 Weitere Optionen. 109
5.5 Präsentation. 111
5.5.1 Auswertung. 111
5.5.2 Grenzen des GIS RegioGraph 10. 114
5.5.3 Anmerkung 119
6 Das GIS Internet 121
6.1 Einleitung von Internet 121
6.2 Daten- und Informationserfassung. 122
6.3 Datenverwaltung. 122
6.4 Datenanalyse. 123
6.4.1 Datenimport 123
6.4.2 Datenanalyse. 127
6.4.3 Datenexport. 129
6 4 4 Weitere Optionen 130
Inhaltsverzeichnis 4
6.5 Präsentation. 131
6.5.1 Auswertung. 131
6.5.2 Grenzen des GIS Google Earth. 132
6.5.3 Anmerkung 132
7 Bewertung der GIS 136
7.1 MapPoint 2006. 136
7.2 RegioGraph 10. 137
7.3 Google Earth 138
7.4 Vergleich der drei GIS. 139
8 Empirische Untersuchung der Genauigkeit der Geodaten. 145
8.1 Problemdarstellung 145
8.2 Arbeitsablauf. 147
8.3 Durchführung. 147
8.4 Auswertung. 148
8.4.1 Auswertung der Messergebnisse 148
8.4.2 Anmerkung 150
9 Datenanbieter für das GIS 152
9.1 Datenanbieter 152
9.2 Kosten 153
10 Zusammenfassung und Ausblick. 155
Anhang A: Informationsergänzungen der GIS-Programme 158
A.1 Geoschlüssel. 158
A.2 Marktdaten 160
A.3 Demografische Daten des MapPoint 2006. 162
A.4 Weltweite Länderstatistik des MapPoint 2006. 169
A.5 Marktdaten des RegioGraph 10. 171
A.6 Datenimport, Datenverknüpfung und Datenzuordnungs-Assistent 177
A.7 Kartentypen der GIS-Programme. 178
A.8 Bereichstypen bei MapPoint 2006 181
Anhang B: Ergebnisse des Monitorings Zittau 2005/2006 und 2006/2007 183
B.1 Fehlerbetrachtung der Wohnungsbegehung 2005/2006 und 2006/2007 Zittau 183
B.2 Ergebnisse der Leerstandsbetrachtung des Monitoring Zittau 2005/2006 und
2006/2007 184
B.3 Vergleich der Ergebnisse der Leerstandsbetrachtung des Monitoring Zittau
2005/2006 und 2006/2007 191
Inhaltsverzeichnis 5
Anhang C: MapPoint 2006. 198
C.1 Darstellungen der Datenanalyse der Untersuchung des Wohnungsleerstandes
Zittaus 2005/2006 198
C.2 Vergleich der Monitoring 2005/2006 und 2006/2007. 212
Anhang :D RegioGraph 10. 215
D.1 Darstellungen der Datenanalyse der Untersuchung des
Wohnungsleerstandes Zittaus 2005/2006 215
D.2 Vergleich der Monitoring 2005/2006 und 2006/2007 222
Anhang E: Google Earth 228
E.1 Darstellungen der Datenanalyse der Untersuchung des Wohnungsleerstandes
Zittaus 228
E.2 Vergleich der Monitoring 2005/2006 und 2006/2007 230
Anhang F: Funktionsweise des GPS Data Logger von iBT 231
Anhang G: Datenanbieter für das GIS 234
G.1 Fragen. 234
G.2 Anbieter. 236
Glossar. 239
Quellenverzeichnis 241
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2.1: Kernbausteine des Geomarketings.
Abb. 3.1: Darstellung Polylinien.
Abb. 3.2: Darstellung Polygone
Abb. 3.3: Rasterwerte zweier Flächen
Abb. 3.4: Eigenschaften von Sachdaten.
Abb. 3.5: Attributiver Join
Abb. 3.6: Vierkomponentenmodell eines GIS
Abb. 3.7: Datenquellen für GIS
Abb. 3.8: Geoschlüsselvarianten von Adressen.
Abb. 3.9: Interpolation von Geokoordinaten verschiedener Anbieter
Abb. 3.10: infas Geodaten: Geocodierungsdatenbank.
Abb. 3.11: Kartesische Koordinaten Bezeichnung
Abb. 3.12: Ellipsoidische Koordinaten Bezeichnung
Abb. 3.13: Kaufkraftkarten
Abb. 4.1: Geocodierung und Routing
Abb. 4.2: Unstimmigkeit des Belegungsstandes.
Abb. 4.3: Unstimmigkeit der Geschossanzahl
Abb. 4.4: Abweichende Bewertungen beim Gebäudetyp des Monitoring
2005/2006.
Abb. 4.5: Abweichende Bewertungen beim Fassadentyp des Monitoring
2005/2006.
Abb. 4.6: Importieren einer Datei
Abb. 4.7: Auswahl des Excel-Blattes.
Abb. 4.8: Zuordnung der Spaltenüberschriften.
Abb. 4.9: Auswahl des Kartentyps.
Abb. 4.10: Dialogfeld Datenfelder.
Abb. 4.11: Dialogfeld Legende.
Abb. 4.12: Fertiges Kartenbild des Zittauer Belegungsgrades 2005/2006
Abb. 4.13: Zuordnung der nicht zugeordneten Datensätze.
Abb. 4.14: Eigenschafts-Dialogfeld für Abspeicherung als Webseite.
Abb. 4.15: Options-Dialogfeld.
Abb. 4.16: Anpassung der Legende für die Darstellung die Wohnungsleerstandes
Zittaus 2005/2006.
Abb. 4.17: Kartenausschnitt Belegungsgrad der Stadt Zittau
Abb. 4.18: Kartenausschnitt Belegungsgrad der Stadtgebiete Eichengraben und
Hartau
Abb. 4.19: Kartenausschnitt Wohnungsanzahl im Haus und belegte Wohnungen
im Haus
Abb 5 1: Wahl des Projektes
Abbildungsverzeichnis
Abb. 5.2: Import-Assistent bei Regiograph 10
Abb. 5.3: Wahl der zu importierenden Datei
Abb. 5.4: Wahl des Tabellenblattes der zu importierenden Datei
Abb. 5.5: Wahl der Positionierung.
Abb. 5.6: Wahl der zu importierenden Daten der Quelldatei
Abb. 5.7: Wahl bei fehlerhafter bzw. falscher Zuordnung der Datensätze.
Abb. 5.8: Abschluss des Importvorganges.
Abb. 5.9: Kartenbild nach erfolgtem Import der Quelldatei.
Abb. 5.10: Korrektur fehlerhafter bzw. falsch zugeordneter Datensätze.
Abb. 5.11: Starten des Analyse-Assistenten
Abb. 5.12: Wahl des Aufbaus der Daten.
Abb. 5.13: Darzustellende Datenwahl
Abb. 5.14: Wahl der Analysedarstellung
Abb. 5.15: Eigenschaftsänderung einer Analyse
Abb. 5.16: Fertiges Kartenbild Gebäudealter Zittau 2005/2006.
Abb. 5.17: Wahl der Speicherform
Abb. 5.18: Formatierung der Abspeicherung einer Grafik
Abb. 5.19: Formatierung der Abspeicherung eines HTML-Dokuments
Abb. 5.20: Interaktionsmöglichkeiten eines HTML-Dokuments
Abb. 5.21: Formatierung der Abspeicherung einer Layertabelle.
Abb. 5.22: Fertiges Kartenbild des Zittauer Belegungsgrades 2005/2006
Abb. 5.23: Dialogfeld Symbol-Portfolio.
Abb. 5.24: Kartenausschnitt einer Symbol-Portfolio-Darstellung.
Abb. 5.25: Dialogfeld Multidimensionale Symbole
Abb. 5.26: Kartenausschnitt einer Multidimensionale-Symbole-Darstellung
Abb. 6.1: Auszug der Monitoring Zittau 05-06 Bsp Baualter excel2kml.kml-
Datei
Abb. 6.2: Dialogfeld Makro
Abb. 6.3: Fertiges Kartenbild Monitoring Zittau 2005/2006.
Abb. 6.4: Umbenennung der importieren Datei im Google Earth
Abb. 6.5: Adressauflistung im Ortsfenster.
Abb. 6.6: Dialogfeld Ortsmarke bearbeiten
Abb. 6.7: San Diego (USA): San Diego Night (Foto mit Zusatzinformationen)
Abb. 6.8: San Diego (USA): San Diego Night im Fotomodus
Abb. 6.9: Blick zum Central Park New York von der Kreuzzug W 110th St -
Malcom X Blvd - East Dr (USA)
Abb. 7.1: WorkFlow eines GIS am Bsp. des Wohnungsmonitorings Zittau
2005/2006.
Abb. 8.1: Fehlerhafte Geokoordinaten.
Abb. 8.2: Bereitgestellte und gemessene Geokoordinaten der Grünen Straße
Abb. 8.3: Bereitgestellte und gemessene Geokoordinaten des Hermann-Theodor-
Schubert-Wegs
Abb 8 4: Einzelmessung am Haus II Schliebenstraße 21
Abbildungsverzeichnis
Abb. 10.1: Eigenschaften eines Geoinformationssystem für die Wohnungs- und
Immobilienbranche.
Abb. A.3.1: Länderkürzel
Abb. A.3.2: MS MapPoint 2006 - Demografische Daten I.
Abb. A.3.3: MS MapPoint 2006 - Demografische Daten II
Abb. A.3.4: MS MapPoint 2006 - Demografische Daten III
Abb. A.3.5: MS MapPoint 2006 - Demografische Daten IV.
Abb. A.3.6: MS MapPoint 2006 - Demografische Daten V
Abb. A.3.7: MS MapPoint 2006 - Demografische Daten VI.
Abb. A.3.8: Verfügbare administrative Gebietseinheiten für die Darstellung
demografischer Daten
Abb. A.4.1: MS MapPoint 2006 - Weltweite Länderstatistik I
Abb. A.4.2: MS MapPoint 2006 - Weltweite Länderstatistik II
Abb. B.1.1: Auszug Fehlerbetrachtung bei der Wohnungsbegehung am Bsp.
Äußere Weberstraße
Abb. B.2.1: Leerstandsbetrachtung der Gebäude in Zittau.
Abb. B.2.2: Leerstandsbetrachtung der Wohnungen in Zittau.
Abb. B.2.3: Wohnungsbelegungsgrad in Zittau.
Abb. B.2.4: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Geschäfte
Abb. B.2.5: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Geschossanzahl der Gebäude
Abb. B.2.6: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Wohnungsanzahl (bis 20) der
Gebäude.
Abb. B.2.7: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Wohnungsanzahl (über 20)
der Gebäude.
Abb. B.2.8: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Gebäudetyps
Abb. B.2.9: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Gebäudealters
Abb. B.2.10: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Bauzustandes der Gebäude.
Abb. B.2.11: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Fassadentype der Gebäude
Abb. B.2.12: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Außenanstriches der
Gebäude.
Abb. B.3.1: Leerstandsbetrachtung der Gebäude in Zittau.
Abb. B.3.2: Leerstandsbetrachtung der Wohnungen in Zittau.
Abb. B.3.3: Wohnungsbelegungsgrad in Zittau.
Abb. B.3.4: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Geschäfte
Abb. B.3.5: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Geschossanzahl der Gebäude
Abb. B.3.6: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Wohnungsanzahl (bis 20) der
Gebäude.
Abb. B.3.7: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Wohnungsanzahl (über 20)
der Gebäude.
Abb. B.3.8: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Gebäudetyps
Abb. B.3.9: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Gebäudealters
Abb B 3 10: Wohnungsbelegungsgrad in Abh des Bauzustandes der Gebäude
Abbildungsverzeichnis
Abb. B.3.11: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. der Fassadentype der Gebäude
Abb. B.3.12: Wohnungsbelegungsgrad in Abh. des Außenanstriches der
Gebäude.
Abb. C.1.1: Wohnungsbelegungsgrad Zittau 2005/2006.
Abb. C.1.2: Adressen des Monitorings 2005/2006
Abb. C.1.3: Bsp. Pineigenschaften anhand des Zittauer Zentrums 2005/2006.
Abb. C.1.4: Bsp. Wohnungsbegehung nach Martrikelnummer 2005/2006.
Abb. C.1.5: Belegungsgrad bzgl. Geschäftsstandorte 2005/2006.
Abb. C.1.6: Belegungsgrad bzgl. Geschossanzahl 2005/2006.
Abb. C.1.7: Belegungsgrad bzgl. Wohnungsanzahl 2005/2006
Abb. C.1.8: Wohnungsanzahl im Haus 2005/2006.
Abb. C.1.9: Belegungsgrad bzgl. Gebäudetypen 2005/2006
Abb. C.1.10: Belegungsgrad bzgl. Baualter der Gebäude 2005/2006
Abb. C.1.11: Belegungsgrad bzgl. Bebauungstyp der Gebäude 2005/2006.
Abb. C.1.12: Belegungsgrad bzgl. Bauzustand der Gebäude 2005/2006
Abb. C.1.13: Belegungsgrad bzgl. Fassadentypen der Gebäude 2005/2006
Abb. C.1.14: Belegungsgrad bzgl. Außenanstriche der Gebäude 2005/2006.
Abb. C.2.1: Belegungsgrad Zittau der Jahre 2005/2006 und 2006/2007.
Abb. C.2.2: Vgl. Geschäftsstandsorte Zittau der Jahre 2005/2006 und 2006/2007.
Abb. C.2.3: Geschäftsstandorte Zittau 2005/2006 und 2006/2007.
Abb. D.1.1: Belegungsgrad Zittau 2005/2006
Abb. D.1.2: Adressdarstellung Zittau 2005/2006
Abb. D.1.3: Beispiel Wohnungsbegehung nach Martrikelnummer 2005/2006.
Abb. D.1.4: Belegungsgrad bzgl. Geschossanzahl 2005/2006
Abb. D.1.5: Wohnungsanzahl bzgl. Geschossanzahl 2005/2006.
Abb. D.1.6: Belegte Wohnungen bzgl. Wohnungsanzahl im Haus 2005/2006.
Abb. D.1.7: Belegungsgrad bzgl. Baualter der Gebäude 2005/2006
Abb. D.2.1: Belegungsgrad Zittau der Jahre 2005/2006 und 2006/2007
Abb. D.2.2: Übereinstimmende Adressen bei der Wohnungsbegehung
2005/2006 und 2006/2007.
Abb. D.2.3: Geschossanzahl Zittau der Jahre 2005/2006 und 2006/2007
Abb. D.2.4: Wohnungsanzahl im Haus der Jahre 2005/2006 und 2006/2007.
Abb. D.2.5: Belegte Wohnungen im Haus der Jahre 2005/2006 und 2006/2007.
Abb. D.2.6: Baualter der Gebäude der Jahre 2005/2006 und 2006/2007
Abb. E.1.1: Adressen des Monitorings 2005/2006
Abb. E.1.2: Kartenausschnitt des Monitorings 2005/2006
Abb. E.2.1: Import des Monitorings 2005/2006 und Monitorings 2006/2007
Abb. F.1: GPS-Empfänger
Abb. F.2: Log In Fenster für GPS-Empfänger.
Abb. F.3: Konfigurationsfenster des LOG Formates
Abb F 4: Datenimportfenster
Tabellenverzeichnis 10
Tabellenverzeichnis
Tab. 3.1: Vektordatentabelle 22
Tab. 3.2: Lageinformation in Tabellenform. 24
Tab. 3.3: Verschiedene Adressschlüssel inkl. Daten/Geokoordinaten 40
Tab. 7.1: Übersicht der Merkmale der GIS. 140
Tab. 9.1: Kostenübersicht der GIS (inkl. 19 MwSt.) - Stand 03.12.2008. 153
Tab. 9.2: Kostenübersicht der Geodaten (inkl. 19 MwSt.) - Stand 03.12.2008. 154
Tab. A.1.1: Administrative Strukturen. 158
Tab. A.1.2: Postalische Strukturen. 158
Tab. A.1.3: Branchenspezifische Strukturen. 159
Tab. A.1.4: Geometrische Koordinatensysteme, Bsp. Punkt in Dresden 159
Tab. A.2.1: Markdaten 160
Tab. A.2.2: Mikrografische Daten 161
Tab. A.2.3: Adressen. 162
Tab. A.7.1: Erklärung der Kartentypen der GIS-Programme 178
Tab A 8 1: Erklärung der Bereichstypen bei MapPoint 2006 181
Abkürzungsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Abh. Abhängigkeit Blvd. Boulevard Bsp. Beispiel BWL Betriebswirtschaftslehre bzw. beziehungsweise bzgl. bezüglich ca. circa DB Datenbank DBMS Datenbankmanagementsystem DHH Doppelhaushälfte DSL Digital Subscriber Line (dt.: Digitaler Teilnehmeranschluss) dt. deutsch engl. englisch EG Erdgeschoss EFH Einfamilienhaus EU Europäische Union etc. et cetera FH Fachhochschule GIS Geoinformationssystem GPS Global Positioning System GUS Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ID Identifikationsbezeichnung/-nummer inkl. inklusiv
Abkürzungsverzeichnis 12
IS Informationssystem lat. lateinisch max. maximal min. minimal MS Microsoft MwSt. Mehrwertsteuer OG Obergeschoss ODBC Open Database Connectivity (dt.: Offene Datenbank-Verbindungsfähigkeit) PC Personal Computer S. Seite Tab. Tabelle u. a. unter anderen u. U. unter Umständen Vgl. Vergleich vgl. vergleiche Web World Wide Web (WWW) z. B. zum Beispiel z. T. zum Teil
1 Einleitung 13
1 Einleitung
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Einsatzfähigkeit und Funktionalität von Geoinformationssystemen (GIS) in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zu prüfen.
Dabei stehen die Software-GIS MapPoint 2006 und RegioGraph 10 sowie das Inter- net-GIS Google Earth Basisversion zur Verfügung. Diese Arbeit soll dabei helfen, die GIS so anschaulich darzustellen, dass diese in betreffenden Institutionen genutzt werden können.
In Zeiten des weltweiten, explosionsartigen Anwachsens der von Unternehmen gesammelten Daten gewinnt der Einsatz von GIS im Marketingbereich immer mehr an Bedeutung. Mittels des sogenannten Geomarketing sollen bei der Entscheidungsfindung im Marketing die raumbezogenen Sachverhalte der Unternehmen strategisch, taktisch und operativ analysiert und mit Hilfe eines GIS diese Daten in einer thematischen Landkarte visualisiert werden.
Diese Arbeit untersucht die Einsatzfähigkeit und Funktionalität der GIS MapPoint 2006, RegioGraph 10 und Google Earth Basisversion anhand des Wohnungsleerstandes der Stadt Zittau. Zunächst soll ein Einblick auf das Geomarketing und dessen Abgrenzung zum GIS gegeben werden. Anschließend wird der Aufbau eines GIS erläutert. Hauptteil der Arbeit ist die Beschreibung, wie die drei oben genannten GIS in Bezug auf den Untersuchungspunkt anzuwenden sind, um deren Einsatzfähigkeiten aber auch Grenzen zu untersuchen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Aufbereitung der bereits vorhandenen Daten des Zittauers Monitorings 2005/2006 des Studienjahrganges BW05 sowie des Zittauers Monitorings 2006/2007 des Studienjahrganges BW06 der FH Zittau/Görlitz. Des Weiteren soll die Genauigkeit der Geodaten mittels empirischer Untersuchung überprüft werden, um die Exaktheit der GIS darzulegen. Zum Abschluss werden die Präsentationen der GIS dargestellt und die Systeme miteinander verglichen, um den Nutzen dieser für die Wohnungs- und Im- mobilienwirtschaft darzustellen.
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing 14
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing
2.1 Definition Marketing
„Marketing ist der Planungsprozess der Konzeption, Preispolitik, Promotion und Distribution von Produkten und Dienstleistungen, um Austauschprozesse zu erreichen, die individuelle und organisationale Ziele erfüllen.“ 1
2.2 Definition Geografische Informationssysteme
„Ein Geo-Informationssystem (kurz: GIS) ist ein rechnergestütztes System, das aus Hardware, Software, Daten und den Anwendungen besteht. Mit ihm können raumbezogene Daten digital erfasst und redigiert, gespeichert und reorganisiert, modelliert und analysiert sowie alphanumerisch und grafisch präsentiert werden.“ 2
GIS kommt aus dem anglo-amerikanischen Sprachgebrauch und steht für Geographic Informationssystem, eingedeutscht Geografisches Informationssystem. Hierbei steht das IS für „eine Sammlung von Informationen oder Daten zu einer vorgegebenen Thematik, die aufgrund eines eindeutigen Ordnungsschemas dem Benutzer einen schnellen und gezielten Zugriff gestattet.“ Die zugrundeliegenden Infor- 3
mationen sollten vollständig und aktuell sein und eine einfache Nachbearbeitung zulassen. Zudem ist bei dem Ordnungsschema zu beachten, dass unterschiedliche, aber auch kombinierte Abfragen bezüglich der unterschiedlichen Suchkriterien ermöglicht werden. 4
Wenn diese Informationen zusätzlich mit Koordinaten versehen werden und somit eine räumliche Abfrage gestatten, spricht man von einem Geo-Informationssystem.
1 Graselamp, D./Frech, I./Frech, K. (2007): Geomarketing mit MS MapPoint. Ein praxisorientierter
Einstieg in Business Geographics mit MapPoint und Office, S. 75
2 Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme. Band
1 Hardware, Software und Daten, S. 5
3 Wilfried Linder, Dr. Dr. Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch, S.
2
4 Vgl. ebenda
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing 15
Das Geo (abgeleitet von geos = Erde) bezieht sich auf die räumliche Zuordnung eines Objektes zu einem bestimmten Punkt auf der Erde. 5
Mit Hilfe eines GIS werden demnach raumbezogene Daten, sogenannte Geodaten, verarbeitet und verwaltet.
2.3 Definition Geomarketing
SCHÜSSLER, F. (1997, S. 2) definierte Geomarketing noch vor der Etablierung der Desktop-Mapping-Systeme wie folgt: „Geomarketing bezeichnet die Planung, Koordination und Kontrolle kundenorientierter Marktaktivitäten mittels geografischer Informationssysteme; somit werden Methoden angewendet, welche den Raumbezug der untersuchten Daten herstellen, analysieren und darstellen können.“ Ein GIS ist 6
demnach ein Instrument des Geomarketings. 7
Letztere definieren den Begriff unter Berücksichtigung des vorangegangen Problems: „Geomarketing analysiert aktuelle wie potenzielle Märkte nach räumlichen Strukturen, um den Absatz von Produkten effektiver planen und messbar steuern zu können. … Die mögliche Umsetzung der räumlichen Betrachtungsweise mittels geografischer Informationssysteme (GIS) und feinräumiger Geodaten ist lediglich ein Instrument des Geomarketing.“ 8
2.4 Abgrenzung GIS vom Geomarketing
Ziel ist es den (Wohnungs-) Markt transparenter zu gestalten, das Verständnis von Marktzusammenhängen klarer zu veranschaulichen und folglich das unternehmerische Handeln zielgerichteter zu steuern. Immer häufiger wird bei dem klassischen Marketing-Mix (Produkt, Preis, Distribution und Kommunikation) die räumliche Betrachtungsweise ergänzt. Aus diesem Grund wird dem Begriff Marketing ein Geo voran gestellt. Für den gesamten Marketing-Mix lassen sich Geomarketing-Anwendungen finden:
• produktspezifische Versorgung und Absatz nach Gebieten
5 Vgl. Linder, Dr. Dr. Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
6 Schüssler, F. (1997): GIS als Instrument der unternehmerischen Entscheidungsfindung, S. 2
7 Vgl. Herter, M./Mühlbauer, K.-H. (Hrsg.) (2008): Handbuch Geomarketing
8 Vgl. ebenda, S. 7
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing 16
• Betrachtung räumlich unterschiedlicher Preisniveaus
• Optimierung des stationären Distributionsnetzes
• zielgruppengenaue Steuerung des Kommunikations-Mixes 9
Unter Betrachtung der vorangegangen Punkte lassen sich die unternehmerischen Kennzahlen, welche sich regional unterscheiden, anschaulicher darstellen und minimieren letztendlich unternehmerische Risiken. 10
Da Geomarketing neben BWL, Geografie, Informatik und Statistik auch den Raumbezug umfasst, ist eine Darstellung der Kernbausteine des Geomarketings mittels GIS unabdingbar.
Abb. 2.1: Kernbausteine des Geomarketings [nach Vorlage von HERTER, M. und MÜHLBAUER, K.-H. (2008), S. 12]
Somit ist Geomarketing ebenfalls ein:
• Analyseinstrument der Ist-Situation der gegenwärtigen Marktlage
• Planungsinstrument zur Neustrukturierung von Gebieten oder Standorten
•
Kontrollinstrument zur Festlegung der Auswirkungen durchgeführter Maßnahmen im Raum
9 Vgl. Herter, M./Mühlbauer, K.-H. (Hrsg.) (2008): Handbuch Geomarketing
10 Vgl. ebenda
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing 17
• Steuerungsinstrument zur permanenten Anpassung der Marktstrategien an die aktuellen Marktgegebenheiten 11
Alle diese Punkte beziehen sich direkt und indirekt auf einen Raumbezug. Die Umsetzung der Ziele erfolgt mittels Geomarketing, die Bearbeitung jedoch durch ein GIS.
GIS ist ein Instrument des Geomarketing. Laut MEFFERT, H., BURMANN, C. und KIRCHGEORG, M. (2008, S.11) schlägt sich marktorientierte Führung eines Unternehmens auf die: „ … Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potenziellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten“ nieder. Das 12
heißt, durch ein Ineinandergreifen der unternehmerischen Bereiche, wie Produktentwicklung, Werbung, Vertrieb und Planung, soll eine planmäßige Umsetzung der vorgegeben Ziele eines Unternehmens erreicht werden. Hinzu kommt, dass die Betrachtung räumlich erfolgt. Immer häufiger stellt sich für Unternehmen nicht mehr die Frage „Wer ist mein Kunde?“ sondern „Wo ist mein Kunde?“ 13
Das GIS dient also der Aufnahme sowie Abspeicherung der Daten mittels Hardware und Software und deren Bearbeitung, Auswertung sowie grafischen Darstellung. Mit den neu enthaltenen Daten werden anschließend unternehmerische Vorgaben konzipiert um die angestrebten Ziele zu erreichen, welche im Vorfeld im Geomarketing erarbeitet und beschlossen wurden.
Um die Problematik zu veranschaulichen, wird dies an einem vereinfachten Beispiel dargestellt:
Es ist ein Neubau eines Kindergartens in der Nachbarschaft geplant. Im Vorfeld ist zu klären, ob die Anzahl der Kindergärten im Umfeld ausreicht bzw. ob eine entsprechende Anzahl an Kindern vorhanden ist.
Mit Hilfe des Geomarketings soll der optimale Standort erarbeitet werden: Ermittlung der Anzahl der Einwohner; die Zahl Kinder, welche sich nach Fertigstellung des Projektes im Kindergartenalter befinden; zukünftige Prognosen, wie viele Neugeborene in den kommenden Jahren zu erwarten sind; wie groß die Kapazitäten der anliegenden Kindergärten sind etc. Diese Daten werden mittels eines GIS analysiert und
11 Vgl. Herter, M./Mühlbauer, K.-H. (Hrsg.) (2008): Handbuch Geomarketing
12 Meffert, H./Burmann, C./Kirchgeorg, M. (2008, 10., vollständig überarb. und erw. Aufl.): Marke- Grundlage marktorientierter Unternehmensführung. Konzepte - Instrumente - Praxisbeispie-
le, S.11
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing 18
bearbeitet. Z. B. kann das Einzugsgebiet des neuen Kindergartens dargestellt werden, wodurch erkennbar wird, in wie weit sich Einzugsgebiete anderer Kindergärten überschneiden und wie groß der Bedarf an Kindergartenplätzen ist. Das Geomarketing kann mittels der Modellierung oder grafischen Darstellung auf diese Daten zugreifen und durch Planung, Koordination und Kontrolle eine Notwendigkeit herausfiltern, um eine optimale Umsetzung des Projektes zu erzielen.
2.5 Mikromarketing
Mit Hilfe der Entwicklung computergestützte mikrogeografische Marktsegmentierung, dem Mikromarketing (Präzisionsmarketing), Ende der 80er Jahre im 20. Jahrhundert können Käufertypologien entwickelt werden. Diese beschreiben Gruppen von Konsumenten, welche sich hinsichtlich ihres Lebensstils (lifestyle) unterscheiden, wie z. B. Einkaufsverhalten, Interessen, Einstellungen, Meinungen, Werte und Persönlichkeitsmerkmale. Je nach Anforderung lassen sich somit Kundentypen nach demografischen Kriterien (Alter, Beruf, Einkommen), nach ihrem Einkaufsverhalten (Wechsel- oder Gelegenheitskäufer) oder nach sozialen Milieus (bürgerlich, intellektuell) bilden. 14
Gleich und Gleich gesellt sich gern. Menschen mit ähnlichen Interessen, Bildung, Einkommen und Konsumgewohnheiten siedeln sich oft in räumlicher Nachbarschaft an. Der Gesamtmarkt wird bei mikrogeografischen Systemen in kleinräumige Gebiete unterteilt, sogenannte Marktzellen bzw. Mikromarktzellen (engl.: lifestyle cluster). Somit wird der heterogene (Wohnungs-) Markt in homogenen Zellen gegliedert, die sich gegenseitig voneinander abgrenzen. Aus datenrechtlichen Gründen muss die 15
kleinste Zelle aus mindestens fünf Haushalten bestehen. Im Durchschnitt sind es 16
sieben. Mittels der Adressen sind diese Marktzellen geografisch in Koordinaten lokalisierbar und somit auf der Landkarte darstellbar. 17
Die Begriffe Geomarketing und Mikromarketing lassen sich heute oft gleichbedeutend verwenden. Mit der Vorsilbe Mikro bei Mikromarketing wird lediglich Nach- 13 Vgl.Herter, M.l/Mühlbauer, K.-H. (Hrsg.) (2008): Handbuch Geomarketing
14 Vgl. Graselamp, D./Frech, I./Frech, K. (2007): Geomarketing mit MS MapPoint. Ein praxisorien- Einstieg in Business Geographics mit MapPoint und Office
15 Vgl. ebenda
16 Vgl. Nitsche, M. (1998): Micromarketing. Daten - Methoden - Praxis, S. 49f
17 Vgl. Graselamp, D./Frech, I./Frech, K. (2007): Geomarketing mit MS MapPoint. Ein praxisorien-
tierter Einstieg in Business Geographics mit MapPoint und Office
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing 19
druck verliehen, dass es sich um eine sehr feinräumige Betrachtung des Marktes handelt. 18
2.6 GIS Typen
GIS werden in unterschiedliche Mapping-Systeme eingeteilt. Mapping steht im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch für Abbild, Kartierung, Kartenzeichnung, Kartografie etc. Von Mapping-Systemen wird gesprochen, wenn der Einsatz von Software hinzukommt. Diese können Daten räumlich einordnen, selektieren, umrechnen und die Ergebnisse in Karten darstellen. 19
2.6.1 Business Mapping
„Von Business Mapping spricht man in dem Moment, in dem Mapping-Aufgaben für Unternehmen durchgeführt, also thematische Karten aufgrund von firmenrelevanten Daten erstellt werden. Es geht hier also nicht um die Analyse von Wirtschaftsdaten mittels GIS-Funktionen. Anders herum ist Business Mapping wohl aber ein Teil des Geomarketing bzw. von Business Geographics.“ 20
2.6.2 Desktop Mapping
„Hierunter versteht man das Erstellen einer Karte von der Dateneingabe bis zur Ausgabe als fertige thematische Karte an einem Computerarbeitsplatz (Standart-PC) mit einer eher leicht zu bedienenden Software, die im Allgemeinen über umfangreichere Präsentationsfunktionen verfügt, allerdings nur eingeschränkte Analysemöglichkeiten bietet.“ 21
2.6.3 Web Mapping
Web Mapping ist die Verbindung von GIS- und kartografischen Funktionalitäten mit dem Internet. Es umfasst unterschiedliche Leistungsstufen, wobei aufgrund der schnellen Internetverbindungen wie DSL statische Visualisierungen bis hin zum On- 18 Vgl.Graselamp, D./Frech, I./Frech, K. (2007): Geomarketing mit MS MapPoint. Ein praxisorien- Einstieg in Business Geographics mit MapPoint und Office
19 Vgl. Leiberich, P. (Hrsg.) (1997): Business Mapping im Marketing
20 Graselamp, D./Frech, I./Frech, K. (2007): Geomarketing mit MS MapPoint. Ein praxisorientierter
Einstieg in Business Geographics mit MapPoint und Office, S. 80
21 Ebenda, S. 80
2 Geografische Informationssysteme und deren Abgrenzung zum Begriff Geomarketing
line-GIS durchführbar sind. 22
stellung auch Analysefunktionen aus dem Bereich des GIS. 23
22 Vgl. Herrmann, C./Asche, H. (2001): Web.Mapping 1. Raumbezogene Information und Kommuni- im Internet
23 Vgl. Graselamp, D./Frech, I./Frech, K. (2007): Geomarketing mit MS MapPoint. Ein praxisorien-
tierter Einstieg in Business Geographics mit MapPoint und Office
3 Grundlagen der GIS 21
3 Grundlagen der GIS
3.1 Grundlagen von GIS-Datentypen
Im vorangegangen Kapitel wurde dargelegt, dass im GIS raumbezogene Daten bearbeitet werden. Für die geometrische Modellierung der zu untersuchenden Gebiete werden Koordinaten benötigt. Zu unterscheiden ist hierbei die räumliche (horizontale) und sachliche (vertikale) Lage. Dies führt zu spezifischen Formen der Speicherung.
Relevante Daten für ein GIS sind:
• Flächenhaft-kontinuierliche Informationen: Geländehöhen, Temperatur-
•
Flächenhaft-diskontinuierliche
demografische,sche und statistische Daten aus Basis administrativer Einheiten; gelten für
• Punkthafte Informationen: Standortangaben (reine Existenzdaten oder Daten mit zugeordneten Informationen)
• Linienhafte Informationen: Politische Grenzen, Verkehrswegenetz, Ver-und Entsorgungsleitungen etc.
• Zwischentypen: Pendlerbewegungen etc. (Vergleich zwischen mehreren Kreisen) 24
3.1.1 Vektordaten (Zeichnungen)
Vektordaten beschreiben grafische Objekte anhand von geometrischen Objekten, wie Punkte, Linien und Polygone. Punkte und deren Beziehung zueinander beschreiben
24 Vgl. Linder, Dr. Dr. Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
3 Grundlagen der GIS 22
die Form des geometrischen Objektes. Die Punkte werden über Koordinaten definiert, somit steht das Bezugssystem und damit die Metrik bereits fest. 25
Für die Beschreibung werden meist die Bezeichnungen Knoten für einen Punkt und Kante für die Verbindung zwischen zwei Knoten verwendet. Inzidenz bedeutet, dass eine Kante im Knoten beginnt und endet, und Adjazenz, dass zwei Knoten durch eine Kante verbunden sind. 26
Ein Punkt lässt sich über ein Koordinatenpaar x und y beschreiben. Der Punkt selbst ist 0-dimensional, lässt sich aber nur in einem 2-dimensionalen Kartenraum darstellen. Jede Entität kann je nach Maßstab als Punktobjekt abgebildet werden. Neben den allgemeinen Informationen wie Einwohnerzahl und Infrastruktur kann die Lage einer Stadt durch ein Koordinatenpaar beschrieben werden. Jedoch liegt x und y als weiteres beschreibendes Attribut vor, nicht als ein grafisches Element. Wenn die Koordinaten in einem einheitlichen metrischen Bezugssystem liegen, dann ist eine Berechnung der Luftliniendistanz zwischen den Städten möglich. Problematisch wird es jedoch, wenn ein zu großer Maßstab (z. B. 1:20.000) gewählt wird. Hier würde eine punktuelle Betrachtung nicht mehr ausreichen, da Städte fest definierte Flächen und Stadtgrenzen besitzen. Straßen müssten durch eine Vielzahl von Linien dargestellt werden. 27
Tab. 3.1: Vektordatentabelle
Stadt Einwohner X (Rechtswert) Y (Hochwert) Dresden 507.500 383248 566833
Zittau 29.300 390739 565591
Wenn Entitäten über eine oder mehrere Linien dargestellt werden, wird von Polylinien gesprochen. Mindestens zwei Koordinatenpaare (Anfang- und Endpunkt) bilden eine Polylinie. Werden mehrere Liniensegmente miteinander verbunden, werden komplexere Linienobjekte gebildet. Je präziser der Verlauf z. B. einer Kurve darge- 25 Vgl.Herter, M./Kroos, B. (2006): Java und GIS. Programierung - Beispiele - Lösungen
26 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
3 Grundlagen der GIS 23
stellt werden soll, umso mehr Liniensegmente müssen verwendet werden. Damit steigt ebenfalls die Anzahl der Koordinatenpaare. 28
Abb. 3.1: Darstellung Polylinien
Eine flächenhafte Darstellung von Entitäten wird mittels Polygone erreicht. Ein Polygon besteht aus mindestens drei Liniensegmenten, wobei das letzte im Anfangspunkt endet. Somit entsteht eine geschlossene Fläche in einer 2-dimensionalen Ebene. 29
Abb. 3.2: Darstellung Polygone
Üblicherweise werden Vektordaten in Dateien gespeichert, deren Aufbau wie folgt aussehen könnte:
27 Vgl. Herter, M.l/Kroos, B. (2006): Java und GIS. Programierung - Beispiele - Lösungen
28 Vgl. ebenda
29 Vgl. ebenda
3 Grundlagen der GIS 24
Tab. 3.2: Lageinformation in Tabellenform [nach Vorlage von LINDER, Dr. Dr.-Ing. W. (1999), S. 8]
Es wird über die Schlüsselnummer zwischen Punkten und Linien unterschieden, aber auch einzelne Charakteristiken zugeordnet (z. B. Punktsignatur, Linienbreite, inhaltliche Bedeutung etc.). Die gebildeten Punkte aus Einzelpunkten, Linien oder Polygone liegen mit ihren vollständigen Koordinaten vor, d. h. Änderungen bzw. Festlegungen des Ausgabemaßstabes sind theoretisch ohne Probleme möglich. Des Weiteren liegen die Inhalte zusammenhängend vor, so dass sie als komplette Objekte zur Verfügung stehen. Koordinaten einer Straße werden beispielsweise hintereinander weg mit einem eindeutigen Schlüssel versehen und gespeichert. Somit kann die Straße zu jedem Zeitpunkt aus der Datei ausgewählt werden. 30
Ihre Hauptanwendungsgebiete sind:
• Liegenschaftskataster
• Flurbereinigung
• Leitungsdokumentation sowie Planung
• Digitalisierung von analoger Karteninformation
• Konstruktion am grafischen Arbeitsplatz 31
Es gelten zusammenfassend für Vektordaten folgende Eigenschaften:
• Punkt und Linien als grafische Grundstrukturen, Fläche als geschlossener Linienzug
• Daten sind nach Objektlinien geordnet, dadurch linienhafte Betrachtungsweise
• logische Datenstrukturierung und Objektbezug leicht möglich
30 Vgl. Linder, Dr. Dr. Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
31 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme.
Band 1 Hardware, Software und Daten
3 Grundlagen der GIS 25
• geringe Datenmenge, kurze Rechenzeiten
• punktuelle Datenerfassung durch den Einsatz von bewährten Methoden, jedoch hohe Erfassungszeiten 32
3.1.2 Rasterdaten (Bilder)
Die geometrischen Grundstrukturen der zu modellierenden Entitäten werden bei dem rasterorientierten Ansatz in einzelne Rasterdaten (Pixel, Bildelemente) zerlegt. Die Rasterelemente sind vorwiegend quadratisch geformt und von identischer Größe. Dabei stellt ein Rasterpunkt eine Punkt-Entität dar, eine Folge von Rasterpunkten eine linienförmige Entität und eine Fläche eine Menge von Rasterelementen. Durch Volumenelemente können Entitäten mit einer volumenhaften Ausprägung abgebildet werden. Kontinuierliche Werteverläufe, wie Geländehöhe und Lärmimmission, können als Rastermatrix approximiert werden. In der Regel werden logisch zusammenhängende Informationen, wie Flächennutzung und Geländehöhe, in einer Rastermatrix abgelegt, andere Daten werden wiederum in weiteren Datenebenen zugewiesen. 33
Zu berücksichtigen ist, dass Rasterdaten keine Unterscheidung nach Punkt, Linie oder Fläche kennen. Es existieren somit keine logischen Verbindungen zwischen den einzelnen Bildelementen. Die Rasterdaten enthalten nur Werte über Eigenschaften der Pixel, wie Grau- oder Farbwerte, Höhen, Emmissionswerte etc. 34
Im nachfolgenden Beispiel ist veranschaulicht, dass die Repräsentation grafischer Objekte von der Auflösung des Rasters abhängig ist. Die Abbildung wird umso präziser, je höher die Auflösung ist.
32 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme.
Band 1 Hardware, Software und Daten
33 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
34 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme.
Band 1 Hardware, Software und Daten
Abb. 3.3: Rasterwerte zweier Flächen 35
Das Raster verfügt über eine Auflösung von 100 Pixel (10 Reihen x 10 Spalten). Die zwei angrenzenden Flächenobjekte A und B unterscheiden sich inhaltlich durch die Wertigkeit (1) und (2). Um die Objekte identifizieren zu können, besitzt jedes Pixel die Eigenschaft des zugehörigen Zahlenwertes (z. B. eine Klassennummer). Bei der Überlagerung des Rasters mit den grafischen Objekten wird ersichtlich, dass ein Pixel nicht vollständig innerhalb eines Flächenobjektes fallen muss. Ein Pixel, welches zu >50 % seiner Fläche mit der eines grafischen Objektes übereinstimmt, wird der jeweiligen Klassennummer des Objektes zugeordnet. Pixel, welche keiner Objektklasse zugeordnet werden, erhalten die Wertigkeit Null, um die Vollständigkeit der thematischen Ebene zu gewährleisten. 36
Ihre Hauptanwendungsgebiete liegen im:
• mittleren Maßstabbereich (1:10.000 bis 1:1.000.000) (u. a. Luftbilder, Orthophotos und Karten)
• in der Bodenkunde und Landwirtschaft (um Bodengüte und Ertragsfähigkeit festzustellen) 37
Für die Rasterdaten gelten die nachfolgenden Eigenschaften:
• Pixel als grafische Grundstruktur
• flächenhafte Betrachtungsweise, dadurch Vorzüge in diesem Bereich erkenn-
35 Herter,
36 Vgl. ebenda
37 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme.
Band 1 Hardware, Software und Daten
3 Grundlagen der GIS 27
• einfache Datenerfassung, kurze Erfassungszeiten
• Ordnung nur nach der Position der Pixel
• logische Datenstrukturierung und Objektbezug sehr eingeschränkt
• große Datenmenge, dadurch hoher Rechenaufwand 38
Auf Grund des unmittelbaren räumlichen/koordinatenbezogenen Charakters werden Vektor- und Rasterdaten auch als Geometriedaten bezeichnet. 39
3.1.3 Sachdaten (Attribute)
Informationen, welche nicht geometrischer Art sind, aber trotzdem noch einen Raumbezug haben, werden durch Sachdaten dargestellt. Beispielsweise ist die Anzahl, Dauer und das Ziel von Telefongesprächen den Standorten der Telefonzellen zugeordnet. Diese Art von Daten werden in einer sogenannten relationalen Datenbank eingegeben, die ebenfalls statistische Auswertungen etc. ermöglichen. Die Sachdaten können dann innerhalb eines Datenbankprogramms mit geometrischen Daten versehen werden und sind anschließend verfügbar für das GIS. 40
Entitäten werden erst durch eine Beschreibung ihrer Eigenschaften charakterisiert. Diese beschreibenden Daten werden auch Attributdaten genannt, welche die Identifizierungen, Klassifizierungen und Charakterisierungen von Objekten erst ermöglichen. Attribute repräsentieren alle nichtgeometrischen Elemente wie Texte, Mess- 41
werte, Zahlensammlung, Nummern, Namen etc. 42 Der Bereich umfasst u. a.:
• im Umweltbereich Größen wie Schadstoffwerte, Baumschadenklassen etc.
• im Energieversorgungsbereich Daten wie Leistungsdurchmesser, Material,
38 Vgl. Bill, Ralf (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme. Band 1 Hardware, Software und Daten
39 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
40 Vgl. ebenda
41 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
42 Vgl. Bill, Ralf (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-
Informationssysteme. Band 1 Hardware, Software und Daten
3 Grundlagen der GIS 28
• in Land-Informationssystemen Größen wie Hausnummer, Parzellennummer, Eigentümer etc. 43
Deren Eigenschaften, wie Abb. 3.4: Eigenschaften von Sachdaten zeigt, sind:
• identifizierend
• klassifizierend
• charakterisierend 44
Abb. 3.4: Eigenschaften von Sachdaten 45
Eine Relation zwischen geometrischen Objekten und attributiven Daten wird mittels Attributiver Join (Verbindung) oder Spatial Join (räumliche Verbindung) hergestellt. Der Attributive Join lässt die Relation zwischen Geometrie und Sachdaten über ein gemeinsames Attribut erfolgen. Das geometrische Objekt besitzt einen eindeutigen Schlüssel (ID). Die Sachdaten, abgespeichert als Tabelle in einer Datei oder in einer Datenbank (kurz: DB), besitzen ebenfalls das Feld mit dem dazugehörigen ID. Wenn über diese Schlüssel ein Join aufgebaut wird, dann können alle anderen Felder als beschreibende Informationen der Geometrie genutzt werden. 46
43 Vgl. Bill, Ralf (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme. Band 1 Hardware, Software und Daten
44 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
45 Ebenda, S. 30
46 Herter, M./Kroos, B. (2006): Java und GIS. Programierung - Beispiele - Lösungen
Abb. 3.5: Attributiver Join 47
Mittels dem Spatial Join wird eine Relation über die Lage von Objekten zueinander aufgebaut. Die geometrischen Objekte werden dabei miteinander verschnitten. Als Beispiel dienen hier Häuser eines Wohnblocks. Der Wohnblock ist über ein Polygon definiert und wird sachlich mit den Attributen der Kaufkraft und dem sozialen Status beschrieben. Mit Hilfe einer Point-in-Polygon-Analyse können alle Häuser, die innerhalb des Wohnblocks liegen, zusätzlich sozio-ökonomische Informationen des Wohnblocks erhalten. Der Join wird erst vollzogen, sofern die räumliche Bedingung der Verschneidung mit true (wahr) beantwortet wird. 48
3.1.4 Weitere Datentypen
Auf die nachfolgenden spezifischen Datentypen soll der Vollständigkeit wegen nur kurz eingegangen werden.
Hybride Verarbeitung hebt die Trennung der beiden Modellierungsansätze, vektorielle und rasterbasierte Informationen, auf. Rasterdaten können hierbei als Zusatzinformationen (die Rasterdaten haben den räumlichen Bezug nur über das Objekt), als Hintergrundinformationen (Kartenhintergrund für die räumliche Zuordnung der Fachinformationen) angehängt oder vollständig integriert werden (Rasterdaten als Hintergrundinformation oder als eigenständige Dateien). 49
Wenn über die Attributdaten hinaus noch weitere Daten verarbeitet werden, wie unstrukturierte Texte und Grafiken, gescannte, bildliche Informationen, Ton und Vide- 47 Herter,M./Kroos, B. (2006): Java und GIS. Programierung - Beispiele - Lösungen, S. 36
48 Vgl. Herter, M./Kroos, B. (2006): Java und GIS. Programierung - Beispiele - Lösungen
49 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
3 Grundlagen der GIS 30
os, wird von Multimedia Daten gesprochen. Hierbei entstehen jedoch Mehrkosten für die zusätzliche Informationsverarbeitung. 50
Es entstehen zwischen den Bereichen mit einheitlichen Klassennummern deutliche Grenzlinien. Natürliche Phänomene lassen sich aber durch graduelle Übergänge zwischen den Klassen realistischer beschreiben, die sogenannte Unschärfe. „Anstatt 51
mit Mengen, in denen die Elemente entweder vollständig enthalten sind oder nicht, wird mit Funktionen operiert, die jedem in der unscharfen Menge enthaltenen Element eine graduelle Zugehörigkeit zuweist. Somit wird es möglich, dass ein und dasselbe Element zu unterschiedlich hohen Wahrscheinlichkeiten in mehreren Mengen enthalten ist. Eine Aussage kann genähert erfolgen oder ein Attributwert subjektiv geprägt sein.“ 52
Bei Daten mit Raumbezug können räumliche Ausdehnung oder deren Attributwerte sich mit der Zeit ändern. Z. B. ändern sich die Größe und der Druck eines Sees in Abhängigkeit vom Niederschlag. Eine mögliche Rahmenbedingung einer Datenmodellierung ist, dass zusätzliche Angaben zur Historie des Objekts (Datum der Entstehung des Objekts) vorgenommen werden. Letztendlich ist zum heutigen Zeitpunkt ein zeitlicher Verlauf in einem GIS noch unzureichend berücksichtigt. 53
3.1.5 Wahl des Datentyps
Je nach Anwendung ist eine Wahl des Datentyps und somit der Software (vektor-oder rasterorientiert) zu treffen.
Vektordaten sind zu bevorzugen, wenn eine Darstellung mit Hilfe von Linien ausreicht. Diese benötigen weniger Speicherkapazität, da sie einen geringeren Aufwand der grafischen Darstellung verursachen. Als Beispiel würde eine Darstellung von politischen Grenzen, Gewässer- oder Straßennetze dienen. 54
Rasterdaten werden dann benötigt, wenn man sehr viele Daten in Form von Bildpunkten (z. B. Satellitenbilder) vorliegen hat. Jeder Bildpunkt (Flächeneinheit) be- 50 Vgl.Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
51 Vgl. ebenda
52 Ebenda, S. 31; zitiert bei Bouillé, F. (1994): Fuzziness structuring and processing in an object- GIS
53 Vgl. ebenda
54 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
3 Grundlagen der GIS 31
sitzt nur einen einzigen Wert (Farbton) bzw. jede x-y-Position eine z-Wert. Hierzu gehören u. a. Geländemodelle oder sonstige kontinuierliche Flächendaten. 55
Wenn man demografische Daten in einer relationalen DB bzw. einem Tabellenkalkulationsprogramm verarbeiten möchte und der räumliche Aspekt im Hintergrund steht, werden diese als Sachdaten verwaltet. Beispielsweise liegen demografische Daten für das gleiche Gebiet mit dessen zehn größten Ortschaften vor. Es werden also zehn Punkte (Koordinatenpaare der Ortzentren) mit jeweils mehreren Daten (Bevölkerungszahl, Einwohnerdichte, Altersaufbau, soziale Schichtung, Einkommen etc.) verarbeitet, ohne dabei auf den räumlichen Aspekt eingehen zu müssen. 56
Bei den anschließend vorgestellten GIS handelt es sich um vektororientierte GIS, da sich die Daten aus Vektor-, Raster- und Sachdaten zusammensetzen.
3.2 Koordinatensysteme
Bei der Datengewinnung und deren Aufbereitung wird unter Umständen mit unterschiedlichen Koordinatensystemen gearbeitet. Hierbei unterscheidet man zwischen: Geländekoordinaten: liegen der Landesvermessung zugrunde; finden sich auf topografischen Karten; z. B. Geografische Koordinaten, Landeskoordinaten und Drei-Dimensionskoordinaten
Lokale Koordinaten: willkürlich festgelegter Ursprung, zumeist rechtwinklig, gleichmäßig geteilt, nordorientiert, Einheit Meter; z. B. bei einzelnem Gebiet ohne notwendigen Bezug zu amtlichen Karten
Gerätekoordinaten: Digitalisiertablett (Tablett verfügt über ein internes Koordinatensystem)
Bilderkoordinaten: Position eines Punktes im digitalen Bild wird durch Nummer der Bildzeile und -spalte angegeben. 57
Weitere Informationen unter LINDER, DR. DR.-ING. W. (1999), Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch, S. 12ff. Den anschließenden GIS-Programmen liegen Geländekoordinaten zugrunde.
55 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
56 Vgl. ebenda
57 Vgl. ebenda
3 Grundlagen der GIS 32
3.3 Arbeitsablauf eines GIS - Das Vierkomponenten-Modell
Der Aufbau sowie die Aufgaben lassen sich in jeweils vier Säulen darstellen:
Abb. 3.6: Vierkomponentenmodell eines GIS
Die strukturellen Aspekte befassen sich mit der Art und Beschaffenheit des Systems und der Speichermedien, den Verarbeitungsmöglichkeiten der Informationen oder Daten sowie mit der Unterscheidung der Anwendungen, Einsatzbereiche und Nutzer:
• Hardware: Computersystem inkl. Peripheriegeräte und Vernetzung
•
Software:
Programmsystem inkl. Softwarewerkzeug zur Erfassung, Verwaltung, Analyse und Präsentation der Informationen (z. B. MS MapPoint 2006,
• Daten: quantitative und qualitative Informationen, die einen Ausschnitt der realen Welt darstellen (z. B. eines Wohnungsmonotorings)
• Anwender: Benutzer mit ihren Anforderungen und Fragestellungen bzw.
Die funktionalen Aspekte sind ebenfalls in vier Komponenten untergliedert:
• Erfassung: Daten- oder Informationserfassung und -speicherung (Input)
58 Vgl. de Lange, N. (2002): Geoinformatik. In Theorie und Praxis
3 Grundlagen der GIS 33
• Verwaltung: Datenverwaltung (Management)
• Analyse: Datenauswertung und Datenanalyse (Analysis)
• Präsentation: Wiedergabe der Informationen (Output) 59
Die einzelnen Funktionsgruppen sind nicht zwangsläufig streng voneinander zu trennen. Beispielsweise kann das Sortieren und Selektieren von Informationen und Daten als Verwaltungs- aber auch als Auswertfunktion angesehen werden. 60
3.3.1 Daten- und Informationserfassung
Unter Daten- und Informationserfassung ist die Eingabe der Daten am Rechner sowie die Erfassung raumbezogener Daten zu verstehen. Neben den allgemeinen im Vermessungswesen bekannten Techniken (Punktaufnahmen, Fotogrammetrie, Digitalisierung und Scannen vorhandener analoger Karten etc.) zur Erfassung geometrischer Daten sind in erster Linie die meisten Informationen bei den statistischen Landesämtern, Vermessungsämtern und weiteren Behörden hinterlegt. In der folgenden Abb. 3.7: Datenquellen für GIS [nach Vorlage von BILL, R. (1999), S. 27] sind die wichtigsten Datenlieferanten dargestellt. 61
Abb. 3.7: Datenquellen für GIS [nach Vorlage von BILL, R. (1999), S. 27]
Wesentliche Zusammentragung der Informationen:
• Kauf: Satellitenbilder, digitale Daten von den Landesvermessungsämtern,
59 Vgl. de Lange, N. (2002): Geoinformatik. In Theorie und Praxis
60 Vgl. ebenda
61 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme
3 Grundlagen der GIS 34
• Digitalisieren von Kartenvorlagen: Karteninhalte werden am Digitalbrett
• Scannen: Es werden Rasterdaten ohne geometrische Informationen erzielt, diese sind mit Hilfe von Passpunkten zu geocodieren.
• Geländeaufnahmen: Eingabe von Daten von Hand, welche aus Literatur und
• Fotogrammetrische Auswertungen: Orientierte Stereobildpaare, es entstehen Vektordaten mit Koordinaten im Landessystem
• Geländevermessung: Bestimmung von Passpunkten mittels Global Positioning System (GPS) 62
3.3.2 Datenverwaltung
Die Verwaltung der Daten erfolgt beim GIS in digitaler Form. So werden interaktive Manipulationen und weitere Verarbeitungsschritte zugelassen. Geeignete Datenstrukturen müssen festgelegt werden, um sie in ein passendes Datenbankmodell abzubilden. Datenvolumen und die Zugriffsgeschwindigkeit entscheiden hierbei, welcher Datentyp (Vektor-, Raster- und Sachdaten) geeignet ist. Die DB sowie das zugehörige Datenbankmanagementsystem (kurz: DBMS) bilden den Kern der Verwaltung, deren Datenbankmodell hierarchisch, objektorientiert, netzwerkartig oder relational sein kann. Die Ordnung der Daten ist somit nach ihrer Geometrie und Thematik möglich. Die Grundorganisation erfolgt oft in Projekten. 63
So können mehrere Untersuchungs- oder Sachgebiete bearbeitet werden. 64
Da der Datenbestand als „Herz“ des GIS betrachtet werden kann, ist aus Sicherheitsgründen festzulegen, welche Zugriffsrechte die jeweiligen Nutzer bekommen. Es muss die Gefahr versehentlicher Überschreibungen oder Zerstörungen minimiert werden sowie im Falle eines Diebstahles oder Brandes die Sicherung der Daten gewährleistet sein:
62 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
63 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme
64 Vgl. ebenda
3 Grundlagen der GIS 35
• Wer bekommt das Recht zu lesen, zu schreiben, zu löschen oder zu kopieren?
• Wer darf auf welches Projekt, Ebene oder Gebiet zugreifen?
• Wann und wie oft sind Sicherheitskopien anzulegen?
• Soll eine zentrale oder dezentrale Lagerung der Sicherheitskopien erfolgen? 65
Das Datenerhaltungssystem umfasst Daten, welche durch eine sehr lange Lebensdauer sowie durch einen hohen Wert gekennzeichnet sind, welche über die Zeit von vielen Datennutzern mit verschiedensten Anforderungen genutzt werden. Dabei muss stets die Konsistenz und Persistenz gesichert und konkurrierende Zugriffe synchronisiert werden. 66
Kongruenz und Konsistenz: „Eine Datenbasis muss zu jedem Zeitpunkt den Konsistenzregeln für ein Modell der Realwelt folgen. Ein Datenhaltungssystem gewährleistet Konsistenz, wenn seine Dienstfunktion stets einen konsistenten Zustand seiner Datenbasis wieder in einen konsistenten Zustand überführt.“ 67
Die Übereinstimmung, ihre Kongruenz, der gespeicherten Daten mit der Wirklichkeit, ist Voraussetzung für deren Nutzbarkeit. Das Erreichen einer vollständigen Übereinstimmung zwischen Datenbasis und Wirklichkeit ist jedoch kaum zu erreichen. Es entstehen allein durch die Zeiträume, welche zwischen Aufnahme und Eingabe der Daten vergehen, eventuelle Abweichungen. Des Weiteren passieren auch Fehler bei der Eingabe bzw. es werden Fehler durch das System selbst verursacht. Die Forderung der Kongruenz muss daher durch eine Reihe von Konsistenzbedingungen ersetzt werden. Konsistenzbedingungen können sein:
• definierter Wertebereich für Attributdaten
• Pflichtfelder
• Abhängigkeit zwischen verschiedenen Daten 68
Die Gesamtheit der Strukturierungs- und Verarbeitungsregeln wird als Datenmodell bezeichnet. 69
65 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
66 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
67 Ebenda, S. 34
68 Vgl. ebenda
69 Vgl. ebenda
3 Grundlagen der GIS 36
Persistenz: Abgesehen von der Einhaltung der im Datenmodell definierten Regeln muss auch bei weiteren Störungen, wie dem Ausfall von Speicherkomponenten, das Datenerhaltungssystem sicher gestellt werden. Dazu zählen:
• Störung auf Grund Software- oder Hardwarefehler
• Störung auf Grund externer, schädigender Ereignisse (Feuer oder Wasser)
• Störung auf Grund unbeabsichtigter Wechselwirkungen von Dienstleistungen für verschiedene Nutzer 70
Nach einer Störung muss das Datenerhaltungssystem in der Lage sein, einen konsistenten Zustand anzunehmen. Es werden alle abgeschlossenen Ergebnisse aller Dienstleistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zurückgesetzt. Vergleichbar mit der Funktion „Systemwiederherstellung“ bei Windows. Notwendig ist auch ein periodisches Kopieren des Datenbasisabzugs, um im Falle eines Verlustes der Datenbasis auf einen außerhalb des Datenhaltungssystems gespeicherten Bezugsstand zurückzugreifen. Von Persistenz (Dauerhaftigkeit) wird gesprochen, da gewisse Zustände der Datenbasis somit nicht verloren gehen. Es wird eine Unverletzlichkeit erreicht. „Ein Datenhaltungssystem gewährleistet Unverletzlichkeit, wenn bei ei- 71
nem Fehlverhalten die Datenbasis einen konsistenten Zustand annimmt, der die Ergebnisse aller bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossenen Dienstleistungen widerspiegelt.“ 72
Konkurrenzkontrolle: „Gleichzeitig ablaufende (nebenläufige) Datenbanktransaktionen sind dann korrekt synchronisiert, wenn jede so abläuft, als ob die ohne Konkurrenz wäre, insbesondere keinen inkonsistenten Datenbasiszustand präsentiert und bei Abschluss einen konsistenten und persistenten Datenbasiszustand erreicht.“ 73
Sofern mehrere Anwender auf das gleiche Objekt, auf topologisch verknüpfte Objekte oder sich überlappende räumliche Bereiche zeitgleich zugreifen und bearbeiten wollen, behindern sich die nebenläufigen Transaktionen gegenseitig. Sogenannte dead locks (wechselseitige Verklemmungen) sind die Folge. Zur Synchronisierung
70 Vgl. Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
71 Vgl. ebenda
72 Ebenda, S. 34
73 Ebenda, S. 34
3 Grundlagen der GIS 37
der konkurrierten Zugriffe gibt es präventive/pessimistische oder optimistische Lösungsansätze. 74
Beim präventiven Ansatz werden Zugriffskonflikte durch einen Sperrmechanismus gelöst. Wenn eine Transaktion ausgeführt wird, ist diese für andere Nutzer gesperrt. Eine Bearbeitung anderer Anwender ist erst möglich, wenn die Sperre wieder durch das Beenden der Transaktion aufgelöst wird. Bei Langzeittransaktionen kann es zu Einschränkungen bei der Fortführung der Bearbeitung kommen. Daher muss die Granularität der Sperrung im Vorfeld beachtet werden, bis in welche Ebene gesperrt werden soll. Je feiner die Granularität, desto weniger werden andere Nutzer in ihren Tätigkeiten eingeschränkt. 75
Bei der optimistischen Synchronisierung wird gänzlich auf Sperren verzichtet. Die Transaktionen besitzen einen dreiphasigen Aufbau:
• Lesephase: Bei Änderungen werden diese ohne Beachtung anderer Transaktionen in eigenen Arbeitsbereichen durchgeführt (Kopien).
• Validierungsphase: Überprüfung, ob Ergebnisse der Transaktionen gültig sind.
• Schreibphase: Änderungen werden aus dem Arbeitsbereich in die Datenbasis eingebracht. 76
Ein Problem dieser Synchronisierung ist, dass die vor der Transaktion gelesenen Daten nicht mehr gültig sein könnten. Diese können zu dem Zeitpunkt schon wieder verändert worden sein. Gegebenenfalls müssen die Transaktionen entsprechend zurückgesetzt, also der Inhalt des Arbeitsbereiches gelöscht werden. 77
3.3.3 Datenanalyse
Mittels einer Analyse der Daten werden neue Informationen zur Entscheidungsgrundlage gewonnen. Analysemethoden sind geometrische, logische und relationale Verknüpfungen der Daten sowie statische Verfahren. Bei der Wahl der richtigen Me- 74 Vgl.Behr, F.-J. (2000, 2., überarb. Aufl.): Strategisches GIS-Management. Grundlagen und Schritte
zur Systemeinführung
75 Vgl. ebenda
76 Vgl. ebenda
77 Vgl. ebenda
3 Grundlagen der GIS 38
thode ist die Aussagekraft des Nutzers ausschlaggebend, welche konkrete Aussage letztendlich mit den Daten getätigt werden soll. 78
Zu den Analysemethoden gehören u. a.:
• Anzeige von Geometriedaten am Bildschirm: interaktiver Abfrage- und Messmöglichkeiten
• Anzeige von Sachdaten: gezielte Auswahl und Verschneidung
• Verschneidung von Rasterdaten: gezielte Gewinnung neuer Informationen
• Kombination von Geometrie- und Sachdaten
• Auswahl anzuzeigender bzw. zu verschneidender Daten aus verschiedenen Ebenen: durch Logikoperationen bzw. Maskierungsfunktionen
• Analysen: Entfernung/Erreichbarkeit von vorgegebenen Zielen, Nächster-Nachbar-Zuordnung, Thiessen-Polygone
• Statistiken: Höhen-, Hangneigungs- oder Expositionsstatistiken von Geländemodellen 79
3.3.4 Präsentation
Die Visualisierung der Ergebnisse mittels der Methodik der Kartografie ist nach der Analyse der wichtigste Teilaspekt des GIS. Hier werden große Vorteile gegenüber der Darstellung reiner Zahlenkolonnen deutlich. 80
Zu den Möglichkeiten der Datenpräsentation gehören:
• (Karto-) Grafische Aufbereitung der Geometriedaten: Farbpalette, Legende, Beschriftung, Flächenfüllungen, -signaturen
• Ausgabe auf Drucker, Plotter, Dia- oder Filmbelichter
• Umwandlung in Fremdformate: gewährt Austausch mit Partnern, Einbindung tabellarischer Daten in Textverarbeitungssysteme etc.
• Übergabe in Tabellenkalkulations- oder Präsentationsprogramme 81
78 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme
79 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
80 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme
81 Vgl. Linder, Dr. Dr.-Ing. W. (1999): Geo-Informationssysteme. Ein Studien- und Arbeitsbuch
3 Grundlagen der GIS 39
3.3.5 Geocodierung
„Geocodierung ist die Zuordnung raumbezogener Daten (z. B. Tabellen mit Adressen), die keine mathematischen Koordinaten haben zu einem Thema, das in einem GIS darstellbar ist. Herter und Mühlbauer sprechen von Geocodierung, wenn „jede 82
Adresse nicht nur mit Lage-Koordinaten, sondern neben der postalischen Bereinigung auch mit Geoschlüsseln“ versehen wird. 83
Ziel ist es, Abfragen von georeferenzierten Daten durchzuführen. Dafür werden raumbezogene Referenzinformationen wie eines geodätische Referenzsystems (Ellipsoid, Daten, Projektionsart) oder Koordinatensystems (geografisch, lokal) benötigt. 84
Die nachfolgende Abb. 3.8: Geoschlüsselvarianten von Adressen zeigt die verschiedenen geografischen Ebenen, welche als Geoschlüssel einer Adresse zugeordnet werden können:
Abb. 3.8: Geoschlüsselvarianten von Adressen 85
82 Liebig, W. (1999, 2., neubearb. Und erw. Auflage): Desktop-GIS mit ArcView GIS. Leitfaden für
Anwender, S. 175
83 Herter, M./Mühlbauer, K.-H. (Hrsg.) (2008): Handbuch Geomarketing, S. 127
84 Vgl. Bill, R. (1999, 4., völlig neubearb. und erw. Aufl.): Grundlagen der Geo-Informationssysteme
85 infas GEOdaten (2006): Marktführer Geomarketing. Marktführer, Geodaten, Analysen, Geosyste- Services, Karten, Mikromarketing, Absatzplanung, Vertriebs- und Außendienststeuerung,
Standort-/Filialplanung, Markt- und Potenzialanalyse, Verteil- und Werbesteuerung, S. 119
3 Grundlagen der GIS 40
Während infas GEOdaten neben Gemeinden und Postleitzahlen ca. 75.000 Wohnquartiere, 1,6 Millionen Straßenabschnitte und ca. 19 Millionen bewertete Einzelhäuser als feinräumige Mikrostruktur aufbietet, offerieren andere Anbieter (z. B. Deutsche Post AG) zusätzliche Informationen wie Zustellbarkeitsprüfung oder Telefonnummern an. Eine Übersicht der einzelnen Geoschlüssel befindet sich im Anhang 86
A.1 Geoschlüssel.
Wenn eine Adresse verschlüsselt wurde, können diesem Schlüssel beliebig viele Sach- und Potenzialdaten zugeordnet werden. In nachfolgender Tab. 3.3: Verschiedene Adressschlüssel inkl. Daten/Geokoordinaten sind ausgewählte Beispiele dargestellt:
Tab. 3.3: Verschiedene Adressschlüssel inkl. Daten/Geokoordinaten 87
86 Vgl. Herter, M./Mühlbauer, K.-H. (Hrsg.) (2008): Handbuch Geomarketing
87 Ebenda, S. 129
Arbeit zitieren:
Stefan Minar, 2009, Geoinformationssysteme (GIS) in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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