Inhaltsverzeichnis
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EINLEITUNG. 3
2. DIE EINFÜHRUNG NEUER MEDIEN AN JAPANISCHEN SCHULEN 4
2.1 DIE NEUEN MEDIEN. 4
2.2 ALLGEMEINE POLITISCHE STRATEGIEN. 5
2.3 KONKRETE UMSETZUNGSSTRATEGIEN 7
2.3.1 DAS MEDIA-KIDS-PROJEKT. 7
3. DIE „RICHTIGE“ KOMPETENZ FÜR DIE NEUEN MEDIEN. 8
3.1 MEDIENKOMPETENZ VERSUS INFORMATIONSKOMPETENZ 8
3.2 MEDIENKOMPETENZ DER LEHRKRÄFTE 10
4. SCHLUSS 11
5. LITERATURVERZEICHNIS 13
6. ANHANG: GRAFIKEN UND TABELLEN ZUR INFORMATISIERUNG 14
7. GLOSSAR. 15
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Zur Einführung neuer Medien an japanischen Schulen
Einleitung
Die Bedeutung von neuen Medien an japanischen Schulen in Form von Computereinrichtungen und Internetausstattung wächst seit der Einführung in den 1980er-Jahren stetig an. In dieser Zeit kam auch der Begriff des shôgai gakushû (, „lebenslanges Lernen“) auf, der die folgenden drei Leitlinien mit sich brachte: „Überwindung einer starken zertifikationsorientierten Gesellschaft, die Berücksichtigung des Wandels bezüglich Informationsaufnahme und Internationalisierung, sowie die Umwandlung des Bildungsprozesses in ein System des lebenslangen Lernens“ (Kenji 2003:16).
Die zunehmende Digitalisierung an den Schulen und der computervermittelten Kommunikation ist mit einer starken Technikorientierung verbunden, der die Lehrer zunächst nicht gewachsen waren. Für den kompetenten Umgang mit den neuen Medien mussten solche Probleme schnellstmöglich überwunden werden (Krotz, 2002:13). Schließlich sollten die Schüler künftig einen großen Anteil an Informationen aus den digitalen Medien ziehen und somit ihren Beitrag für die so genannte Informationsgesellschaft (, jôhô shakai) Japan leisten (ebd.).
In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, wie sich die Nutzung des PCs und des Internets seit der Einführung in den 1980er-Jahren bis in die Gegenwart an japanischen Schulen entwickelt hat und wie sich im Bezug dazu vor dem Aspekt des shôgai gakushû die Erwartungen an die Medienkompetenz seitens der Regierung an Schüler und Lehrer stellen. Dazu soll zunächst, nach einer kurzen Definition des Begriffs „neue Medien“, ein Überblick über die wichtigsten politischen Strategien zur Medieneinführung an japanischen Schulen erfolgen. Anschließend soll ein konkretes Projekt zur digitalen Schulvernetzung vorgestellt werden, um die Umsetzung der oben genannten Untersuchungspunkte zu verdeutlichen. Schließlich soll die Frage der Medienkompetenz in Bezug auf die Informationsgesellschaft beleuchtet werden, um ihre Erfordernis an den japanischen Schulen zu überprüfen. In der Endphase dieser Arbeit werden alle Ergebnisse aus den Untersuchungspunkten zusammengefasst und es soll überprüft werden, ob die oben genannte Fragestellung beantwortet wurde.
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Zur Einführung neuer Medien an japanischen Schulen
2. Die Einführung neuer Medien an japanischen Schulen
Über die Forschung zu Medien in Japan gab es bis in die 1980er-Jahre in der westlichsprachigen Literatur nur sehr wenig. Das änderte sich allerdings mit dem wachsenden Interesse an dem Japan der Gegenwart. Seit den 1990er-Jahren gibt es immer mehr Forschungen, Literatur und Studien zu allgemeinen Aspekten und spezifischen Gattungen der japanischen Medienwelt (Gössmann 2003:13). Auch der Internetforschung wird zunehmend mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Allerdings gibt es nur wenig Forschung im westlichsprachigen Bereich zu konkreten Anforderungen der neuen Medien in Japan, wie beispielsweise der Medienkompetenz. Das jüngste Projekt, dass sich diesem Thema widmet stammt aus einem von der deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Vorhabens mit dem Thema: „Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen für die Informationsgesellschaft und ihre Bedingungen in Japan und Deutschland.“ von Friedrich Krotz und Uwe Hasebrink, auf das sich der Hauptteil meiner Arbeit stützt.
2.1 Die neuen Medien
Die Einteilung der neuen Medien kann nicht mehr, wie bei den traditionellen Medien, ohne weiteres vorgenommen werden. Nojiri thematisiert die Problematik einer offenbar neu aufkommenden, dritten Form von Medien zwischen Individualmedien und Massenmedien. Diese Form benötige zwar die technische Ausstattung der Massenmedien (Fernsehbildschirm), sei aber nicht dafür ausgerichtet Massen von Menschen anzusprechen, sondern wenige Individuen (Nojiri 1991:109). Zudem verschiebe sich die Grenze zwischen elektronischen und nicht-elektronischen Medien (ebd.).
Um die Einteilung der neuen Medien etwas einfacher zu gestalten und Bezug zu den hier vorgestellten Medien zu nehmen, möchte ich mich auf die Unterteilung nach der Form des verwendeten Endgeräts wählen: den Personal Computer und das Internet. Nojiri vergleicht verschiedene Ansichten zum Begriff „neue Medien“ und stellt unter anderem die Definition nach Hashimoto vor, in der es kurz und prägnant heißt: „In einem Wort ist die Definition der neuen Medien Kommunikation mit Hilfe von Computern.“ (Nojiri 1991:107-108).
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Zur Einführung neuer Medien an japanischen Schulen
Diese Definition soll die weiteren Bedeutungen der neuen Medien ausgrenzen und die im Fokus stehenden neuen Medien dieser Arbeit hervorheben und Bezug auf den folgenden Kontext nehmen.
2.2 Allgemeine politische Strategien
Die entscheidenden Akteure der Medieneinführung an japanischen Schulen waren zunächst Regierungsstellen, die zuständigen Ministerien, sowie einige Computer- und Kommunikationsdienste (Krotz, 2002:14). Im Hinblick auf eine informationsorientierte Gesellschaft mussten auch Reformen im Bildungswesen vorgenommen werden. Gössmann beschreibt der offizielle Lehrplan von 2002 gakushû shidô yôryô (), sei ein Resultat der Bildungsreform seit Mitte der 1980-er Jahre (Gössmann 2003:154). Informationsverwertungskompetenz könnte man in diesem Zusammenhang als die Fähigkeit eines japanischen Schülers deuten, die Flut an Informationen, die im Unterricht bewältigt werden müssen, zu koordinieren, auszuwerten und zu entscheiden, welche davon relevant sind: „Die Schüler sollen die Fähigkeit erwerben, die für die Lösung einer Aufgabe angemessene Methode
auszuwählen, die hierzu notwendigen Informationen zu sammeln, diese Informationen zu bewerten und
darauf bezogen die Aufgabe zu lösen und diese Lösungen auch zu übermitteln.“ (Krotz 2002:95). Laut Krotz drängen die neuen Medien auf Druck von außen an die Schulen aufgrund politischer und gesellschaftlicher Diskussionen über ihre notwendige gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung (Krotz 2002:89). Die Planung sah die landesweite Versorgung der Schulen mit Computern vor. Bereits 1997 waren 97 Prozent der öffentlichen Schulen mit PCs versorgt und jede zehnte Schule an das Internet angeschlossen (Krotz 2002:85). Von 1994-1999 waren pro Grundschule mindestens 22, pro Mittel- bzw. Oberschule mindestens 42 Computerplätze vorgesehen (ebd.). Die künftigen Vorhaben sahen die Einführung eines Internetanschlusses bis 2003 an allen Grund-, Mittel,- Ober- und Sonderschulen vor (ebd.). Abbildung 1 (im Anhang) zeigt die Zahl der Schüler pro PC an japanischen Grund-, Mittel-, Ober- und Sonderschulen pro Schüler von 1999-2005. Dabei ist deutlich zu erkennen, dass tendenziell die Rate der PC-Nutzung stark sinkt, wobei die Sonderschulen mit 3,3 Schülern pro PC den niedrigsten Anteil haben. Bei den Oberschulen steigt die Nutzungsrate 2005 auf 4,6 Schüler pro PC, jedoch liegt der höchste Nutzungsanteil bei den Grundschulen mit 9,6 pro PC.
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Arbeit zitieren:
B.A. Rania El-Azzami, 2008, Zur Einführung Neuer Medien an japanischen Schulen , München, GRIN Verlag GmbH
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