Inhalt
Vorwort 3
Turkiya (Besatzung des Sudans durch Ägypten) 5
Muhammad Ahmad und die Turkiya 8
Wie wurde Muhammad Ahmad zum Mahdi 17
Die Ziele des Mahdi 19
Res ümee 24
Literaturverzeichnis 26
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Vorwort
Die Geschichte des Sudans blieb und bleibt meist im Schatten Ägyptens. Sie wird kaum von der Welt wahrgenommen durch den Kolonialismus der europäischen Mächte wird oft der ägyptische Kolonialismus vergessen. Genau auf diesen möchte ich eingehen, um die Ursachen für die Probleme des heutigen Sudans zu erörtern. Die so genannte Turkiya, die Besetzung (eigentlich Eroberung) des Sudans durch Ägypten, beeinflusste viele Kräfte im Sudan. Bei manchen wurde die Religiosität gestärkt. Unter diesen befand sich Mohammad Ahmed, der spätere Mahdi. Auf seine Persönlichkeit, deren Agitation und dessen Schicksal, möchte ich mit Blick auf sein Umfeld eingehen. Er und der Aufstand sollen das zentrale Thema dieser Arbeit sein. Um aber in diesen Thema einzudringen zu können, sind Definitionen von islamischarabischen, osmanischen und sudan-geschichtliche Begriffe nötig. Erst danach ist der Beginn mit der Sudanesischen Geschichte möglich.
Die Arbeit soll chronologisch mit der Turkiya beginnen und als folgendes Kapitel Mahdi und die Turkiya haben.
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Erst nach dieser kurzen Einführung, in der die Ursachen erörtert werden, beginnt das Titelthema der Mahdi und der Mahdi-Aufstand im Detail. Als Abschluss dient ein Resümee mit Blick bzw. Aufzeigung von Problemen, die sich damals ergaben und heute im Sudan noch vorherrschen.
Der Sudan verdient es im Wandel der Zeit betrachtet zu werden, damit ein Verständnis für das zusammengesetzte Gebiet bild as-Sdn (Land der Schwarzen) entsteht.
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Turkiya (Besatzung des
Sudans durch Ägypten)
Muhammad Ali, der sich einst mit den Mamelucken verbündete, vernichtete die Mamelucken Herrschaft. Die übrigen Mamelucken drängen in den Süden nach Dongala. Dort begründen sie eine neue politische Einheit. Ali lässt das Volk glauben die Mamelucken seien eine lebensgefährliche Bedrohung für Ägypten. Doch er muss zuerst dem osmanischen Sultan auf der Arabischen Halbinsel gegen die Wahabiten helfen. Das Unternehmen (1811-1818) endet mit keinem Ergebnis. Nun 1820 ist der Weg in den Sudan frei. Die Mamelucken werden in Dongala besiegt, das Funjreich ist in einen katastrophalen Zustand und kapituliert unter seinen König Badi IV.
Ali versucht sofort Reformen durchzusetzen. Seine Dominanz basiert auf den Militär. Er hebt für seine Truppen Soldaten aus den eroberten Gebieten aus. Nun hat er sein Ziel erreicht und das Land der Schwarzen (bild as-
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Sdn) in seinem Besitz. Er verfügt nun über Sklaven für die Landwirtschaft und sein Militär. Des Weiteren ist er nun ein Wegbeschützer der Pilger, die nach Mekka bzw. Medina wollen. Mit dem Sudan kann er nun seinen Traum von der Legende des Goldvorkommens suchen um damit seine Europäisierungsprojekte zu finanzieren. 1821-1885 wird Generalgouvernement in Khartum gegründet. Die Eroberung findet mit Europäern statt. 1826 wird die Ziviladministration eingeführt. Junge Männer verdienen sich bei der Kolonialadministration (seit 1850 erst Aufstieg möglich). Erst später werden die Gebiete bis zur äthiopischen Grenze erobert. 200 km südlich von Khartum endet die Besatzung. Nachbarn sind im Süden die Shilluk (Denab - später Fashoda) und im Westen das Sultanat von Darfur. Europäer beachten die Unabhängigkeit des Shilluk Reiches nicht. Nehmen „Punkte“ ein um von dort zu starten. 1838 besucht Muhammad Ali den Sudan und errichtet die Stadt Muhammad Aliopolis und besiedelt sie mit 10 000 EW nach 3 Monate gibt man die Stadt auf. Es hinterlässt ein Trauma bei Ali.
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Auf der Londoner Konvention erhält 1839 Ali einen „Freibrief“ für Afrika. Erst 1840 akzeptiert Ali die Konvention.
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Arbeit zitieren:
Mag. phil. René Schreiber, 2007, Mahdi und die Mahdiya - Der Mahdi-Aufstand, München, GRIN Verlag GmbH
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