Inhaltsverzeichnis
Seite
Abk ürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1 Einleitung 6
2 Definition des Begriffs „Rating“ 8
3 Notwendigkeit von Ratings im Privatkundengeschäft 12
3.1 Wirtschaftliche Notwendigkeit 12
3.2 Rechtliche Notwendigkeit 16
4 BVR II Rating Privatkunden 20
4.1 Beschreibung 20
4.2 Vor- und Nachteile 28
5 Fazit 30
Anhang
Literaturverzeichnis 31
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Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft Aufl. Auflage bsp. beispielsweise BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken bzw. beziehungsweise ebd. ebenda d. der d. des EK Eigenkapital f. Folgende ff. fort folgende Hrsg. Herausgeber http Hypertext Transfer Protocol i. Br. im Breisgau i.d.R. in der Regel IRB internal rating based KDF Kapitaldienstfähigkeit KI Kreditinstitute KK Kontokorrent MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement o. Oder o.S. ohne Seitenangabe o.V. ohne Verfasser o.Z. ohne Zeitangabe PD Probality of Default pdf Portable Document Format S. Seite Schufa Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung u.a. unter anderen v.a. vor allem vgl. vergleiche
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www Word Wide Web z.B. zum Beispiel
x Multiplikationszeichen % Prozent = Gleich
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Tabellenverzeichnis
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Tabelle1 Kreditvolumen privater Haushalte in % von 1996 bis 2006
Tabelle 2 Zuordnung der Risikogewichte nach Basel II
Tabelle 3 Informationsstruktur der Antragsbewertung
Tabelle 4 Informationsstruktur der Verhaltensbewertung
Tabelle 5 BVR II Masterskala
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1. Einleitung
Im Firmenkundengeschäft gehört das Rating schon seit vielen Jahren zu den gängigen Methoden der Risikosteuerung eines Kreditinstituts bei der Kreditvergabe.
Die Entscheidung der Kreditinstitute über die Vergabe von Krediten an Privatkunden beruhte in der Vergangenheit jedoch in erster Linie auf den Ergebnissen eines Scorings. Im Gegensatz zum Rating liefert ein Solches jedoch lediglich eine grobe Einschätzung des möglichen Kreditrisikos, hingegen macht es keine exakten Angaben über die Ausfallwahrscheinlichkeit. Steigende Kreditausfälle im privaten Sektor führten allerdings dazu, dass nun auch Privatkunden geratet werden.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu prüfen, inwieweit die Notwendigkeit besteht, traditionelle Bewertungsverfahren durch Ratings, wie sie im Firmen-kundengeschäft Anwendung finden, zu ersetzen.
Als entscheidendes Beurteilungskriterium wird dazu ein Beispiel aus der Praxis herangezogen - das BVR II Rating Privatkunden.
Die grundsätzliche Vorgehensweise lässt sich im Wesentlichen in drei Schritten unterteilen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen des Privatkundenratings. Hier ist zunächst der Begriff Rating zu erläutern. Weiterhin werden die Aufgaben und Ziele eines Ratings genannt.
Der Begriff des Ratings wird in der Literatur nicht einheitlich definiert. Je nach Ratingart und -objekt wurden unterschiedliche Definitionsansätze entwickelt. In der vorliegenden Studienarbeit wird lediglich Bezug auf das Kreditrating genommen, welches in der Kreditwirtschaft bedeutend ist. Außerdem ist eine Abgrenzung zum Scoring vorzunehmen. Anschließend daran wird im dritten Kapitel die Notwendigkeit von Ratings im Privatkundengeschäft erörtert. Dabei wird zwischen der wirtschaftlichen und der rechtlichen Notwendigkeit unterschieden.
Im vierten Kapitel wird am Beispiel des BVR II Rating Privatkunden die derzeitige praktische Umsetzung von Privatkundenratings in Genossenschafts-
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banken vorgestellt. Zunächst wird sein Konzept beschrieben, um einen Überblick zu erhalten. Im Folgenden werden insbesondere die Vor- und Nachteile hervorgehoben.
Das fünfte Kapitel liefert eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse.
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2. Definition des Begriffs „Rating“
Der Begriff „Rating“ leitet sich vom englischen Verb to rate ab, welches wörtlich mit einschätzen bzw. bewerten übersetzt wird.
Allgemein handelt es sich beim Rating um ein Verfahren, in dem Untersuchungsobjekte, wie bspw. Personen, Unternehmen, Gegenstände oder Staaten hinsichtlich einer bestimmten Zielsetzung objektiv und zukunftsbezogen bewertet und in eine Rangordnung oder Skala gebracht werden. 1
Das Kreditrating wird als ein Instrument zur individuellen Beurteilung der Bonität 2 und Schuldendienstkapazität eines Kreditnehmers verstanden und ist ein wichtiges Element im Verlauf des Kreditvergabeprozesses. Durch das Ergebnis, welches in Form einer Ratingnote ausgedrückt wird, kann „die Wahrscheinlichkeit einer zeitgerechten und vollständigen Bezahlung von Zins- und Tilgungsverpflichtungen eines Schuldners“ 3 beschrieben werden. Ratings 4 bieten Banken somit die Möglichkeit festzustellen, wie hoch die mögliche Ausfallwahrscheinlichkeit des Schuldners ist. Es werden nach bestimmten, vorher exakt definierten Kriterien Bonitätsklassen festgelegt, an denen sich die Kreditentscheidung sowie die dazu geltenden Bedingungen, wie z.B. Höhe der Zinsen und Laufzeit, orientieren. In das Rating fließen sowohl „hard facts“, also belegbares Zahlenmaterial (quantitative Faktoren) als auch „soft facts“ (qualitative Faktoren) ein, welche sich je nach Ratingobjekt unterscheiden. 5 Am üblichsten ist die Verwendung von Ratingverfahren zur Bonitätseinstufung im Firmenkundengeschäft. Dort zählen zu den quantitativen Faktoren u.a. die klassischen betriebswirtschaftlichen Kennziffern (z.B. Eigenkapitalquote, Deckungsgrad, Cashflow), welche auf Basis des vorliegenden Jahresabschlusses erstellt werden (Bilanzanalyse). Auf diese Weise wird eine Beurteilung der Vermögens-, Ertrags- 1 vgl.Schneck, 2008, S. 43 f.
2 Kreditwürdigkeit
vgl. Nagl, 2003, S. 17
3 vgl. Kafurke, o.Z., URL: http://www.ratingvorbereitung.de/Rating_Begriff.htm
[Stand vom 30.10.2008]
4 Im folgenden wird Kreditrating nur als Rating bezeichnet (Anmerkung durch Verfasser)
5 vgl. Schneck, 2008, S. 117
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und Finanzlage des Unternehmens vorgenommen. 6 Bei der Analyse von qualitativen Ratingkriterien wird „das Augenmerk auf die Bereiche Unternehmensführung, Unternehmensstrategie und den Bereich der Personalpolitik und Mitarbeiterqualität gelegt“ 7 . Außerdem werden Daten über die Entwicklung der Branche des Unternehmens im Rating berücksichtigt. 8 Dabei handelt es sich im Gegensatz zu den quantitativen Kriterien um überwiegend subjektiv zu bewertende Daten. 9
Daten solcher Art stehen im Privatkundengeschäft naturgemäß nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund werden Kriterien herangezogen, welche das Rating relevant sind. Dazu zählen Familienstand, Wohndauer, Anzahl unterhaltsberechtigter Kinder, Beruf, Beschäftigungsdauer, Einkommen, Schufa-Auskunft und gesammelte Erfahrungen mit dem Kunden (Kontoführungsverhalten).
Um das Kreditrisiko, welches mit einem Kreditantragssteller verbunden ist, zu messen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Es wird zwischen bankinternen und bankexternen Ratings unterschieden.
Interne Ratings werden von Banken selbstständig im Rahmen der Kreditvergabe durchgeführt und dienen zusätzlich dazu noch dem Risikomanagement sowie -controlling. Dazu verwenden selbst erstellte oder gekaufte Programme, wie z.B. das BVR II Rating in Genossenschaftsbanken. Beim externen Rating wird die Beurteilung durch eine unabhängige Ratingagentur erstellt. 10 Jede Ratingagentur arbeitet dabei mit unterschiedlichen Methoden und verwendet unterschiedliche Skalierungen. 11 Externe Ratings finden jedoch vermehrt im Firmenkundengeschäft Anwendung.
6 vgl. Schneck, 2008, S. 108
7 ebd., S. 122
8 vgl. Gleißner/Füser, 2002, S. 12
9 vgl. Füser/Heidusch, 2002, S. 31
10 vgl. Füser/Heidusch, 2002, S. 43 f.
11 im Anhang S. befindet sich eine beispielhafte Ratingskala
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Arbeit zitieren:
Nadine Stieber, 2007, Privatkundenrating als Zukunftsmodell, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 12 Seiten
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