Inhaltsverzeichnis
0. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis. 2
1. Einleitung 3
2. Das Phänomen der Jugendkriminalität. 3
2.1 Begriff und Bedeutung der Jugendkriminalität. 4
3. Begriffe der Makro- und Mikroebene 6
4. Das Mikro-Makro-Problem. 7
4.1 Makro-Mikro-Makro-Modelle 7
4.2 Modell der soziologischen Erklärung (Badewannenmodell) 9
5. Fazit. 12
0. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1.)
Badewannenmodell nach James S. Coleman:
URL : http://bucklicht-maennlein.de/blog1/?m 200712
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1. Einleitung
Die Jugendkriminalität ist ein weltweit verbreitetes Phänomen, welches ein Problem in der Gesellschaft und für die Täter selbst darstellt. Im Jahr 2008 wurden 265.771 Jugendliche in Deutschland als Tatverdächtige ermittelt. (vgl. Bka, polizeiliche Kriminalstatistik 2000-2008) Um dagegen vorbeugen zu können ist eine Erkennung der Ursachen von kriminellem Handeln erforderlich. Die Wissenschaftslehre der Soziologie ist bemüht, durch die Analyse von sozialen Prozessen, Erklärungen und Deutungen von gesellschaftlichen Strukturen zu gewinnen. Es gibt zahlreiche Soziologen, die Phänomene wie die Jugendkrimianlität auf der Makroebene sozialer Strukturen erklären möchten. Andere Soziologen beschränken sich dagegen auf die Mikroebene. Was es mit den Begriffen Mikro und Makro auf sich hat und warum welche Ebene ausreicht oder eben nicht ausreicht, um das Phänomen der Jugendkriminalität zu erklären, wird in dieser vorliegenden Hausarbeit erläutert.
2. Das Phänomen der Jugendkriminalität
Das Phänomen der Jugendkriminalität stellt ein Problem in der Gesamtgesellschaft dar. Unter die jugendtypischen Deliktsbereiche fallen Körperverletzungsdelikte, Raubdelikte, Diebsahldelikte und Sachbeschädigung. Ihren Ursprung haben diese Sozialisationsdefizite vor allem in den ersten Kindheitsjahren, aber auch über diese Zeit hinausgehend. Die Verinnerlichung von Recht und Unrecht kann aber auch durch Inkonsequenz, falschen Erziehungsmethoden, Hartherzigkeit der Erziehungspersonen sowie durch überzogene Verwöhnung be- oder gar verhindert werden. Auch äußerlicher sozialer Druck, beispielsweise durch Armut oder beengte Wohnverhältnisse, kann die Sozialisation gefährden, da unter diesen Bedingungen nur erschwert positive emotionale Beziehungen, die für die Entwicklung des Kindes unbedingt notwendig sind, aufgebaut werden können (vgl. Ostendorf 1999, S. 10). Die verbotenen Handlungen von Jugendlichen, die meist, wie bereits erwähnt durch Erziehungsschwierigkeiten, Verwahrlosung oder Vernachlässigung entstanden sind, stiegen in den vergangenen Jahren stetig an. Der Anteil der unter 21-jährigen Tatverdächtigen an den ermittelten Tatverdächtigen insgesamt lag in den Jahren 2006 und 2007 bei 28,7 %. Die Anzahl der registrierten Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2007 um 0,2 % auf 1 495 333 gestiegen. Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen insgesamt stieg im Berichtsjahr auf 479 357 und war 2,3 % höher als 2006. Der Anstieg betrifft Deutsche und Nichtdeutsche mit 2,7 % gleichermaßen. Ebenso wie männliche und weibliche. Die
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Verteilung nach Geschlecht ist gleich geblieben. Laut dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ist die männliche Bevölkerung des selben Alters ungefähr dreimal so hoch mit Tatverdächtigen belastet wie die weibliche. Schaut man sich die Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen in jugendtypischen Deliktsbereichen an, ist erneut ein Anstieg zu erkennen. Es werden die Delikte als jugendtypisch betrachtet, bei denen der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren höher als 30 % ist. Die Tatverdächtigenzahlen der unter 21-Jährigen weisen im Vergleich zum Vorjahr für den Bereich der Körperverletzungsdelikte, Raubdelikte, Computerkriminalität und dem sexuellen Misbrauch einen deutlichen Anstieg auf. Im 10-Jahres-Vergleich stellt sich die Steigerung der Tatverdächtigenzahlen unter 21 Jahren bei den Körperverletzungsdelikten mit einem Anstieg von 86,2 % mehr als deutlich dar. (vgl.: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, 2007. S.4)
Die steigende Jugendkriminalität bringt als ein wesentliches Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität mit sich. Das Innenministerium Nordrhein-Westfalen (IM NRW) hat in seinen Grundsätzen der Polizeiarbeit als Aufgabe die Reduzierung der Kriminalität und die Aufklärung von Straftaten genannt. Unter polizeilicher Kriminalitätskontrolle fällt Kriminalitätsbekämpfung, Kriminalprävention und Opferschutz sowie Vermittlung von Opferhilfe. Erfolg versprechende Konzepte integrieren alle drei Handlungsfelder. Die Bekämpfung der Jugend- und Kinderkriminalität zielt hauptsächlich darauf ab, so genannte kriminelle Karrieren frühzeitig zu erkennen und ihre Verfestigung zu verhindern. Die Polizei unterstützt diese Akteure im Rahmen von Projekten sowie durch fachliche Beratung und arbeitet in Netzwerken, insbesondere mit Schulen, Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Ordnungsbehörden und Justizbehörden zusammen. (vgl.: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen 2007, S.6
2.1 Begriff und Bedeutung der Jugendkriminalität
Zunächst einmal ist der Begriff ,,Kriminalität“ zu definieren. Unter dem Begriff der Kriminalität versteht man im allgemeinen menschliches Verhalten, das einen anderen oder die Gemeinschaft verletzt und deshalb unter Strafe gestellt ist. Jugendkriminalität ist das unter Strafe gestellte Verletzungsverhalten Jugendlicher. Unter Strafe gestellt ist es grundsätzlich im gleichen Umfang wie bei Erwachsenen, besondere strafbare Verhaltensweisen nur bei Jugendlichen gibt es nicht. (vgl. Ecker zit. nach Hellmer, 1997:1f) Kriminell ist einerseits ein Begriff der Alltagssprache, der einen stark wertenden Charakter hat. Kriminell wird im Alltag bezeichnet als "besonders verabscheuenswürdiges Verhalten." (vgl. Memmert in Bäuerle
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Arbeit zitieren:
2009, Jugendkriminalität: warum reicht eine Erklärung, die auf der Makroebene sozialer Strukturen bleibt, nicht aus, um das Phänomen zu erklären?, München, GRIN Verlag GmbH
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