Inhaltsverzeichnis
1. Einführung. 4
2. Der indogermanische Lautbestand. 6
3. Vom Indogermanischen zum Indoiranischen. 7
3.1. Der indoiranische Lautbestand (nach Meier- Brügger 2002, 71) 7
3.2. Besondere Entwicklungen im Indoiranischen. 8
3.2.1. Der indoiranische Zusammenfall der Velare und Labiovelare. 8
3.2.2. Das indoiranische Gesetz der Palatalisierung. 8
3.2.3. Die Tenues aspiratae. 8
3.2.4. Der Zusammenfall der Vokale a, e, o. 9
3.2.5. Brugmanns Regel. 9
3.2.6. Die besondere Entwicklung der Palatale c und j vor Den-
tal. 10
3.2.7. Die Lautgruppen tst, dzd und dzd h 10
4. Vom Indoiranischen zum Uriranischen. 11
4.1. Der uriranische Lautbestand. 11
4.2. Besondere Entwicklungen im Uriranischen. 12
4.2.1. Die Entwicklung s h. 12
4.2.2. Der Verlust der Aspiration bei den Mediae aspiratae. 12
4.2.3. Die Spiranten des Uriranischen. 12
5. Vom Uriranischen zum Altpersischen. 13
5.1. Besondere Entwicklungen im Altpersischen. 13
5.1.1. Die Entwicklung der idg. Palatale / h 13
5.1.2. Die Herkunft des Lautes /ç/ 13
5.1.3. Palatal Nasal. 13
5.1.4. Palatal Halbvokal. 14
5.1.5. Palatal t, 14
5.2. Der Vokalismus. 15
5.2.1. Der Vokal a. 15
5.2.2. Der Vokal 15
5.2.3. Die Vokale i/ , u/Ì. 16
5.3. Der Konsonantismus. 17
5.3.1. Die Tenues. 17
5.3.2. Die Mediae. 17
2
5.3.3. Die Spiranten. 18
5.3.4. Die Palatale. 18
5.3.5. Die Nasale. 18
5.3.6. Die Sibilanten. 19
5.3.7. Die Liquidae. 19
5.3.8. Die Halbvokale. 20
5.3.9. Der Hauchlaut h. 20
6. Zusammenfassung der Ergebnisse. 21
7. Inschriftenverzeichnis. 22
8. Literaturverzeichnis. 23
3
1. Einführung
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden die wichtigsten Aspekte der altpersischen Lautlehre erläutert, an Hand hauptsächlich von Beispielen der Bisutun- Inschrift, welche den Kern des dieser Hausarbeit zugrunde liegenden Seminars bildete. Jene Inschrift besteht aus einem dreisprachigen Textkorpus, sowie die Reliefs 14 Individuen, u.a. Dareios I., Auramazda und Gaumata. Abb. 01
Der altpersische Textteil ist in fünf Kolumnen eingeteilt. Sie befinden sich unterhalb der Reliefs, durchnumeriert von I bis V (Abb.01; durch Striche herausgehoben). Im Text wird geschildert, wie Dareios I., der Großkönig, die Aufstände im Inneren des persischen Reiches niederschlug und für Frieden gesorgt hat. Nachdem er den Usurpator-Gaumata besiegt hatte (auf dem Bild sich unter dem linken Fuße des Großkönigs befindend), hat er ebenfalls die sog. „Lügenkönige“ entmachtet (auf dem Bild mit einem Strick um den Hals aneinander gebunden).
Die historische Interpretation der Inschrift ist schon mehrmals erfolgt, auch wenn man nicht ohne weiteres alle Fragen beantworten kann. Für einen Sprachwissenschaftler besitzt die Inschrift einen besonderen Reiz, weil sie als das erste Keilschriftdokument gilt, das entziffert wurde. Dessen Entzifferung verdanken wir Georg Friedrich Grotefend, der die altpersische Inschrift 1802 entziffern konnte. 44 Jahre später publizierte H.C. Rawlinson die Übersetzung der altpersischen Textkolumne jener Inschrift. Mithilfe des altpersischen Materials gelang es ihm ebenfalls die Übersetzung des babylonischen Textteiles.
Aufgrund dessen ist die Bisutun- Inschrift für die altiranische Sprachwissenschaft genauso bedeutend, wie der Stein von Rosette für die altägyptische Forschung. Dareios I. macht im § 70 der Inschrift darauf aufmerksam, dass die Inschrift auch auf altpersisch verfasst wurde: „...patišam ariy ha ut (p)avasty c riyat 1 ...“ („...im Übrigen war es auf arisch und festgehalten (eig. „gemacht“) auf Tontäfelchen...“). Auf Grund dieser Bemerkung geht man davon aus, dass die altpersische Keilschrift auf den Befehl hin des Dareios I. erschaffen wurde, was durch linguistische Gründe un- 1 Transkriptionnach Kent 1953, 130.
4
terstrichen wird 2 . Da die Inschrift von dem ersten Regierungsjahr des Dareios I. handelt, kann angenommen werden, dass sie das älteste Dokument altpersischer Sprache ist. Dieses Dokument bildet die Quelle der Arbeit, womit der Verfasser an Hand von Beispielen aus der Bisutun- Inschrift und anderer Inschriften zeigen wird, wie die ap. Lautlehre sich aus den früheren Sprachstadien entwickelt hat. Für die Erschließung der früheren Sprachstadien ist der Vergleich der altpersische Sprache mit dem Avestischen, unterteilt in jung- und altavestisch, unerlässlich. Aus diesem Vergleich kann man die gemeinsame Vorstufe beider Sprachen rekonstruieren, das Iranische. Bei dieser Rekonstruktion bietet eine nicht zu unterschätzende Hilfe das Altindische, welches, einerseits, zum besseren Verständnis und Erschließung des Iranischen beitragen kann und andererseits für die Rekonstruktion des Indoiranischen, jener gemeinsamen Vorstufe des Iranischen und Altindischen, unverzichtbar ist.
Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, daß es nicht immer möglich war, für jede Regel ein passendes Beispiel in der Bisutun- Inschrift zu finden. Deswegen erlaubte sich der Verfasser die Verwendung von Beispielen, die anderer Inschriften entnommen wurden. Aus diesem Grunde scheint es sinnvoll anzugeben, woher jeweils die Beispiele stammen. Nach jedem Beispiel erfolgt in Klammern die Angabe der Inschrift, gefolgt von der Kolumne (falls vorhanden) und der Zeile.
2 Inschriften älterer Könige sind in jüngerer Sprache verfasst, was auf ihre erst spätere Entstehung hin-
weist (BRANDENSTEIN/ MAYRHOFER 1964, 17).
5
2. Der indogermanische Lautbestand
Vokale: *i, *e, *a (<*h 2 e), *o, *u; *¯ (<*iH), *, * (<*eh 2 ), *À, *Ì (<*uH) Halbvokale: * , * Diphthonge: *e , *a , *o , *e, *a, *o Liquiden, Nasale: *l, * , *r, * , *m, * , *n, * Sibilanten: *s, *z Laryngale: *h 1 , *h 2 , *h 3 Dentale: *t, *d, *d h Labiale: *p, *b, *b h Palatale: * , *£, *£ h Velare: *k, *g, *g h Labiovelare: *k w , *g w , *g wh
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Arbeit zitieren:
Ptolemaios Paxinos, 2008, Die altpersische Lautlehre , München, GRIN Verlag GmbH
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