Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 2
1.1. Untersuchungsgebiet 2
1.2. Anliegen 2
1.3. Geologie und Böden 2
1.4. Methoden 3
2. Untersuchungsergebnisse 3
2.1. 1DWXUVFKXW JHELHWÄ.URQHQORFK6SHLFKHUNRRJ'LWKPDUVFKHQ 3
2.1.1. Vegetation 3
Untere Salzwiese, strukturarm
Untere Salzwiese, strukturreich
Obere Salzwiese
Schilf -Röhricht Gebüsche / Gehölze
Mesophiles Grünland
2.1.2. Diskussion 5
2.2. 1DWXUVFKXW JHELHWÄ: KUGHQHU/RFK6SHLFKHUNRRJ'LWKPDUVFKHQ 6
2.2.1. Vegetation 6
Untere Salzwiese, strukturarm
Untere Salzwiese, strukturreich
Obere Salzwiese
Schilf -Röhricht
Geb üsche / Gehölze
Mesophiles Grünland
Intensivgr ünland
Aufsch üttung
2.2.2. Diskussion 7
3. Abschließende Bemerkung 8
4. Literatur und Kartengrundlagen 9
Anhang
9HJHWDWLRQVNDUWH Ä.URQHQORFK
9HJHWDWLRQVNDUWH Ä: KUGHQHU/RFK
1
1. Einführung
1.1. Untersuchungsgebiet
Der Speicherkoog entstand durch die Eindeichung der Meldorfer Bucht 1978. Im Nordteil wurden wegen der starken Salzwiesen- und Wattflächenverluste 1985 zwei Naturschutzgebiete ausgewiesen, um den Rastvögeln ebenso wie den Dauergästen lebensnotwenige Brut- und Rastflächen zu erhalten. Das Wattenmeer der Nordsee stellt eine wichtige Station im Nordatlantischen Vogelzugweg dar. Täglich rasten hier zu den Zugzeiten bis zu 1,3 Millionen Wasser- und Watvögel. Daher ist der Erhalt von entsprechenden Flächen von vorderster Priorität.
'DVÄ.URQHQORFK³OLHJWLP6GZHVWHQdes Speicherkooges Nord auf einer Fläche von 532 ha. Es befindet sich überwiegend auf ehemaligen Sandwattflächen, nur der äußerste Nordosten, die ehemalige so genannte Ziegeninsel, war vor der Eindeichung bis zur Salzwiese entwickelt. Es ist gekennzeichnet von ausgedehnten Wasserflächen, die durch eine Verbindung zur Nordsee tidenbeeinflusst sind, sowie durch eine großräumige Insel. 'DV ÄWöhrdener Loch³ ist im Nordwesten des Speicherkooges Nord gelegen. Die anfängliche Fläche wurde später auf 495 ha erweitert und ist durch alte Prielbetten zergliedert. Durch den Bau von Stauanlagen wurden seichte Dauerwasserflächen geschaffen.
1.2. Anliegen
Bereits Ende der 90er Jahre wurde durch das Botanische Institut der Universität Kiel die Vegetationsentwicklung GHV Ä:|KUGHQHU /RFK³ untersucht. Durch Diplombiologen Joachim Schwahn und freie Mitarbeiter fand eine Wiederholungsuntersuchung statt, in deren Zuge eine Vegetationskartierung durchgeführt wurde sowie 9 Dauerquadrate und 2 Transekte zur Ermittlung der dortigen Vegetation eingerichtet wurden. Eine weitere $XVDUEHLWXQJ]XU9HJHWDWLRQLQGHQ16*Ä:|KUGHQHU/RFK³XQGÄ.URQHQORFK³OLHJWYRQ GLOE (1991) vor. Zwar ist diese keine vollständige Vegetationskartierung, liefert jedoch aufschlussreiche Informationen.
In diesem Jahr, im August und September 2005, wurde erneut eine Vegetationskartierung GXUFKJHIKUW 8QWHUVXFKW ZXUGHQ VRZRKO GDV Ä:|KUGHQHU /RFK³ ZLH DXFK GDV Ä.URQHQORFK³ In dem vorliegenden Bericht sollen die Ergebnisse dieser Kartierung zusammengefasst werden. Dabei sollen Veränderung der Vegetationsbedeckung und mögliche daraus resultierende Konsequenzen sowie zukünftig zu erwartende Entwicklungen herausgestellt werden.
1.3. Geologie und Böden
Die Bodenverhältnisse im Untersuchungsgebiet sind bereits von SCHWAHN (1992) zusammengefasst worden. Nach SCHWAHN (1992) lagern im Untergrund des Naturschutzgebietes holozäne Sedimentdecken von ca. 20 m Mächtigkeit über pleistozänen Fein- und Mittelsanden. Die holozänen Decken bestehen am Grund aus einer geringmächtigen Schicht aus Bruchwaldtorf, darüber liegt eine 5 m mächtige Kleischicht mit schluffigen Feinsandlagen, die von Schilfhorizonte durchzogen sind. Über der holozänen Schicht befindet sich eine 15 m mächtige Sanddecke, welche auch die heutige Bodenoberfläche bildet. Durchzogen wird sie von tonigen Schichten und Schill-Lagen (Muschelschalen).
Die Böden sind ehemalige Sandwatten, bestehend aus schluffigem Sand bis Sand mit hohem Sandanteil (bis 96 %). Der Bodentyp ist als Gleyboden einzustufen mit geringmächtigem Ah-Horizont und in 40 ± 60 cm Tiefe beginnendem Gr-Horizont.
2
Nach SCHWAHN (1992) liegt die Bodenreaktion im schwach alkalischen Bereich, der Nährstoffgehalt ist gering. Die Böden neigen zu Staunässe bzw. bei lang anhaltender Trockenheit zu Oberflächenverkrustung.
Eine Untersuchung der bodenkundlichen Verhältnisse erfolgte nicht, da ein direkter Eingriff in das Bodenökosystem vermieden werden sollte. Jedoch ist an Abbruchkanten in Prielnähe im Untersuchungsgebiet ein Blick in die oberen Bodenschichten möglich. Die Ergebnisse werden ebenso vorgestellt.
1.4. Methoden
Bei der Kartierung wurde Bezug genommen auf einen Kartierschlüssel für Biotoptypen in Schleswig-Holstein (GETTNER, HEINZEL, 1995). Als Kartengrundlage dienten Infrarotaufnahmen eines CIR-Bildflugs Schleswig-Holstein aus dem Jahre 2004 im Maßstab 1:5000. Die Erfassung erfolgte sowohl im Gelände wie anhand der Luftbilder. Abschließend werden die Untersuchungsergebnisse in zwei im Anhang zu findenden Karten im Maßstab 1:5000 dargestellt.
Die Artenbestimmung erfolgte nach ROTHMALER (2002), Gefährdungsgrade einzelner Arten entstammen der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen Schleswig-Holstein.
Die beiden Naturschutzzonen weisen völlig unterschiedliche Artenvorkommen wie auch Artenzusammensetzungen auf und sind getrennt kartiert worden. Die Vorstellung der Untersuchungsergebnisse erfolgt deshalb auch getrennt.
2. Untersuchungsergebnisse
2.11DWXUVFKXW]JHELHWÄ.URQHQORFK6SHLFKHUNRRJ'LWKPDUVFKHQ³
2.1.1. Vegetation
a) Untere Salzwiese, strukturarm
An den westlichen Ufern sowohl der Insel, als dem Festlandbereich, sind Ausdehnungen von Queller und Strandsalzschwaden vorhanden. Sie bedecken zum Teil die durch den Tidenhub direkt salzwasserbeeinflussten Sandbänke. Im Osten der Insel sind sie nicht ausgeprägt, da diese Flächen aufgrund der überwiegenden Westwinde weniger von Winderosion betroffen und deshalb inzwischen stark vegetationsbedeckt sind.
b) Untere Salzwiese, strukturreich
Im Anschluss an die Queller- und Andelzonen geht die Untere Salzwiese in strukturreichere Ausprägung über. Dort finden sich vor allem Flächen mit Strandasterbewuchs. Zu finden sind sie auch im zentralen nördlichen Bereich der Insel. Möglich ist, dass dieser Bereich ehemals überflutet war, oder immer noch zeitweilig überflutet wird, da er von niedrigerer Höhenlage ist, als der restliche Inselbereich. Eine weitere Erklärung für das Vorkommen der wäre, dass durch Oberflächenabfluss gelöstes Salz aus den höher gelegenen Flächen in die Senken fließt und dadurch zu einer Salzkonzentration führt, was sich in der Vegetationsbedeckung wiederspiegelt. (vgl. SCHWAHN, 1992)
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Arbeit zitieren:
Josephin Lehnert, 2005, Vegetationsentwicklung in den Naturschutzgebieten des Speicherkooges Dithmarschen, München, GRIN Verlag GmbH
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