INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG. 1
2. DEFINITION DER ADIPOSITAS. 2
2.1. ABGRENZUNG DER ADIPOSITAS VON ÜBERGEWICHT. 2
3. PRÄVALENZ VON ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS. 2
3.1. MESSMETHODEN VON ADIPOSITAS 3
3.1.1. BMI. 3
3.1.2. Der WHR (waist-to-hip-ratio) 5
3.1.3. Broca - Index 6
3.1.4. Bioelektrische Impedanzanalyse 7
4. DEFINITION DER AUSDAUER 9
4.1. ABWANDLUNGEN DER AUSDAUER. 10
5. ADIPOSITAS ALS RISIKOFAKTOR 11
5.1. ADIPOSITASTHERAPIE: 12
5.1.1. Bewegungstherapie 12
5.1.2. Ernährungstherapie 13
5.1.3. Verhaltenstherapie 14
6. REGELN UND ORIENTIERUNG FÜR KÖRPERLICHES TRAINING. 14
6.1. PRINZIPIELLE REGELN 14
6.2. ORIENTIERUNG FÜR DIE BEWEGUNGSPRAXIS. 15
6.2.1. Energieumsatz und körperliche Arbeit. 16
6.2.1.1. Messung des Energieumsatzes von körperlicher Arbeit 16
6.2.1.2. Fiktives Beispiel einer adipösen Person 18
6.2.1.3. Gesundheitssport 18
6.3. AUSWIRKUNGEN DES AUSDAUERTRAININGS 19
6.3.1. Einfluss auf das hormonelle System 20
6.4. TYPISCHE UND GEEIGNETE AUSDAUERSPORTARTEN FÜR ÜBERGEWICHTIGE. 21
7. TRAININGSMODALITÄTEN. 23
7.1. STUDIEN 25
8. AUSBLICK 28
9. ZUSAMMENFASSUNG 30
10. LITERATURVERZEICHNIS 31
11. PRINTMEDIEN. 32
12. ELEKTRONISCHE QUELLEN. 33
I
1. Einleitung
Übergewicht und Adipositas sind ein globales gesundheitliches Problem geworden. Die Häufigkeit von Fettleibigkeit steigt. Die Begründung für die vorallem in Industrie- und Schwellenländern starke Gewichtszunahme ist ohne Zweifel die Fülle des Nahrungsangebots und der bewegungsarme Lebensstil. Die Fettsucht ist in reichen Gesellschaften vorherrschend und gilt als chronische Krankheit, die sich mehr in unteren sozialen Schichten verbreitet hat. In Entwicklungsländern gibt es andere Gründe für Gesundheitsprobleme als die Folge von Übergewicht.
Körperliche Inaktivität bei gleichzeitigem Kalorienüberschuss führt längerfristig zu gesundheitsschädigenden Begleitkrankheiten. Die Kosten zur Behandlung sind in weiterer Folge sehr erheblich für das Gesundheitssystem und zwingen zu Präventions- und Therapiemaßnahmen. (Kubes, 2006, S.2)
Durch Adipositas erwachsen den Betroffenen mitunter auch psychosoziale Probleme. Die körperliche Inaktivität ist ein sehr wesentlicher Faktor für die Entstehung von Übergewicht. In der Evolutionsgeschichte des Menschen waren Fettdepots ein Vorteil Notzeiten zu überdauern. In der heutigen Zeit kann jedoch nicht mehr von positiven Eigenschaften gesprochen werden, möglichst viele Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte einzunehmen. (Ellrott und Pudel, 1998, S.10) Vielmehr werden klare Nachteile gegenüber Normalgewichtigen immer deutlicher entschlüsselt.
Eine US-Studie aus dem Fachjournal Obesity veröffentlicht, dass sofern der Trend der letzten 30 Jahre anhält, theoretisch jeder US-Bürger in 40 Jahren übergewichtig oder fettleibig sein wird. Diese alarmierende Prognose für die Zukunft muss als Weckruf genutzt werden, um mit beispielsweise vermehrter körperlicher Betätigung dieser Entwicklung entgegenzuwirken. „Wir funktionieren nach wie vor wie unsere Vorfahren in der Savanne Afrikas, die fünf bis sieben Stunden pro Tag vor allem nach pflanzlicher Nahrung suchten und womöglich nur einmal pro Monat Wild erfolgreich erlegen konnten.“ (Kurier, Samstag 9. August 2008) In Österreich wurden ebenfalls erschreckende Ergebnisse einer oberösterreichischen Studie bekannt. 40 % der Befragten meinten, null Minuten pro Tag für körperliche Aktivität aufzubringen. „Auf den Beinen“ waren sie hingegen nur 40 Minuten pro Tag. (Kurier)
Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Auswirkungen von Ausdauerbelastungen auf übergewichtige und adipöse Menschen darzustellen.
Welchen gesundheitlichen Beitrag kann ein Ausdauertraining für die Betroffenen leisten? Welche gesundheitsfördernden Aktivitäten werden dafür genannt?
1
2. Definition der Adipositas
„Die Fettsucht (Fettleibigkeit, Adipositas, Obesitas) ist eine abnorme Ansammlung von Körperfett mit entsprechend vermehrter Körpermasse infolge konstitutioneller Disposition, endokriner und Zwischenhirn- Erkrankungen oder durch zu reichliche Nahrungsaufnahme (z.T. aus psychisch begründeter Appetitsteigerung)“ (Brockhaus, 1997, S. 326) Diese Definition zeigt, dass Adipositas meist genetisch und umweltbedingt entsteht. Die Ursachen von Adipositas sind vielschichtig. Aus genetischer Sicht könnte Adipositas durchaus eine erbliche Komponente besitzen. Aus sozialer Betrachtung ist die Erlangung von Adipositas mit bestimmten Essgewohnheiten und Lebensstilen erklärbar. (Kubes, 2006, S.2)
„Die Adipositas ist durch einen erhöhten Körperfettanteil an der Gesamtkörpermasse definiert“. (Kubes, 2006, S.6)
2.1. Abgrenzung der Adipositas von Übergewicht
Viele Begriffe wie Adipositas, Fettsucht, Übergewicht oder Fettleibigkeit werden im Sprachgebrauch sowie in der Literatur synonym verwendet, da sie alle ein erhöhtes Körpergewicht beschreiben.
Für Übergewicht kann auch ein großer Anteil an Muskelmasse ausschlaggebend sein, wie es etwa bei Bodybuildern der Fall ist. Ein Bodybuilder hat eine erhöhte Körpermasse, jedoch meist nicht viel Körperfett.
Der Begriff Adipositas beschreibt somit immer eine erhöhte Fettmasse. Personen mit Adipositas haben meist Übergewicht, Übergewichtige müssen aber nicht adipös sein. (Kubes, 2006, S.6)
3. Prävalenz von Übergewicht und Adipositas
Eine Gesundheitsbefragung der Statistik Austria im Jahre 2006/07 macht deutlich, dass Übergewicht in Österreich ein ernst zu nehmendes Thema für Politik und Gesellschaft ist. Alarmierende Ergebnisse wurden dabei geliefert:
Es wurde gezeigt, dass 56% der Männer und 45% der Frauen in Österreich einen BMI ab 25 und mehr haben. An dieser Stelle muss noch darauf hingewiesen werden, dass bei dieser Statistik nur Personen ab dem 15.Lebensjahr herangezogen wurden. Das heißt also, dass übergewichtige und/oder adipöse Kinder und Jugendliche in diesen Zahlen noch gar nicht aufscheinen. 43% der Männer sind übergewichtig, 12% adipös. Bei den Frauen ist der Anteil der Adipösen sogar bei 13% noch höher, hingegen sind nur 29% übergewichtig.
2
In Österreich ist Übergewicht und Fettleibigkeit bei Männern generell häufiger festzustellen als bei Frauen. Die Verteilung übergewichtiger und adipöser Leute ist zwischen Männern und Frauen bis zum 60.Lebensjahr etwa gleich häufig, bei den über 60 Jährigen ist der Anteil adipöser Frauen größer. Die Statistik zeigt, dass mit steigendem Alter auch das Übergewicht zunimmt, sowohl bei Frauen als auch bei Männern, jedoch ab dem 75. Lebensjahr das Körpergewicht wieder abnimmt.
Die Akzeptanz übergewichtig oder adipös zu sein scheint Männern wesentlich leichter zu fallen. Frauen behaupten öfter nicht zufrieden zu sein mit dem Aussehen und ihrer Figur als Männer.
Vergleicht man die Zahlen der aktuellen Statistik mit den Ergebnissen aus dem Jahre 1999, so lässt sich ein genereller Anstieg adipöser Menschen erkennen, sowohl unter Frauen als auch unter Männern. Diese Entwicklung betrifft alle Altersgruppen, wobei die über 45 Jährigen den meisten Zuwachs verzeichnen. Dieser Negativtrend ist besonders stark bei SeniorInnen ab dem Alter von 75 Jahren zu sehen. (www.1)
3.1. Messmethoden von Adipositas 3.1.1. BMI
Der Körpermassenindex (Body - Mass - Index) gilt als gebräuchlichste Messung von Übergewicht und Adipositas, ist eine indirekte Messmethode und errechnet sich aus Körpergewicht in Kilogramm, dividiert durch Körpergröße im Meter zum Quadrat (kg/m²). (www.2)
Die WHO stellte im Jahre 2000 eine allgemeingültige Klassifikation des Übergewichts für Erwachsene nach dem BMI auf.
3
Tabelle 1:
The International Classification of adult underweight, overweight and obesity according to BMI
Quelle: www: 3
Als normalgewichtig gilt der Bereich zwischen 18,5 bis 24,99 kg/m².Werte unter 18,5kg/m² gelten als untergewichtig. Ab einem Wert von 25 kg/m² spricht die WHO von Übergewicht, das in folgende Unterklassen unterteilt wird. Eine Vorstufe von Fettleibigkeit (Präadipositas) ergeben die Werte 25 bis 29,99 kg/m². Ab 30 kg/m² definiert die WHO Fettleibigkeit, wobei drei Stufen klassifiziert werden. Eine Adipositas ersten Grades entspricht einem Wert von 30 bis 34.99 kg/m². Eine Adipositas zweiten Grades entspricht einem Wert von 35 bis 39.99 kg/m². Die schwerste Form (Adipositas dritten Grades) wird ab einem Wert von 40 kg/m²beschrieben. Bei Grenzwerten oder zur exakten Messung sollten ebenfalls das Geschlecht, das Alter und die körperliche Konstitution weiterhelfen. Zur Veranschaulichung folgt eine Berechnung des BMI bei einer Person (Mann oder Frau) mit einer Körpergröße von 172cm und 90 kg Körpergewicht: BMI = 90 / 1,72² Æ 30,4
4
Bei dem hier vorliegenden Ergebnis von 30,4 spricht man von Fettleibigkeit. In der Literatur finden sich unterschiedliche Interpretationen bezüglich der Auswertung von Übergewicht, weshalb der Vergleich von Studien schwer fallen kann. Der BMI lässt sich auch nach dem Alter beurteilen. Eine altersabhängige Definition eines wünschenswerten BMI lautet:
Tabelle 2: National Research Council ( der USA): Diet and Health. Implications for Reducing Chronic
Disease Risk. National Academy Press, Washington D.C. (1989)
Die Verteilung des Körperfetts wird bei dieser Gewichts- und Längenrechnung nicht beachtet, weshalb der BMI oft mit einer Messung des Taillen - und Hüftumfangs kombiniert wird.
Der Nutzen von Bewegung ist mit zunehmendem Übergewicht, vor allem für stark adipöse Leute, nur von geringer Bedeutung. Hier hätte eine Ernährungsumstellung oberste Priorität. (Antes, 1997, S.91) Die positiven Wirkungen von Bewegung in Kombination einer Diät erhöhen jedoch die Chance das Übergewicht zu reduzieren.
3.1.2. Der WHR (waist-to-hip-ratio)
Der WHR misst das Verhältnis zwischen Taille und Hüfte. Messparameter sind der Umfang der Hüfte in Höhe des trochanter major (oberer Rollhügel) und der Umfang der Taille zwischen Rippenbogen und Beckenkamm. Die Berechnung lautet: WHR = Taillenumfang / Hüftumfang
Der WHR zeigt eine abdominale oder gynoide Art der Fettverteilung an. (Kubes, 2006,S.13)
5
Arbeit zitieren:
Bakk., Michael Weber, 2008, Wirkung von Ausdauerbelastung auf den Organismus von übergewichtigen und adipösen Menschen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Unterschiedliche Auswirkungen der intensiven und extensiven Intervallm...
Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Magisterarbeit, 155 Seiten
Selbstreguliertes Lernen im Schulunterricht
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit, 15 Seiten
Michael Weber's Text Wirkung von Ausdauerbelastung auf den Organismus von übergewichtigen und adipösen Menschen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Michael Weber hat den Text Wirkung von Ausdauerbelastung auf den Organismus von übergewichtigen und adipösen Menschen veröffentlicht
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