Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 3
2 Habitus und Charakteristika 4
2.1 Blüten 4
2.2 Früchte und Sämlinge 5
2.3 Blätter und Knospen 6
2.4 Habitus 7
3 Ökologie 8
3.1 Der Bergahorn als Mikrohabitat 8
3.2 Standorte und Verbreitung 9
4 Schäden, Krankheiten und Schädlinge 100
4.1 Abiotische Schäden 100
4.2 Schäden durch Wildtiere 100
4.3 Insekten 111
4.4 Pilzkrankheiten 12
4.5 Ausblick Klimawandel 14
5 Nutzung 15
Literatur 17
Abbildungsverzeichnis 18
Tabellenverzeichnis 18
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1 Einführung
In dieser Arbeit soll die Autökologie des (Echten) Berg-Ahorns (Acer
pseudoplatanus
LINNAEUS, 1753)
- in Deutschland der Baum des Jahres 2009 - behandelt werden. Diese Baumart ist nicht nur als Holzlieferant von ethnobotanischem Interesse, es kommt ihm auch eine bedeutende Rolle als Bodenbildner und im Schutzwald bei. Seine Standortanspruchslosigkeit könnte ihn in Zukunft für die Forstwirtschaft interessanter werden lassen. Der Berg-Ahorn tritt in Vergleich zu seinem „Bruder“, dem Spitz-Ahorn (Acer
platanoides
L.) - Baum des Jahres 1995 - dezenter auf. Er steht letzterem in Punkto Invasionspotential um einiges nach, blüht unauffälliger und weist eine weniger bunte Herbstfärbung auf, die sich abhängig von der Höhenlage mehr oder weniger ausgeprägt in gelblichen Farbtönen zeigt. Der „Große Ahornboden“ bei Mittenwald wurde durch die Herbstfärbung der alten und großkronigen Berg-Ahorne ein beliebtes und weithin bekanntes Fotomotiv und Ausflugsziel. Berg-Ahorne erdulden recht hohe Immissionen und
eignen sich daher sehr gut als Park- und Alleebaum. In dieser Eigenschaft steht er der „echten“ Platane (hierzu-lande meist Platanus x hispanica) kaum nach. Seinen Namen Acer pseudoplatanus (also „Scheinplatane“) verdankt er aber nicht dieser Eigenschaft, sondern dem Um-stand, dass die Schuppenborken der Bäume gewisse Ähnlichkeiten aufweisen (siehe Abb. 1). Die Art wurde in Deutschland zuerst von Valerius Cordus (ca. 1530) als Acer major beschrieben.
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2 Habitus und Charakteristika
dings nicht mehr in die Familie der Ahorngewächse (Aceraceae mit 2 Gattungen: Acer mit 148 Arten und Dipteronia mit 2 Arten - Verbreitung vor allem in nemoralen Zone) gestellt, sondern gehört nach neuerer Taxonomie zur Familie der Seifenbaumgewächse pindaceae), in welche die Ahorne aufgrund ähnlicher Blatt- (handförmig) und Blütenentwicklung (Ausfall von Staubblättern) gemeinsam mit den Rosskastaniengewächsen (Hippocastanaceae)
wurden
BARTELS 1993).
2.1 Blüten
Der Berg-Ahorn blüht später als andere Arten seiner Gattung. Die ersten Blüten erscheinen Ende April bis Anfang Mai (selten nochmals im Oktober) zeitgleich mit, bzw. unwesentlich nach dem Blattaustrieb, weshalb sie im Vergleich zum Spitz-Ahorn kaum auffallen, dessen
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Blüten vor dem Blattaustrieb erscheinen. In kälteren
Gebieten und höheren Lagen findet die Blüte oft erst gegen Ende Mai statt. Dieser Umstand begründet wohl die Fähigkeit der Art bis in subalpine Höhenlagen gedeihen zu können (Berg-Ahorn).
(Scheibenblumen), in endständig verzweigten, dichtblütigen und hängenden Rispen angeordnet (siehe Abb. 3) und treiben in etwa nach 30 Jahren das erste Mal aus; dann aber reichlich und jährlich
wiederkehrend. Die Aufblühfolge der Geschlechter wird von dem gleichen Individuum stets eingehalten, während sie sich von Baum zu Baum unterscheidet. Die Blüten sind in der Regel zwittrig, jedoch kommt es nicht selten vor, dass männliche oder weibliche Anlagen unterdrückt oder reduziert werden (bis hin zu funktionell eingeschlechtlichen/zweihäusigen Erscheinungsformen). Kelch- und Kronblätter erscheinen gelbgrün und werden von Insekten (Bienen und Fliegen) angeflogen, über die auch die Bestäubung erfolgt. Acer pseudoplatanus zeigt demnach keinen Übergang zur Windbestäubung, wie das für die (ehemalige!) Familie Aceraceae häufig der Fall ist. Zur Belohnung der Bestäuber finden sich Nektardrüsen am scheibenförmigen Drüsenboden (Diskus) (ROLOFF 2009). Hier sitzen auch die Staubblätter auf, welche bei männlichen Blüten die zwei bis dreifache Länge der Kronblätter erreichen können. In weiblichen Blüten sind sie wesentliche kürzer, die Staubbeutel bleiben geschlossen. Der Fruchtknoten ist zottig behaart. Der lange Griffel trägt zwei ebenso lange Griffeläste. In der Blütenentwicklung fallen stets zwei Staubblätter aus, sodass von den ursprünglich zehn angelegten nur acht verbleiben (Merkmal Sapindaceae). Nach der Befruchtung schließen sich die Kelch- und Kronblätter der weiblichen Blüten durch Aufrichten (BARTELS 1993; HEGI 1975). Die Blütenformel lautet: * K5, C5, A8, G(2).
2.2 Früchte und Sämlinge
Nach der Bestäubung werden paarig zusammenhängende Nüsschen angelegt. Die Fallgeschwindigkeit wird durch lange Flügel (es kommt zum Trudeln) verringert. Dadurch kann der Baum seine Nachkommen mit Hilfe des Windes bis zu 125 m verbreiten, auf Schneeflächen insbesondere im Hochgebirge durch Rutschen noch wesentlich weiter. Die Nüsschen befinden
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Arbeit zitieren:
BSc Geo- und Atmosphärenwissenschaften Nicolas Schoof, 2009, Der Berg-Ahorn: Acer pseudoplatanus, München, GRIN Verlag GmbH
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