Inhaltsverzeichnis
1. Schulerkundung 3
2. Belegthema
2.1 Einleitung 5
2.2 Definition von Unterrichtsstörungen 6
2.3 Ursachen von Unterrichtsstörungen 7
2.4 Prävention von Unterrichtsstörungen 10
2.5 Zusammenfassung 13
3. Dokumentation des Unterrichtsversuchs
3.1 Lehrplananalyse 14
3.2 Sachanalyse 14
3.3 Bedingungsanalyse 15
3.4 Lernziele und zentrale Aufgabenstellung 16
3.5 Methodenwahl/Medieneinsatz 17
3.6 Didaktische Analyse 17
3.7 Reflexion der Unterrichtsstunde 19
Anhang
Interview 21
Literaturverzeichnis 23
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1. Schulerkundung Einrichtung
Die W. Mittelschule in F. wird zurzeit von 360 Schülern besucht. Das Kollegium umfasst 32 Lehrerinnen und Lehrer.
Das Schulgebäude und die zugehörigen Außenareale befinden sich in einem guten Zustand. Die letzten Sanierungsmaßnahmen verorten sich bis ins Jahr 2005. Die Schule besitzt entsprechende Fachkabinette, eine moderne Turnhalle und gepflegte Außenanlagen. Klassen
Die Schüler sind in insgesamt 14 Klassen untergebracht, welche die Zimmer vollständig belegen. Die Klassenzüge sind in der sechsten und siebten Klasse dreizügig, alle anderen Jahrgänge nur zweizügig. Abhängig von der Schülerzahl werden auch Hauptschulabschlüsse angeboten. Hierbei trennt man die Schüler ab der achten Klasse in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Biologie und Physik. In der restlichen Zeit wird der Klassenverband bis zum Abschluss der Hauptschüler mit dem neunten Schuljahr weiterhin zusammen unterrichtet. Medien
Die Mittelschule besitzt einige Overheadprojektoren, welche allerdings nicht in allen Zimmern zur Verfügung stehen und oftmals vor dem Unterricht erst besorgt werden müssen. Des Weiteren kann man in jedem Zimmer eine Tafel nutzen. Als weitere Medien sind Fernseher, Schaukarten, zwei Laptops und ein Beamer verfügbar. Diese knappe Anzahl schafft Probleme und sollte aufgestockt werden. Auch die Bandbreite der Internetverbindung, so kritisieren die Lehrer, sei unzureichend, wenn man mit einer ganzen Klasse gleichzeitig dieses Medium nutzen möchte. Ganztagsangebot
Für die Schüler steht ein breites Ganztagsangebot zur Verfügung. Dieses unterteilt sich in spezielle Förder- und Forderungsmaßnahmen (z.B. besonderes Augenmerk auf Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche, Hausaufgabenbetreuung, musischer Bereich),
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zum Unterricht ergänzende Angebote (z.B. Theater-AG, Mittelalterprojekt, Bundestagsbesuch) und Freizeitmöglichkeiten (z.B. Volleyball, Schülerzeitung, Schwimmen). Außerdem finden fachspezifische Wettbewerbe statt und es gibt Trainingskurse für die Abschlussklassen. Schülerfirma
Eine Schüler GmbH zeigt sich für die Pausenversorgung verantwortlich, welche im schuleigenen Internetcafé angeboten wird. Umgebung
Das Einzugsgebiet der W. Mittelschule umfasst F. und die umliegende Umgebung. Für einige Schüler bedeutet dies einen Schulweg von mehr als dreißig Minuten. In der Nähe des Schulareals gibt es einen Getränkehandel, welcher aber bis vierzehn Uhr keine alkoholischen Getränke an potenzielle Schüler ausgeben soll.
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2. Belegthema
2.1 Einleitung
Der Untersuchungsgegenstand meines Belegs zum Blockpraktikum A ist das Thema Unterrichtstörungen.
Diese Thematik rückte in den ersten beiden Wochen des Praktikums in den Fokus, da ich und mein Mitpraktikant oft in der Klasse 9 hospitierten, in welcher es im Unterricht häufig zu Problemen kam. Des Weiteren zeigte sich mir, besonders in meinen Unterrichtsversuchen, wie mich schon ganz unauffällige, kleine Dinge aus dem Konzept bringen konnten. Mir wurde bewusst, dass es an der Zeit war, sich mit dieser Problematik auseinanderzusetzen. Schließlich sind Unterrichtsstörungen Bestandteil eines jeglichen Lehreralltags und der Umgang mit ihnen eine zentrale Komponente für guten und funktionierenden Unterricht. Bereits für frühere Arbeiten hatte ich dies als mögliches Thema in Erwägung gezogen, doch immer wieder fallen gelassen. Da Unterrichtstörungen eine sehr große Thematik darstellen, habe ich mich entschlossen folgende Frage in den Mittelpunkt dieser Arbeit zu stellen: Was verursacht Unterrichtsstörungen und wie kann man ihnen vorbeugen?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, nutze ich neben der Literaturrecherche, die Beobachtungen des Unterrichts im Praktikum, Informationen aus Gesprächen mit Lehrkräften und ein Interview mit unserer Mentorin. Mittels der Beobachtungen und des Interviews ist es möglich einen begrenzten Blick auf die Entstehung von Unterrichtsstörungen zu werfen. Dabei ist voranzustellen, dass sich Unterrichtsstörungen durch so viele Faktoren bedingen und eine Erklärung somit immer unvollständig bleibt. Eine Systematisierung, wie sie in der Literatur vollzogen wird, ist aber trotzdem sinnvoll, um ihnen geeignete Präventions- und Interventionsmaßnahmen entgegen zu setzen.
Meinem Text liegen im Wesentlichen die Bücher „Mit Schülern klarkommen“ von Gert Lohmann (2009) und „Disziplinmanagement in der Schulklasse“ von Gustav Keller (2008) zugrunde.
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2.2 Definition von Unterrichtsstörungen
Lohmann definiert Unterrichtsstörungen als „Ereignisse, die den Lehr-Lern-Prozess beeinträchtigen, unterbrechen oder unmöglich machen, indem sie die Voraussetzungen, unter denen Lehren und Lernen erst stattfinden kann, teilweise oder ganz außer Kraft setzen“ (Lohmann 2009, S. 14). Er beschreibt Sicherheit, Ruhe, Aufmerksamkeit und Konzentration als diese zentralen Voraussetzungen.
Unterrichtstörungen lassen sich grob in Kategorien einordnen. Lohmann unterscheidet nach verbalem Störverhalten, mangelndem Lerneifer, motorischer Unruhe und aggressivem Verhalten (vgl. Lohmann 2009, S. 15). Keller fügt als eigenen Bereich noch Verstöße gegen die Hausordnung hinzu (vgl. Keller 2008, S. 23). Besonders verbales Störverhalten tritt im Unterricht häufig auf und belastet die Lehrkräfte immens. Aus Lehrersicht gehen Unterrichtsstörungen fast gänzlich von Schülern aus. Dabei wird die Verantwortung oftmals verwischt. Der Lehrer sucht die Probleme bei den Schülern, bei welchen wiederum psychologische Probleme als Grundlage für deren Handlungsweisen erkannt werden und somit auch diese nicht wirklich „Schuld“ an der Situation sind. Somit sieht sich der Lehrende oftmals selbst als Therapeut und prägt zu schnell ein Erwartungsbild von Schülern. Gerade bei der Zuweisung von Verhaltensstörungen kann sich diese Vorstellung eines Schülers auch nachhaltig auswirken, da diese Information wiederum die Herangehensweise des nachfolgenden Erziehers prägt. Diese äußeren Faktoren, welche nur schwer zu beeinflussen sind, werden von Lehrkräften aber generell überschätzt.
Schüler erkennen als Auslöser von Unterrichtsstörungen sowohl den Lehrer, als auch sich selbst. Sie sind unzufriedener mit ihrer Lernumgebung, als dies von den Lehrkräften eingeschätzt wird. Dagegen bewerten sie ihren Umgang untereinander besser, als dies ihre Lehrenden glauben. Lernende unterstellen Handlungen von Lehrern häufig Kontrolle als Ziel. Außerdem muss ihre veränderte Lebenswelt betrachtet werden. Schüler sind heute mit einer sehr breiten und abwechslungsreichen Medienwelt konfrontiert, die ihnen eine unüberschaubare Zahl an Möglichkeiten zum Freizeitvertreib, aber auch zur Informationssuche bietet. Gegen diese Konkurrenten lässt es sich als Lehrer nur schwer arbeiten. Aber gerade im Umgang mit diesen neuen Medien brauchen Schüler kompetente Hilfe (vgl. Lohmann 2009, S. 19ff.).
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Arbeit zitieren:
Christian Hochmuth, 2009, Unterrichtsstörungen, München, GRIN Verlag GmbH
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