Inhaltsverzeichnis
Einleitung Seite 3
1. Aktuelle Problemfelder Seite 4
2. Argumente für und gegen die Einführung von Studiengebühren
2.1 Externe Effekte Seite 6
2.2 Abschreckungseffekte Seite 7
2.3 Verteilungsgerechtigkeit S e i t e 8
3. Auswirkung von Studiengebühren auf die Zugangsgerechtigkeit Seite 9
4. Modelle zur Refinanzierung der Studiengebühren
4.1 Bildungsgutscheine/ Voucher Seite 10
4.2 Akademikersteuer/ Steuerabzugsverfahren Seite 10
4.3 Bildungssparen/ Kapitalsparen/ Ausbildungsversicherung Seite 11
4.4 Kreditfinanzierung/ Darlehensfinanzierung Seite 12
5. Erfahrungen mit Studiengebühren in England und Schottland Seite 13
6 F a z i t S e i t e 1 4
Literaturverzeichnis Seite 16
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Einleitung
Die Debatte um die Einführung von Studiengebühren ist in Deutschland hochaktuell und führt in der Gesellschaft zu vielen Kontroversen. Zum einen gibt es Befürworter der Studiengebühren, die darin die finanzielle Besserstellung und qualitativ hochwertige Bildung im Hochschulsystem sehen. Zum anderen Gegner, die hierin „soziale Ungerechtigkeit“ gegenüber diverser Bevölkerungsschichten in der Bildung angelegt sehen.
Das Hochschulrahmengesetz (Stand 2002) beinhaltete, dass das Studium bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss und das Studium in einen konsekutiven Studiengang, der zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss führt, studiengebührenfrei ist (Vgl. Hochschulrahmengesetz: § 27, Absatz 4). Nach Beschluss vom 26. Januar 2005 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass das Verbot der Studiengebühren im Hochschulrahmengesetz die Gesetzgebungskompetenz der Länder verletzt und sie somit Studiengebühren einführen können, wodurch das HRG insofern nichtig ist (Vgl. NAGEL (2006):S. 2). Auf Grund des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts wurden in einigen Bundesländern Studiengebühren eingeführt, was mich in Folge dessen zu der Frage führt, ob die Einführung von Studiengebühren zu einer „sozial ungerechten“ Schlechterstellung finanziell schlechter gestellter Bevölkerungsgruppen führt und ob staatliche Modell zur Finanzierung dagegenwirken können? Um die Fragestellung zu beantworten werde ich in meiner Hausarbeit im ersten Abschnitt die aktuellen Problemfelder der Hochschulfinanzierung darlegen. Des Weiteren werde ich im zweiten Abschnitt die Argumente für und gegen die Einführung von Studiengebühren diskutieren. Im dritten Abschnitt werden die Auswirkungen von Studiengebühren auf die Zugangsgerechtigkeit an Hochschulen untersucht. Im 4. Abschnitt werde ich verschiedene Modelle zur Refinanzierung von Studiengebühren aufführen, die zur Beantwortung der Fragestellung hilfreich sein werden. Im letzten Teil werde ich die Studienfinanzierung von England und Schottland beschreiben und vergleichen, um somit im Fazit einen Handlungsvorschlag anzubringen.
Diese Hausarbeit ist nur ein kleiner Einblick in das Thema „Studiengebühren“ und soll als Anregung dienen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, weil es auf der einen Seite jeden Studenten betrifft und auf der anderen Seite auch die nächsten
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Generationen von Studenten, denen möglicherweise auf Grund ihrer finanziellen Lage der Zugang zum Hochschulstudium verwehrt wird, betrifft.
1. Aktuelle Problemfelder
Das Hauptthema welches sich gegenwärtig aus der Diskussion über die Krise des Hochschulsystems herausbildet ist die unzureichende Finanzausstattung bei interner und externer ineffizient des Lehrbetriebes. Diese Aussage kann durch folgende Punkte charakterisiert werden. Zum einen konsumieren die Studenten das Gut Hochschulbildung, bezahlen es aber nicht. Zum anderen stellen die Universitäten das Gut Hochschulbildung bereit, verkaufen es aber nicht. Des Weiteren müssen die Steuerzahler das Gut Hochschulbildung finanzieren, kontrollieren die Mittelverwendung aber nicht (Vgl. Konegen-Grenier/Werner (1996): S. 5). Aus dieser vorausgehenden Argumentation äußern sich für das Hochschulsystem folgende Problemfelder: Hohes Finanzierungsdefizit, fehlende personelle Ausstattung, unzureichende räumliche und sachliche Ausstattung, und Qualitätsprobleme der Lehre (Vgl. Konegen-Grenier/Werner (1996): S. 5-7). Beim ersten Punkt wird deutlich, dass die Hochschulen ein Finanzierungsproblem haben und sich dieses mit einer systematischen Aus- und Überlastung der bisherigen Sach- und Personalressourcen im Sinne einer „Untertunnelungsstrategie“ allein nicht zu lösen ist (Vgl. Beiträge (1996): S. 5). Die staatliche Hochschulfinanzierung erfolgt also über die öffentlichen Haushalte, wobei der größte Teil aus den jeweiligen Landeshaushalten kommt und der Bund im Wesentlichen an einigen Sonderprogrammen, Forschungsförderung und Hochschulbau beteiligt ist. Dieser Ausgabenumfang wird in Tabelle A1 im Einzelnen aufgeführt. Damit wird die Finanzierung über das allgemeine Steueraufkommen und zum Teil die Staatsverschuldung sichergestellt (Vgl. Petersen (2006): S. 19).
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Die fehlende personelle Ausstattung zeigt sich in der Stellungssituation für Wissenschaftler. Obwohl die Anzahl der Studierenden stark stieg, erhöhte sich die Anzahl der wissenschaftlichen Personalstellen nur geringfügig. In den Jahren 1975 bis 1995 stiegen diese Stellen nur um 16,2% von 78100 auf 90800 Stellen. Bei den Professoren fielen die vermehrten Personalstellen im gleichen Zeitraum noch bescheidener aus, sie stiegen nur um 11,8% von 30550 auf 34100 Stellen. Schaut man sich diese Werte genauer an, wird deutlich, dass die Relation zwischen Studierenden und wissenschaftlichen Personal von 1 zu 11 auf 1 zu 18,5 sich stark verändert hat. Die Relation zwischen Studierenden und Professoren verschlechterte sich sogar von 1 u 27,5 auf 1 zu 49 (Vgl. Konegen-Grenier/Werner (1996): S. 5-6). Die Unzureichende räumliche und sachliche Ausstattung ist auch ein Problem, da sich die Studierendenzahl im gleichen Zeitraum von 840800 auf 1676110 (Stand 1995) verdoppelte. Hinzukommend war der Bund mit einem Finanzansatz von 1,8 Milliarden DM für das 1996 um 500 Millionen DM unter dem vom Wissenschaftsrat erklärtem Finanzvolumen geblieben (Vgl. Konegen-Grenier/Werner (1996): S. 6).
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Arbeit zitieren:
Bacelor of Arts Political science Stefan Richter, 2008, Studiengebühren - Sozial ungerecht?, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Der Zusammenhang von Armut und Arbeitslosigkeit in Deutschland
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Seminararbeit, 17 Seiten
Studiengebühren und soziale Ungleichheit
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Hausarbeit, 16 Seiten
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